Ahlat

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Ahlat
Wappen fehlt
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Ahlat (Türkei)
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Basisdaten
Provinz (il): Bitlis
Koordinaten: 38° 45′ N, 42° 30′ OKoordinaten: 38° 45′ 10″ N, 42° 29′ 40″ O
Einwohner: 21.539[1] (2013)
Telefonvorwahl: (+90) 434
Postleitzahl: 13400
Kfz-Kennzeichen: 13
Struktur und Verwaltung (Stand: 2018)
Bürgermeister: Abdulalim Mümtaz Çoban (AKP)
Webpräsenz:
Landkreis Ahlat
Einwohner: 37.872[1] (2013)
Fläche: 989 km²
Bevölkerungsdichte: 38 Einwohner je km²
Kaymakam: Osman Dölek
Webpräsenz (Kaymakam):

Ahlat ist die Kreisstadt des Landkreises Ahlat der türkischen Provinz Bitlis und liegt am westlichen Ufer des Vansees. Ahlat hat 21.539 Einwohner, die zum größten Teil Türkmenen sind. Ahlat liegt auf dem Weg zwischen dem Süphan Dağı und dem Nemrut an der Europastraße 99. Neben dem heutigen Ahlat gibt es ein mittelalterliches Ahlat, das seit dem 16. Jahrhundert in Ruinen liegt.

Name[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

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Der heutige Name taucht in vielen Variantionen auf. Die Urartäer nannten die Stadt Halads, die Meder und Perser Ahlat, die Türken Hilat, die Armenier Şaleat, die Kurden Xelat, die Assyrer Kelath, die Byzantiner Chliat und die Araber Achlat. Der osmanische Reisende Evliya Çelebi nannte Ahlat einst Perle in Anatolien. Die ursprüngliche Bedeutung des Wortes Ahlat ist nicht bekannt. Doch gibt es eine populäre Legende wie der Name entstanden seien soll: Nach einem Angriff der Meder fiel die Stadt und deren König Lat wurde schwer verletzt. Als seine Tochter ihn sah, rief sie vor Entsetzen "Ah! Lat, Ah! Lat". Diese Schreie drangen bis zu den Medern vor, die von nun an die Stadt Ahlat nannten.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

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Der Geschichtsteil beginnt mit Armenien, Ahlat bestand aber schon zur Zeit der Urarter
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Ahlat war eine Zeit lang Teil des armenischen Königreiches. Nach dem Einfall der muslimischen Araber in Ostanatolien im 7. Jahrhundert wurde Ahlat für die nächsten vier Jahrhunderte aufgrund eines Vertrages von arabischen Gouverneuren und autonomen armenischen Prinzen regiert. Im Jahr 983 wurde Ahlat von den kurdischen Marwaniden erobert. Nach der Schlacht von Manzikert 1071, in der die Seldschuken die Byzantiner besiegten, nahm Sultan Alp Arslan Ahlat ein. Den Seldschuken folgte 1100 die Dynastie der Ahlatschahs nach, die 1207 von dem Ayyubiden al-Adil I. besiegt wurde. Das ayyubidische Ahlat wurde von den Georgiern zweimal angegriffen. 1230 fiel die Stadt nach sechs Monaten der Belagerung an den Choresm-Schah Dschalal ad-Din, welcher jedoch kurz darauf durch eine Koalition von Ayyubiden und Rum-Seldschuken geschlagen wurde.

Ende des 13. Jahrhunderts wurde Ahlat Teil des mongolischen Ilchanats. 1246 wurde die Stadt in einem schweren Erdbeben größtenteils zerstört. Ahlat wurde vom osmanischen Sultan Selim I. erobert. 1548 eroberte der iranische Schah Tahmasp I. die Stadt und verwüstete sie. Er verlor Ahlat an Selims Nachfolger Süleyman I., der eine Zitadelle außerhalb der Stadt am Seeufer errichtete. Um die Zitadelle, die 1554/55 vollendet wurde, entstand eine neue Stadt. Bis 1847, als das osmanische Reich alle unabhängigen Fürsten beseitigte, stand Ahlat unter der Herrschaft kurdischer Vasallen. Im Ersten Weltkrieg war die Stadt zwischen Osmanen und Russen umkämpft; seit 1923 gehört sie zur Türkei.

Kultur und Bauwerke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einige der seldschukischen Grabsteine

Ahlat lässt sich grob in drei Teile gliedern. Da wäre zunächst die mittelalterliche Stadt mit Zitadelle, die 1548 durch den Safawiden Tahmasp I. zerstört wurde, die osmanische Festung am Seeufer und der große Friedhof südlich der alten Stadt.

Die mittelalterliche Zitadelle, auch bekannt als Eski Ahlat oder Harab Şehir (Zerfallene Stadt), lag auf einer kleinen Ebene, die heute als Tahtı Süleyman bekannt ist. Von ihr sind lediglich einige Mauerreste zu sehen. Die mittelalterliche Stadt lag südlich und östlich der Zitadelle. Das osmanische Ahlat hatte eine große rechteckige Festung als Kern. Die Festung war ungefähr 200 mal 400 Meter groß und besaß dicke Mauern und drei Tore. Der Innenhof der Festung war in drei Quartiere unterteilt, wobei im südlichen Quartier eine Zitadelle aus dem 16. Jahrhundert mit der osmanischen Garnison stand. Eine Inschrift an der Zitadelle gibt Sultan Süleyman I. als Bauherrn an. Die restlichen Quartiere wurden von den Bürgern bewohnt. Es gab zwei Moscheen im osmanischen Ahlat, die Iskender-Pascha-Moschee, die zwischen 1564 und 1570 entstand, und die Qazi-Mahmud-Moschee von 1584.

Am besten bekannt ist Ahlat für seine Friedhöfe. Verteilt über die Stadt gibt es sechs große und noch weitere kleine Friedhöfe mit Gräbern aus der Zeit zwischen dem 13. und dem 16. Jahrhundert. Diese decken eine lange Periode von der Zeit der Seldschuken, der Ilchane bis zu den verschiedenen turkmenischen Lokaldynastien und den Osmanen ab. Die Gräber lassen sich in drei Kategorien einteilen: Grabsteine/Grabstelen, Grabtürme und tumulusähnliche Gräber (türkisch: Akıtlar). Die meisten Grabsteine stammen aus der seldschukischen Periode und sind teilweise drei Meter hoch und mit floralen und geometrischen Formen dekoriert. Unter den Grabsteinen befindet sich auch einer in Form eines Widders aus dem Jahre 1401, der heute im Hof einer Mittelschule steht. Die Grabsteine auf dem osmanischen Friedhof bei der Festung sind Nachahmungen der anderen Steine. Die Grabtürme (Gonbad) sind meistens zweistöckig und mit zylindrischen Wänden und konischen Dächern versehen. Der älteste erhaltene Gonbad gehört Scheich Necmeddin aus dem Jahr 1222–23 (619 A.H.). Dieser Gonbad unterscheidet sich durch ein pyramidales Dach und eine rechteckigen Form von den anderen, späteren Gonbads. Die Friedhöfe der Stadt stehen auf der Vorschlagsliste der Türkei zur Aufnahme in das UNESCO-Welterbe (Ref. 1401).

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Türkisches Institut für Statistik (Memento vom 8. April 2014 im Internet Archive), abgerufen 8. April 2014

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]