Bergfeld

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Bergfeld
Bergfeld
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Bergfeld hervorgehoben

Koordinaten: 52° 33′ N, 10° 51′ O

Basisdaten
Bundesland: Niedersachsen
Landkreis: Gifhorn
Samtgemeinde: Brome
Höhe: 64 m ü. NHN
Fläche: 10,6 km2
Einwohner: 878 (31. Dez. 2018)[1]
Bevölkerungsdichte: 83 Einwohner je km2
Postleitzahl: 38467
Vorwahl: 05368
Kfz-Kennzeichen: GF
Gemeindeschlüssel: 03 1 51 003
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Hauptstraße 19
38467 Bergfeld
Bürgermeisterin: Ute Düsterhöft (CDU)
Lage der Gemeinde Bergfeld im Landkreis Gifhorn
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Über dieses Bild
Hauptstraße mit Turm der Schule, Blickrichtung Nord

Bergfeld ist eine Gemeinde im Landkreis Gifhorn in Niedersachsen.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geografische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bergfeld liegt zwischen den Naturparks Südheide und Drömling an der Kleinen Aller in der geschichtlichen Landschaft des Vorsfelder Werders. Die Gemeinde gehört der Samtgemeinde Brome an, die ihren Verwaltungssitz in dem Flecken Brome hat. Die Wasserscheide zwischen Elbe und Weser verläuft durch die Gemarkung. Umliegende Ortschaften sind Parsau, das drei Kilometer östlich liegt, Tiddische vier Kilometer südwestlich, Tülau vier Kilometer nördlich und Ehra-Lessien fünf Kilometer nordöstlich.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Siedlung Bergfeld ist wendischen Ursprungs und geht vermutlich auf das 6. bis 8. Jahrhundert zurück. Der Name Bergfeld ist vermutlich eine Zusammensetzung des deutschen Wortes Feld und des slawischen brêgu. Beide Worte bedeuten dasselbe, ein Feld, oder zu jener Zeit häufig auch ein Uferstück. Auch die Flurnamen um Bergfeld sind slawischen Ursprungs.[2] Nach einer anderen Deutung bedeutet der Name Berg-Feld, also ein Feld auf der leichten Anhöhe, auf der der Ort liegt.[3] Erstmals urkundlich erwähnt wird der Ort im Jahr 1135 als Bergfelde, als es zum Besitz des Klosters zu Königslutter gehört. Die ursprüngliche Dorfform war die eines wendischen Rundlings. Bergfeld besaß nie eine eigene Kirche, sondern ist nach Parsau gepfarrt.

Laut einem Siedlungsverzeichnis um 1850 bestanden zu dieser Zeit 20 Bauernhöfe. Ein Schulhaus mit Glockenturm wurde errichtet. Um 1900 wurde Bergfeld zu einem Haufendorf. Im Ersten Weltkrieg starben 14 Soldaten aus Bergfeld, im Zweiten Weltkrieg 32.[4]

1858 lebten in Bergfeld 273 Personen, 1939 waren es 355 Einwohner. Bis 1950 stieg die Zahl wegen der Flüchtlingsströme auf 543 an. 1985 betrug die Einwohnerzahl 705. 1985 gab es dort 43 landwirtschaftliche Betriebe, von denen 20 unter fünf Hektar Land besaßen.[5] Laut Zählung der Samtgemeinde Brome lebten am 30. Juni 2019 875 Einwohner in Bergfeld.[6]

Die Gemeinde Bergfeld trat am 1. Juli 1972 der Samtgemeinde Rühen bei. Nach deren Auflösung schloss sich Bergfeld am 15. März 1974 der neugegründeten Samtgemeinde Brome an. Damit schied die Gemeinde aus dem Landkreis Helmstedt aus und wurde Teil des Landkreises Gifhorn.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gemeinderat aus Bergfeld setzt sich aus neun Ratsfrauen und Ratsherren zusammen, einschließlich des nebenamtlichen Bürgermeisters.

CDU SPD Gesamt
2016 5 4 9 Sitze

(Stand: Kommunalwahl am 11. September 2016)[7]

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ute Düsterhöft ist seit Januar 2007 Bürgermeisterin. Sie war zuvor stellvertretende Bürgermeisterin.

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Von Blau und Gold (Gelb) im Wellenschnitt gespalten mit einem Hufeisen in gewechselten Farben.

Altes Ortsschild in Bergfeld

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kreisstraßen führen nach Parsau, Tülau und Tiddische. Die meist einspurige Straße nach Ehra-Lessien wurde für den öffentlichen Verkehr gesperrt. Die B 248 WolfsburgSalzwedel liegt in sechs Kilometer Entfernung westlich und nördlich der Gemeinde.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Johann Dietrich Bödeker: Das Land Brome und der obere Vorsfelder Werder, Geschichte des Raumes an Ohre, Drömling und Kleiner Aller. Braunschweig 1985, ISBN 3-87884-028-4, S. 521–542.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Bergfeld – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Landesamt für Statistik Niedersachsen, LSN-Online Regionaldatenbank, Tabelle 12411: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes, Stand 31. Dezember 2018 (Hilfe dazu).
  2. Johann Dietrich Bödeker: Das Land Brome und der obere Vorsfelder Werder, Geschichte des Raumes an Ohre, Drömling und Kleiner Aller. Braunschweig 1985, ISBN 3-87884-028-4, S. 521
  3. Jürgen Udolph (Recherche): Der „Ortsnamenforscher“. In: Internetseite NDR 1 Niedersachsen. Archiviert vom Original am 17. August 2014; abgerufen am 3. August 2019.
  4. Johann Dietrich Bödeker: Das Land Brome und der obere Vorsfelder Werder, Geschichte des Raumes an Ohre, Drömling und Kleiner Aller. Braunschweig 1985, ISBN 3-87884-028-4, S. 540.
  5. Johann Dietrich Bödeker: Das Land Brome und der obere Vorsfelder Werder, Geschichte des Raumes an Ohre, Drömling und Kleiner Aller. Braunschweig 1985, ISBN 3-87884-028-4, S. 533, 540.
  6. Mitteilungsblatt der Samtgemeinde Brome vom 12. Juli 2019; Zählung der Samtgemeinde
  7. Wahlergebnis bei samtgemeinde-brome.de, abgerufen am 12. September 2016