Brandérion

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Brandérion
Prederion
Wappen von Brandérion
Brandérion (Frankreich)
Brandérion
Region Bretagne
Département Morbihan
Arrondissement Lorient
Kanton Pluvigner
Gemeindeverband Lorient Agglomération
Koordinaten 47° 48′ N, 3° 12′ WKoordinaten: 47° 48′ N, 3° 12′ W
Höhe 8–79 m
Fläche 6,03 km2
Einwohner 1.409 (1. Januar 2016)
Bevölkerungsdichte 234 Einw./km2
Postleitzahl 56700
INSEE-Code
Website www.branderion.com

Die Kapelle Sainte-Anne in Brandérion

Brandérion (bretonisch: Prederion) ist eine französische Gemeinde mit 1.409 Einwohnern (Stand: 1. Januar 2016) im Département Morbihan in der Region Bretagne. Die Gemeinde gehört zum Arrondissement Lorient und zum Kanton Pluvigner.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Brandérion liegt im Binnenland im Westen des Départements Morbihan. Die Ortschaft befindet sich ungefähr 15 Kilometer südwestlich der Stadt Lorient. Nachbargemeinden sind Languidic im Nordwesten, Norden und Osten, Nostang im Süden und Kervignac im Westen.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Erstmals taucht der Ort im Jahr 1363 auf, wo seine Zugehörigkeit zur Kirchgemeinde Languidic erwähnt wird. Bis ins Jahr 1402 gehörte es zu dieser Kirchgemeinde und wurde danach eine eigenständige Pfarrei. Regiert wurde es von den Herren von Brandérion vom Schloss Kerlivio aus. Historisch gehört Brandérion zum Vannetais (bretonisch:Bro-Gwened). 1790 wurde die Pfarrei eine eigenständige Gemeinde. Von 1793 bis 1801 war sie dem Kanton Languidic und dem District Hennebont zugeteilt. Ab 1801 gehörte Brandérion zum Arrondissement Lorient und von 1801 bis 2015 zum Kanton Hennebont.

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Brandérion gehörte 1793 mit 352 Bewohnern zu den einwohnerschwächsten Gemeinden der Region. Dies blieb trotz eines Anstiegs im gesamten 19. Jahrhundert so. In der Zeit zwischen 1861 und 1975 bewegten sich die Bevölkerungszahlen stets in einem Bereich von 500 bis 600 Personen. Danach folgte eine starke Wachstumsphase bis 1990 (1975–1990:+79 %). In den Jahren zwischen 1990 und 2006 sank die Anzahl Bewohner wieder leicht. Seit 2006 ist ein starker Aufwärtstrend zu verzeichnen (2006–2012:+46 %) und erreicht heute einen historischen Höchststand. Die Entwicklung:

Jahr 1793 1861 1962 1968 1975 1982 1990 1999 2006 2012
Einwohner 352 503 583 551 574 947 1.028 953 942 1.377

Sehenswürdigkeiten[1][Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Siehe auch: Liste der Monuments historiques in Brandérion

  • Dorfkirche Saint-Pierre (erbaut 1879)
  • Kapelle Sainte-Anne aus dem 14. Jahrhundert
  • Mairie der Gemeinde, früher das Pfarrhaus
  • Bauernhäuser, Brunnen und Waschbecken aus dem 17. und 18. Jahrhundert
  • Schloss von Kerlivio aus dem Jahr 1830 (Privatbesitz)
  • Teich von Coëtrivas (Privatbesitz, nicht zugänglich)
  • Miliarium aus dem 18. Jahrhundert in Pontoir
  • Lec’h (flacher/glatter behauener Stein) aus gallischer Zeit (Eisenzeit)
  • Windmühle in Kerlivio

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Geoffroy de Goulaine (1844–1913), Senator von Morbihan (1901–1913)
  • der Geistliche Louis Le Cam, Hauptmann der Infanterie eines Kolonialregiments, Kriegsheld des Ersten Weltkriegs

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Le Patrimoine des Communes du Morbihan. Flohic Editions, Band 1, Paris 1996, ISBN 2-84234-009-4, S. 417.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Sehenswürdigkeiten (Memento des Originals vom 10. April 2015 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/fr.topic-topos.com

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Brandérion – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien