Hœdic

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Hœdic
Edig
Hœdic (Frankreich)
Hœdic
Region Bretagne
Département Morbihan
Arrondissement Lorient
Kanton Quiberon
Gemeindeverband Auray Quiberon Terre Atlantique
Koordinaten 47° 20′ N, 2° 53′ WKoordinaten: 47° 20′ N, 2° 53′ W
Höhe 0–22 m
Fläche 2,08 km2
Einwohner 113 (1. Januar 2014)
Bevölkerungsdichte 54 Einw./km2
Postleitzahl 56170
INSEE-Code
Website www.hoedic.net

Straße in Hœdic

Hœdic (bretonisch: Edig) ist eine französische Gemeinde mit 113 Einwohnern (Stand 1. Januar 2014) im Département Morbihan in der Region Bretagne; sie gehört administrativ zum Arrondissement Lorient und zum Kanton Quiberon.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde liegt auf der Île d’Hœdic, einer kleinen Granit-Insel im Golf von Biskaya, in der südlichen Bretagne. Weitere Gemeinden gibt es auf der Insel nicht. Zum Gemeindegebiet zählt auch die kleine, im Südosten vorgelagerte Inselgruppe Les Grands Cardinaux mit dem Leuchtturm Phare des Grands Cardinaux. Die beiden bedeutendsten Häfen auf der Insel sind der Port Argol im Norden und der Port de la Croix im Süden.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde wurde 1891 gegründet, vorher war sie in Le Palais auf der Nachbarinsel Belle-Île eingemeindet. 1931 hatte sie 417 Einwohner, die sich hauptsächlich von der Krabbenfischerei ernährten. Der französische Archäologe Saint-Just Péquart beschreibt die Einwohner als faul und antriebslos, auf der Insel sei kein einziger Handwerker zu finden. Die Frauen beschäftigten sich noch nicht einmal mit Nadelarbeiten und auch ihre Küche sei sehr rudimentär. Die Insel zeige alte Ackerspuren, es würden aber nur Kartoffeln und kein Getreide angebaut, die Mühle und der Gemeindebackofen seien inzwischen zerfallen. Im Winter sei die Insel oft wochenlang von der Außenwelt abgeschnitten.

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr 1968 1975 1982 1990 1999 2007 2010
Einwohner 191 147 126 140 117 111 119

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hœdic ist durch Fährschiffe mit der benachbarten Insel Île d’Houat und dem Festland bei Quiberon verbunden. In der Sommersaison gibt es einige zusätzliche Verbindungen.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ausgrabungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1931 und 1934 wurde von Saint-Just Péquart (1881–1944) ein Gräberfeld aus dem späten Mesolithikum ausgegraben, das sich in einem Muschelhaufen befand. Es liegt an einem kleinen Sporn an der Nordwestspitze der Insel. Der Muschelhaufen enthielt auch aus Steinplatten erbaute Herdstellen. Es wurden 14 Gräber mit allerlei Grabbeigaben gefunden.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Saint-Just Péquart: La nécropole mésolithique de l’Île d’Hœdic. L’Anthropologie 94/1-2, 1932

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Hœdic – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Dolmen de la Croix und Menhir de la Vierge in der Base Mérimée des französischen Kulturministeriums (französisch)
  2. Fort Louis-Philippe in der Base Mérimée des französischen Kulturministeriums (französisch)
  3. Phare des Grands Cardinaux in der Base Mérimée des französischen Kulturministeriums (französisch)