Anderlingen

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Anderlingen
Anderlingen
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Anderlingen hervorgehoben
Koordinaten: 53° 22′ N, 9° 18′ O
Basisdaten
Bundesland: Niedersachsen
Landkreis: Rotenburg (Wümme)
Samtgemeinde: Selsingen
Höhe: 18 m ü. NHN
Fläche: 35,67 km²
Einwohner: 884 (31. Dez. 2014)[1]
Bevölkerungsdichte: 25 Einwohner je km²
Postleitzahl: 27446
Vorwahl: 04284
Kfz-Kennzeichen: ROW, BRV
Gemeindeschlüssel: 03 3 57 003
Adresse der Verbandsverwaltung: Bahnhofstraße 8
27446 Selsingen
Webpräsenz: www.anderlingen.de
Bürgermeister: Irene Barth, geb. Walter[2]
Lage der Gemeinde Anderlingen im Landkreis Rotenburg (Wümme)
Bremen Hamburg Schleswig-Holstein Landkreis Cuxhaven Landkreis Diepholz Landkreis Harburg Landkreis Osterholz Landkreis Stade Landkreis Heidekreis Landkreis Verden Ahausen Alfstedt Anderlingen Basdahl Rotenburg (Wümme) Bötersen Bothel (Niedersachsen) Breddorf Bremervörde Brockel Bülstedt Deinstedt Ebersdorf (Niedersachsen) Elsdorf (Niedersachsen) Farven Fintel Gnarrenburg Groß Meckelsen Gyhum Hamersen Hamersen Hassendorf Heeslingen Hellwege Helvesiek Hemsbünde Hemslingen Hepstedt Hipstedt Horstedt (Niedersachsen) Horstedt (Niedersachsen) Kalbe (Niedersachsen) Kirchtimke Kirchwalsede Klein Meckelsen Lauenbrück Sittensen Lengenbostel Oerel Ostereistedt Reeßum Rhade Rotenburg (Wümme) Sandbostel Scheeßel Seedorf (bei Zeven) Selsingen Sittensen Sittensen Sottrum Stemmen (Landkreis Rotenburg) Tarmstedt Tiste Tiste Vahlde Vahlde Vierden Visselhövede Vorwerk (Niedersachsen) Westertimke Westerwalsede Wilstedt Wohnste ZevenKarte
Über dieses Bild

Anderlingen ist eine Gemeinde in der Samtgemeinde Selsingen im Landkreis Rotenburg (Wümme) in Niedersachsen. Anderlingen erstreckt sich auf einer Fläche von 35,67 Quadratkilometern.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde teilt sich in folgende Ortsteile:

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die in der Gemarkung Anderlingen gefundene, dort abgebaute und neben dem Niedersächsischen Landesmuseum in Hannover wieder aufgebaute bronzezeitliche Steinkiste von Anderlingen zeigt drei menschliche Figuren auf dem südlichen Abschlussstein, der deshalb unter dem Namen Anderlinger Bildstein weit über die Region hinaus bekannt ist. Er gilt als einer der bedeutendsten bronzezeitlichen Funde im norddeutschen Raum und diente als Vorlage für das heutige Wappen des Ortes.

Anderlingen wird erstmals urkundlich im 12. Jahrhundert erwähnt (wobei eine genaue Zeitangabe fehlt), und zwar im Zusammenhang mit den Zehntschenkungen des Bischofes Hermann von Verden († 1167) an das Verdener Domkapitel (→Dom zu Verden), die hohe Domgastlichkeit.[3] Die Schenkung ist überliefert in einer – verloren gegangenen – Totenliste des 13. Jahrhunderts, aus der die wohl 1332 abgefasste und bis ins 15. Jahrhundert fortgeführte Verdener Bischofschronik geschöpft hat. Diese Chronik nennt das Dorf in einer entstellten Form „Thunderlinge“.[4]

Am 1. März 1974 wurden die Gemeinden Grafel und Ohrel eingegliedert.[5]


Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Anderlinger Sonne[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Oktober 2014 wurde die "Anderlinger Sonne" enthüllt, ein Modell der Sonne mit ca. 2 Meter Durchmesser. Dieses Modell ist der zentrale Punkt eines Steinplanetariums, welches im Maßstab 1:700 Millionen die Planeten darstellt, welche sich zwischen Anderlingen und Haaßel befinden. Dieses Steinplanetarium ist Teil der Stein-Erlebnisroute von Anderlingen. [6]

Gedenksteine[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Heinrich Behnken-Gedenkstein (Genaueres zum Lesen der Plakette siehe Inschrift)

In der Ortsmitte befindet sich ein Gedenkstein der an Heinrich Behnken und dessen Vater Lütje Behnken (auch Lütje Micheels nach der Hofstelle Nr. 5 Micheels Hus benannt) erinnert: Lütje Behnken wurde in Anderlingen geboren.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Landesbetrieb für Statistik und Kommunikationstechnologie Niedersachsen, 100 Bevölkerungsfortschreibung – Basis Zensus 2011, Stand 31. Dezember 2014 (Hilfe dazu).
  2. Anderlingen
  3. Nach: Friedrich Wichmann: Untersuchungen zur älteren Geschichte des Bistums Verden, in: Zeitschrift des historischen Vereins für Niedersachsen, Jahrg. 1904, 1905
  4. Rainer Brandt: Anderlingen – ein Dorf mit langer Geschichte.1995
  5. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 242.
  6. / SteinErlebnisRoute

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Anderlingen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien