Bredstedt

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Dieser Artikel behandelt eine Stadt in Schleswig-Holstein; zum gleichnamigen Schiff der Bundespolizei siehe Bredstedt (Schiff).
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Stadt Bredstedt
Bredstedt
Deutschlandkarte, Position der Stadt Bredstedt hervorgehoben
Koordinaten: 54° 37′ N, 8° 58′ O
Basisdaten
Bundesland: Schleswig-Holstein
Kreis: Nordfriesland
Amt: Mittleres Nordfriesland
Höhe: 7 m ü. NHN
Fläche: 9,75 km²
Einwohner: 5135 (31. Dez. 2014)[1]
Bevölkerungsdichte: 527 Einwohner je km²
Postleitzahl: 25821
Vorwahl: 04671
Kfz-Kennzeichen: NF
Gemeindeschlüssel: 01 0 54 019
Adresse der Amtsverwaltung: Theodor-Storm-Str. 2
25821 Bredstedt
Webpräsenz: www.stadt-bredstedt.de
Bürgermeister: Knut Jessen (WGB)
Lage der Stadt Bredstedt im Kreis Nordfriesland
Karte

Bredstedt (dänisch: Bredsted, friesisch: Bräist, mit gedehntem e gesprochen Hörprobe?/i, plattdeutsch: Breedsteed, südjütisch: Bräjst) ist eine Stadt am Rande der Schleswigschen Geest im Kreis Nordfriesland in Schleswig-Holstein. Die Stadt ist seit 2001 Luftkurort.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Stadt befindet sich am Rande der Schleswigschen Geest zu Fuße des Stollbergs, einer der höchsten Erhebungen des Kreises Nordfriesland. Etwa sechs Kilometer in westlicher Richtung entfernt befindet sich der Küstenstreifen der Nordsee. Die schleswig-holsteinische Landeshauptstadt Kiel befindet sich 72 km östlich. Bis zum nächstgelegenen Oberzentrum Flensburg sind es in nordöstlicher Richtung circa 35 km, nach Hamburg circa 140 km Richtung Südosten.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bredstedt um 1895

Bredstedt wurde urkundlich erstmals 1231 im Erdbuch durch den dänischen König Waldemar II. als Brethaestath (breite Stätte) erwähnt. Es lag in der Nordergoesharde, die zum Idstedtsyssel, dem südlichen der drei Syssel des Herzogtums Schleswig gezählt wurde. 1477 lag es noch nahe am Meer, hatte einen Hafen und wurde zum Flecken erhoben. Auch wurde es im Spätmittelalter aus dem Kirchspiel Breklum gelöst, doch blieb das Kirchspiel Bredstedt auf den Flecken sowie später auf Teile neu gewonnener Köge im Westen beschränkt.

Die Nordergoesharde gehörte zum Amt Flensburg und blieb bei allen Landesteilungen der Herzogtümer Schleswig und Holstein immer beim königlichen Anteil. Bredstedt hatte als Marktort für ein weites Umland Bedeutung. Als Zentrum der Harde überflügelte es Breklum. Auf Grund des hohen Grades der Selbstverwaltung wurde die Harde im 18. Jahrhundert immer häufiger als Landschaft Bredstedt bezeichnet, womit die Bedeutung des Zentralorts zusätzlich belegt wird. 1785 wurde die Harde aus dem Amt Flensburg gelöst und in ein eigenständiges Amt Bredstedt umgewandelt. Allerdings übernahm bald der Husumer Amtmann auch die Geschäfte in Bredstedt.

Das Amt Bredstedt wurde 1853 durch die vorgelagerten Köge und das Gut Mirebüll erweitert. Nach der Einverleibung des Herzogtums Schleswig in das Königreich Preußen wurde das Amt jedoch Teil des neuen Kreises Husum. In der Nachfolge der alten Harde war Bredstedt ab 1867 Sitz eines Amtsgerichts, das bis 1975 bestand. 1887 wurde der Bahnhof an der Marschbahn gebaut. Am 8. Oktober 1900 wurde dem Ort das Stadtrecht verliehen.

Der Aufschwung, der bereits die Verleihung der Stadtrechte nach sich gezogen hatte, hielt auch in den Folgejahren an. So wurde 1902 ein friesischer Heimatverein gegründet. Ebenso erhielt Bredstedt im selben Jahr eine Volksbibliothek, die Vorgängerin der heutigen Stadtbücherei. Im Folgejahr gründete sich der Friesen-Courier, die örtliche Zeitung. Sie wurde bis zum Jahr 1942 herausgegeben. Ebenso wie bei den vorangegangenen Eindeichungen in der Bredstedter Bucht, verbreitete sich die ökonomische Basis auch durch die Bedeichung des Cecilien- und Sönke-Nissen-Koogs in der zweiten und dritten Dekade des 20. Jahrhunderts.[2]

Schwere Krisen zu Beginn und Ende der Weimarer Republik wechselten sich mit einer Blütezeit in der Mitte ab. Sie ließen aber auch die Anspruchshaltung der Bürger gegenüber der politischen Vertretung anwachsen, die aber nicht erfüllt werden konnte. Immer wieder wurde städtische „Misswirtschaft“ kritisiert. Eine schwere Bürgermeisterkrise gab schließlich der NSDAP die notwendige Basis, die zu einem frühen Erblühen des Nationalsozialismus im Raum Bredstedt führte. Bereits vor Beginn der Weltwirtschaftskrise, im Februar 1929, fasste eine Ortsgruppe Fuß. Im März 1933 wurde die NSDAP von 50,2 % der Bredstedter gewählt. Die Regierung von Hitler wurde sogar von 68,4 Prozent der Bevölkerung unterstützt. 1934 wurde ein Reichsarbeitsdienstlager in Bredstedt eingerichtet.

Während der Kriegsjahre 1939-45 wurden durch Brände fünf Häuser zerstört. Hierbei starben zusammen 15 Menschen. Die Zahl der Gefallenen belief sich auf insgesamt 340 bzw. 11 % der Bevölkerung.

Bis zum 1. April 2008 war Bredstedt amtsfrei und hauptamtlich verwaltet. Seitdem bildet die Stadt mit den Gemeinden der ehemaligen Ämter Bredstedt-Land und Stollberg das Amt Mittleres Nordfriesland mit Verwaltungssitz in Bredstedt.

Religionen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

ev.-luth. St.-Nikolai-Kirche

In Bredstedt gibt es zwei evangelisch-lutherische Kirchengemeinden. Die größte Gemeinde ist die Gemeinde St. Nikolai. Ihr gehören 3800 Gemeindemitglieder (2011) an, das sind 77 % der Bevölkerung. Ihr Gotteshaus ist die 1510 erbaute spätgotische St. Nikolai-Kirche. Die evangelische dänische Gemeinde (Bredsted danske Menighed) benutzt einen Kirchenraum in der örtlichen dänischen Schule.

In der Clementstraße befindet sich die katholische Marienkapelle, in der einmal wöchentlich Samstags ein Gottesdienst stattfindet. Die katholische Gemeinde gehört der Kirchengemeinde Christus König und Sankt Knud in Husum an.

In der Gressstraße gibt es eine Versammlung der Zeugen Jehovas mit ca. 100 Mitgliedern.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Stadtvertretung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bei den Kommunalwahlen am 26. Mai 2013 erhielt die CDU 28,2 Prozent der abgegebenen Stimmen und fünf Sitze. Die SPD kam auf 22,8 Prozent und vier Sitze. Die WGB erreichte 34,4 Prozent und sechs Sitze. Der SSW erhielt 14,6 Prozent und zwei Sitze. Die Wahlbeteiligung betrug 42,0 Prozent.[3]

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Für die Wahlperiode 2013–2018 wurde Knut Jessen (WGB) zum Bürgermeister gewählt. Er löste Uwe Hems (WGB) ab, der von 1994 bis 2008 Bürgervorsteher und von 2008 bis 2013 Bürgermeister war.

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Blasonierung: „Über von Silber und Blau neunmal geteiltem Wellenschildfuß in Rot eine silberne Bohlenbrücke.“[4]

Städtepartnerschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Neben einer Städtepartnerschaft mit der Kommune De Witt im US-Bundesstaat Iowa besteht ein Patenschaftsvertrag mit der polnischen Stadt Kreuz (Ostbahn) (poln. Krzyż Wielkopolski).

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vereine[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bredstedt hat ein stark ausgebildetes Vereinswesen. Hierzu zählen mehrere Sport- und Musikvereine.

Sportvereine[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bedeutendster Sportverein der Stadt ist der Bredstedter TSV. Er bietet Breiten- und Wettkampfsport in den Hauptsportarten wie z. B. Fußball, Handball, Leichtathletik und weiteren an. Er nutzt vor allem die Sportanlagen an der Süderstraße und die Turnhalle auf dem Gelände der ehemaligen BGS-Schule im Gewerbepark Mittleres Nordfriesland.

Daneben gibt es den TC Bredstedt. Die Tennisanlage des Vereins befindet sich außerhalb des Zentrums im Wald von Quickhorn. Sie ist zu erreichen über die Ausfallstraße Richtung Dörpum.

Im SAV Bredstedt gehen die Sportangler ihrem Hobby nach.

Der älteste örtliche Sportverein ist die Bredstedter Ringreitergilde. Sie wurde bereits im Jahr 1783 gegründet und gehört damit zu den ältesten Sportvereinigungen im Kreis Nordfriesland.

Ein weiterer Traditionsverein ist der Bredstedter Schützenverein, welcher im Jahr 1878 gegründet wurde. Die Schießsportanlage befindet sich am äußeren Ende der Westerstraße.

Der Bredsted IF von 1947 (Bredsted Ungdoms- og Idrætsforening) fördert die dänische Sport- und Jugendarbeit durch kulturelle und sportliche Tätigkeiten.

Musikvereine[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dem Bredstedter Handwerkerverein ist ein erfolgreicher Spielmannszug zugehörig. Daneben gibt es mit der Bredstedter Liedertafel von 1842 einen Männerchor. Darüber hinaus besteht die Gelegenheit des Musizierens in einem der örtlichen evangelisch-lutherischen Kirchengemeinde zugehörigen Posaunenchor.

Sonstige Vereine[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Für eine erfolgreiche Stadtentwicklung machen sich unter anderem der Handels- und Gewerbeverein und der Tourismusverein Bredstedt und Umgebung stark. Dem historischen Erbe widmet sich der 1990 gegründete Verein für Bredstedter Geschichte und Stadtbildpflege, der das Bredstedter Archiv im Bürgerhaus und einen Ausstellungsraum unterhält.

Bauwerke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Liste der Kulturdenkmale in Bredstedt stehen die in der Denkmalliste des Landes Schleswig-Holstein eingetragenen Kulturdenkmale.

Das Zentrum der Stadt Bredstedt ist heute architektonisch gesehen äußerst heterogen. Die älteste Entwicklungslinie erstreckt sich entlang von Norderstraße, Hohle Gasse, Markt und Osterstraße. Dabei bildet der Markt den historischen Ortskern.

Stilistisch hervorzuhebendes Gebäude ist unter anderem der an der Stirnseite des Marktplatzes dominierende Bau Sparkasse/Rathaus aus der Gründerzeit. Der nördliche Gebäudeteil stammt aus dem Jahr 1893/94. Hier war bis ins Jahr 2008 die Stadtverwaltung untergebracht. Der zweistöckige Backsteinbau ist stilistisch der Neugotik angelehnt. Der südliche Gebäudeteil wurde im Jahr 1930 als Anbau an der Ecke Markt/Bohnenstraße ausgeführt. Er wurde für die Spar- und Leihkasse zu Bredstedt errichtet, die mittlerweile das gesamte Gebäude nutzt. Dieser Anbau stammt aus der Feder des Flensburger Architekten Guido Widmann. Im Entwurf nahm er die neugotischen Fassadenelemente in abgeschwächter Form mit auf.

Weitere stilistisch ins Auge fallende Gebäude am Markt sind Wolf's alte priv. Apotheke und das Wohnhaus des ehemals größten Bredstedter Unternehmers, des Tabakfabrikanten Preisler. Letzteres bildet zusammen mit dem ehemaligen und inzwischen restaurierten Fabrikgebäude einen kleinen Innenhof.

Am Beginn der Osterstraße befinden sich gegenüberliegend zwei aus der gesamten Häuserzeile aufgrund Ihrer Doppelstöckigkeit dominierende Gebäude. Es handelt sich um das ursprünglich als Postgebäude errichtete Geschäftshaus an der Südseite und das Nordfriesische Haus an der Nordseite der Straße. Sie sind beide für die weitergehende Häuserzeile untypisch in trauf- anstatt giebelständiger Bauweise ausgeführt. Das ehemalige Postgebäude ist ein typisch norddeutscher Backstein- und Klinkerbau. Das davor liegende Haus der Landvögte passt sich in der Fassade dem Nachbarhaus an, ist allerdings nur einstöckig mit einem Walmdach ausgestattet.

Weitere architektonisch auffallende Landmarken außerhalb dieser ältesten Entwicklungschase sind vor allem das Nordfriisk Instituut (zuvor Volksschule) aus dem Jahr 1871, das Bürgerhaus (ehemals Mittelschule), welches 1913 errichtet wurde (beide an der Süderstraße gelegen) und die ehemalige Landwirtschaftsschule (das heutige Amtsgebäude) an der Theodor-Storm-Straße.

Ebenso sehenswert sind das Bahnhofsgebäude mit dem Wasserturm Bredstedt sowie das Clementshus; die dänischen Seniorenwohnungen (erbaut 1720, restauriert 1987).

Prägend für die moderne Architektur des späten 20. Jh. ist der Fernmeldeturm Bredstedt auf dem zur Gemeinde Bordelum gehörenden Stollberg.

Regelmäßige Veranstaltungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Die Markttage sind eine jährliche Veranstaltung. Meistens finden sie am Wochenende statt und bieten ein Programm aus Musik und Unterhaltung bis in die späten Abendstunden. Die Markttage sind das größte Ereignis der Stadt.
  • Kinderfest: Neben sportlichen Aktivitäten für Kinder gibt es noch ein Festzelt.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Wirtschaftsstruktur in Bredstedt ist mittelständisch geprägt. Größtenteils handelt es sich um inhabergeführte Betriebe. Die Branchenzusammensetzung lässt sich als diversifiziert beschreiben. Unternehmen von regionaler Bedeutung sind zwei traditionsreiche Fachhandelsbetriebe aus den Bereichen Fleischverarbeitung, sowie Holz- und Baustoffhandel. Letzterer betreibt auch einen Bau- und Gartenmarkt.

In der Eigenschaft als Unterzentrum für die Region Mittleres Nordfriesland können Verbraucher in Bredstedt ihren Bedarf zur Grundversorgung abdecken. Als Banken sind in der Stadt Filialen der VR Bank eG Niebüll, der HypoVereinsbank, und der NOSPA vertreten.

Im Bereich des Einzelhandels ist es in den letzten Jahren zu einem Wandel gekommen. Zahlreiche Geschäfte des Lebensmitteleinzelhandels sind aus der Innenstadtlage an den Ortsrand gewandert. Allerdings hat sich am Rande der Innenstadt inzwischen die REWE Group mit einem Discounter- (Penny) und einem Verbrauchermarkt neu angesiedelt. Weitere Discountmarkt-Filialen (Aldi Nord, Netto Marken-Discount) befinden sich verkehrsgünstig am südlichen Ortsrand. Am nördlichen Ortseingang in unmittelbarer Nähe der in jüngster Zeit entstandenen Wohngebieten hat sich die coop eG mit einem Verbrauchermarkt (SKY) niedergelassen.

Der Innenstadtbereich wird dominiert durch kleinere boutiquenmäßige Bekleidungsgeschäfte und sonstige Dienstleistungsbetriebe (Banken, Versicherungen, Rechtsanwälte, Sportwarengeschäfte, Teefachhandel usw.). In der Haupteinkaufstraße befindet sich darüber hinaus noch ein Kaufhaus. Hier ist seit der Schließung der örtlichen Postfiliale eine Postagentur eingerichtet.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schienenverkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bredstedter Bahnhof

Bredstedt hat einen Bahnhof an der Marschbahn. Von hier können mittels Nahverkehrszügen der Nord-Ostsee-Bahn auf direktem Wege Hamburg und Westerland erreicht werden. In Bredstedt halten alle Nahverkehrszüge auf dieser Relation, Intercity-Züge der Deutschen Bahn AG dagegen nicht.

Busverkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Von Bredstedt verkehren Busse in Richtung Schlüttsiel, Niebüll, Flensburg und Husum. Darüber hinaus werden durch ringförmige Linien die umliegenden Gemeinden erschlossen. Diese sind jedoch weitestgehend auf den Schülertransport ausgerichtet und verkehren deshalb überwiegend nur an Schultagen.

Für den Fremdenverkehr nimmt die Strecke Bredstedt-Schlüttsiel eine besondere Bedeutung ein. Über diese Verbindung lassen sich die Fähren zu den nordfriesischen Halligen erreichen. Die Stadt bezeichnet sich daher gerne als das Tor zu den Halligen.

Straßenverkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Durch Bredstedt verläuft die Bundesstraße 5. Von hier aus kann in nördlicher Richtung die Bundesgrenze bei Tønder (Dänemark) erreicht werden. In südlicher Richtung führt sie über Husum weiter in Richtung Heide. Dort geht sie direkt über in die Bundesautobahn 23.

Durch die zunehmende innerstädtische Verkehrsbelastung entlang der Nord-Süd-Achse der Bundesstraße 5 ist eine Verlegung derselben geplant. Das Planfeststellungsverfahren für diesen Abschnitt befindet sich aktuell (Mai 2010) in der Durchführung. Der Entwurf sieht eine Verlegung der Straße östlich um die Ortszentren von Bredstedt, Breklum und Struckum vor.

Öffentliche Einrichtungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Verwaltungsgebäude des Amtes Mittleres Nordfriesland

Als Unterzentrum für den mittleren Teil Nordfrieslands nimmt Bredstedt eine zentrale Rolle ein. So ist hier die Amtsverwaltung des Amt Mittleres Nordfriesland angesiedelt. Nebenan befindet sich das Grüne Zentrum Bredstedt. Hier sind mehrere Institutionen in einem gemeinsamen Bildungs- und Beratungszentrum angesiedelt. Hierzu zählen eine Außenstelle der Landwirtschaftskammer Schleswig-Holstein, die Geschäftsstelle des Kreisbauernverbandes und eine Fachschule für landwirtschaftliche Berufe (ehemals Höhere Landbauschule).

Das Nordfriisk Instituut an der Süderstraße

Als zentrale wissenschaftliche Einrichtung für die friesische Sprache, Kultur und Geschichte wirkt seit 1965 in Bredstedt das Nordfriisk Instituut. Es unterhält eine umfangreiche Bibliothek (Präsenzbibliothek) mit Werken zur (nord-)friesischen, aber zum Teil auch schleswig-holsteinischen, dänischen und sorbischen Geschichte und Kultur. Sie wird ergänzt durch ein Archiv zur Auswanderung vieler Nordfriesen vor allem nach Nordamerika. Das Institut veröffentlicht als Verlag zahlreiche Bücher über Nordfriesland und bietet außerdem Vorträge an. Getragen wird die Einrichtung von dem 1948 gegründeten Verein Nordfriesisches Institut.

Im Bürgerhaus an der Theodor-Storm Straße ist die Stadtbibliothek untergebracht. Ergänzt wird die Einrichtung durch eine dänische Bücherei. Letztere wird betrieben durch die Dänische Zentralbibliothek für Südschleswig.

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bildungseinrichtungen in Bredstedt sind die Grundschule an der Gartenstraße, sowie eine Gemeinschaftsschule an der Süderstraße. Beide werden betrieben durch den Schulverband Mittleres Nordfriesland. In die Gemeinschaftsschule wurde zuletzt die Hauke-Haien-Förderschule als gesondertes FörderZentrum (FöZ) 'Lernen' integriert.

Da die Stadt ein kleines Zentrum der dänischen Minderheit in Schleswig-Holstein ist, betreibt hier der Dänische Schulverein für Südschleswig eine Gesamtschule.

Weitere Bildungseinrichtungen sind insgesamt vier Kindergärten. Hierzu zählen ein Waldorfkindergarten, ein dänischsprachiger und zwei deutschsprachige Kindergärten. Letztere werden durch den ADS-Grenzfriedensbund betrieben, der dänischsprachige durch den Dänischen Schulverein für Südschleswig.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sonstiges[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Stadt ist Namensgeber für ein in Warnemünde beheimatetes Schiff des Bundespolizeiamtes See mit der Kenn-Nummer BP 21.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Thomas Steensen (Hrsg.): Bredstedt: Stadt in der Mitte Nordfrieslands. Nordfriisk Instituut, Bredstedt 2000, ISBN 3-88007-285-X.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Bredstedt – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wikivoyage: Bredstedt – Reiseführer

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistikamt Nord – Bevölkerung der Gemeinden in Schleswig-Holstein 4. Quartal 2014 (XLSX-Datei) (Fortschreibung auf Basis des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Verein für Bredstedter Geschichte und Stadtbildpflege e.V. (Hrsg.) - Bredstedter Erinnerungen. Streifzüge durch die Bredstedter Geschichte 3. S. 129ff
  3. Ergebnis Gemeindewahl Bredstedt 2013. auf der Webseite Amt Mittleres Nordfriesland
  4. Kommunale Wappenrolle Schleswig-Holstein