Daikin Industries

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Daikin Industries
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Rechtsform Kabushiki kaisha
ISIN JP3481800005
Gründung 1924[1]
Sitz Ōsaka, Japan

Leitung

  • Masanori Togawa (Präsident und CEO)
  • Noriyuki Inoue (Vorsitzender)
Mitarbeiter 59.179[2]
Umsatz 1.915 Mrd. Yen (16,9 Mrd. Euro)[3]
Branche Klimatechnik, Chemie
Website www.daikin.com
Stand: 31. März 2015 Vorlage:Infobox Unternehmen/Wartung/Stand 2015
Fluorpolymer von Daikin, 10 kg

Daikin Industries, Ltd. (jap. ダイキン工業株式会社, Daikin Kōgyō Kabushiki kaisha) ist ein japanisches Unternehmen mit Firmensitz in Ōsaka, das unter anderem im Aktienindex Nikkei 225 gelistet wird.

Rund 59.000 Mitarbeiter sind im Unternehmen beschäftigt. Leiter des Unternehmens ist Masanori Togawa (Stand: 2015).

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Akira Yamada gründete das Unternehmen 1924 in Ōsaka als 大阪金属工業所, Ōsaka Kinzoku Kōgyōsho zur Produktion von Kühlerrohren für die Luftfahrt. Mit dem Einstieg in die Forschung nach fluorierten Kältemitteln wurde 1933 der Grundstein für die heutige Weltmarktführerschaft im Bereich Klimaanlagen[4] gelegt. Als erstes Unternehmen in Japan konnte Ōsaka Kinzoku Kōgyō 1935 die Produktion von fluorbasierten Kältemitteln aufnehmen und 1936 Japans erste Klimaanlagen für Züge bereitstellen. Das Produktportfolio verbreiterte sich in den 1950er Jahren um Wärmepumpensysteme und Fluorpolymere, und wurde in den folgenden Jahrzehnten kontinuierlich weiterentwickelt und um Innovationen bereichert wie die weltweit erste gewerbliche Multisplit-Klimaanlage VRV[1] oder Ururu Sarara, das erste feuchtigkeitsregulierende Klimagerät ohne gesonderte Wasserzufuhr.[1]

1963 benannte sich Ōsaka Kinzoku Kōgyō um in Daikin Kōgyō: der Name Daikin ist ein Portmanteauwort aus Ōsaka Kinzoku und setzt sich aus dem ersten Kanji für Ōsaka (das auch dai gelesen werden kann) und dem ersten Kanji für Kinzoku zusammen. Seit 1982 wird die englische Variante Daikin Industries verwendet.

Mitte der 1960er Jahre nahm das internationale Geschäft für Daikin an Bedeutung zu. Die erste Niederlassung außerhalb Japans wurde 1969 in Australien gegründet. Es folgten 1973 Daikin Europe in Ostende, Belgien und Vertriebsniederlassungen in Singapur, Thailand und Hongkong in den 1980er Jahren. Produktion und Verkauf der Fluorchemikalien wurden mit der Gründung von Daikin America 1991 sowie Daikin Chemical Europe 1992 ebenfalls ausgeweitet. Ende der 1990er und Anfang der 2000er Jahre fand auch bei der Klima- und Kältetechnik eine massive Verstärkung der weltweiten Produktions- und Vertriebskapazitäten statt; unter anderem wurde 1998 Daikin Airconditioning Germany in Unterhaching gegründet.

Im November 2006 erwarb Daikin Industries das Unternehmen OYL Group, wozu auch das Tochterunternehmen McQuay International gehört. 2015 erwarb Daikin das Kältemittel-Geschäft von Solvay:[5] Die im Industriepark Höchst bei Frankfurt gelegene Produktion von unter anderem Kältemitteln und Treibmitteln für Arzneimittelsprays firmiert seit Mai 2015 als Daikin Refrigerants Europe GmbH.

Zu Daikin Industries gehören heute unter anderem die deutschen Tochterunternehmen Daikin Airconditioning Germany (mit Sitz in Unterhaching), Daikin Chemical Europe (mit Sitz in Düsseldorf) und Daikin Refrigerants Europe (mit Sitz in Frankfurt).

Struktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Geschäftsjahr 2015 wurden knapp 90 % des Umsatzes mit Klimaanlagen, 7,8 % mit Fluorchemikalien und 1,7 % mit Hydrauliktechnik erwirtschaftet.[2]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c History
  2. a b Geschäftsbericht 2015
  3. Finanzbericht 31. März 2015 (PDF-Datei)
  4. Handelsblatt: Übernahme macht Daikin zum Weltmarktführer, 29. August 2012
  5. Solvay verkauft Kältemittel- und Pharmaaerosol-Geschäft an Daikin, 30. Januar 2015

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]