Die Bassariden

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Operndaten
Titel: Die Bassariden
Form: Opera seria mit Intermezzo in einem Akt
Originalsprache: Deutsch, Englisch
Musik: Hans Werner Henze
Libretto: W. H. Auden,
Chester Kallman,
Maria Bosse-Sporleder
Literarische Vorlage: Euripides: Die Bakchen
Uraufführung: 6. August 1966
Ort der Uraufführung: Großes Festspielhaus Salzburg
Spieldauer: ca. 2 ½ Stunden
Ort und Zeit der Handlung: Hof des königlichen Palasts in Theben und am Berg Kytheron, mythische Zeit
Personen
  • Dionysos, auch Stimme und der Fremde (Tenor)
  • Pentheus, König von Theben (Bariton)
  • Kadmos, sein Großvater, Gründer von Theben (Bass)
  • Teiresias, ein alter blinder Seher (Tenor)
  • Hauptmann der königlichen Wache (Bariton)
  • Agaue, Kadmos’ Tochter und Pentheus’ Mutter (Mezzosopran)
  • Autonoe, ihre Schwester (hoher Sopran)
  • Beroe, eine alte Sklavin, vormals Amme Semeles und Pentheus’ (Mezzosopran)
  • eine junge Frau, Sklavin in Agaues Haushalt (stumme Rolle)
  • ein Kind, ihre Tochter (stumme Rolle)
  • Diener, Musikanten
  • Bassariden (Mänaden, Bacchanten), Bürger von Theben, Wachen, Diener (Chor)

Intermezzo

  • Venus (Mezzosopran, Sängerin der Agaue)
  • Proserpina (hoher Sopran, Sängerin der Autonoe)
  • Kalliope (Tenor, Sänger des Teiresias)
  • Adonis (Bariton, Sänger des Hauptmanns)

Die Bassariden, Opera seria in einem Akt mit einem Intermezzo, ist eine Literaturoper von Hans Werner Henze, basierend auf der Tragödie Die Bakchen des Euripides; im Intermezzo wird die Sage Das Urteil der Kalliope dargestellt. Das Libretto stammt von W. H. Auden und Chester Kallman. Bei der Uraufführung am 6. August 1966 im Großen Festspielhaus Salzburg wurde eine deutsche Fassung von Helmut Reinold (Einrichtung) und Maria Bosse-Sporleder (Text) gespielt.[1]

Orchester[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Orchesterbesetzung der Oper enthält die folgenden Instrumente:[2]

Werkgeschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Uraufführung fand in deutscher Sprache während der Salzburger Festspiele – als Gemeinschaftsproduktion mit der Deutschen Oper Berlin – statt, am 6. August 1966 im Großen Festspielhaus, mit den Wiener Philharmonikern und dem Chor der Wiener Staatsoper unter musikalischer Leitung von Christoph von Dohnányi u. a. mit Kostas Paskalis als Pentheus, Loren Driscoll als Dionysos, Peter Lagger als Kadmos, Kerstin Meyer als Agaue und Ingeborg Hallstein als Autonoe. Regie führte Gustav Rudolf Sellner, die Ausstattung besorgte Filippo Sanjust.[3]

Aufnahmen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Wolfram Schottler: „Die Bassariden“ von Hans Werner Henze – der Weg eines Mythos von der antiken Tragödie zur modernen Oper, WVT, Verlag, Trier, 1992 (Dissertation Uni Hamburg).

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Handlung von Die Bassariden bei Opera-Guide

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Werkinformationen bei Schott Music, abgerufen am 31. März 2019.
  2. Monika Schwarz: Die Bassariden. In: Pipers Enzyklopädie des Musiktheaters. Band 3: Werke. Henze – Massine. Piper, München/Zürich 1989, ISBN 3-492-02413-0, S. 3–6.
  3. Archiv der Salzburger Festspiele, abgerufen am 31. März 2019.
  4. a b c d Hans Werner Henze. In: Andreas Ommer: Verzeichnis aller Operngesamtaufnahmen (= Zeno.org. Band 20). Directmedia, Berlin 2005.