Baiersdorf

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Stadt Baiersdorf
Baiersdorf
Deutschlandkarte, Position der Stadt Baiersdorf hervorgehoben

Koordinaten: 49° 39′ N, 11° 2′ O

Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Mittelfranken
Landkreis: Erlangen-Höchstadt
Höhe: 275 m ü. NHN
Fläche: 11,8 km2
Einwohner: 7794 (31. Dez. 2018)[1]
Bevölkerungsdichte: 661 Einwohner je km2
Postleitzahl: 91083
Vorwahl: 09133
Kfz-Kennzeichen: ERH, HÖS
Gemeindeschlüssel: 09 5 72 115
Stadtgliederung: 5 Gemeindeteile
Adresse der
Stadtverwaltung:
Waaggasse 2
91083 Baiersdorf
Website: www.baiersdorf.de
Bürgermeister: Andreas Galster (CSU)
Lage der Stadt Baiersdorf im Landkreis Erlangen-Höchstadt
Birkach (gemeindefreies Gebiet)Neunhofer ForstMark (gemeindefreies Gebiet)Kraftshofer ForstKalchreuther ForstGeschaidtForst TennenloheErlenstegener ForstBuckenhofer ForstNürnbergNürnbergLandkreis Nürnberger LandFürthLandkreis Neustadt an der Aisch-Bad WindsheimLandkreis FürthErlangenLandkreis AnsbachLandkreis BambergLandkreis BambergLandkreis ForchheimBuckenhofAurachtalEckentalHeroldsbergKalchreuthLonnerstadtMöhrendorfMühlhausen (Mittelfranken)Oberreichenbach (Mittelfranken)SpardorfUttenreuthVestenbergsgreuthWeisendorfWachenrothRöttenbach (bei Erlangen)MarloffsteinHöchstadt an der AischHeßdorfHerzogenaurachHemhofenGroßenseebachGremsdorfBubenreuthBaiersdorfAdelsdorfDormitzer ForstKarte
Über dieses Bild
Baiersdorf, Luftaufnahme (2015)
Kilometerstein 14
Ortszentrum
Baiersdorf Innenstadt, Luftaufnahme (2015)

Baiersdorf (früher auch Bayersdorf geschrieben) ist eine Stadt im mittelfränkischen Landkreis Erlangen-Höchstadt.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Stadt liegt auf der großteils hochwasserfreien Terrasse der 500 Meter entfernten Regnitz, acht Kilometer nördlich von Erlangen und acht Kilometer südlich von Forchheim, auf halbem Wege zwischen Nürnberg und Bamberg an der Autobahn A 73.

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde hat fünf amtlich benannte Gemeindeteile (in Klammern ist der Siedlungstyp angegeben):[2]

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nachbargemeinden sind (im Norden beginnend im Uhrzeigersinn) Forchheim, Poxdorf, Langensendelbach, Bubenreuth, Möhrendorf, Röttenbach und Hausen.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bis zum 19. Jahrhundert[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schlossruine Scharfeneck um 1790, abgebrochen 1892

Der Ort wurde 1062 als „Peieresuorahe“ erstmals urkundlich erwähnt. Der Ortsname leitet sich von einem gleichlautenden Flurnamen ab, dessen Grundwort foraha, fohra (ahd. für Föhre, Kiefer) mit angehängtem Kollektivsuffix –ahi ist, und demnach Föhrenwald bedeutet. Erst 1123 wurde der Ort erstmals als „Baieresdorf“ erwähnt.[3]

1353 wurden „Beyrstorf“ die Stadtrechte verliehen. Das ehemalige, unter Albrecht Alcibiades im 16. Jahrhundert zu Neustadt an der Aisch[4] gehörige, Obervogtamt des 1792 preußisch gewordenen Fürstentums Bayreuth lag ab 1500 im Fränkischen Reichskreis. Es fiel im Frieden von Tilsit 1807 an Frankreich und kam 1810 zum Königreich Bayern.

Im Rahmen des Gemeindeedikts (frühes 19. Jahrhundert) wurde das Steuerdistrikt Baiersdorf gebildet, zu dem Baiersdorfermühle, Bubenreuth und Wellerstadt gehörten. Mit dem Zweiten Gemeindeedikt (1818) wurden drei Ruralgemeinden gebildet:

  • Baiersdorf mit Baiersdorfermühle,
  • Bubenreuth,
  • Wellerstadt.[5]

Die Gemeinde Baiersdorf unterstand in Verwaltung und Gerichtsbarkeit dem Landgericht Erlangen und in der Finanzverwaltung dem Rentamt Erlangen (ab 1920 Finanzamt Erlangen). Ab 1862 wurde Baiersdorf vom Bezirksamt Erlangen (1938 in Landkreis Erlangen umbenannt) verwaltet. Die Gerichtsbarkeit blieb bis 1879 beim Landgericht Erlangen, ab 1880 beim Amtsgericht Erlangen. Die Gemeinde hatte eine Gebietsfläche von 6,746 km².[6]

Der 1835 bis 1846 erbaute Ludwig-Donau-Main-Kanal führte östlich an Baiersdorf vorbei und es gab dort eine Ladestelle (Anlände) für den Güterumschlag. Diese diente hauptsächlich für den Export von Agrarerzeugnissen und dem Import von Kohle und Baustoffen. 1950 wurde der Ludwigskanal wieder aufgelassen und die ehemalige Anlände, die dank ihres Bahnanschlusses an die Ludwig-Süd-Nord-Bahn bereits 1844 einen trimodalen Güterumschlag Schiff/Schiene/Straße bot, ist heute mit der A 73 überbaut. Nur der Kilometerstein 14, der transloziert wurde, erinnert heute noch an die dort ehemals vorhandenen Anlagen des Ludwigskanales.

Baiersdorf hat einen großen Anteil am europäischen Meerrettich-Anbau; es gibt dort zwei weitbekannte Firmen, die Meerrettich-Produkte herstellen und vertreiben. Markgraf Johann der Alchemist (1406–1464) ließ zum ersten Mal in Baiersdorf Meerrettich pflanzen als Beginn des Anbaus in Mittel- und Oberfranken. Das Spezialunternehmen Schamel wurde 1846 in Baiersdorf gegründet und ist der älteste Meerrettichbetrieb der Welt. Auch die Wurzeln des in Baiersdorf ansässigen Unternehmens Kochs im Meerrettichhandel reichen über hundert Jahre zurück.

20. und 21. Jahrhundert[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gemeindeteil Hagenau gehörte bis zur Gemeindegebietsreform 1978 zur Nachbargemeinde Poxdorf. Die Siedlung war 1939 entstanden. Zunächst wurden ein Luftwaffenlager eingerichtet, dann eine Barackensiedlung gebaut, in der französische Kriegsgefangene, nach 1945 Vertriebene aus dem Sudetenland einquartiert wurden. Ab 1946 wurde die Siedlung Hagenau gebaut. Vom 1. bis zum 3. September 2006 fand die 60-Jahr-Feier statt.

Am Abend des 21. Juli 2007 wurde Baiersdorf nach ungewöhnlich starken Regenfällen überschwemmt. Rund tausend Häuser standen unter Wasser, die Bundesautobahn 73 musste für den Verkehr gesperrt werden. Der Schaden wurde auf etwa 100 Millionen Euro[7] geschätzt.

Chronik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Chronologie
Jahr Baiersdorf mit den Stadtteilen Wellerstadt, Igelsdorf und Hagenau
1007 Erste urkundliche Erwähnung Wellerstadts in der Schenkungsurkunde von König Heinrich II
1062 Erste urkundliche Erwähnung von Baiersdorf in der Schenkungsurkunde von König Heinrich IV
1133 Erstmalige Erwähnung der Baiersdorfer Sankt-Nikolaus-Kirche
1158 Nürnberger Burggrafen erhalten das Schirm- und Schutzrecht über Baiersdorf
1348 Erste urkundliche Erwähnung von Igelsdorf im Bamberger Urbar (Güterverzeichnis der Bischöfe)
1353 König Karl IV erlässt das Recht, Baiersdorf zu einer Stadt auszubauen
1368 Erstmalige Erwähnung einer „Veste Bayersdorf“, welche später auch Scharfeneck genannt wird
1473 Erste Nennung einer jüdischen Gemeinde in Baiersdorf
1474 Großer Stadtbrand. Von der Kirche blieb nur der Turm und das Sakrament übrig.
1525 Thomas Beck – ehemaliger Mönch – wird als erster evangelischer Geistlicher vom Stadtrat eingesetzt.
1528 Baiersdorf wird evangelisch und 1558 Sitz des Dekanats.
1602 Die Pest tritt auf – durch einen Bettler eingeschleppt.
1611 Baiersdorf wird Sitz des Oberrabbinats.
1632 Fünfte Zerstörung von Baiersdorf mit dem neu gebauten Schloss durch die Bamberger
1698 Baiersdorf wird zum Oberamt erhoben.
1711 Bau einer Synagoge in der Judengasse[8]
1774 Weihe der Kapelle am Johannisfriedhof
1791 Baiersdorf wird preußisch.
1810 Anschluss an das Königreich Bayern. Außerdem werden Ämter nach Erlangen abgezogen.
1812 Das Justizamt und damit die letzte überörtliche Verwaltungsbehörde wird abgezogen.
1814 Baiersdorf verliert den Sitz des Dekanats.
1819 Baiersdorf verliert den Sitz des Oberrabbinats.
1892 Abbruch der Schlossruine Scharfeneck
1905 Einweihung des Kindergartens in der Seligmannstraße
1911 Errichtung der Jahnturnhalle
1925 Bau der ersten katholischen Kirche Sankt Josef seit der Reformation
1938 Zerstörung der Synagoge in der Pogromnacht
1946 Hagenau wird von den eintreffenden Heimatvertriebenen gegründet
1965 Bau der zweiten katholischen Kirche
1969 Bau der Industriestraße zur Ansiedlung von Gewerbebetrieben
1972 Im neuen Baugebiet In der Point entstehen die ersten Wohnhäuser.
1983 Einweihung der neuen Hauptschule und der dazugehörigen Mehrzweckhalle. Im Stadtteil Hagenau wird das Pfarrzentrum Sankt Marien eingeweiht.
1998 Beginn der Ausweisung des Baugebietes In der Hut (heute ca. 1000 Einwohner)
2007 In der Nacht vom 21. auf den 22. Juli wird Baiersdorf von einer riesigen Flut heimgesucht. Im gesamten Stadtgebiet entstehen enorme Schäden in Millionenhöhe
2008 Einweihung der neu errichteten Stadtsporthalle
2010 In Baiersdorf leben 7800 Menschen. 2000 Personen sind in der Stadt beschäftigt und rund 600 Unternehmen und Gewerbetreibende ansässig.
2011 Fertigstellung der Sanierungsmaßnahmen nach der Flutkatastrophe
2012 Baiersdorf feiert 950 Jahre Baiersdorf – Erste urkundliche Erwähnung

Eingemeindungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 1. April 1971 wurde die bis dahin selbständige Gemeinde Wellerstadt eingegliedert.[9] Ebenso wurden der Ort Igelsdorf der Nachbargemeinde Langensendelbach (Landkreis Forchheim) mit damals mehr als 600 Einwohnern und der Ort Hagenau der Gemeinde Poxdorf (ebenfalls Landkreis Forchheim) mit etwa 600 Einwohnern aufgenommen.[10]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinde Baiersdorf

Jahr 1987 2008 2010 2015 2016 2017
Einwohner 6073 7222 7208 7489 7560 7728
Häuser[11] 1571 2156 2182 2190
Quelle [12] [13] [13] [13] [13] [13] [13]

Gemeindeteil Baiersdorf mit Baiersdorfermühle (= Gemeinde Baiersdorf bis 1971)

Jahr 1818 1840 1852 1855 1861 1867 1871 1875 1880 1885 1890 1895 1900 1905 1910 1919 1925 1933 1939 1946 1950 1952 1961 1970 1987
Einwohner 1408 1537 1562 1570 1557 1332 1271 1293 1411 1410 1264 1255 1308 1361 1393 1348 1400 1449 1501 2202 2388 2721 3010 2863 2949
Häuser[11] 337 198 207 223 211 267 314 507 745
Quelle [14] [15] [16] [16] [17] [16] [18] [16] [16] [19] [16] [16] [20] [16] [16] [16] [21] [16] [16] [16] [22] [16] [6] [23] [12]

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Stadtrat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Stadtrat hat 21 Mitglieder einschließlich des Bürgermeisters.

  • CSU: 7 Sitze + Bürgermeister
  • SPD: 5 Sitze
  • FW: 04 Sitze
  • ÖWG: 3 Sitze
  • FDP: 1 Sitz

(Stand: Kommunalwahl am 16. März 2014)

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Wappenbeschreibung lautet: Gespalten; vorne geviert von Silber und Schwarz; hinten auf grünem Boden stehend ein grün gekleideter Geleitsmann mit schwarzem Gürtel, Hut und schwarzen Stiefeln, der in ein goldenes Horn bläst und in der Linken einen goldenen Spieß hält.

Städtepartnerschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • OsterreichÖsterreich Österreich: Mit der Marktgemeinde Ulrichsberg in Oberösterreich besteht seit 1974 eine Städtepartnerschaft.
  • FrankreichFrankreich Frankreich: Seit 2000 ist auch die Stadt Pacé Partnerstadt, nach der der Park nahe der Point benannt wurde.
  • PolenPolen Polen: Die Partnerschaft mit der Gemeinde Brenna wurde im Juli 2007 zur Tausendjahrfeier von Wellerstadt besiegelt.

Gewerbe[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Aufgrund der günstigen Lage an A 73 und der Bahn hat Baiersdorf eine gute Verkehrsanbindung, die ein bedeutender Standortfaktor für Industrie und Handel ist.

Zwei Industriegebiete, der rund 15.000 Quadratmeter große Gewerbehof Heinlein im Süden der Stadt und der im Nordosten gelegene Gewerbepark, bilden das Rückgrat des Baiersdorfer Gewerbes. Dort stellt das 1846 gegründete Unternehmen Schamel Meerrettichprodukte her. Daneben haben sich moderne Handelsunternehmen unterschiedlicher Branchen angesiedelt. 1991 ließ sich die Brodos AG im Gewerbehof Heinlein nieder. Mit rund 200 Vollzeitbeschäftigten ist der Mobiltelefongroßhandel und IT-Dienstleister größter Arbeitgeber am Ort. Deutschlandweit gehört Brodos zu den drei größten Distributoren von Telekommunikationsartikeln und erzielt einen Umsatz von über 200 Millionen Euro.

Kultur, Konfessionen und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Museen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Konfessionsstatistik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Einwohner von Baiersdorf gehören mit 32 % der evangelischen Kirche an, 33 % der Einwohner sind katholisch und 35 % sind konfessionslos oder gehören einer anderen Konfession an.[24]

Baudenkmäler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Regelmäßige Veranstaltungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Baiersdorfer Kirchweih am Johanniswochenende im Juni und die Wellerstädter Kirchweih (Kerwa) am zweiten Augustwochenende haben eine lange Tradition.

Am Faschingssonntag ziehen die sogenannten Fasalecken durch Baiersdorf. Das ist ein alter Brauch des Winteraustreibens, der aber nichts mit Fasching/Fastnacht zu tun hat.

Seit dem Jahr 2006 findet jeweils am dritten Sonntag im September in der Stadtmitte der Baiersdorfer Krenmarkt mit bis zu 10.000 Besuchern statt. Alle zwei Jahre wird in Baiersdorf die bayerische Meerrettichkönigin in ihr Amt eingeführt.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Staatsstraße 2244 verläuft über Wellerstadt zur Anschlussstelle 29 der Bundesautobahn 73 und weiter nach Forchheim (6,5 km nördlich) bzw. zur Anschlussstelle 30 der A 73 und weiter nach Bubenreuth (4 km südwestlich). Die Kreisstraße ERH 5/FO 7 verläuft an Hagenau vorbei nach Poxdorf (2,75 km nordöstlich) bzw. nach Röttenbach (8 km westlich).

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Heinrich Arnold Stockfleth (1643–1708), lutherischer Theologe und Dichter, Pfarrer in Baiersdorf, Superintendent der zusammengelegten Dekanate von Neustadt an der Aisch und Baiersdorf[27]
  • Johann Lorenz Buchner (1775–1852), Gründer des Schulbuchverlages C. C. Buchner (Bayreuth, seit 1850 in Bamberg), geboren in Baiersdorf
  • Hirsch Aub (1796–1875), Rabbiner in München, geboren in Baiersdorf
  • Joseph Aub (1804–1880), Rabbiner in Bayreuth, Mainz und Berlin, geboren in Baiersdorf
  • Ludwig Gerngroß, ab 1902 Ritter von Gerngroß, deutscher Kaufmann und Mäzen, geboren in Baiersdorf
  • Joseph Seligman (1819–1880), amerikanischer Bankier, in Baiersdorf geboren
  • Carl Neudel (1842–1897), Komponist und Königlich bayerischer Kapellmeister (Bayerisches Infanterie-Regiment Nr. 3, Augsburg 1872–1897)
  • Gottfried Merzbacher (1843–1926), Geograph, Alpinist und Forschungsreisender, in Baiersdorf geboren, die Merzbacherstraße erinnert an ihn
  • Siegfried Lichtenstaedter (1865–1942), Verwaltungsjurist und Publizist zu Fragen des Judentums
  • Paul Gossen (1872–1942), deutscher Unternehmer, Gründer der Paul Gossen Co. K.-G. 1919 in Baiersdorf, später nach Erlangen verlegt
  • Stefan Schwarzmann (* 1965 in Erlangen), deutscher Musiker, in Baiersdorf aufgewachsen, als Schlagzeuger von Bands wie Running Wild, U.D.O., Accept oder Helloween Bekanntheit erlangt
  • Thomas Stöhr (* 1976), Geigenbaumeister spezialisiert auf Cellobau, fertigt hochwertige Celli in Handarbeit für nationale und internationale Orchester und Solisten. Gewann 2004 und 2012 den Deutschen Musikinstrumentenpreis in der Kategorie Cello.
  • Stefan Maderer (* 1996), Fußballspieler

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Baiersdorf liegt an der Bahnstrecke Nürnberg–Bamberg. Hier halten Züge der S-Bahn Nürnberg (Linie S1 Bamberg–Hartmannshof). Am 4. Mai 2014 erhielt der S-Bahn-Triebwagen 442 222 am Bahnhof Baiersdorf den Namen der Stadt.[28]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Baiersdorf – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom 10. Juli 2019 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Gemeinde Baiersdorf in der Ortsdatenbank der Bayerischen Landesbibliothek Online. Bayerische Staatsbibliothek, abgerufen am 28. September 2019.
  3. W.-A. v. Reitzenstein, S. 33.
  4. Max Döllner: Entwicklungsgeschichte der Stadt Neustadt an der Aisch bis 1933. Ph. C. W. Schmidt, Neustadt a.d. Aisch 1950. (Neuauflage 1978 anlässlich des Jubiläums 150 Jahre Verlag Ph. C. W. Schmidt Neustadt an der Aisch 1828–1978.) S. 107.
  5. Adreß- und statistisches Handbuch für den Rezatkreis im Königreich Baiern. Kanzlei Buchdruckerei, Ansbach 1820, S. 31–32 (Digitalisat).
  6. a b Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern, Gebietsstand am 1. Oktober 1964 mit statistischen Angaben aus der Volkszählung 1961. Heft 260 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1964, Abschnitt II, Sp. 771 (Digitalisat).
  7. 100 Millionen Euro Schaden in einem Dorf. In: sueddeutsche.de. Süddeutsche Zeitung, 24. Juli 2007, abgerufen am 12. Dezember 2010.
  8. Im Jahr 1609 betrug mit 350 Personen der Anteil der Juden an der Gesamtbevölkerung Baiersdorfs ein Drittel somit mehr als in anderen Gemeinden der Landeshauptmannschaft Neustadt.Vgl. Max Döllner: Entwicklungsgeschichte der Stadt Neustadt an der Aisch bis 1933. Ph. C. W. Schmidt, Neustadt a. d. Aisch 1950, OCLC 42823280; Neuauflage anlässlich des Jubiläums 150 Jahre Verlag Ph. C. W. Schmidt Neustadt an der Aisch 1828–1978. Ebenda 1978, ISBN 3-87707-013-2, S. 171 f.
  9. Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C. H. Beck, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 458.
  10. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. W. Kohlhammer, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 684 und 685.
  11. a b Es werden nur bewohnte Häuser angegeben. 1818 wurden diese als Feuerstellen bezeichnet, 1840, 1852 als Häuser, 1871 bis 2017 als Wohngebäude.
  12. a b Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern, Gebietsstand: 25. Mai 1987. Heft 450 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München November 1991, S. 334 (Digitalisat).
  13. a b c d e f LfStat: Baiersdorf: Amtliche Statistik. In: statistik.bayern.de. S. 6 und 12, abgerufen am 6. November 2019.
  14. Alphabetisches Verzeichniß aller im Rezatkreise nach seiner durch die neueste Organisation erfolgten Constituirung enthaltenen Ortschaften: mit Angabe a. der Steuer-Distrikte, b. Gerichts-Bezirke, c. Rentämter, in welchen sie liegen, dann mehrerer anderer statistischen Notizen. Ansbach 1818, S. 7 (Digitalisat).
  15. Eduard Vetter (Hrsg.): Statistisches Hand- und Adreßbuch von Mittelfranken im Königreich Bayern. Selbstverlag, Ansbach 1846, S. 87 (Digitalisat). Laut dem Historischen Gemeindeverzeichnis hatte die Gemeinde 1542 Einwohner.
  16. a b c d e f g h i j k l m n Historisches Gemeindeverzeichnis. Die Einwohnerzahlen der Gemeinden Bayerns in der Zeit von 1840 bis 1952. In: Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Beiträge zur Statistik Bayerns. Heft 192. München 1953, S. 170, urn:nbn:de:bvb:12-bsb00066439-3 (Digitalisat).
  17. Joseph Heyberger, Chr. Schmitt, v. Wachter: Topographisch-statistisches Handbuch des Königreichs Bayern nebst alphabetischem Ortslexikon. In: K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Bavaria. Landes- und Volkskunde des Königreichs Bayern. Band 5. Literarisch-artistische Anstalt der J. G. Cotta’schen Buchhandlung, München 1867, Sp. 1015, urn:nbn:de:bvb:12-bsb10374496-4 (Digitalisat).
  18. kgl. Statistisches Bureau (Hrsg.): Vollständiges Ortschaften-Verzeichniss des Königreichs Bayern. Nach Kreisen, Verwaltungsdistrikten, Gerichts-Sprengeln und Gemeinden unter Beifügung der Pfarrei-, Schul- und Postzugehörigkeit … mit einem alphabetischen General-Ortsregister enthaltend die Bevölkerung nach dem Ergebnisse der Volkszählung vom 1. Dezember 1875. München 1877, 2. Abschnitt (Einwohnerzahlen von 1871), Sp. 1179, urn:nbn:de:bvb:12-bsb00052489-4 (Digitalisat).
  19. Karl von Rasp: Ortschaften-Verzeichniss des Königreichs Bayern. Nach Regierungsbezirken, Verwaltungsdistrikten, … sodann mit einem alphabetischen Ortsregister unter Beifügung der Eigenschaft und des zuständigen Verwaltungsdistriktes für jede Ortschaft. LIV. Heft der Beiträge zur Statistik des Königreichs Bayern. Hrsg.: K. Bayer. Statistisches Bureau. München 1888, Abschnitt III, Sp. 1111 (Digitalisat).
  20. K. Bayer. Statistisches Bureau (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichnis des Königreichs Bayern, mit alphabetischem Ortsregister. LXV. Heft der Beiträge zur Statistik des Königreichs Bayern. München 1904, Abschnitt II, Sp. 1177–1178 (Digitalisat).
  21. Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Ortschaften-Verzeichnis für den Freistaat Bayern nach der Volkszählung vom 16. Juni 1925 und dem Gebietsstand vom 1. Januar 1928. Heft 109 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1928, Abschnitt II, Sp. 1215 (Digitalisat).
  22. Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern – Bearbeitet auf Grund der Volkszählung vom 13. September 1950. Heft 169 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1952, Abschnitt II, Sp. 1049 (Digitalisat).
  23. Bayerisches Statistisches Landesamt (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern. Heft 335 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München 1973, S. 173 (Digitalisat).
  24. Stadt Baiersdorf Zahlen, Daten, Fakten, abgerufen am 18. Oktober 2019
  25. Gedenkstätten für die Opfer des Nationalsozialismus. Eine Dokumentation, Band 1. Bundeszentrale für politische Bildung, Bonn 1995, ISBN 3-89331-208-0, S. 118
  26. Zwei Stolpersteine erinnern an zwei ausgelöschte Leben. nordbayern.de, 24. März 2009, abgerufen am 17. September 2014.
  27. Max Döllner: Entwicklungsgeschichte der Stadt Neustadt an der Aisch bis 1933. Ph. C. W. Schmidt, Neustadt a. d. Aisch 1950, OCLC 42823280; Neuauflage anlässlich des Jubiläums 150 Jahre Verlag Ph. C. W. Schmidt Neustadt an der Aisch 1828–1978. Ebenda 1978, ISBN 3-87707-013-2, S. 286 f.
  28. Zugtaufe in Baiersdorf bei nahverkehr-franken.de (Memento vom 6. Januar 2012 im Internet Archive)