Kettwig

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
(Weitergeleitet von Essen-Kettwig)
Wechseln zu: Navigation, Suche
Dieser Artikel behandelt den Essener Stadtteil Kettwig. Für weitere Bedeutungen siehe Kettwig (Begriffsklärung)
Wappen von Kettwig
Wappen der Stadt Essen

Kettwig
Stadtteil von Essen

Lage von Kettwig im Stadtbezirk IX Werden/Kettwig/Bredeney
Basisdaten
Fläche 15 km²
Einwohner 17.658 (31. Dez. 2015)
Koordinaten 51° 22′ 6″ N, 6° 56′ 24″ OKoordinaten: 51° 22′ 6″ N, 6° 56′ 24″ O
Höhe 53 m
Eingemeindung 1. Jan. 1975
Räumliche Zuordnung
Postleitzahl 45219
Stadtteilnummer 49
Bezirk Stadtbezirk IX Werden/Kettwig/Bredeney
Bild
Blick von der Ruhrbrücke Richtung Altstadt

Blick von der Ruhrbrücke Richtung Altstadt

Quelle: Statistik der Stadt Essen

Kettwig ist der flächenmäßig größte Stadtteil von Essen, gelegen im äußersten Südwesten und unmittelbar an der Ruhr. Er ist geprägt von teils dichter Wohnbebauung sowie Naherholungsgebieten unter anderem am Kettwiger See. Die Altstadt bildet das Zentrum.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Kettwiger Ruhrbrücke wurde 1282 erstmals erwähnt. Der Flussübergang war im Dreißigjährigen Krieg hart umkämpft. Das Dorf bzw. die Bauerschaft Kettwig – nördlich der Ruhr – gehörte bis 1803 zur Reichsabtei Werden, wurde danach bis 1806 preußisch verwaltet und kam dann bis 1813 als „Flecken“ zum Großherzogtum Berg. Seit 1815 war der Ort wieder preußisch, zuerst im Kreis Duisburg, danach im Kreis Essen (bis 1. August 1929). Seit 1857 war Kettwig eine eigenständige Stadt.

Im Jahre 1929 wurde die Stadt Kettwig dem Landkreis Düsseldorf-Mettmann zugegliedert, da mit der Kreisfreiheit Essens der Landkreis aufgelöst wurde. Der Teil südlich der Ruhr – Kettwig vor der Brücke – bis 1806 zum Herzogtum Berg gehörig, dann bis 1813 zum Großherzogtum Berg gehörend, später preußisch im Kreis Düsseldorf – wurde erst am 15. Mai 1930 nach Kettwig eingemeindet. Die ehemalige Herrschaft Oefte gehörte von 1815 bis 1930 zum Kreis Mettmann und wurde am 1. April 1936 von Heiligenhaus an Kettwig abgetreten.

Da das allein von der Tuchindustrie geprägte Kettwig keine kriegswichtige Industrie beheimatete, wurde es von den Bombardements des Zweiten Weltkriegs weitestgehend verschont. So wurde die historische Altstadt mit zahlreichen Fachwerkhäusern in weiten Teilen erhalten, obwohl man auch dort zwischen 1975 und 1977 im Rahmen der Neugestaltung von Schulstraße und Bürgermeister-Fiedler-Platz einige intakte Fachwerkhäuser – darunter die Gaststätte „Zum Treppchen“ – abriss. Nach der Eingemeindung zur Stadt Essen, im Oktober 1979, erhielt der Bürgermeister-Fiedler-Platz vor dem historischen Kettwiger Rathaus seinen Namen zu Ehren des letzten Bürgermeisters der Stadt Kettwig, Albert Fiedler (*3. Oktober 1903 in Heidhausen, †3. Juni 1976 in Kettwig).[1]

Am 1. Januar 1975 wurde die Stadt Kettwig trotz massiven Widerstands der Bevölkerung im Rahmen der Gebietsreform in Nordrhein-Westfalen aus dem Kreis Düsseldorf-Mettmann in die Stadt Essen eingemeindet; der westlichste Kettwiger Stadtteil Mintard, erst 1930 eingemeindet, fiel an Mülheim an der Ruhr.[2] Ein 1996 in Kettwig durchgeführtes Bürgerbegehren für die Wiederherstellung der Stadt und Rückgemeindung in den Kreis Mettmann, das eine Mehrheit von fast 55 Prozent der Abstimmenden forderte, wurde von der Landesregierung im Herbst 1997 abgelehnt.

An der Zugehörigkeit Kettwigs zum Erzbistum Köln änderte sich durch die 1975 erfolgte Eingemeindung nichts. Die überwiegend protestantische Bevölkerung (etwa 58 Prozent) von Kettwig gehörte bis 2015 zum Kirchenkreis Mülheim an der Ruhr, wechselte dann aber zum Kirchenkreis Essen. Kettwig behielt auch seine eigene Telefonvorwahl „02144“, geändert 1978 in „02054“, und den Namen seiner Bahnhöfe „Kettwig“ (nicht „Essen-Kettwig“) und „Kettwig Stausee“. Bis 1975 hatte Kettwig die Postleitzahl 4307, danach „4300 Essen 18“ und mit Einführung der fünfstelligen Postleitzahlen seit 1993 „45219 Essen-Kettwig“. Bis 1975 hatten Kraftfahrzeuge die Zulassung mit einem „D“, nach der Eingemeindung ein „E“ für Essen. Das Kennzeichen mit dem „D“ war bis 1975 gleichermaßen für die Stadt Düsseldorf und für den Landkreis Düsseldorf-Mettmann das Zulassungskennzeichen. Nur durch verschiedene Kombinationen der Buchstaben und Zahlen hinter dem „D“ konnte man erkennen, ob das Fahrzeug aus der Stadt Düsseldorf oder aus dem Landkreis Düsseldorf-Mettmann war.

Verkehrsanbindung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wie gerade erwähnt, verfügt Kettwig über die beiden Bahnhöfe Kettwig und Kettwig Stausee. Diese liegen an der Ruhrtalbahn und werden von der S-Bahnlinie 6 bedient, welche von Essen nach Düsseldorf und Köln verkehrt. Dabei liegt der Bahnhof Kettwig nördlich der Ruhr dezentral am äußersten Ende der Bebauung an der Ausfallstraße nach Werden und der Haltepunkt Kettwig Stausee direkt am Südufer des Kettwiger Sees im Ortsteil Kettwig Vor der Brücke. Der Bahnhof Kettwig wurde 1872 eröffnet und war einst ein großer Eisenbahnknoten, da in Richtung Süden noch zwei weitere Strecken aus ihm abzweigten, nämlich die Untere Ruhrtalbahn nach Mülheim an der Ruhr und die Niederbergbahn nach Heiligenhaus und Velbert. Der Haltepunkt Kettwig Stausee entstand 1945 und war ursprünglich ein Behelfshalt, nachdem im Zweiten Weltkrieg die Eisenbahnbrücke Kettwig gesprengt wurde, sodass die Züge von Düsseldorf kommend zwangsweise südlich der Ruhr enden mussten.

Neben der S-Bahn verkehren in Kettwig die Buslinien 142, 151, 190, 772 und 774 und nachts NE13 und der Bürgerbus Kettwig. Sie haben am Kettwiger Markt (die 142 und die NE13 am S-Bahnhof Kettwig) jeweils ihren Ausgangspunkt und verkehren nach

Ergänzt werden diese Linienbusse durch ein Bürgerbussystem, was die einzelnen Ortsteile besser erschließt.[3] Lediglich in die benachbarten Stadtteile Mülheim-Mintard und Ratingen-Breitscheid besteht keine Verbindung im ÖPNV. Diese wird immer wieder vergeblich gefordert.[4][5]

Die Hauptverkehrskreuzung Kettwigs liegt 500 m südlich des Bahnhofs Kettwig auf Höhe der Eisenbahnstrecke, etwa 200 bis m von dieser entfernt. An dieser Hauptverkehrskreuzung verzweigen sich die Buslinien in alle Richtungen, da die sich dort befindlichen Straßen in jeweils alle umliegenden Orte verzweigen, also nach Mülheim an der Ruhr, Schuir, Essen-Werden und Heiligenhaus. Der Bahnhof sollte dorthin verlegt werden, wodurch eine Beseitigung seiner Dezentralität – da er dann innerhalb von viel Bebauung und näher am Ortskern läge – und gleichzeitig ein besserer Busanschluss erreicht würde. Dies wurde jedoch aus im Nahverkehrsplan Essen nicht genannten Gründen abgelehnt.[6] Dort entsteht gerade in Nachbarschaft zur S-Bahnstrecke mit dem Kettwiger Ruhrbogen ein neues Siedlungsgebiet, was verkehrlich natürlich erschlossen werden muss.[7][8]

Im Straßenverkehr ist Kettwig über die in den 1960er Jahren gebaute Bundesautobahn 52 (Essen–Düsseldorf) angeschlossen. Diese überquert Kettwig am Rande über die Mintarder Ruhrtalbrücke. Die Autobahnanschlussstelle Essen-Kettwig der A 52 liegt allerdings nicht in Kettwig, sondern in Schuir. Das hat Autobahnbautechnische Gründe. Die 65-Meter Höhe der Ruhrtalbrücke ließen eine südlichere Position der Anschlussstelle schlecht zu. Die Meisenburgstraße verbindet die Autobahnanschlussstelle mit Kettwig. Da die Anschlussstelle wie der Bahnhof sehr abseits und dezentral zur Ortsmitte Kettwig liegt, ist der Süden Kettwigs, sprich Kettwig Vor der Brücke, über die Straße von Süden aus näher vom benachbarten Autobahnkreuz Breitscheid aus zu erreichen, als von der Anschlussstelle Essen-Kettwig. Im Autobahnkreuz Breitscheid besteht Anschluss an die Bundesautobahnen 3, 52 und 524.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bürgermeister der Stadt Kettwig:

Vertreter im Rat der Stadt Essen ist zurzeit Guntmar Kipphardt (CDU).

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Blasonierung: In Blau über einer silbernen (weißen) Brücke (Kettwiger Brücke über der Ruhr) ein silberner (weißer) Doppelkopfadler (aus dem Wappen der Reichsabtei Werden). Das Wappen wurde der Gartenstadt Kettwig vom Oberpräsidenten der Rheinprovinz am 26. November 1937 verliehen. [9]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Kirche am Markt inmitten der Altstadt ist 1592 protestantisch geworden. Der 40 Meter hohe Turm stammt aus dem 13. Jahrhundert. Das heutige Kirchenschiff aus Ruhrsandstein in Basilikaform wurde 1720/21 erbaut, allerdings größer als das Ursprüngliche. Dadurch wurde ein um 4,2 Meter höheres Dach notwendig. Adam Wunderlich ersetzte damit einen mehrfach niedergebrannten Vorgängerbau.[10]

1830 ist die katholische Pfarrkirche St. Peter geweiht worden. Es handelt sich um einen klassizistisch flachgedeckten Bau der Architekten Otto von Gloeden, Adolph von Vagedes unter Mitwirkung Karl Friedrich Schinkels. Der barocke Turm wurde 1886 angebaut. Der ebenfalls barocke Hochaltar stammt aus dem aufgehobenen Katharinenkloster in Gerresheim. In den Jahren 1975/1976 wurde die gesamte Kirche grundlegend saniert.

Zu weiteren markanten Punkten gehören das Kettwiger Rathaus, das einmal eine Tuchfabrik war und heute das Standesamt und das Stadtmuseum Kettwig beherbergt, das Schloss Hugenpoet mit den aus Schloss Horst stammenden Renaissance-Kaminen, das Schloss Oefte sowie der Kettwiger See und der Mühlengraben mit der im Jahr 1786 vom vorletzten Werdener Abt, Bernhard II., errichteten Steinbrücke. Diese aus Ruhrsandstein errichtete Brücke war vermutlich der erste Bauabschnitt zu einer komplett die Ruhr überspannenden, aber nicht vollendeten Brücke. 1865 wurde sie nach Zerstörung im Dreißigjährigen Krieg wieder aufgebaut. Das Wappen des Abtes Bernhard II. ist im mittleren Brückenbogen eingearbeitet. Im Kettwiger Norden befindet sich Maria im Maien – eine kleine Kapelle, die gerne für Hochzeiten genutzt wird, ursprünglich aber den Katholiken an der Pierburg die fußläufige Teilnahme an der Messe erleichtern sollte.

Flussaufwärts befindet sich auf der rechten Ruhrseite der sogenannte Kattenturm. Dabei handelt es sich um die Ruine der Burg Luttelnau, die vermutlich im 14. Jahrhundert geschleift wurde.

In Kettwig gibt es die Naturschutzgebiete Untere Kettwiger Ruhraue und Ziegeleigelände Asey.

Der Skulpturenpark Kettwig wurde 1985 auf Initiative der Künstlerin Marianne Kühn gegründet und umfasst heute 14 über das Ortsgebiet verteilte Werke, u.a. von Herbert Lungwitz, Carl Emanuel Wolff, Johannes Brus und Werner Graeff.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Söhne und Töchter:

  • Ferdinand Kattenbusch (* 3. Oktober 1851 in Kettwig; † 28. Dezember 1935 in Halle/Saale), ev. Theologe, Kirchenhistoriker und Begründer der Konfessionskunde
  • Eduard August Scheidt (* 24. Januar 1865 in Kettwig; † 7. Februar 1929 in St. Wolfgang, Österreich), Tuchfabrikant, Ehrenbürger der Stadt Kettwig
  • Otto Gebühr (* 29. Mai 1877 in Kettwig; † 14. März 1954 in Wiesbaden), deutscher Schauspieler
  • Herbert Göring (* 9. Dezember 1889 in Kettwig; † nach 1945), Vetter Hermann Görings und NS-Wirtschaftsfunktionär im Range eines SS-Obersturmbannführers
  • Uwe Schulten-Baumer (* 14. Januar 1926 in Kettwig; † 28. Oktober 2014 in Rheinberg), Reitmeister, Dressurtrainer
  • Bernd Küpperbusch (* 18. Juni 1955 in Kettwig), deutscher Politiker (SPD)
  • Ilona Kalmbach (*10. Dezember 1955 in Kettwig), deutsche Filmproduzentin
  • Jens Kölker (* 30. August 1970 in Kettwig), deutscher Journalist und Fernsehmoderator
  • Florian Baxmeyer (* 30. Dezember 1974 in Kettwig), deutscher Filmregisseur

Personen mit Beziehung zur Stadt:

  • Friedrich Adolf Krummacher (* 13. Juli 1767 in Tecklenburg; † 4. April 1845 in Bremen), reformierter Theologe; 1807–1812 Pfarrer in Kettwig
  • Paul Henckels (* 9. September 1885 in Hürth, Rheinland; † 27. Mai 1967 in Kettwig), deutscher Schauspieler, in Kettwig verstorben
  • Eva Hesse (1936–1970), US-amerikanische Künstlerin deutscher Herkunft, lebte 1964/1965 ein Jahr in Kettwig an der Ruhr
  • Maik Cioni (* 17. Oktober 1979 in Essen), deutsch-italienischer Profi Radrennsportler

Wirtschaft und Soziales[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Fachklinik Rhein-Ruhr, einer Rehabilitationsklinik, werden Menschen mit Erkrankungen des Herz-, Kreislauf- und Bewegungssystems behandelt. Mit 556 Betten ist sie eine der größten Einrichtungen ihrer Art in Nordrhein-Westfalen. Jährlich werden hier über 6000 Patienten auf die Rückkehr in einen aktiven Alltag nach der Krankheit vorbereitet.

Im Teelbruch, einem Kettwiger Gewerbegebiet, arbeiten etwa 400 Beschäftigte in einer Druckerei der Axel Springer AG. Dort werden täglich etwa eine Million Tages- und Wochenzeitungen produziert – eigene Titel und Lohndruckaufträge.

In der Nähe dieses Gewerbegebietes liegt das Schwimmzentrum Kettwig mit Hallen- und Freibad. Das Hallenbad wurde 1972 bis 1973 noch von der Stadt Kettwig erbaut. Das Freibad wurde nach der Eingemeindung von der Stadt Essen fertiggestellt.

Im Ortsteil Vor der Brücke war lange Zeit das Werk von Grimberg Edelstahl präsent. 2003 wurde die Firma liquidiert.

Die touristische Entwicklung vollzieht sich aus eigener Kraft und wird durch die naturräumlich reizvolle Lage des Ruhrtals begünstigt, der örtliche Heimat- und Verkehrsverein unterhält ein Wanderwegesystem[11]. In der Gemarkung Schuir besteht seit 2007 eine Swingolfanlage[12], auf der im Juli 2011 die Deutschen Meisterschaften stattfanden[13].

Seit dem Jahr 2015 entsteht im Bereich Güterstraße nahe der Hauptstraßenkreuzung zwischen der S-Bahn-Strecke und der Ruhr das neue Siedlungsgebiet Kettwiger Ruhrbogen, bestehend aus Eigentumswohnungen mit Blick auf die Ruhr und den Kettwiger See.[7][8] Weil sich mit der Hauptverkehrskreuzung dort der ÖPNV-Knotenpunkt, sowie durch den Ruhrbogen neu zu erschließendes Gebiet befindet, sollte der Bahnhof Kettwig dorthin verlegt werden. Dieses Vorhaben wird jedoch nicht realisiert. Im Nahverkehrsplan steht dies unbegründet.[6]

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Grundschulen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schmachtenbergschule[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Schmachtenbergschule liegt im nördlichen Teil Kettwigs an der Schmachtenbergstraße. Neben einer Sporthalle verfügt sie als einzige Kettwiger Grundschule über ein eigenes kleines Schwimmbad, auch Lehrschwimmbecken genannt, welches unter der Sporthalle liegt. Es ist seit Jahren von einer Schließung bedroht. Der ältere Teil wurde im Jahre 1955 als evangelische Volksschule mit dem Namen Fröbelschule der Bestimmung übergeben. Der neuere Teil war die 1962 fertiggestellte katholische Volksschule Albertusschule II. Die ehemalige Albertusschule I (Volksschule) befand sich in der Brederbachstraße Nr. 1 Ecke Essener-Straße (ab 1978 als Verlängerung in Corneliusstraße umbenannt). Nach deren Umbau wurde auf dem Gelände zunächst eine Grundschule und später die Realschule (Nebengebäude) eingerichtet, die im weiteren Verlauf der Brederbachstraße auf dem ehemaligen Gelände der alten PH (Abriss 1977) ein Schulgebäude (1978) als Neubau mit Sporthalle erhielt. Erst 1968 wurden die beiden Volksschulen Fröbelschule und Albertusschule durch Grund- und Hauptschule abgelöst. Zu diesem Zeitpunkt entstand die Schmachtenbergschule Kettwig.

Schule an der Ruhr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Erich Kästner-Grundschule und die Brücker Schule wurden im Jahre 2007 als Verbundschule zusammengeführt und unter dem Arbeitsnamen Gemeinschaftsgrundschule Kettwig geleitet. Der Standort Mintarder Weg (ehem. Brücker Schule) ist Hauptstandort der neuen Verbundschule, der Standort Gustavstraße (ehem. Erich Kästner-Grundschule) ist Teilstandort. Seit dem 9. September 2008 trägt die Schule die Bezeichnung Schule an der Ruhr.

Höhere Schulen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Realschule Kettwig[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Realschule in Kettwig besuchen etwa 700 Schüler. Auch außerhalb Kettwigs ist sie für ihr erfolgreiches Flagfootballteam bekannt, welches es bis zur Landesmeisterschaft gebracht hat. Die Realschule Kettwig ist ein Neubau aus dem Jahr 1978. Zuvor stand hier die alte PH oder auch den Kettwigern als Lehrerseminar bekannt. Diese wurde im Jahr 1977 abgerissen.

Theodor-Heuss-Gymnasium[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das nach dem ersten Bundespräsidenten der Bundesrepublik Deutschland, Theodor Heuss, benannte Gymnasium besuchen etwa 800 Schüler, die sich bei ihrem Besuch für einen bilingualen Zweig entscheiden können. Angegliedert ist eine große Sporthalle, die von Schulen und Sportvereinen genutzt wird und auch jährlich Treffpunkt für die internationale Ruder-Elite ist, die hier den Indoor-Cup austrägt. Anfang 2010 bzw. 2013 wurde in dieser Sporthalle die Europameisterschaft im Ergometer-Rudern ausgetragen.

Fachschulen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die medicoreha Welsink Akademie bietet mit ihrer staatlich anerkannten Fachschule für Physiotherapie über 140 Ausbildungsplätze und das duale Bachelor-Studium "Angewandte Therapiewissenschaften" in der Akademie in der MediClin Fachklinik Rhein/Ruhr in Essen-Kettwig an. [14]

Bilder[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Kettwig – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Fußnoten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1.  Erwin Dickhoff, Stadt Essen–Historischer Verein für Stadt und Stift Essen (Hrsg.): Essener Straßen. Klartext-Verlag, Essen 2015, ISBN 9783837512311.
  2.  Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- u. Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen u. Reg.-Bez. vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. Kohlhammer, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 291.
  3. EVAG: Fahrplan Bürgerbus Kettwig
  4. WAZ: MH-Mintard - Sackgasse im Süden
  5. WAZ: MH-Mintard - Zu Fuß schneller als mit dem Bus
  6. a b Nahverkehrsplan Essen 2008/2012. Verlegung Bahnhof Kettwig auf Seite 229
  7. a b Website Kettwiger Ruhrbogen
  8. a b Machbarkeitsstudie der Stadt Essen zur Entwicklung Kettwiger Ruhrbogen
  9. Vgl. dazu Johann Rainer Busch: Kurt Schweders Wappen der Essener Stadtteile Essen 2009, S. 111
  10. Ev. Kirchengemeinde Kettwig - Geschichte der Kirche am Markt
  11. Information zu Wandermöglichkeiten in Kettwig
  12. Bericht über die Swingolfanlage in Kettwig
  13. Information des Swingolf-Dachverbandes, u.a. zur Ausrichtung der Deutschen Meisterschaft 2011
  14. medicoreha Welsink Akademie