Höfen (Tirol)

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Höfen
Wappen Österreichkarte
Wappen von Höfen
Höfen (Tirol) (Österreich)
Höfen (Tirol)
Basisdaten
Staat: Österreich
Bundesland: Tirol
Politischer Bezirk: Reutte
Kfz-Kennzeichen: RE
Fläche: 8,36 km²
Koordinaten: 47° 28′ N, 10° 41′ OKoordinaten: 47° 28′ 16″ N, 10° 41′ 14″ O
Höhe: 868 m ü. A.
Einwohner: 1.210 (1. Jän. 2020)
Postleitzahl: 6604
Vorwahl: 05672
Gemeindekennziffer: 7 08 16
Adresse der
Gemeinde­verwaltung:
Hauptstraße 24
6604 Höfen
Website: www.hoefen.gv.at
Politik
Bürgermeister: Vinzenz Knapp (SPÖ)
Gemeinderat: (Wahljahr: 2016)
(13 Mitglieder)

7 Dorfgemeinschaft Höfen,
6 Gemeindeliste Höfen – Liste 2 – Miteinander für Höfen

Lage von Höfen im Bezirk Reutte
BachBerwangBiberwierBichlbachBreitenwangEhenbichlEhrwaldElbigenalpElmenForchachGränGramaisHäselgehrHeiterwangHinterhornbachHöfenHolzgauJungholzKaisersLechaschauLermoosMusauNamlosNesselwänglePfafflarPflachPinswangReutteSchattwaldStanzachSteegVorderhornbachTannheimVilsWängleWeißenbach am LechZöblenTirolLage der Gemeinde Höfen (Tirol) im Bezirk Reutte (anklickbare Karte)
Über dieses Bild
Vorlage:Infobox Gemeinde in Österreich/Wartung/Lageplan Imagemap
Quelle: Gemeindedaten bei Statistik Austria

BW

Höfen ist eine Gemeinde mit 1210 Einwohnern (Stand 1. Jänner 2020[1]) im Bezirk Reutte in Tirol (Österreich). Die Gemeinde liegt im Gerichtsbezirk Reutte.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Höfen in Tirol im Jahr 1966

Höfen liegt südwestlich des Bezirkshauptorts Reutte im Reuttener Becken auf der linken Seite des Lech. Das Gemeindegebiet erstreckt sich bis zum 1938 m hohen Hahnenkamm mit dem Skigebiet Höfener Alpe. Die ehemalige Kabinenseilbahn auf den Hahnenkamm wurde 1956 eröffnet.[2]

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Höfen besteht aus einer einzigen Ortschaft bzw. gleichnamigen Katastralgemeinde. Die Dörfer Höfen (711 Einwohner), Hornberg (207 Ew.) und Platten (334 Ew.; Stand 2001) bilden ein breites zusammengewachsenes Siedlungsband. Das Gebiet am Hahnenkamm, aus wenigen zerstreuten Häusern bestehend, ist nicht dauerhaft bewohnt.

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Höfen hat vier Nachbargemeinden, alle liegen im Bezirk Reutte.

Wängle Lechaschau
Weißenbach am Lech Nachbargemeinden Ehenbichl
Weißenbach am Lech Ehenbichl

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Name der Gemeinde leitet sich wahrscheinlich vom alemannischen Begriff für Rastplatz, Hof, ab. Höfen stammte von der Großgemeinde Aschau ab.[2] Höfen selber wurde 1427 erstmals urkundlich erwähnt und zählt zu den jüngsten Ansiedlungen des Außerferns. Hier führte vor dem Bau der Brücke von Reutte nach Lechaschau der Salztransport und das Flößen von Holz auf dem Lech eine große Rolle, da hier eine Furt über den Lech nach Ehenbichl bestand.

Am Anfang des 17. Jahrhunderts spielte der Flachsanbau eine Rolle, aus dem sich das Textilwerk Reutte entwickelte. Ein wichtiger Betrieb ist die Firma Koch Media mit dem Vertrieb von CDs und DVDs mit Tochtergesellschaften in Europa. Dies verhilft der Gemeinde zu einer ausgeglichenen Pendlerbilanz.

1956 wurde der Flugplatz (der einzige im Bezirk) für Segelflieger eröffnet, der nun auch für einmotorige Motorflugzeuge zugelassen ist.[3]

Der Ort liegt am Fernradweg, der als Via Claudia Augusta entlang einer gleichnamigen antiken Römerstraße verläuft.

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

AUT Höfen COA.svg

Blasonierung:

„In Gold eine blaue Flachsblüte über blauem, mit einem goldenen Haus belegten Winkelschildfuß.“[4]

Das 1977 verliehene Gemeindewappen symbolisiert mit dem Haus den Ortsnamen und verweist mit der Flachsblüte auf den früher bedeutenden Flachsanbau.[5] Die Farben der Gemeindeflagge sind Gelb-Blau.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Katholische Filialkirche Maria Hilf
Siehe auch: Liste der denkmalgeschützten Objekte in Höfen

Die Katholische Filialkirche Maria Hilf wurde 1692 erbaut. 1705 vergrößert, wurde die Kirche 1741 bis 1760 nochmals erweitert, der Turm wurde angebaut. Das Gemälde der Maria Himmelfahrt an der Kirchendecke malte 1800 Kirchenmaler Josef Anton Köpfle der aus Höfen kam. Daneben gibt es noch die Marienkapelle, sie liegt am Unteren Platte Weg und wurde 1876 erbaut, und historische Bildstöcke im Dorf in der Nähe vom Oberhornberg und des Schollenwiesenlifts.[2] In Höfen sitzt der auf Sachbücher über Rock- und Popmusiker spezialisierte Hannibal Verlag.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Josef Anton Köpfle (1757–1843), Maler
  • Josef Lutz (1843–1895), Stadtbaumeister von München[2]
  • Cölestin Nigg (1734–1809), Generalvikar des Bistums Augsburg[2]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistik Austria - Bevölkerung zu Jahresbeginn 2002–2020 nach Gemeinden (Gebietsstand 1.1.2020)
  2. a b c d e Walter Pohler: Höfen. Archiviert vom Original am 4. März 2016; abgerufen am 27. März 2016.
  3. Flugplatz Höfen
  4. Landesgesetzblatt für Tirol Nr. 10/1977 (Digitalisat)
  5. Eduard Widmoser: Tiroler Wappenfibel. Tyrolia-Verlag, Innsbruck 1978, ISBN 3-7022-1324-4, S. 66.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Höfen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien