Holm (Kreis Pinneberg)

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Holm
Holm (Kreis Pinneberg)
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Holm hervorgehoben

Koordinaten: 53° 37′ N, 9° 40′ O

Basisdaten
Bundesland: Schleswig-Holstein
Kreis: Pinneberg
Amt: Geest und Marsch Südholstein
Höhe: 11 m ü. NHN
Fläche: 16,05 km2
Einwohner: 3268 (31. Dez. 2018)[1]
Bevölkerungsdichte: 204 Einwohner je km2
Postleitzahl: 25488
Vorwahl: 04103
Kfz-Kennzeichen: PI
Gemeindeschlüssel: 01 0 56 028
Adresse der Amtsverwaltung: Amtsstraße 12
25436 Moorrege
Website: www.amt-geest-und-marsch-und-suedholstein.de
Bürgermeister: Uwe Hüttner (CDU)
Lage der Gemeinde Holm im Kreis Pinneberg
AppenBarmstedtBevernBilsenBokelBokholt-HanredderBönningstedtBorstel-HohenradenBrande-HörnerkirchenBullenkuhlenEllerbekEllerhoopElmshornGroß NordendeGroß Offenseth-AspernHalstenbekHaselauHaslohHeedeHeidgrabenHeistHelgolandHemdingenHetlingenHolmKlein NordendeKlein Offenseth-SparrieshoopKölln-ReisiekKummerfeldLangelnLutzhornMoorregeNeuendeichOsterhornPinnebergPrisdorfQuickbornRaa-BesenbekRellingenSchenefeldSeesterSeestermüheSeeth-EkholtTangstedtTorneschUetersenWedelWesterhornHaseldorfSchleswig-HolsteinHamburgNiedersachsenKreis SegebergKreis SteinburgElbeKarte
Über dieses Bild

Holm ist eine Gemeinde im Kreis Pinneberg im Süden Schleswig-Holsteins.

Geografie und Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde Holm besteht neben dem Ortskern aus den zwei Ortsteilen Katharinenhof und Holmerberg.[2][3]

Im östlichen Bereich der Gemeinde liegt das Naherholungsgebiet Holmer Sandberge mit einer 20 m hohen Erhebung. Westlich von Holm beginnt die Elbmarsch. Des Weiteren befindet sich das Naturschutzgebiet Buttermoor/Butterbargsmoor in Holm.

Über die unmittelbar durch Holm verlaufende Bundesstraße 431 ist die Anbindung der Gemeinde neben Wedel u. a. an die nächsten größeren Städte Uetersen und Hamburg (Rissen) (je sieben Kilometer entfernt), Pinneberg und Tornesch (je zehn Kilometer entfernt) gewährleistet. Holm grenzt außerdem an die Gemeinden Hetlingen, Heist und Appen. In Wedel besteht Anschluss an die S-Bahn Hamburg. Drei Buslinien verbinden Holm mit dem S-Bahnhof in Wedel, weitere Busverbindungen gehen nach Norderstedt Mitte, Quickborn, Uetersen, Elmshorn und die Gemeinden in der Umgebung.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In einer Urkunde vom 29. April 1255 wurde Holm erstmals erwähnt. In den Jahrhunderten danach wurden für das Dorf Holm unterschiedliche Schreibweisen verwendet: Holne, Hollen und Holling. Der Ortsname kommt aus dem Niederdeutschen und bedeutet „Loch“ oder „Grashaufen“.[4]

Holm liegt am Ochsenweg, einer alten Heerstraße, die zu Ochsendriften genutzt wurde. Seit Anfang des 15. Jahrhunderts wurden große Viehherden von Jütland über Holm nach Wedel getrieben.

Eine Dorfschule ist in Holm für 1708 nachgewiesen. Im Jahr 1716 gingen 80 Kinder im Winter in die Schule, im Sommer waren sie bei der Feld- und Gartenarbeit eingesetzt. Die Schulpflicht – gegen Schulgeld – bestand nur vom 7. bis zum 10. Lebensjahr. Danach hatten die Kinder bis zum 13. Lebensjahr im Winter zwei Tage den Katechismusunterricht zu besuchen und im Winter vor der Konfirmation wieder täglich Unterricht.

Die Freiwillige Feuerwehr Holm wurde am 1. April 1890 gegründet.

Seit 1991 betreibt die Gemeinde eine Partnerschaft mit der Stadt Rehna in Mecklenburg-Vorpommern.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeindevertretung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ergebnisse der Kommunalwahlen vom 26. Mai 2013 und vom 6. Mai 2018

Partei 2013
Prozent
Sitze 2018
Prozent
Sitze
CDU 71,3 % 12 53,8 % 9
SPD 28,7 % 5 20,8 % 4
Grüne --- --- 25,4 % 4

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Blasonierung: „In Rot ein tordierter, bronzezeitlicher goldener Armring. Im vorderen Obereck ein goldenes Eichenblatt, im hinteren eine goldene Ähre.“[5]

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Heimatmuseum mit Schuhmacherwerkstatt, Einrichtungsgegenstände und Dokumente aus Privathaushalten, Schulen und öffentlichen Einrichtungen. Das Museum ist in einem um 1700 erbauten Gulf-Ständerhaus untergebracht, das Mitte des 19. Jahrhunderts an die heutige Stelle versetzt wurde.

Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sport

  • TSV Holm mit u. a. der Baseballmannschaft Westend 69ers[6]
  • Sportstätten: Zwei Fußballfelder, Baseballfeld, Tennisanlage, Bogenschießanlage, Sporthalle
  • Sportzentrum Kessy mit Tennisplätzen, Squashplatz und Kegelbahn sowie Softdarts- und Poolbillard-Anlage
  • Golfclub Hamburg-Holm

Kirchen

Mit Holm verbundene Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Planungsgruppe Holm: 725 Jahre Holm. Geschichte und Geschichten unseres Heimatortes. Uetersen 1980.
  • Wilfried Gunkel, Jürgen Koch: 750 Jahre Holm – unser Dorf : 1255–2005. Eine Chronik. Holm 2004. ISBN 978-3-00-013705-1.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Holm – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistikamt Nord – Bevölkerung der Gemeinden in Schleswig-Holstein 4. Quartal 2018 (XLSX-Datei) (Fortschreibung auf Basis des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. Stadtplan Holm Stadtplandienst Deutschland
  3. Schleswig-Holstein-Topographie. Bd. 4: Groß Sarau - Holstenniendorf. 1. Aufl. Flying-Kiwi-Verl. Junge, Flensburg 2004, ISBN 978-3-926055-75-0, S. 353 (dnb.de [abgerufen am 3. Mai 2020]).
  4. Schleswig-Holstein-Topographie. Bd. 4: Groß Sarau - Holstenniendorf. 1. Aufl. Flying-Kiwi-Verl. Junge, Flensburg 2004, ISBN 978-3-926055-75-0, S. 353 (dnb.de [abgerufen am 3. Mai 2020]).
  5. Kommunale Wappenrolle Schleswig-Holstein
  6. Tsv: TSV Holm von 1910 e. V. - Home. Abgerufen am 28. Februar 2018.