Kaschenbach

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Ortsgemeinde Kaschenbach
Kaschenbach
Deutschlandkarte, Position der Ortsgemeinde Kaschenbach hervorgehoben
Koordinaten: 49° 53′ N, 6° 29′ O
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Eifelkreis Bitburg-Prüm
Verbandsgemeinde: Südeifel
Höhe: 280 m ü. NHN
Fläche: 4,45 km2
Einwohner: 65 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 15 Einwohner je km2
Postleitzahl: 54668
Vorwahl: 06568
Kfz-Kennzeichen: BIT, PRÜ
Gemeindeschlüssel: 07 2 32 065
Adresse der Verbandsverwaltung: Pestalozzistraße 7
54673 Neuerburg
Webpräsenz: www.suedeifelinfo.de
Ortsbürgermeister: Johannes Billen
Lage der Ortsgemeinde Kaschenbach im Eifelkreis Bitburg-Prüm
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Über dieses Bild
Kaschenbach, die Filialkirche Sankt Michael

Kaschenbach ist eine Ortsgemeinde im Eifelkreis Bitburg-Prüm in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Südeifel an.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kaschenbach liegt im so genannten Weißland am Unterlauf des Flusses Nims, rund 10 km südlich von Bitburg. Zur Gemeinde gehört auch der Wohnplatz Lehnshof.[2]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die erste urkundliche Erwähnung als „Kirsenbach“ stammt aus dem Jahre 1258, möglicherweise ist Kaschenbach aber auch identisch mit dem bereits im 9. Jahrhundert genannten Crispiniacum. Infolge der Wirren des Dreißigjährigen Krieges und der anschließenden Kriege mit Frankreich gab es in Kaschenbach 1658 nur noch einen einzigen Einwohner. Von dieser Krise erholte sich der Ort jedoch gut, 1750 gab es hier wieder sieben Wohnhäuser und vier Höfe und im Verlauf des 19. Jahrhunderts überschritt Kaschenbach die 100-Einwohner-Marke; allerdings ist die Bevölkerungszahl seither vor allem auf Grund der Landflucht wieder deutlich zurückgegangen.

Bis Ende des 18. Jahrhunderts gehörte Kaschenbach zur Propstei Echternach im Herzogtum Luxemburg. Im Jahr 1794 hatten französische Revolutionstruppen die Österreichischen Niederlande, zu denen die Region damals gehörte, besetzt. Unter der französischen Verwaltung gehörte der Ort von 1795 bis 1814 zum Arrondissement Bitburg im Departement der Wälder.

Aufgrund der auf dem Wiener Kongress (1815) getroffenen Vereinbarungen wurde die Region dem Königreich Preußen zugeordnet. Unter der preußischen Verwaltung wurde Kaschenbach der Bürgermeisterei Alsdorf im 1816 neu errichteten Kreis Bitburg im Regierungsbezirk Trier zugeordnet, der von 1822 an zur Rheinprovinz gehörte. Im Jahr 1914 kam Kaschenbach zur Bürgermeisterei Wolsfeld, (ab 1927 Amt Wolsfeld), 1970 zur Verbandsgemeinde Irrel und 2014 zur Verbandsgemeinde Südeifel.

Kaschenbach gilt als ein Dorf, in dem die Grundformen der mittelalterlichen Bodenordnung der Stockgüter sich bis in unsere Zeit erhalten haben. Die ehemals vier Stockgüter mit ca. 100 Morgen Grundbesitz, der nach altem sächsischen Recht nicht geteilt werden durfte, sondern an den Hoferben überging, befinden sich heute noch ungeteilt in Besitz alteingesessener Bauernfamilien.

Unmittelbar östlich des Ortes ist im Gelände noch die Trasse der ehemaligen Eisenbahnstrecke Bitburg-Erdorf – Igel zu erkennen, deren Betrieb südlich von Bitburg mittlerweile eingestellt wurde.

Bevölkerungsentwicklung

Die Entwicklung der Einwohnerzahl von Kaschenbach, die Werte von 1871 bis 1987 beruhen auf Volkszählungen:[3]

Jahr Einwohner
1815 54
1835 82
1871 131
1905 114
1939 70
Jahr Einwohner
1950 78
1961 63
1970 69
1987 44
2005 55

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ortsgemeinderat in Kaschenbach besteht aus sechs Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 25. Mai 2014 in einer Mehrheitswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzendem.[4]

Persönlichkeiten des Ortes[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Adolf Billen (1911–1979), Politiker (CDU), Abgeordneter des Rheinland-Pfälzischen Landtages von 1951 bis 1971.
  • Michael Billen (* 1955), Politiker (CDU), Abgeordneter des Rheinland-Pfälzischen Landtages seit 1996.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Einträge zu allen Kulturgütern der Ortsgemeinde Kaschenbach in der Datenbank der Kulturgüter in der Region Trier

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Anzahl der Einwohner in den Kommunen am 31. Dezember 2015 (Hilfe dazu).
  2. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Amtliches Verzeichnis der Gemeinden und Gemeindeteile 2014, Seite 63 (PDF; 2,4 MB)
  3. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Regionaldaten
  4. Kommunalwahl Rheinland-Pfalz 2014, Gemeinderat