Körperich

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Ortsgemeinde Körperich
Körperich
Deutschlandkarte, Position der Ortsgemeinde Körperich hervorgehoben
Koordinaten: 49° 55′ N, 6° 16′ O
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Eifelkreis Bitburg-Prüm
Verbandsgemeinde: Südeifel
Höhe: 258 m ü. NHN
Fläche: 19,11 km2
Einwohner: 1086 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 57 Einwohner je km2
Postleitzahl: 54675
Vorwahl: 06566
Kfz-Kennzeichen: BIT, PRÜ
Gemeindeschlüssel: 07 2 32 067
Gemeindegliederung: 5 Ortsteile
Adresse der Verbandsverwaltung: Pestalozzistraße 7
54673 Neuerburg
Webpräsenz: www.ortsgemeinde-koerperich.de
Ortsbürgermeister: Winfried Horn
Lage der Ortsgemeinde Körperich im Eifelkreis Bitburg-Prüm
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Über dieses Bild
Kirche in Körperich

Körperich ist eine Ortsgemeinde im Eifelkreis Bitburg-Prüm in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Südeifel an. Körperich ist ein staatlich anerkannter Fremdenverkehrsort und gemäß Landesplanung als Grundzentrum ausgewiesen.[2]

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Körperich besteht aus den Ortschaften

  • Körperich und
  • Schloß Kewenig (4 km im Südosten),
  • Niedersgegen (3 km im Südosten),
  • Obersgegen (1 km im Norden) und
  • Seimerich (1 km im Süden).

Der Hauptort Körperich liegt am Gaybach, einem Zufluss der Sauer. Im Westen liegt in etwa 3 km Entfernung die luxemburgische Grenze bei Roth an der Our, im Osten Hüttingen.

Klima

Der Jahresniederschlag beträgt 802 mm. Die Niederschläge liegen im mittleren Drittel der in Deutschland erfassten Werte. An 63 % der Messstationen des Deutschen Wetterdienstes werden niedrigere Werte registriert. Der trockenste Monat ist der April, die meisten Niederschläge fallen im November. Im November fallen 1,4 mal mehr Niederschläge als im April. Die Niederschläge variieren nur minimal und sind extrem gleichmäßig übers Jahr verteilt. An nur 1 % der Messstationen werden niedrigere jahreszeitliche Schwankungen registriert.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Funde aus der Steinzeit belegen eine frühe Besiedelung. Ein Brandgräberfeld und Überreste römischer Gebäude zeugen auch von einer Besiedelung in römischer Zeit.

Erstmals urkundlich erwähnt ist der Ort in einer Schenkungsschrift von 783. Dort werden in einer Urkunde ein Theugerus und ein Harduvicus als Schenker von Gütern an die Abtei Echternach genannt und Körperich als Geine an der Geihe (Gaybach) bezeichnet.

1330 führt die Taxa generalis Körperich als Kirpurg auf, 1570 dann als Kirprich. Lange Zeit im Mittelalter und danach gehörte Körperich zur luxemburgischen Grafschaft Vianden.

Im Jahr 1794 hatten französische Revolutionstruppen die Österreichischen Niederlande, zu denen das Herzogtum Luxemburg gehörte, besetzt und im Oktober 1795 annektiert. Von 1795 bis 1814 gehörte der Ort zum Kanton Vianden im Wälderdepartement. Körperich war Sitz einer Mairie.

Im Jahr 1815 wurde das ehemals luxemburgische Gebiet östlich der Sauer und der Our auf dem Wiener Kongress dem Königreich Preußen zugeordnet. Damit kam der Ort Körperich 1816 zum Kreis Bitburg im Regierungsbezirk Trier in der Provinz Großherzogtum Niederrhein, die 1822 in der Rheinprovinz aufging. Körperich wurde Amtssitz der gleichnamigen Bürgermeisterei.

Nach dem Ersten Weltkrieg zeitweise französisch besetzt, ist der Ort seit 1946 Teil des damals neu gebildeten Landes Rheinland-Pfalz.

Am 7. Juni 1969 wurde die heutige Gemeinde Körperich aus den Gemeinden Körperich (562 Einwohner), Niedersgegen (164), Obersgegen (296) und Seimerich (91) neu gebildet. Bereits am 1. Juli 1967 wurde die Gemeinde Kewenig nach Niedersgegen eingemeindet.[3]

Statistik zur Einwohnerentwicklung

Die Entwicklung der Einwohnerzahl von Körperich bezogen auf das heutige Gemeindegebiet; die Werte von 1871 bis 1987 beruhen auf Volkszählungen:[2]

Jahr Einwohner
1815 492
1835 840
1871 879
1905 935
1939 1.797
Jahr Einwohner
1950 1.015
1961 1.167
1970 1.107
1987 1.046
2005 1.110

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gemeinderat in Körperich besteht aus 16 Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 25. Mai 2014 in einer Mehrheitswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzendem. Bis 2009 fanden personalisierte Verhältniswahlen statt.

Die Sitzverteilung im Gemeinderat:[4]

Wahl CDU WGR 1 WGR 2 Gesamt
2014 Mehrheitswahl 16 Sitze
2009 6 6 4 16 Sitze
2004 8 4 4 16 Sitze

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Blasonierung lautet: „In Gold ein roter Schräglinksbalken mit drei weißen Malteserkreuzen nach der Figur belegt und von zwei roten Lilien begleitet“.

Sehenswertes[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Fundamente der katholischen Pfarrkirche St. Hubertus stammen aus dem Mittelalter. Sie wurde allerdings 1790 neu errichtet, der Westturm wurde 1826 angebaut. 1924 erfolgte eine Erweiterung, indem man im Süden einen neuen Chorraum errichtete und den Eingang an der Nordseite neu schuf. Erwähnenswert ist der Rokokoaltar in Weiß und Gold und auf der Tür des drehbaren Tabernakels eine reliefartige Darstellung der Opferung Isaaks.

Siehe auch:

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Pfarramt Körperich: 200 Jahre Pfarrkirche St. Hubertus. Festschrift 1990
  • Verbandsgemeinde Neuerburg:Ourtal ohne Grenzen, 2006, ISBN 3-00-018095-8

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Körperich – Sammlung von Bildern
  • Einträge zu allen Kulturgütern der Ortsgemeinde Körperich in der Datenbank der Kulturgüter in der Region Trier

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Anzahl der Einwohner in den Kommunen am 31. Dezember 2015 (Hilfe dazu).
  2. a b Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Regionaldaten
  3. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Amtliches Gemeindeverzeichnis 2006 (PDF; 2,1 MB), Seite 183
  4. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2014, Stadt- und Gemeinderatswahlen