Niedergeckler

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Wappen Deutschlandkarte
Die Gemeinde Niedergeckler führt kein Wappen
Niedergeckler
Deutschlandkarte, Position der Ortsgemeinde Niedergeckler hervorgehoben
Koordinaten: 49° 58′ N, 6° 18′ O
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Eifelkreis Bitburg-Prüm
Verbandsgemeinde: Südeifel
Höhe: 346 m ü. NHN
Fläche: 1,39 km2
Einwohner: 56 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 40 Einwohner je km2
Postleitzahl: 54675
Vorwahl: 06522
Kfz-Kennzeichen: BIT, PRÜ
Gemeindeschlüssel: 07 2 32 089
Adresse der Verbandsverwaltung: Pestalozzistraße 7
54673 Neuerburg
Webpräsenz: www.suedeifelinfo.de
Ortsbürgermeister: Ewald Böwer
Lage der Ortsgemeinde Niedergeckler im Eifelkreis Bitburg-Prüm
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Über dieses Bild

Niedergeckler ist eine Ortsgemeinde im Eifelkreis Bitburg-Prüm in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Südeifel an.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Niedergeckler liegt im Naturpark Südeifel und unmittelbar an der Bundesstraße 50 Bitburg–Diekirch unweit von Mettendorf. Zur Gemeinde gehört auch der Wohnplatz Brückenhof.[2]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Urkundliche Erwähnung des Ortes 1453 als Nieder Jeckler, 1477 Nyeder Gecklair, 1762 Niedergeckler. Mit fünf Stockgütern gehörte Niedergeckler 1615 zur Meierei Obergeckler in der luxemburgischen Grafschaft Vianden.

Mit der Besetzung der Österreichischen Niederlande (1794), zu denen das Herzogtum Luxemburg gehörte, durch französische Revolutionstruppen wurde der Ort französisch und gehörte von 1795 bis 1814 zum Wälderdepartement. 1815 wurde das ehemals luxemburgische Gebiet östlich der Sauer und der Our auf dem Wiener Kongress dem Königreich Preußen zugeordnet. Damit kam Niedergeckler 1816 zum Kreis Bitburg im Regierungsbezirk Trier und wurde zunächst von der Bürgermeisterei Lahr und später von der Bürgermeisterei Neuerburg verwaltet.

Nach dem Ersten Weltkrieg zeitweise französisch besetzt, ist der Ort seit 1946 Teil des damals neu gebildeten Landes Rheinland-Pfalz.

Die Filialkirche wurde 1570 erbaut, 1728 umgebaut und 1919 erweitert.

Statistik zur Einwohnerentwicklung

Die Entwicklung der Einwohnerzahl der Gemeinde Niedergeckler, die Werte von 1871 bis 1987 beruhen auf Volkszählungen:[3]

Jahr Einwohner
1815 55
1835 81
1871 100
1905 78
1939 82
Jahr Einwohner
1950 74
1961 95
1970 86
1987 65
2005 48

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gemeinderat in Niedergeckler besteht aus sechs Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 25. Mai 2014 in einer Mehrheitswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzendem.[4]

Sehenswertes[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Die katholische Filialkirche Sankt Martin von Niedergeckler wurde 1570 erbaut. Der Chorraum der Kapelle und das Kirchenschiff stammen noch aus dieser Zeit. 1733 beim Umbau wurden im Zuge einer umfassenden Renovierung auch rundbogige Fenster eingebaut. Der jetzige Turm stammt von 1877. Eine Sakristei (1910) und ein neues Querschiff (1930) waren die Erweiterungen im 20. Jahrhundert.
  • Im Inneren der Kirche sind drei wertvolle Holzfiguren zu sehen. Neben der Madonna mit Kind und dem Heiligen Martin, ist auch die Heilige Odilia, die bei Augenkrankheiten helfen soll, dargestellt.

Siehe auch:

Veranstaltungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Kirmes: 1. Wochenende nach dem 3. Mai

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Leonard Palzkill:Ourtal ohne Grenzen. Wanderungen im deutsch-luxemburgischen Grenzraum. Neuerburg 2006, ISBN 3-00-018095-8.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Niedergeckler – Sammlung von Bildern
  • Einträge zu allen Kulturgütern der Ortsgemeinde Niedergeckler in der Datenbank der Kulturgüter in der Region Trier

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Anzahl der Einwohner in den Kommunen am 31. Dezember 2015 (Hilfe dazu).
  2. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Amtliches Verzeichnis der Gemeinden und Gemeindeteile 2010, Seite 66 (PDF; 2,3 MB)
  3. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Regionaldaten
  4. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2014, Stadt- und Gemeinderatswahlen