Gentingen

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Wappen Deutschlandkarte
Die Gemeinde Gentingen führt kein Wappen
Gentingen
Deutschlandkarte, Position der Ortsgemeinde Gentingen hervorgehoben
Koordinaten: 49° 54′ N, 6° 14′ O
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Eifelkreis Bitburg-Prüm
Verbandsgemeinde: Südeifel
Höhe: 194 m ü. NHN
Fläche: 4,18 km2
Einwohner: 69 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 17 Einwohner je km2
Postleitzahl: 54675
Vorwahl: 06566
Kfz-Kennzeichen: BIT, PRÜ
Gemeindeschlüssel: 07 2 32 042
Adresse der Verbandsverwaltung: Pestalozzistraße 7
54673 Neuerburg
Webpräsenz: www.suedeifelinfo.de
Ortsbürgermeister: Franz Josef Wenzel
Lage der Ortsgemeinde Gentingen im Eifelkreis Bitburg-Prüm
BitburgAuw bei PrümRoth bei PrümOlzheimNeuendorfKleinlangenfeldSchwirzheimBüdesheimWallersheimFleringenWeinsheimGondenbrettSellerichBuchetOberlascheidBleialfMützenichWinterscheidWinterspeltGroßlangenfeldBrandscheidPrümRommersheimGiesdorfHersdorfSeiwerathSchöneckenOberlauchNiederlauchOrlenbachWinringenDingdorfWatzerathPittenbachPronsfeldHabscheidHeckhuscheidMatzerathHeisdorfNimsreulandLaselWawernFeuerscheidNimshuscheidLützkampenGroßkampenbergKesfeldÜttfeldEuscheidStrickscheidLünebachLierfeldEilscheidDackscheidMerlscheidPintesfeldKinzenburgWaxweilerManderscheidLichtenbornArzfeldIrrhausenReiffSengerichLeidenbornHerzfeldEschfeldRoscheidHarspeltSevenig (Our)DahnenReipeldingenDaleidenDasburgPreischeidOlmscheidJuckenKickeshausenLauperathKrautscheidOberpierscheidNiederpierscheidLascheidHargartenLambertsbergMauelPlütscheidBurbachBalesfeldNeuheilenbachNeidenbachUschZendscheidSteinbornSankt ThomasMalbergweichMalberg (Eifel)KyllburgweilerSeinsfeldOberkailGransdorfGindorfPickließemOrsfeldKyllburgEtteldorfWilseckerBademSefferweichSeffernSchleidHeilenbachEhlenzOberweilerBickendorfNattenheimFließemRittersdorf (Eifel)LießemNiederweilerBiersdorf am SeeWiersdorfWißmannsdorfHamm (Eifel)EchtershausenBrechtFeilsdorfHütterscheidBaustertBrimingenHiselMülbachOberweisBettingen (Eifel)OlsdorfWettlingenStockemHalsdorfEnzenDudeldorfGondorfMetterichHüttingen an der KyllRöhlScharfbilligSülmDahlemTrimportIdenheimIdesheimMeckelEßlingenOberstedemNiederstedemWolsfeldDockendorfIngendorfMesserichBirtlingenAltscheidBerkothNusbaumBiesdorfKruchtenHommerdingenHüttingen bei LahrMettendorfNiehlBurgLahrGeichlingenKörperichRoth an der OurGentingenAmmeldingen an der OurBerscheidBaulerWaldhof-FalkensteinKeppeshausenRodershausenGemündSevenig bei NeuerburgAfflerDauwelshausenScheitenkorbNasingenMuxerathObergecklerNiedergecklerSinspeltNiederradenKoxhausenHerbstmühleKarlshausenZweifelscheidLeimbachEmmelbaumAmmeldingen bei NeuerburgHeilbachUppershausenPlascheidHüttenNeuerburgScheuernFischbach-OberradenUtscheidWeidingenÜbereisenbachWallendorfBollendorfEchternacherbrückErnzenFerschweilerMindenMenningenEisenachGilzemKaschenbachNiederweisIrrelPrümzurlayAlsdorfHolsthumPeffingenSchankweilerSpangdahlemHerforstBeilingenPhilippsheimSpeicher (Eifel)PreistOrenhofenAuw an der KyllHostenNordrhein-WestfalenBelgienLuxemburgTrierLandkreis Trier-SaarburgLandkreis VulkaneifelLandkreis Bernkastel-WittlichKarte
Über dieses Bild
Johanneskirche Gentingen

Gentingen ist eine Ortsgemeinde im Eifelkreis Bitburg-Prüm in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Südeifel an.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gentingen liegt unmittelbar an der Grenze zu Luxemburg am östlichen Ufer der Our. Nach Roth an der Our im Norden sind es 3 km, nach Körperich im Nordosten und ebenso Niedersgegen im Osten etwa 4 km. Etwa 2 km südöstlich befindet sich Ammeldingen an der Our. Auf luxemburgischem Gebiet sind die Orte Bettendorf (6 km südwestlich) und Bettel (4 km nordwestlich) zu finden.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gentingen wurde erstmals am 6. Mai 1096 als Gemtinga in einer Schutzurkunde des Papstes Alexander II. für die Abtei Echternach erwähnt.[2] Papst Viktor IV. bestätigte am 9. Juni 1161 den Besitz,[3] 1282 erscheint der Ort als Gemptingen.

Gentingen gehörte zur luxemburgischen Grafschaft Vianden wurde 1795 französisch und gehörte zum Departement Wälder. Aufgrund der Beschlüsse auf dem Wiener Kongress wurde 1815 das vormals luxemburgische Gebiet östlich der Sauer und der Our dem Königreich Preußen zugeordnet, das Gentingen über die Bürgermeisterei Körperich im Kreis Bitburg verwaltete. Nach dem Ersten Weltkrieg wurde der Ort zeitweise französisch besetzt. 1944 wurde im Dezember im Rahmen der Ardennenoffensive eigens in kürzester Zeit eine Behelfsbrücke über die Our errichtet (etwa 50 Meter von der Kirche entfernt); heute steht dort ein Fußgängerübergang mit einer Informationstafel. Seit 1946 ist der Ort Teil des damals neu gebildeten Landes Rheinland-Pfalz. Seit 1970 gehörte Gentingen der Verbandsgemeinde Neuerburg an, die am 1. Juli 2014 in der Verbandsgemeinde Südeifel aufging.

Statistik zur Einwohnerentwicklung

Die Entwicklung der Einwohnerzahl von Gentingen, die Werte von 1871 bis 1987 beruhen auf Volkszählungen:[4]

Jahr Einwohner
1815 73
1835 71
1871 80
1905 111
1939 110
Jahr Einwohner
1950 83
1961 104
1970 81
1987 68
2005 60

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gemeinderat in Gentingen besteht aus sechs Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 25. Mai 2014 in einer Mehrheitswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzendem.[5]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gentingen verfügt über eine einschiffige Kirche mit romanischem Chorturm, die St. Johannes dem Täufer geweiht ist. Sie stammt aus dem 17. Jahrhundert. Der Turm wurde 1710 instand gesetzt und eine Sakristei im 19. Jahrhundert angefügt. Die drei barocken Altäre im Inneren stammen aus dem 18. Jahrhundert, wobei der Hauptaltar Johannes den Täufer mit Knecht Isidor auf der einen Seite und einem pflugziehenden Engel auf der anderen Seite zeigt.

Siehe auch: Liste der Kulturdenkmäler in Gentingen

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort ist traditionell landwirtschaftlich geprägt, durch einen lokalen Campingplatz wird aber auch der Fremdenverkehr gefördert.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gentingen ist über eine Buslinie mit Mettendorf und Körperich verbunden.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Gentingen – Sammlung von Bildern
  • Einträge zu allen Kulturgütern der Ortsgemeinde Gentingen in der Datenbank der Kulturgüter in der Region Trier

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Anzahl der Einwohner in den Kommunen am 31. Dezember 2015 (Hilfe dazu).
  2. Heinrich Beyer: Mittelrheinisches Urkundenbuch, Band I, Coblenz: Hölscher, 1860, S. 427 (Urkunde 269)
  3. Heinrich Beyer: Mittelrheinisches Urkundenbuch, Band I, Coblenz: Hölscher, 1860, S. 683 (Urkunde 622)
  4. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Regionaldaten
  5. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2014, Stadt- und Gemeinderatswahlen