Altscheid

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Wappen Deutschlandkarte
Die Gemeinde Altscheid führt kein Wappen
Altscheid
Deutschlandkarte, Position der Ortsgemeinde Altscheid hervorgehoben
Koordinaten: 50° 1′ N, 6° 24′ O
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Eifelkreis Bitburg-Prüm
Verbandsgemeinde: Südeifel
Höhe: 426 m ü. NHN
Fläche: 5,89 km2
Einwohner: 85 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 14 Einwohner je km2
Postleitzahl: 54636
Vorwahl: 06527
Kfz-Kennzeichen: BIT, PRÜ
Gemeindeschlüssel: 07 2 32 003
Adresse der Verbandsverwaltung: Pestalozzistraße 7
54673 Neuerburg
Webpräsenz: www.suedeifelinfo.de
Ortsbürgermeister: Adolf Lehnertz
Lage der Ortsgemeinde Altscheid im Eifelkreis Bitburg-Prüm
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Über dieses Bild
BW

Altscheid ist eine Ortsgemeinde im Eifelkreis Bitburg-Prüm in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Südeifel an.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Gemeindegebiet liegt teilweise im Naturpark Südeifel. Zu Altscheid gehören auch der Wohnplatz Birkendell und ein Teil des Weilers Neumühle.[2]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eine Kirche wurde schon in einem um 1330 entstandenen Register erwähnt. Das Visitationsprotokoll aus dem Jahre 1570 führte in „Alschidt“ eine freie Kurat-Kapelle auf, die von 1654 an als Pfarrkirche bezeichnet wurde.

Bis zum Ende des 18. Jahrhunderts gehörte Altscheid zur Grafschaft Vianden im Herzogtum Luxemburg.[3]

Nach 1792 hatten französische Revolutionstruppen die Österreichischen Niederlande, zu denen das Herzogtum Luxemburg gehörte, besetzt und im Oktober 1795 annektiert. Von 1795 bis 1814 gehörte der Ort zum Kanton Neuerburg im Departement der Wälder.[4]

Im Jahr 1815 wurde das ehemals luxemburgische Gebiet östlich der Sauer und der Our auf dem Wiener Kongress dem Königreich Preußen zugeordnet. Damit kam die Gemeinde Altscheid 1816 zum Kreis Bitburg im Regierungsbezirk Trier in der Provinz Großherzogtum Niederrhein, die 1822 in der Rheinprovinz aufging.

Das Kirchenschiff der Dorfkirche wurde 1886 um ein Joch nach Westen verlängert. Nach dem Ersten Weltkrieg zeitweise französisch besetzt, ist der Ort seit 1946 Teil des Landes Rheinland-Pfalz.

1991 wurde aus dem Pfarrhaus nach grundlegender Renovierung das Dorfgemeinschaftshaus. Ein Jahr später wurde auch die Pfarrkirche renoviert.

Bevölkerungsentwicklung

Die Entwicklung der Einwohnerzahl von Altscheid; die Werte von 1871 bis 1987 beruhen auf Volkszählungen:[5]

Jahr Einwohner
1815 90
1835 105
1871 155
1905 147
1939 162
1950 144
Jahr Einwohner
1961 144
1970 137
1987 120
1997 97
2005 94
2015 85

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gemeinderat in Altscheid besteht aus sechs Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 25. Mai 2014 in einer Mehrheitswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzendem.[6]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Die Pfarrkirche St. Matthias verfügt über einen Chorturm um 1330, das gewölbtes einschiffige Langhaus ist von 1760.
  • Der Zweiseithof von 1784 in der Hauptstraße 24 mit einem giebelständigen Wohnhaus verfügt über eine ungewöhnlich aufwendige Eingangsgestaltung.
  • Wegekreuze aus dem 17. und 18. Jahrhundert.

Siehe auch: Liste der Kulturdenkmäler in Altscheid

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rund die Hälfte der Gemeindefläche wird von sieben landwirtschaftlichen Betrieben genutzt.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Altscheid – Sammlung von Bildern
  • Einträge zu allen Kulturgütern der Ortsgemeinde Altscheid in der Datenbank der Kulturgüter in der Region Trier

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Anzahl der Einwohner in den Kommunen am 31. Dezember 2015 (Hilfe dazu).
  2. Amtliches Verzeichnis der Gemeinden und Gemeindeteile. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz, Januar 2010, S. 65, abgerufen am 6. Oktober 2015 (PDF; 2,3 MB).
  3. Wilhelm Fabricius: Erläuterungen zum geschichtlichen Atlas der Rheinprovinz, 2. Band: Die Karte von 1789. Hermann Behrend, Bonn 1898, S. 24.
  4. Statistisch-topographische Beschreibung des Regierungs-Bezirks Trier, Hetzrodt, 1818, s. 42 (Google Books)
  5. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Regionaldaten
  6. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2014, Stadt- und Gemeinderatswahlen