Karlshausen

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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Karlshausen war von 1940 bis 1945 auch der Name der polnischen Stadt Czempiń in der Woiwodschaft Großpolen.
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Ortsgemeinde Karlshausen
Karlshausen
Deutschlandkarte, Position der Ortsgemeinde Karlshausen hervorgehoben
50.0230555555566.2252777777778529Koordinaten: 50° 1′ N, 6° 14′ O
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Eifelkreis Bitburg-Prüm
Verbandsgemeinde: Südeifel
Höhe: 529 m ü. NHN
Fläche: 7,09 km²
Einwohner: 376 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 53 Einwohner je km²
Postleitzahl: 54673
Vorwahlen: 06550, 06564
Kfz-Kennzeichen: BIT, PRÜ
Gemeindeschlüssel: 07 2 32 064
Adresse der Verbandsverwaltung: Pestalozzistraße 7
54673 Neuerburg
Webpräsenz: www.suedeifelinfo.de
Ortsbürgermeister: Klaus Kootz
Lage der Ortsgemeinde Karlshausen im Eifelkreis Bitburg-Prüm
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Über dieses Bild

Karlshausen (Luxemburgisch: Korelsen) ist eine Ortsgemeinde in der Eifel im Eifelkreis Bitburg-Prüm in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Südeifel an.

Geographie[Bearbeiten]

Karlshausen liegt im Naturpark Südeifel. Zur Gemeinde gehören auch die Weiler und Wohnplätze Finkenhof, Gashof, Haubendell, In der Gay, Juckerstraße, Karlshauser Mühle, Lutgeshof, Peiferhof, Schranzenhof und Wolperdorf.[2]

Geschichte[Bearbeiten]

Eine frühe Besiedlung der Landschaft um Karlshausen in römischer Zeit ist durch entsprechende Funde zu unterstellen. Die Namensendung -hausen deutet auf eine ursprüngliche Siedlung aus karolingischer Zeit hin. In den Akten der Trinitarier von Vianden war bereits 1348 von einer Kirche de Carlshuse die Rede. Im Archiv des Bistums Trier wurde 1389 eine Kirche zu Carelshusen verzeichnet, 1640 wird Karlshausen als selbständige Pfarrei verzeichnet.

Landesherrlich gehörte der Ort bis zum Ende des 18. Jahrhunderts zur Grafschaft Vianden im Herzogtum Luxemburg, das Teil der Österreichischen Niederlande war. Nach der Einnahme der Region durch französische Revolutionstruppen (1794) gehörte Karlshausen von 1795 bis 1814 zum Kanton Neuerburg im französischen Wälderdepartement.

Aufgrund der Beschlüsse auf dem Wiener Kongress wurde 1815 das vormals luxemburgische Gebiet östlich der Sauer und der Our dem Königreich Preußen zugeordnet. Karlshausen wurde Sitz der gleichnamigen Bürgermeisterei im 1816 neu errichteten Kreis Bitburg im Regierungsbezirk Trier. Seit 1946 ist der Ort Teil des damals neu gebildeten Landes Rheinland-Pfalz.

Statistik zur Einwohnerentwicklung

Die Entwicklung der Einwohnerzahl von Karlshausen, die Werte von 1871 bis 1987 beruhen auf Volkszählungen:[3]

Jahr Einwohner
1815 134
1835 351
1871 370
1905 358
1939 436
Jahr Einwohner
1950 427
1961 389
1970 364
1987 403
2005 350

Gemeinderat[Bearbeiten]

Der Gemeinderat in Karlshausen besteht aus acht Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 25. Mai 2014 in einer Mehrheitswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzenden.[4]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

  • Die Kapelle mit Sterngewölbe und böhmischer Kappe wurde 1861 mit Baumaterial aus dem Abbruch der ehemaligen Pfarrkirche von 1547 errichtet.
  • In der Ortsmitte befindet sich die Pfarrkirche St. Bartholomäus, ein vierachsiger, neugotisch wirkender Saalbau von 1861.
  • Neben der Pfarrkirche wurde 1950 ein Nischenkreuz aufgestellt, dessen ursprünglicher Standort nicht bekannt ist, das aber vermutlich aus der ersten Hälfte des 17. Jahrhunderts stammt.

Siehe auch: Liste der Kulturdenkmäler in Karlshausen

Bildung[Bearbeiten]

Karlshausen ist Sitz einer Grundschule und eines Kindergartens. Das Einzugsgebiet der Grundschule umfasst die Ortsgemeinden Karlshausen, Leimbach, Zweifelscheid, Sevenig, Scheitenkorb, Dauwelshausen, Gemünd, Übereisenbach, Affler, Rodershausen, Waldhof-Falkenstein, Gaymühle, Keppeshausen und Bauler.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Karlshausen – Sammlung von Bildern
 Commons: St. Bartholomäus – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistisches Bundesamt – Gemeinden in Deutschland mit Bevölkerung am 31. Dezember 2013 (XLS-Datei; 4,0 MB) (fortgeschriebene amtliche Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011). (Hilfe dazu)
  2. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Amtliches Verzeichnis der Gemeinden und Gemeindeteile 2010, Seite 66 (PDF; 2,3 MB)
  3. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Regionaldaten
  4. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2014, Stadt- und Gemeinderatswahlen