Verbandsgemeinde Südeifel

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Verbandsgemeinde Südeifel
Verbandsgemeinde Südeifel
Deutschlandkarte, Position der Verbandsgemeinde Südeifel hervorgehoben
Koordinaten: 50° 0′ N, 6° 18′ O
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Eifelkreis Bitburg-Prüm
Fläche: 358,59 km2
Einwohner: 18.940 (31. Dez. 2017)[1]
Bevölkerungsdichte: 53 Einwohner je km2
Kfz-Kennzeichen: BIT, PRÜ
Verbandsschlüssel: 07 2 32 5005
Verbandsgliederung: 66 Gemeinden
Adresse der
Verbandsverwaltung:
Pestalozzistraße 7
54673 Neuerburg
Webpräsenz: www.suedeifelinfo.de
Bürgermeister: Moritz Petry (CDU)
Lage der Verbandsgemeinde Südeifel im Eifelkreis Bitburg-Prüm
BitburgAuw bei PrümRoth bei PrümOlzheimNeuendorfKleinlangenfeldSchwirzheimBüdesheimWallersheimFleringenWeinsheimGondenbrettSellerichBuchetOberlascheidBleialfMützenichWinterscheidWinterspeltGroßlangenfeldBrandscheidPrümRommersheimGiesdorfHersdorfSeiwerathSchöneckenOberlauchNiederlauchOrlenbachWinringenDingdorfWatzerathPittenbachPronsfeldHabscheidHeckhuscheidMatzerathHeisdorfNimsreulandLaselWawernFeuerscheidNimshuscheidLützkampenGroßkampenbergKesfeldÜttfeldEuscheidStrickscheidLünebachLierfeldEilscheidDackscheidMerlscheidPintesfeldKinzenburgWaxweilerManderscheidLichtenbornArzfeldIrrhausenReiffSengerichLeidenbornHerzfeldEschfeldRoscheidHarspeltSevenig (Our)DahnenReipeldingenDaleidenDasburgPreischeidOlmscheidJuckenKickeshausenLauperathKrautscheidOberpierscheidNiederpierscheidLascheidHargartenLambertsbergMauelPlütscheidBurbachBalesfeldNeuheilenbachNeidenbachUschZendscheidSteinbornSankt ThomasMalbergweichMalberg (Eifel)KyllburgweilerSeinsfeldOberkailGransdorfGindorfPickließemOrsfeldKyllburgEtteldorfWilseckerBademSefferweichSeffernSchleidHeilenbachEhlenzOberweilerBickendorfNattenheimFließemRittersdorf (Eifel)LießemNiederweilerBiersdorf am SeeWiersdorfWißmannsdorfHamm (Eifel)EchtershausenBrechtFeilsdorfHütterscheidBaustertBrimingenMülbachOberweisBettingen (Eifel)OlsdorfWettlingenStockemHalsdorfEnzenDudeldorfGondorfMetterichHüttingen an der KyllRöhlScharfbilligSülmDahlemTrimportIdenheimIdesheimMeckelEßlingenOberstedemNiederstedemWolsfeldDockendorfIngendorfMesserichBirtlingenAltscheidBerkothNusbaumBiesdorfKruchtenHommerdingenHüttingen bei LahrMettendorfNiehlBurgLahrGeichlingenKörperichRoth an der OurGentingenAmmeldingen an der OurBerscheidBaulerWaldhof-FalkensteinKeppeshausenRodershausenGemündSevenig bei NeuerburgAfflerDauwelshausenScheitenkorbNasingenMuxerathObergecklerNiedergecklerSinspeltNiederradenKoxhausenHerbstmühleKarlshausenZweifelscheidLeimbachEmmelbaumAmmeldingen bei NeuerburgHeilbachUppershausenPlascheidHüttenNeuerburgScheuernFischbach-OberradenUtscheidWeidingenÜbereisenbachWallendorfBollendorfEchternacherbrückErnzenFerschweilerMindenMenningenEisenachGilzemKaschenbachNiederweisIrrelPrümzurlayAlsdorfHolsthumPeffingenSchankweilerSpangdahlemHerforstBeilingenPhilippsheimSpeicher (Eifel)PreistOrenhofenAuw an der KyllHostenNordrhein-WestfalenBelgienLuxemburgTrierLandkreis Trier-SaarburgLandkreis VulkaneifelLandkreis Bernkastel-WittlichKarte
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Die Verbandsgemeinde Südeifel ist eine Verwaltungseinheit in der Rechtsform einer Gebietskörperschaft im Eifelkreis Bitburg-Prüm in Rheinland-Pfalz. Der Verbandsgemeinde gehören die Stadt Neuerburg sowie 65 eigenständige Ortsgemeinden an, der Verwaltungssitz ist in der Stadt Neuerburg. In der Verbandsgemeinde leben 18.940 Einwohner. (Stand: 31. Dezember 2017)

Sie wurde zum 1. Juli 2014 aus dem Zusammenschluss der Verbandsgemeinden Irrel und Neuerburg gebildet.

Verbandsangehörige Gemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ortsgemeinde, Stadt Fläche (km²) Einwohner
Affler 1,99 25
Alsdorf 6,37 452
Altscheid 5,89 89
Ammeldingen an der Our 2,62 23
Ammeldingen bei Neuerburg 4,49 250
Bauler 6,04 69
Berkoth 7,18 94
Berscheid 7,49 61
Biesdorf 5,45 240
Bollendorf 13,15 1.691
Burg 2,73 23
Dauwelshausen 2,05 77
Echternacherbrück 4,74 920
Eisenach 6,31 351
Emmelbaum 2,69 70
Ernzen 9,99 395
Ferschweiler 7,41 973
Fischbach-Oberraden 6,67 66
Geichlingen 5,32 420
Gemünd 2,83 27
Gentingen 4,18 70
Gilzem 4,98 427
Heilbach 6,47 126
Herbstmühle 2,15 18
Holsthum 9,31 648
Hommerdingen 2,04 62
Hütten 3,09 50
Hüttingen bei Lahr 4,40 142
Irrel 7,06 1.560
Karlshausen 7,09 362
Kaschenbach 4,45 59
Keppeshausen 2,31 14
Körperich 19,12 1.078
Koxhausen 3,81 107
Kruchten 5,38 382
Lahr 7,23 208
Leimbach 2,95 56
Menningen 3,42 178
Mettendorf 14,98 1.119
Minden 3,72 236
Muxerath 4,54 51
Nasingen 2,38 38
Neuerburg, Stadt 10,20 1.523
Niedergeckler 1,39 52
Niederraden 2,00 44
Niederweis 7,55 263
Niehl 1,99 72
Nusbaum 17,16 459
Obergeckler 6,35 164
Peffingen 5,80 214
Plascheid 3,40 79
Prümzurlay 3,88 546
Rodershausen 5,37 165
Roth an der Our 1,89 202
Schankweiler 6,55 193
Scheitenkorb 2,82 34
Scheuern 6,51 44
Sevenig bei Neuerburg 5,92 48
Sinspelt 2,44 389
Übereisenbach 2,39 60
Uppershausen 3,41 68
Utscheid 5,75 434
Waldhof-Falkenstein 3,01 24
Wallendorf 8,71 340
Weidingen 5,84 166
Zweifelscheid 1,81 50
Verbandsgemeinde Südeifel  358,64 18.940

(Einwohner am 31. Dezember 2017)[1]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die bisherigen Verbandsgemeinden Neuerburg und Irrel waren 1968 im Rahmen der ersten rheinland-pfälzischen Verwaltungsreform aus mehreren aus der preußischen Zeit stammenden Ämtern entstanden.[2]

Am 28. September 2010 erließ die Landesregierung das „Erste Gesetz zur Kommunal- und Verwaltungsreform“ mit dem Ziel, Leistungsfähigkeit, Wettbewerbsfähigkeit und Verwaltungskraft der kommunalen Strukturen zu verbessern. Bezüglich der Verbandsgemeinden wurde festgelegt, dass diese mindestens 12.000 Einwohner (Hauptwohnung am 30. Juni 2009) umfassen sollen.[3] In der Verbandsgemeinde Irrel waren am Stichtag 9.021, in der Verbandsgemeinde Neuerburg 9.788 Einwohner gemeldet.[4] Innerhalb der bis zum 30. Juni 2012 befristeten sogenannten Freiwilligkeitsphase kam ein freiwilliger Zusammenschluss mit einer Nachbarverbandsgemeinde nicht zustande.

Am 20. Dezember 2013 wurde per Landesgesetz verfügt, dass die Verbandsgemeinde Irrel am 1. Juli 2014 in die Verbandsgemeinde Neuerburg eingegliedert wird. Die durch die Eingliederung umgebildete Verbandsgemeinde führt zunächst den Namen „Südeifel“. Das fachlich zuständige Ministerium wird innerhalb eines Jahres nach der Gebietsänderung den Namen der umgebildeten Verbandsgemeinde festlegen. Als Sitz der Verbandsgemeinde Südeifel wurde die Stadt Neuerburg festgelegt.[5]

Die Verbandsgemeinde Irrel hatte hierzu beim rheinland-pfälzischen Verfassungsgerichtshof in Koblenz eine Normenkontrollklage eingereicht und machte geltend, in ihrer kommunalen Selbstverwaltungsgarantie verletzt zu sein. Am 29. Juni 2015 entschied der Verfassungsgerichtshof, dass die Eingliederung der Verbandsgemeinde Irrel in die Verbandsgemeinde Neuerburg verfassungsgemäß ist (Aktenzeichen: VGH N 7/14).[6]

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Entwicklung der Einwohnerzahl bezogen auf das heutige Gebiet der Verbandsgemeinde Südeifel; die Werte von 1871 bis 1987 beruhen auf Volkszählungen:[1][7]

Jahr Einwohner
1815 10.850
1835 17.087
1871 17.359
1905 18.020
1939 23.524
1950 18.292
Jahr Einwohner
1961 18.949
1970 19.060
1987 17.910
1997 18.441
2005 18.346
2017 18.940

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Verbandsgemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der neue Verbandsgemeinderat Südeifel besteht aus 32 ehrenamtlichen Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 25. Mai 2014 in einer personalisierten Verhältniswahl gewählt wurden, und dem hauptamtlichen Bürgermeister als Vorsitzendem.

Die Sitzverteilung im Verbandsgemeinderat:[8]

Wahl SPD CDU GRÜNE FDP UBV WGR FWG Gesamt
2014 7 13 2 1 4 2 3 32 Sitze
  • UBV = Unabhängige Bürgervertretung e.V.
  • FWG = Freie Wählergemeinschaft der Verbandsgemeinde Südeifel e.V.

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zum Bürgermeister der neuen Verbandsgemeinde wurde am 25. Mai 2014 Moritz Petry (CDU) mit 64,91 % direkt gewählt.[9] Seine achtjährige Amtszeit begann am 1. Juli 2014.

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Blasonierung des Wappens lautet: „Schild schwarz bordiert, in Silber ein blauer Wellenbalken schräglinks, vorn ein dreizinniger roter Turm mit schwarzem Tor, hinten ein rotes Glevenkreuz.“[10]

Die Farben Rot und Silber stehen für die frühere Herrschaft im heutigen Verbandsgemeindegebiet durch die Grafen von Vianden als Vögte der Reichsabtei Prüm, ab 1264 wechselte die Herrschaft auf Luxemburg, das bis zum Ende des 18. Jahrhunderts die Lehensherrschaft über Vianden ausübte (Blau und Silber). Der rote Burgturm entstammt dem Wappen der ehemaligen Verbandsgemeinde Neuerburg und symbolisiert gleichzeitig die noch bestehenden Burgen im Verbandsgemeindegebiet. Das Glevenkreuz entstammt dem Wappen der ehemaligen Verbandsgemeinde Irrel. Es stand für die Zugehörigkeit von 13 der insgesamt 17 Gemeinden zur Propstei Echternach. Der Wellenbalken symbolisiert den Wasserreichtum und die Flusslage zahlreicher Gemeinden. Die schwarze Bordüre symbolisiert die Verbandsgemeinde als solche.

Das von Christian Credner entworfene Wappen wurde am 10. Dezember 2015 vom Verbandsgemeinderat beschlossen und am 15. März 2016 von der Kreisverwaltung des Eifelkreises Bitburg-Prüm genehmigt.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Bevölkerungsstand 2017 - Gemeindeebene (Hilfe dazu).
  2. Kreisverwaltung des Eifelkreises Bitburg-Prüm: Verwaltungszugehörigkeit der einzelnen Gemeinden (Online PDF)
  3. Erstes Landesgesetz zur Kommunal- und Verwaltungsreform vom 28. September 2010 (PDF; 685 kB)
  4. Datenbank bei rlpDirekt, KommWis GmbH
  5. Landesgesetz über die Eingliederung der Verbandsgemeinde Irrel in die Verbandsgemeinde Neuerburg vom 20. Dezember 2013
  6. Verfassungsgerichtshof Rheinland-Pfalz – Urteil vom 29. Juni 2015
  7. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Regionaldaten
  8. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2014, Verbandsgemeinderatswahlen
  9. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Direktwahlen der hauptamtlichen Bürgermeister
  10. Wappen, Flaggen, Fahnen in der Verbandsgemeinde Südeifel, S. 2 (PDF, 6,8 MB)