Kriegstrauma

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Ein Kriegstrauma (en: Combat stress reaction (CSR)) bezeichnet eine gravierende Veränderung im Verhalten nach Kriegserlebnissen, die in der Regel durch ein Trauma (auch psychisches, seelisches oder mentales Trauma oder Psychotrauma) hervorgerufen werden und von dem Soldaten (nach dem Krieg – „Veteranen“) aber auch Zivilisten betroffen sein können. Dabei handelte es sich nicht um eine vorübergehenden akute Belastungsreaktion bei den Personen, sondern um langfristige Störungen.

Etymologie und Begriffsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im deutschsprachigen Raum wurden auch die Begriffe Kriegshysterie oder Kriegsneurose verwendet. Die Begriffe stammen aus der Traumaforschung, Kriegspsychiatrie und Militärpsychologie des Ersten Weltkriegs, die in ihrer Entwicklung nicht nur als somatische, sondern auch als soziale Krankheiten beschrieben werden und die Mentalität einer ganzen Generation beeinflusst habe.

Erstmals in großer Zahlen wurde im Ersten Weltkrieg mit seiner auf allen Seiten verbreiteten Militärdoktrin des Angriff bis zum Äußersten; insbesondere nach Trommelfeuer oder Nahexplosionen; anhaltende Störungen bei den Soldaten registriert, welche in der deutschen Reichswehr als Kriegszittern, im englischen als shell shock (de: Granatenschock) bzw. battle fatigue, im französischen als obusite und im spanischen als Fatiga de combate bezeichnet wurden. Nach dem Einsatz von Giftgas benutzen die Engländer auch den Begriff gas neurosis (de: Gas-Neurose).

Ursprünglich wurden diese Vorkommnisse nur offiziell registriert, wenn die betroffenen Soldaten direkt kampfunfähig geworden waren. Eine psychologische Wirkung bei Waffeneinsätzen wurde bereits angenommen und sollte den Gegner insbesondere durch andauernden Beschuss auch psychologisch und moralisch schwächen. Innere Verletzungen durch Explosionen waren bereits länger bekannt; Explosionen durch Granaten konnten noch in mehr als 10 Metern zu Rissen in inneren Organen führen, weshalb damals auch davon ausgegangen wurde, dass die Gehirne der auffällig gewordenen Soldaten verletzt worden sein könnten, auch wenn keine äußeren Verletzungen (Knalltrauma etc.) vorlagen. Jüngere Untersuchungen legen nahe, dass Personen die im Krieg schweren Explosionen ausgesetzt waren, tatsächlich innere Hirnschäden davongetragen haben.[1]

Nach dem Vietnamkrieg wurden zum ersten Mal auch psychologische Auswirkungen registriert, die nicht nur während, sondern häufig erst nach dem Ende einer Dienstzeit bemerkt wurden. Mit der neuen Diagnosemöglichkeit der Posttraumatische Belastungsstörung (PTBS) wurde bald festgestellt, dass sich auch diese Symptome von Soldaten und Kriegsveteranen damit abbilden lassen und seit 1980 sind PTBS-Diagnosen als Berufskrankheit für Soldaten in den USA anerkannt.[2] (PTBS war in diesem Jahr in den psychiatrischen Diagnoseschlüssel Diagnostic and Statistical Manual of Mental Disorders DSM III aufgenommen worden.)

Unter Veteranen ist die Selbstmordrate höher als unter anderen Bevölkerungsgruppen. Dies zeigte sich zum Beispiel nach beiden Irakkriegen und bei Heimkehrern aus Afghanistan.[3][4] Jeder zehnte britische Strafgefangene und vierte US-amerikanische Obdachlose ist Veteran.[5]

Von einem Kriegstrauma, ob nun im engeren Sinne einer PTBS oder anderen Nachwirkungen, können auch zivile Bevölkerungsgruppen betroffen sein:

Es zeigt sich, dass die erlittenen Traumata im Wege der transgenerationalen Weitergabe auch an die nachfolgenden Generationen, die selbst an dem Geschehen keinen eigenen Erlebnisanteil hatten, weiter gegeben werden und auf diese Weise lange in der Gesellschaft nachwirken.[7]

Symptomatik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die am meisten genannten und auftretenden Verhaltensweisen und Begleitumstände einer Combat stress reaction (CSR) die als erstes bei einer betroffenen Person bemerkt werden sind insbesondere:

  • Veränderte Reaktionszeit oder dessen Wahrnehmung
  • Verlangsamung im Denken
  • Auffälligkeiten im allgemeinen Verhalten und der richtigen Setzung von Prioritäten
  • Beschäftigung mit Nebensächlichkeiten und persönlichen Befindlichkeiten
  • Schwierigkeiten und Abbrüche in und bei der Konzentration
  • Antriebslosigkeit und Gleichgültigkeit
  • Erschöpfungszustände

Diese Verhaltensänderungen können von diversen körperlichen Symptomen begleitet werden; u. a.:

Nicht selten nehmen diese Beschwerden im Alter zu oder werden im Ruhestand stärker wahrgenommen als zuvor in der Zeit der Berufstätigkeit.[8]

Während des Zweiten Weltkrieges wurden 504.000 Mann des amerikanischen Heeres (exklusive Marine und Luftwaffe) aufgrund psychischer Probleme kampfunfähig.[9]

Manche Menschen erleben eine Traumareaktivierung: sie erinnern sich plötzlich wieder an früheres Leid, was z. B. durch Fernsehbilder von jeweils aktuellen Kriegen ausgelöst werden kann (z. B. Zweiter Golfkrieg (1991), Kosovokrieg (1989/99) oder Irakkrieg (2003)). Plötzlich werden Menschen eingeholt von ihrer Vergangenheit.[8]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Antike und Mittelalter[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der griechische Philosoph Heraklit (um 520–um 460 v. Chr.) bezeichnet den Krieg als Vater aller Dinge, der Götter und Menschen, Freie und Sklaven trennt:

„Der Krieg ist der Vater aller Dinge und der König aller. Die einen macht er zu Göttern, die andern zu Menschen, die einen zu Sklaven, die andern zu Freien.“

Heraklit

Pindar (522 oder 518-446 v. Chr.) formuliert dagegen die Schrecken eines Krieges, welche nur derjenige kennt, der ihn erlebt hat:

„Süß dünkt der Krieg den Unerfahrenen; doch, wenn er nahet; über die Maßen erschrickt das Herz; des der ihn kennet“

Pindar von Theben

Erasmus von Rotterdam griff dieses Zitat von Pindar auf und veröffentlichte 1517 seine Antikriegsschrift Die Klage des Friedens; er war auch einer der Ersten, der dementia (lateinisch für „Wahnsinn“) als psychische Kriegsfolge erwähnte.[10]

Dreißigjähriger Krieg[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Dreißigjährige Krieg von 1618 bis 1648 wurde früh als Kollektives Trauma gedeutet. Zum ersten Mal wurden Kriegsgräul dokumentiert, zu der auch schon die Massenvergewaltigung von Frauen und eine Vorform des Waterboarding („Schwedentrunk“) gehörten. In seinen „The Lamentations of Germany“ (en: Die Wehklagen von Deutschland) beschrieb 1638 der Brite Philip Vincent die Foltermethoden der Landsknechte im Dreißigjährigen Krieg.[11] In den belagerten Städten wie auf dem ausgeplünderten Land kam es nach dem Krieg auch zu Kannibalismus, wie Hans Heberle in seinem „Zeytregister“ dokumentierte.[12]

1983 stellte der Historiker Arthur E. Imhof fest, dass diese Schreckenszeit die Einwohner vieler Ortschaften nachhaltig traumatisiert habe.[13]

„Vergleiche mit den Kriegen des 20. und 21. Jahrhunderts lassen vermuten, dass die Menschen dadurch stark traumatisiert wurden. Doch die überlieferten Berichte geben dafür erstaunlicherweise keine direkten Belege. Wahrscheinlich bot der Glaube Möglichkeiten, mit der Krise umzugehen. Die Bedeutung kultureller Erklärungsmuster für die Traumaverarbeitung ist allerdings bislang noch kaum erforscht.“

Bernd Roeck: Trauma: Gottes Strafe, Gottes Gnade auf www.spektrum.de [14]

Es wird versucht dieses „Kollektiven Trauma“ als Vorgeschichte eines „Deutschen Sonderwegs“ zu sehen, der letztlich in den Nationalsozialismus gemündetet hätte, wie es u. a. von Helmuth Plessner postuliert wurde.[15]

Das bekannteste Beispiel einer literarischen Verarbeitung dieser Zeit stellt Bertolt Brechts Stück „Mutter Courage und ihre Kinder“ von 1938/39 dar, welches deutlich macht, dass die Verrohung und Zerstörung des Menschen durch die Gewalt überall und zu jeder Zeit möglich ist.

Amerikanischer Bürgerkrieg[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In dieser kriegerischen Auseinandersetzung (1861–1865) wurden zum ersten Mal Soldaten registriert, die auf Grund ihrer psychischen Verfassung nicht mehr kampffähig waren. Solche Diagnosen wurden aber nur selten gestellt und bildeten kaum dokumentierte absolute Ausnahmen.[2]

Symptome in Richtung einer heutigen PTBS-Diagnose waren auch schon bekannt und wurden als „irritable heart“ (en: nervöses Herz) aber vor allem als „soldiers heart syndrome“ (en: Soldatenherz-Syndrom) bezeichnet.[10] Die Herzproblem verschwanden häufig, wenn die Soldaten nicht mehr der belasteten Situation ausgesetzt waren, wie der US-amerikanische Arzt Jacob Mendes Da Costa 1871 nachträglich feststellte.[16] DaCosta hatte die Fälle untersucht, um sie von anderen Herzsyndromen abzugrenzen (Da-Costa-Syndrom siehe Cardiophobie).

Die Veränderung von Denken und Handeln mit einer veränderten Wahrnehmung der Reaktionszeit schildert der US-amerikanische Autor und Kriegsteilnehmer Ambrose Bierce sehr eindringlich in seinen Erzählungen und Kurzgeschichten aus dem Amerikanischen Bürgerkrieg.

Deutsch-Französischer Krieg[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Deutsch-Französische Krieg (1870/71) hat eine ähnliche Datenlage; lediglich 13 registrierte Fälle liegen von kampfunfähigen Soldaten vor.[2] Was mit ehemaligen Soldaten nach ihrer Dienstzeit passierte, spielte – wie im Amerikanischen Bürgerkrieg auch – keine Rolle.

Erster Weltkrieg: „Kriegszitterer“[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einige Symptome waren bereits im Ersten Weltkrieg (1914-1918) u. a. auch in der deutschen Reichswehr aufgefallen. Als Kriegszitterer wurden Soldaten bezeichnet, welche an „Kriegsneurosen“[17][18] (insbesondere „psychogene Bewegungsstörungen“[19]) litten.

Die meisten Patienten wiesen einen Tremor auf: sie zitterten unkontrolliert (daher der Name), konnten weder sich selbst auf den Beinen halten noch ein Gewehr bedienen, verweigerten die Nahrungsaufnahme und hatten vor alltäglichen Gegenständen wie z. B. Mützen oder Schuhen panische Ängste.

„Die Generation von 1914 ist gestorben im Krieg, auch wenn sie seinen Granaten entkam.“

Im Westen nichts Neues von Erich Maria Remarque 1928

Den Betroffenen wurde häufig Hysterie oder ähnliches diagnostiziert; der Terminus Posttraumatische Belastungsstörung war zu diesem Zeitpunkt noch völlig unbekannt. Eher galt man schnell als Desateur bzw. Fahneflüchtiger: z. B. der Grafiker und Künstler George Grosz (u. a. Christus mit der Gasmaske) wäre nach eigener Angabe 1917 fast erschossen worden und sei nur durch die Intervention von Harry Graf Kessler gerettet worden. Er wurde stattdessen in eine Nervenheilanstalt eingewiesen und am 20. Mai 1917 als „dienstunbrauchbar“ entlassen. Behandelt wurde mit einer umstrittenen Art von Elektrotherapie („Überrumpelungstherapie“).[20]

Auch Suggestion, Hypnose, Deprivation mit wochenlanger totaler Isolierung, Nahrungsentzug, tagelange Dauerbäder, Scheinoperationen wurden angewendet. Bei der sogenannten „frontnahen Behandlung“, wurden Betroffenen in „Bettnässer-Kompanien“ verbracht und im Fronteinsatz einen „Durchhaltezwang“ (Kurt Schneider) aufbauem sollten.

Auf dem V. Internationalen Psychoanalytischen Kongress der Internationale Psychoanalytische Vereinigung in Budapest vom 28. und 29. September 1918 wurde die Beobachtungen als Kriegsneurose thematisiert. Die Beiträge stammen von Sigmund Freud, Sándor Ferenczi, Karl Abraham, Ernst Simmel und Ernest Jones.[21]

Im Sinne einer Psychopathographie Adolf Hitlers wird heute spekuliert, inwieweit ein Kriegstrauma zu Adolf Hitlers destruktiven Charakter beigetragen oder sogar hauptverantwortlich gewesen sein könnte. Dazu hat z. B. Gerhard Vinnai 2004 Hitlers Buch Mein Kampf analysiert.[22]

Bomb Shell Disease[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bei den Alliierten etablierten sich für die Krankheit die Bezeichnungen Bomb Shell Disease oder shell shock sowie das Adjektiv shell shy. Man ging davon aus, die Druckwellen der Explosionen hätten die Gehirne an die Schädelwände gedrückt und so beschädigt.[23]

Das Pfeifen der Granaten während ihres Fluges oder allgemeines Kampfgeschehen könnte eine Konditionierung auf Grund von gefühlter Hilflosigkeit auslösen, welche zu Panik oder völligem Erstarren führt. Bei letzteren sprechen die US-Amerikaner seit 1944 auch vom Two Thousand Yard Stare (en: 2000-Yard-starren), wenn der betroffene Soldat bewegungslos und nicht ansprechbar ins Nichts blickt, ohne dabei etwas zu fokussieren.

Deutsches Reich (1933–1945)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nachdem in der NS-Zeit durch ein Gesetz vom 3. Juli 1934 seelische Erkrankungen grundsätzlich nicht mehr als Folge erlittener Kriegstraumata anerkannt wurden, wurden schließlich im Rahmen der NS-Krankenmorde zwischen 4000 und 5000 psychisch kranke Veteranen des Ersten Weltkriegs umgebracht.[24][25]

Im Zweiten Weltkrieg traten andere Symptome der Erkrankung in den Vordergrund, wie insbesondere Magen-, Darm- sowie Herz- und Kreislauferkrankungen. In der Wehrmacht sprach man von „Magen-Bataillonen“, in denen Soldaten mit entsprechenden psychosomatischen Leiden zusammengefasst wurden. Diese wurden dann oft hinter den Frontlinien eingesetzt, dienten aber auch als Kanonenfutter.[2] Waren die Kampfbedingungen ähnlich wie im Ersten Weltkrieg, wie insbesondere bei der Schlacht um Stalingrad, traten auch wieder die Symptome der „Kriegszitterer“ auf.[2]

Okinawa[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In der Schlacht um Okinawa vom 1. April bis 30. Juni 1945 verloren die japanischen Verteidiger auf Okinawa vermutlich etwa 100.000 (mindestens 66.000) Soldaten und 42.000 Zivilisten. Die angreifenden US-Truppen zählten hinterher rund 7.600 Tote und 37.000 Verwundete.

Dazu kamen bei den Amerikanern etwa 26.000 „andere Erkrankungen“, die vor allem psychischer Art waren und etwa 10.000 Soldaten, die als so erschöpft galten, dass sie nur noch als bedingt einsatzbereit gewertet wurden.[26]

Nachkriegszeit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kriegsheimkehrer[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Ausmaß der Kriegstraumata war in Deutschland nach 1945 bei vielen tabuisiert; in der Regel sprachen Kriegsheimkehrer mit keinem Wort über ihre persönlichen Kriegserlebnisse und Leiden daraus.

Als z. B. der Schriftsteller Bernhard Schulz 1946 seinen Text „Bleistiftumriss eines Auferstandenen“ veröffentlichen wollte, indem er erstmals auch sein Kriegstrauma schilderte, wurde dieser als zu brutal abgelehnt.[27]

Noch seltener sprachen Heimkehrer über Kriegsverbrechen, die auch von der Wehrmacht verübt worden waren. Dieses Schweigen über Verbrechen der Wehrmacht gehört zum gleichen Komplex der „Kollektiven Verdrängung“, der noch stärker bei der Aufarbeitung von Antisemitismus, Judenverfolgung und Holocaust beobachtet wurde.[28] Niemand hatte etwas gewusst, keiner etwas getan oder nur Befehle ausgeführt. Die Mehrheit der Kriegsheimkehrer praktizierte offensichtlich die gleiche „ostentative Ahnungslosigkeit“ (Peter Longerich), wie die Gesamtbevölkerung bezogen auf die Judenverfolgung.

1.1 Millionen deutsche Soldaten kehrten sogar erst später (die letzten 1955) aus russischer Kriegsgefangenschaft zurück und waren offenbar spätestens dort durch die Umstände der Gefangenschaft traumatisiert worden. Russische Soldaten der Roten Armee, soweit sie die Gefangenschaft überhaupt überlebt hatte, kamen zwar sofort nach Kriegsende frei, aber Stalin behandelte diese Heimkehrer wie Verräter und verfolgte sie.[29]

Kriegskinder[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Michael Ermann (Leiter der Abteilung Psychotherapie und Psychosomatik der Psychiatrischen Universitätsklinik München) stellte 2009 eine Studie zum Thema 'Kriegstrauma bei Kriegskindern' fertig. Die bislang (Stand 2010) größte Studie zum Thema Kriegskindheit ergab u. a.:[30]

  • Kriegskinder leiden bis heute weit häufiger unter psychischen Störungen wie Ängsten, Depressionen und psychosomatischen Beschwerden als der Bevölkerungsdurchschnitt.
  • Rund ein Viertel der befragten Kriegskinder zeigte sich stark eingeschränkt in der psychosozialen Lebensqualität,
  • jeder Zehnte war traumatisiert oder hatte deutliche traumatische Beschwerden, zum Beispiel wiederkehrende, sich aufdrängende Kriegserinnerungen, Angstzustände, Depressionen und psychosomatische Beschwerden wie Krämpfe, Herzrasen und chronische Schmerzen.

Vietnamkrieg[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Vietnamkrieg (1964–1975) stellt eine Zäsur da; zum ersten Mal wurde das Phänomen als „combat stress“ wahrgenommen und systematisch erfasst.

Begriff und Diagnose Posttraumatische Belastungsstörung (PTBS) wurden zuerst von Ann Wolbert Burgess und der Soziologin Lynda Lytle Holmstrom im Jahr 1974 – allerdings nicht speziell für Soldaten – aufgestellt.[31] Bald fiel dann auf, dass der "combat stress" – der viele Vietnam-Veteranen zu Obdachlosen machte, weil ihnen ihr eigenes Leben völlig entglitten war – mit dem Krankheitsbild PTBS überwiegend deckungsgleich war.

Audie Murphy (1925–1971), der höchstdekorierte US-Soldat des Zweiten Weltkriegs, litt ebenfalls seit seinen Kampfeinsätzen an einem Kriegstrauma.[32] Er setzte sich für die Belange von US-Militärveteranen ein (z. B. heimkehrende Koreakrieg- und Vietnamkrieg-Soldaten) und brach schließlich das Tabu, öffentlich über die Kausalität von Militäreinsätzen und psychischen Schäden zu sprechen.

Falklandkrieg[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auch im Falklandkrieg 1982 und danach konnten Kriegstrauma von britischen und argentinischen Soldaten und Veteranen beobachtet werden. Mehrere Studien zeigen, dass nach dem Krieg bei etwa einem Fünftel der britischen Soldaten Symptome von PTBS auftraten, dies später aber nur selten zu einem „unnormalen Leben“ („abnormal life“) führte.

Eine Gruppe von 2.000 Veteranen, unter denen sich auch eine Anzahl Soldaten befanden, die auf den Falklandinseln gewesen waren, klagte im Jahr 2002 gegen das britische Verteidigungsministerium mit dem Vorwurf keine adäquate medizinische oder psychologische Versorgung bei schweren posttraumatischen Belastungsstörungen erhalten zu haben. Die Klage kam 2003 bis vor das Oberste Gericht (High Court), das die Klage jedoch abwies.[33]

Golfkriegssyndrom[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Golfkriegssyndrom (en: Gulf War syndrome, Gulf War illnesses) ist ein medizinischer Begriff, der ebenfalls eine Summe von Krankheiten zusammenfasst, die erstmals 1991/92 bei den heimgekehrten Soldaten des Zweiten Golfkrieges (Kuwait und Irak) beobachtet wurde und nicht ausschließlich auf eine posttraumatische Belastungsstörung zurückgeführt werden kann.

Inwieweit auch die Verwendung von Uranmunition, die Vernichtung von Chemischer Waffen, Brennende Ölquellen ebenfalls ein Ursache darstellen, ist bis heute nicht abschließend geklärt. Auch die vorsorglichen Impfungen, vorsorgliche Behandlungen mit Medikamenten; insbesondere PyridostigminBromid gegen die Wirkung von Chemischen Waffen; und der Einsatz von Insektiziden und Repellents gerieten ebenfalls im den Fokus als auslösende Faktoren.

Da der ursächliche Zusammenhang der Symptome mit den militärischen Operationen nur schwer belegbar waren, wurde das Golfkriegssyndrom von der US-Regierung und der britischen Regierung zunächst bestritten.

Adaptionen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bildende Kunst[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1944: Two Thousand Yard Stare; Gemälde des Kriegsmalers Thomas C. Lea, das dieser 1944 nach der Schlacht um Peleliu anfertigte. Das Bild zeigt das frontale Porträt eines Soldaten nach der Schlacht, dessen starrer Blick den Betrachter zu durchdringen scheint. Nach der Veröffentlichung des Bildes im Life Magazine wurde der Titel des Gemäldes zum Synonym für den Gesichtsausdruck und unfokussierten Blick eines traumatisierten und erschöpften Soldaten, der heute als Symptom für eine Posttraumatische Belastungsstörung (PTBS) gilt.[34]
  • 1970er: Der niederländische Maler und Bildhauer Jacques Kopinsky (1924-2003) begab war in den 1970er Jahren mit seinem Kriegstrauma bei dem bekannten Psychiater Jan Bastiaans in Behandlung. Dieser motivierte ihn, die Bilder der Vergangenheit künstlerisch zu verarbeiten.

Darstellende Kunst[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Filme[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1951: Höllenreiter der Nacht; der US-amerikanische Luftwaffenpiloten Major Tom West hat bei einem vorherigen Einsatz ein Trauma erlitten. Seitdem ist er nervlich zerrüttet und gilt unter seinen Kameraden als Feigling.
  • 1969: Ryans Tochter; britisches Melodram; die Filmfigur Randolph Doryan wird nach Irland versetzt um sein Kriegstrauma auszukurieren und dort in den irischen Aufstandes von 1916 (Osteraufstand) verwickelt.
  • 1970 Catch-22 – Der böse Trick; in dem US-amerikanischen Film thematisiert den Stress der Bomberbesatzungen einer Bomberstaffel während des Zweiten Weltkrieges, in der sich das Verhalten der Beteiligten immer grotesker wird. Schlüsselszene ist ein wiederkehrender traumatischer Flashback der Hauptfigur John Yossarián in eine schwerbeschädigte Maschine auf dem Rückflug mit dem Dialog: „Hilf ihm!.....Hilf dem Bombenschützen!“. „Aber das bin ja ich! Ich bin der Bomberschütze“ – „Dann hilf ihm!“ – „Mir geht es gut.“
  • 1979: Apocalypse Now; der US-amerikanische Antikriegsfilm schildert einem Höllentrip durch die Absurditäten eines sinnentleerten Kriegs und offenbart die Abgründe der menschlichen Seele. Hauptfigur Captain Willard zeigt aus heutiger Sicht bereits von Beginn an selbst Symptome eines Kriegstraumas und bleibt damit im Film nicht der einzige.
  • 1982: Rambo: in dem US-amerikanischen Film wird der Vietnam-Veteran während seiner Reise zu Fuß von einem Sheriff aufgegriffen. Von den den Hilfssheriffs physisch misshandelt und gedemütigt, werden in dem ehemaligen Green Beret traumatische Erinnerungen an seine Zeit als Kriegsgefangener in Vietnam wach. Er befreit sich gewaltsam und die Lage gerät außer Kontrolle. In einem Monolog am Ende des Films beschreibt Rambo, wie er es nach dem Krieg nicht schaffte, sich in der Gesellschaft zurechtzufinden, die ihm keine Chance mehr gab. Er schildert, wie er unter den schrecklichen Ereignissen des Krieges immer noch leide.
  • 1989: Geboren am 4. Juli, die verfilmte Autobiografie von Ron Kovic, ist eine als kathartische Entwicklungsgeschichte angelegte Auseinandersetzung mit dem Trauma Vietnam; in der dargelegt wird, dass Kovic offenbar nicht nur körperlich, sondern auch seelisch im Krieg verwundet wurde.
  • 2008: Lille soldat: im dänisches Filmdrama kehrt die Soldatin Lotte aus einem Einsatz im Irak zurück und hat neben den daraus resultierenden Eingliederungsschwierigkeiten auch mit ihrem persönlichen Umfeld zu kämpfen; u. a. wird sie von ihrem Vater verprügelt, der Bordellbesitzer ist. Ob Lotte ihr Kriegstrauma ablegen kann, bleibt im Film offen.
  • 2013 Unsere Mütter, unsere Väter: In der deutschen Miniserie über den Zweiten Weltkrieg wird Filmfigur Wilhelm durch den Einschlag einer Panzerfaust kampfunfähig und irrt äußerlich unverwundet herum. Das wird ihm als Fahnenflucht ausgelegt. Die Todesstrafe wird in eine Versetzung in ein Strafbataillon umgewandelt. Sein Bruder, eigentlich der sensiblere von beiden, entwickelt sich nach einer Verwundung immer mehr zu einer verrohten Kampfmaschine.

Theater[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1929: Erwin Piscator veröffentlicht sein Manifest „Das politische Theater“, mit der er die inneren Schrecken des Krieges in eine totale Reform des Theaters verwandeln wollte.[35][36] Die Umsetzung hatte 1927 begonnen, dauerte bis 1931 und wird heute als Piscator-Bühne bezeichnet.
  • 1996: Necessary Targets: A Story of Women and War ist ein Theaterstück der New Yorker Theaterautorin Eve Ensler und behandelt insbesondere das Thema Kriegstrauma und dessen Therapie.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2013: Ulrich March: Milchklümpern und Russenwodka. Kindheitstraum und Kriegstrauma in Pommern. Edition Pommern, Elmenhorst/Vorpommern 2013, ISBN 978-3-939680-17-8. Erinnerungen an Kindheitserlebnisse auf einem Bauernhof in Pirbstow (heute Przystawy (Malechowo))

Musik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2013: im Musikvideo The Wrong Side of Heaven thematisiert die US-amerikanische Metal-Band Five Finger Death Punch die Schwierigkeiten von US-Veteranen sich wieder in das Zivilleben zu integrieren. Im Abspann wird eine Liste mit Organisationen gezeigt, wo betroffene Personen Hilfe finden können.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Quellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Bettina Alberti: Seelische Trümmer: Geboren in den 50er- und 60er-Jahren: Die Nachkriegsgeneration im Schatten des Kriegstraumas. (Mit einem Nachwort von Anna Gamma). 4. Auflage. Kösel-Verlag, 2010, ISBN 978-3-466-30866-8.
  • Evangelische Akademie Bad Boll: Kriegskinder – Gestern und Heute. Dokumentation zur Tagung Kriegskinder – Gestern und Heute, 17. – 19. April 2000, ISSN 0170-5970.
  • Sabine Bode: Die vergessene Generation – Die Kriegskinder brechen ihr Schweigen. 5. Auflage. 2011, ISBN 978-3-492-26405-1.
  • Sabine Bode: Die deutsche Krankheit – German Angst. 3. Auflage. 2008, ISBN 978-3-492-25135-8.
  • Wolfgang U. Eckart: Hilfe für verwundete Seelen – Der Beginn der Traumaforschung im Ersten Weltkrieg. In: SWR2 Aula. Redaktion: Ralf Caspary. Gesendet am 5. Dezember 2004 (Sendemanuskript).
  • Esther Fischer Homberger: Die traumatische Neurose – Vom somatischen zum sozialen Leiden. Bern/Stuttgart/Wien 1975.
  • Maria Hermes-Wladarsch: Krankheit: Krieg. Psychiatrische Deutungen des Ersten Weltkrieges, Klartext Verlag Essen 2012 (Dissertation).
  • Maria Hermes-Wladarsch: Hysterieauffassungen im ärztlichen Diskurs des Ersten Weltkriegs. Eine Untersuchung von Patientenakten des Bremer St.Jürgen-Asyls, Wissenschaftlicher Verlag Berlin 2008
  • Franz-J. Lemmens: Zur deutschen Militärpsychiatrie im Ersten Weltkrieg – wurde sie instrumentalisiert? In: Wehrmedizin und Wehrpharmazie. Band 1, 2015, S. 32–34.
  • George L. Mosse: Shell-Shock as a Social Disease. In: Journal of Contemporary History. Band 35, Nr. 1, 2000.
  • Babette Quinkert, Philipp Rauh, Ulrike Winkler: Krieg und Psychiatrie 1914-1950 (= Beiträge zur Geschichte des Nationalsozialismus Bd. 26), Wallstein, Göttingen 2010 ISBN 978-3-8353-0576-2
  • Hartmut Radebold, Werner Bohleber, Jürgen Zinnecker (Hrsg.): Transgenerationale Weitergabe kriegsbelasteter Kindheiten: Interdisziplinäre Studien zur Nachhaltigkeit historischer Erfahrungen über vier Generationen. 2. Auflage. Beltz Juventa, 2007, ISBN 978-3-7799-1735-9.
  • Peter Riedesser: Militärpsychiatrie und -psychologie. In: R. Asanger, G. Wenninger (Hrsg.): Handwörterbuch der Psychologie. Beltz, Weinheim 1980.
  • Peter Riedesser, Axel Verderber: Maschinengewehre hinter der Front. Zur Geschichte der deutschen Militärpsychiatrie. Fischer, Frankfurt am Main 1996.
  • Barbara Schaffellner: Unvernunft und Kriegsmoral: Am Beispiel der Kriegsneurose im Ersten Weltkrieg (Konturen politisch philosophischen Denkens); LIT 1 Edition (Hrsg.) 1. November 2005 Berlin, Taschenbuch, 136 Seiten, ISBN 978-3825891169
  • Enzo Traverso: Angst, Gewalt und Tod. Kriegs- und Zerstörungsfantasien. In: jour fixe initiative berlin (Hrsg.): Gespenst Subjekt. Münster 2007.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wiktionary: Kriegstrauma – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Unsichtbare, doch tödliche Narben von Kai Biermann auf Zeit.de vom 11. Juni 2016
  2. a b c d e Kriegstrauma bei Soldaten: Verhärte Seelen von Christoph Wöhrle vom 7. Februar 2020 auf Spiegel.online (Grundlage ist das Buch Krankheit: Krieg von Maria Hermes-Wladarsch)
  3. www.veteranscrisisline.net
  4. US Department of Veterans Affairs - Mental Health, mentalhealth.va.gov
  5. Ronja von Wurmb-Seibel: Bundeswehr: „...dann kommen wieder Neue“. Verschlissen, verwaltet, vergessen – Deutschland lässt seine Kriegsveteranen allein. In: zeit.de. 21. Juni 2012, abgerufen am 8. Dezember 2014.
  6. spiegel.de (2008, englisch): New German Study Looks at Rape Trauma 60 Years On
  7. Kriegstrauma: Nochmal davongekommen auf fr-online von Renate Kingman am 28. Juni 2009
  8. a b spiegel.de 1. November 2008: Die Kinder des Krieges erinnern sich. – 14 Millionen Senioren in Deutschland haben ihre ersten Lebensjahre in Elend und Angst verbracht. Nach Jahrzehnten kämpfen heute viele von ihnen mit den lang verdrängten Erlebnissen.
  9. Gabriel: The Painful Field: The Psychiatric Dimension of Modern War. New York Greenwood Press, 1988, ISBN 0-313-24718-8, S. 2.
  10. a b Schlachtfeld in die Hölle der Nervenärzte auf www.sueddeutsche.de am 19. März 2014
  11. The Lamentations of Germany, wherein, as in a glasse, we may behold her miserable condition, composed by Dr Vincent, Theo [alias Philip Vincent] , London 1638. Taschenbuchausgabe Eebo Editions Verlag; 14. Dezember 2010, ISBN 1240163681
  12. Gerd Zillhardt: Der Dreißigjährige Krieg in zeitgenössischer Darstellung: Hans Heberles 'Zeytregister' (1618–1672). Aufzeichnungen aus dem Ulmer Territorium; ein Beitrag zu Geschichtsschreibung und Geschichtsverständnis der Unterschichten. Forschungen zur Geschichte der Stadt Ulm. Band 13. (zugleich Universität Tübingen, Dissertation 1975). Kohlhammer Verlag. Stuttgart 1975.
  13. Arthur E. Imhof: Die verlorenen Welten. Alltagsbewältigung durch unsere Vorfahren, C. H. Beck, München 1983, ISBN 3-406-30270-X.
  14. https://www.spektrum.de/news/die-psychischen-folgen-des-dreissigjaehrigen-kriegs/1589152%7C Bernd Roeck:Trauma: Gottes Strafe, Gottes Gnade auf www.spektrum.de
  15. Helmuth Plessner: Das Schicksal deutschen Geistes im Ausgang seiner bürgerlichen Epoche. Niehans, Zürich u. a. 1935, (Mit geändertem Titel als 2., erweiterte Auflage: Die verspätete Nation. Über die politische Verführbarkeit bürgerlichen Geistes. Kohlhammer, Stuttgart 1959)
  16. Rainer Rupprecht, Michael Kellner: Angststörungen: Klinik, Forschung, Therapie
  17. Ludwig Mann: Neue Methoden und Gesichtspunkte zur Behandlung der Kriegsneurosen. In: Berliner Klinische Wochenschrift. Band 53, 1916, S. 1333–1338.
  18. Ferdinand Kehrer: Zur Frage der Behandlung der Kriegsneurosen. In: Zeitschrift der gesamten Neurologie und Psychiatrie. Band 36, 1917, S. 1–22.
  19. Fritz Kaufmann: Die planmässige Heilung komplizierter psychogener Bewegungsstörungen bei Soldaten in einer Sitzung. In: Münchner medizinische Wochenschrift. Band 64, 1916, S. 802–804.
  20. Reinhard Platzek: Die psychiatrische Behandlung nach Kaufmann – in Wahrheit ärztliche Folter? Eine Überlegung zur modernen Wahrnehmung der Elektrosuggestivtherapie. In: Medizinhistorische Mitteilungen. Zeitschrift für Wissenschaftsgeschichte und Fachprosaforschung. Band 34, 2015 (2016), S. 169–193.
  21. Zur Psychoanalyse der Kriegsneurosen. Diskussion gehalten auf dem V. Internationalen Psychoanalytischen Kongress in Budapest, 28. und 29. September 1918. (Internationale Psychoanalytische Bibliothek, Nr. 1), Verlag: Internationaler Psychoanalytischer Verlag, Leipzig und Wien, 1919
  22. Gerhard Vinnai: Hitler – Scheitern und Vernichtungswut. Zur Genese des faschistischen Täters, Psychosozial-Verlag, Gießen 2004, ISBN 978-3-89806-341-8; Webseite des Autors
  23. Edward Shorter: A historical Dictionary of Psychiatry. Oxford University Press, New York 2005, ISBN 0-19-517668-5, Stw. Shell shock, S. 224 ff., 290; Archivlink (Memento vom 2. Dezember 2012 im Internet Archive)
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