Marktrodach

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen des Marktes Marktrodach
Marktrodach
Deutschlandkarte, Position des Marktes Marktrodach hervorgehoben

Koordinaten: 50° 15′ N, 11° 23′ O

Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Oberfranken
Landkreis: Kronach
Höhe: 340 m ü. NHN
Fläche: 33,32 km2
Einwohner: 3764 (31. Dez. 2019)[1]
Bevölkerungsdichte: 113 Einwohner je km2
Postleitzahl: 96364
Vorwahlen: 09261, 09262, 09223Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Vorwahl enthält Text
Kfz-Kennzeichen: KC, SAN
Gemeindeschlüssel: 09 4 76 183
Marktgliederung: 20 Gemeindeteile
Adresse der
Marktverwaltung:
Kirchplatz 3
96364 Marktrodach
Website: marktrodach.de
Erster Bürgermeister: Norbert Gräbner (SPD)
Lage des Marktes Marktrodach im Landkreis Kronach
Langenbacher ForstBirnbaum (gemeindefreies Gebiet)Landkreis CoburgLandkreis HofLandkreis KulmbachLandkreis LichtenfelsThüringenLudwigsstadtWeißenbrunnMarktrodachTettau (Oberfranken)SchneckenloheMitwitzKüpsNordhalbenWilhelmsthalTschirnTeuschnitzSteinbach am WaldReichenbach (Landkreis Kronach)WallenfelsStockheim (Oberfranken)SteinwiesenPressigKronachKarte
Über dieses Bild
Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Markt
Rathaus in Unterrodach
Evangelische Michaelskirche in Unterrodach
Flößermuseum in Unterrodach

Marktrodach ist ein Markt ohne namengebenden Hauptort im Landkreis Kronach (Oberfranken, Bayern).

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Marktrodach liegt im Naturpark Frankenwald an der Rodach. Sie liegt etwa sechs Kilometer östlich der Kreisstadt Kronach in zwei Talabschnitten des Rodachtals und des Radspitz-/Losnitztals, einer Verlängerung des Steinachtals.[2] In der Gemarkung Seibelsdorf befindet sich die Radspitze (678 m ü. NHN) mit dem größten Tal-Berg-Unterschied im Frankenwald. Sie ist auch die höchste Erhebung der Fränkischen Linie.[3]

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Uhrzeigersinn, im Norden beginnend:

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde hat 20 Gemeindeteile (in Klammern ist der Siedlungstyp angegeben):[4]

Heimtreiber und Schrammesmühle sind keine amtlich benannten Gemeindeteile. Angermühle, Friedersdorfer Mühle, Hetzenmühle und Rabensteinerschneidmühle sind ehemalige Gemeindeteile, die mittlerweile abgebrochen wurden.

Gemeindename[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Name der zu errichtenden Gemeinde wurde 1977 beschlossen. Das Bestimmungswort Markt verweist auf den Rechtsstatus des ehemaligen Marktes Seibelsdorf, das Grundwort Rodach bezieht sich auf die Rodach, an dem die Gemeindeteile Ober- und Unterrodach liegen.[5]

Gemeindefusion[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zum 1. Mai 1978 haben sich aufgrund der Gemeindegebietsreform die Gemeinden Großvichtach[6], Oberrodach, Unterrodach, Zeyern und der Markt Seibelsdorf (bis 1972 Landkreis Stadtsteinach) mit dem Namen Marktrodach zu einer Gemeinde zusammengeschlossen.[7] Die Bezeichnung Markt wurde von der ehemaligen Gemeinde Seibelsdorf eingebracht. Der Sitz der Gemeindeverwaltung ist in Unterrodach.

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Zeitraum 1988 bis 2018 wuchs der Markt von 3706 auf 3746 um 40 Einwohner bzw. um 1,1 %. Am 31. Dezember 2000 hatte Marktrodach 4171 Einwohner.

Jahr 1987 2000 2008 2009 2010 2011 2012 2013 2014 2015 2016 2017
Einwohner 3729 4171 3965 3964 3901 3806 3772 3745 3715 3720 3722 3743
Häuser[8] 1082 1266 1267 1268 1272
Quelle [9] [10] [10] [10] [10] [10] [10] [10] [10] [10] [10]

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Marktgemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Marktgemeinderat von Marktrodach hat 16 Mitglieder, hinzu kommt der Erste Bürgermeister.

Partei/Liste 2020[11] 2014[12]
% Sitze Sitze
SPD 20,62 3 7
Überparteiliche Wählergemeinschaft/Freie Wähler 42,06 7 4
CSU 6,90 1 3
Soziale Bürger Marktrodach 10,21 2 2
Menschen für Marktrodach 20,21 3
Gesamt 100 16 16

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit 1996 ist der aus dem Gemeindeteil Oberrodach stammende Norbert Gräbner (parteilos) Erster Bürgermeister, der zudem Mitglied des Kreistages ist.

Ehemalige Bürgermeister des Marktes Marktrodach:

  • Siegfried Haderlein
  • Willi Kestel

Partnerschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gemeindeteil Seibelsdorf pflegt eine Freundschaft mit der Gemeinde Antrifttal im hessischen Vogelsbergkreis. Zwischen den beiden Freiwilligen Feuerwehren besteht zudem eine Patenschaft.

Wappen und Flagge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wappen
Wappen Gde. Marktrodach
Blasonierung: „Unter von Silber und Schwarz geviertem Schildhaupt in Rot ein silberner Einhornrumpf beseitet von je einem schräg gestellten silbernen Floßhaken.“[13]

Die Gemeinde führt seit 1979 ein Wappen.

Wappenbegründung: Marktrodach besteht aus den ehemals selbstständigen Gemeinden Großvichtach, Oberrodach, Seibelsdorf, Unterrodach und Zeyern. Die Vierung von Silber und Schwarz ist dem Wappen von Oberrodach und Seibelsdorf entnommen und verweist auf die Markgrafen von Brandenburg-Bayreuth, die in Seibelsdorf ein Amt einrichteten. Aus dem Oberrodacher Wappen stammt das Einhorn in geminderter Form. Es ist dem Wappen der Herren von Waldenfels entnommen, die in Oberrodach über die Hälfte der Anwesen grundherrlich verwalteten. Die beiden Floßhaken standen in den Wappen von Unterrodach und Zeyern und verweisen auf die Holzflößerei, die früher eine wichtige Rolle spielte. Die Farben Silber und Rot sind die Farben Frankens.
Flagge

Die Gemeindeflagge ist rot-weiß.[14]

Religion[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Evangelisch-lutherische Kirchengemeinde Seibelsdorf (Seibelsdorf, Oberrodach, Großvichtach, Losau (Gemeinde Rugendorf), Oberehesberg (Markt Presseck))
  • Evangelisch-lutherische Kirchengemeinde Unterrodach (Unterrodach, Zeyern, Höfles (Stadt Kronach), Wallenfels)
  • Römisch-katholische Kirchengemeinde Zeyern (Zeyern, Unterrodach, Oberrodach)
  • Römisch-katholische Kirchengemeinde Wartenfels/Markt Presseck (Seibelsdorf, Großvichtach)

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Baudenkmäler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Markgrafenkirche Seibelsdorf

Freizeitanlagen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Radspitz-Aussichtsturm
  • Grünberg-Kneippanlage (zwischen Seibelsdorf und Mittelberg)
  • Schwimmbad Rodach Beach

Sportvereine[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • FC Unter-/Oberrodach 1920 e. V
  • FC Seibelsdorf 1921 e. V
  • VFC Großvichtach e. V(in einer SG mit FC Seibelsdorf)
  • Sportverein DJK/SV Zeyern-Roßlach (Roßlach/Gemeinde Wilhelmsthal)
  • TV Unterrodach (Turnverein)
  • Tennisclub Marktrodach

Regelmäßige Veranstaltungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Sportfeste in Seibelsdorf und Großvichtach
  • Johannisfeuer in Seibelsdorf, Großvichtach, Oberrodach und Zeyern
  • Seibelsdorfer Dorffest
  • Seubelsdorfer Kerwa (Kirchweih) mit Markt (September)
  • Bergfest in Mittelberg (1. Mai)
  • Seibelsdorfer Weihnachtsmarkt (erstes oder zweites Dezemberwochenende)
  • Unterrodacher Weihnachtsmarkt
  • Hallenfest der Freiwilligen Feuerwehren (letztes Wochenende im August)
  • FC Unter/Oberrodach Sportfest
  • FC Unter/Oberrodach und TCM, Kerwa
  • RoudichRockt des FC Unter/Oberrodach
  • Fasching des FC Unter/Oberrodach und des TCM
  • Kirchweih in Oberrodach (drittes Wochenende im September), SRV Oberrodach
  • Dorffest Oberrodach (Pfingstsamstag), Freiwillige Feuerwehr, Gesangverein und SRV Oberrodch
  • Sportfest FC Unter/Oberrodach

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Bundesstraße 173 führt an Höfles vorbei nach Kronach (5,7 km südwestlich) bzw. an Zeyern vorbei nach Wallenfels (5,4 km nordöstlich). Die Bundesstraße 303 führt über Seibelsdorf nach Rugendorf (7,5 km südöstlich). Gemeindeverbindungsstraßen führen über Rennesberg nach Friesen (2,5 km nordwestlich), nach Zeyern (1,4 km nordöstlich) und an Kreuzberg vorbei nach Kronach (2,7 km südwestlich).[2]

Ansässige Unternehmen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Christian Stöhr GmbH & Co. KG: Hel-X Filterkörper, Füllkörper und Haarbedarfsartikel
  • DELFINGEN DE MARKTRODACH GmbH & Co. KG: Technische Textilien
  • FRIEDRICH JOERG GmbH: Elektromechanische Baugruppen/Kunststoff-Spritzguss
  • Tec-quipment GmbH: ARGO Amphibien- und Spezialfahrzeuge

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Grundschule (1.–4. Klasse): Rodachtal-Volksschule
  • Zwei Kindergärten in Unterrodach und Oberrodach (Villa Kunterbunt)
  • Zwei Volkshochschul-Zweigstellen in Unterrodach/Oberrodach und Seibelsdorf

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Marktrodach – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
Wikivoyage: Marktrodach – Reiseführer

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Tabellenblatt "Daten 2", Statistischer Bericht A1200C 202041 Einwohnerzahlen der Gemeinden, Kreise und Regierungsbezirke 1. Vierteljahr 2020 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. a b Marktrodach im BayernAtlas
  3. Frankenland mit Vorland. Bayerisches Landesamt für Umwelt, 2011, abgerufen am 4. Juli 2015.
  4. Gemeinde Wallenfels in der Ortsdatenbank der Bayerischen Landesbibliothek Online. Bayerische Staatsbibliothek, abgerufen am 13. Oktober 2020. Hier werden 21 Gemeindeteile angegeben, da Wallenfels Bahnhof noch angegeben wurde. Dieser wurde jedoch 1994 abgebrochen. An seiner Stelle entstand Erlabrück.
  5. W.-A. v. Reitzenstein, S. 145.
  6. Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C. H. Beck, München 1983, ISBN 3-406-09669-7, S. 500.
  7. Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. W. Kohlhammer, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 691.
  8. Es werden nur bewohnte Häuser angegeben.
  9. Bayerisches Landesamt für Statistik und Datenverarbeitung (Hrsg.): Amtliches Ortsverzeichnis für Bayern, Gebietsstand: 25. Mai 1987. Heft 450 der Beiträge zur Statistik Bayerns. München November 1991, DNB 94240937X, S. 310 (Digitalisat).
  10. a b c d e f g h i j LfStat: Marktrodach: Amtliche Statistik. (PDF) In: statistik.bayern.de. S. 6 und 12, abgerufen am 13. Oktober 2020.
  11. Wahl des Marktgemeinderats - Kommunalwahlen 2020 im Markt Marktrodach - Gesamtergebnis. Abgerufen am 8. Dezember 2020.
  12. Kommunalwahl 2014 Markt Marktrodach (Ergebnis der Schnellmeldung an das Landratsamt). Abgerufen am 8. Dezember 2020.
  13. Eintrag zum Wappen von Marktrodach in der Datenbank des Hauses der Bayerischen Geschichte
  14. Marktrodach. In: kommunalflaggen.eu. Abgerufen am 13. Oktober 2020.