Noirmoutier-en-l’Île

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Noirmoutier-en-l’Île
Wappen von Noirmoutier-en-l’Île
Noirmoutier-en-l’Île (Frankreich)
Noirmoutier-en-l’Île
Region Pays de la Loire
Département Vendée
Arrondissement Les Sables-d’Olonne
Kanton Noirmoutier-en-l’Île
Gemeindeverband Communauté de communes de l’Île de Noirmoutier
Koordinaten 47° 0′ N, 2° 15′ WKoordinaten: 47° 0′ N, 2° 15′ W
Höhe 0–20 m
Fläche 19,59 km2
Einwohner 4.627 (1. Januar 2014)
Bevölkerungsdichte 236 Einw./km2
Postleitzahl 85330
INSEE-Code
Website http://www.ville-noirmoutier.fr/

Burg Noirmoutier

Noirmoutier-en-l’Île, allgemein nur Noirmoutier genannt, ist eine französische Gemeinde mit 4627 Einwohnern (Stand 1. Januar 2014) auf der Île de Noirmoutier im Département Vendée der Region Pays de la Loire.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eine Besonderheit von Noirmoutier ist der Gois, die 4,5 Kilometer lange und nur bei Ebbe befahrbare Verbindungsstraße zwischen der Insel und dem Festland. Bis heute ertrinken hier immer wieder Menschen, die von der Flut überrascht werden. Entlang der Strecke durchs Watt sind in regelmäßigen Abständen metallene Rettungskörbe auf hohen Pfeilern angebracht. Seit 1971 verbindet auch eine Brücke die Südspitze der Insel mit dem Festland.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Abtei Noirmoutier wurde 674 von Philibert von Noirmoutier († 684) gegründet, der zuvor die Abtei Jumièges gegründet hatte. Damals hieß die Insel noch Île d’Hério.[1]

Im 8. Jahrhundert begannen die Wikinger an der französischen Küste zu plündern. Im Jahre 799 hatten sie schon die Küsten Aquitaniens erreicht. Im Jahre 835 wurde das Kloster geplündert, damals war die Ortschaft schon ein Zentrum für Wein- und Salzhandel. Die Mönche flohen. 843 fuhren die Wikinger die Loire hinauf (Loire-Normannen), kehrten im Winter aber nach Noirmoutier zurück und errichteten dort ihr Winterlager.[2]

Im 11. Jahrhundert wurde eine Burg errichtet und in den Jahren 1342, 1360 und 1396 hielt sie Angriffen der Engländer sowie 1524 und 1588 Angriffen der Spanier stand. Im Jahr 1674 fiel die Anlage dann allerdings holländischen Truppen in die Hände.

Im Aufstand der Vendée vom März 1793 bis zum März 1796 war die Île de Noirmoutier schwer umkämpft und auch die Bewohner der Stadt blieben von den Kämpfen nicht unberührt.

Bevölkerungsentwicklung
Jahr 1962 1968 1975 1982 1990 1999 2009
Einwohner 3906 4020 4070 4518 4846 5002 4661

Wirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auf Noirmoutier wird die Kartoffelsorte Bonnotte angebaut, die weltweit als Spezialität gilt. Daneben züchten die Bewohner Austern. Die Stadt hat einen Hafen, über den das auf der Insel produzierte Salz aus Salzgärten verschifft wurde.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Abteikirche Saint-Philibert stammt aus dem 12. Jahrhundert. In der Kirche befindet sich eine als Monument historique klassifizierte Krypta aus der Merowingerzeit (7.-8. Jahrhundert). Bevor die Mönche Philiberts Reliquien im Jahre 875 nach Tournus brachten, war er in der Krypta begraben.

Um den quadratischen Donjon der Burg aus dem 11. Jahrhundert wurde im 16. und 17. Jahrhundert eine Befestigungsmauer gebaut. Zu Beginn des 18. Jahrhunderts wurden die Türme der ehemaligen Burg wiedererbaut. Im 19. Jahrhundert wurde die Burg als Kaserne genutzt.[3]

Partnerschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Noirmoutier hat partnerschaftliche Beziehungen mit den Gemeinden Padrón in der spanischen Region Galicien (seit 1992), Crestview (Florida) in den USA, Ezcaray in der spanischen Region La Rioja (seit 2008) und – für 2013 vorgesehen – mit Malpica de Bergantiños ebenfalls in Galicien.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Noirmoutier-en-l’Île – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Eglise Saint Philbert auf ile-noirmoutier.com in Französisch.
  2. James Graham-Campbell: The Viking world. frances lincoln ltd, London 2001, ISBN 978-0-7112-1800-0, S. 31 (in Google Books [abgerufen am 3. November 2009]). (englisch).
  3. Noirmoutier-en-l’Île in der Base Mérimée (französisch) Abgerufen am 3. November 2009.