Olga Sergejewna Rypakowa

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Olga Rypakowa Leichtathletik

Olga Rypakowa beim Memorial Van Damme 2010
Olga Rypakowa beim Memorial Van Damme 2010

Voller Name Olga Sergejewna Rypakowa
Nation KasachstanKasachstan Kasachstan
Geburtstag 30. November 1984 (33 Jahre)
Geburtsort Ust-Kamenogorsk
Kasachische SSR, UdSSR
Größe 183 cm
Gewicht 62 kg
Karriere
Disziplin Weitsprung, Dreisprung
Bestleistung 6,85 m / 15,25 m Sport records icon NR.svg
Verein ZSKA Almaty
Trainer Sergei Alexejew (Vater)
Nationalkader seit 2001
Status aktiv
Medaillenspiegel
Olympische Spiele 1 × Gold 1 × Silber 1 × Bronze
Weltmeisterschaften 0 × Gold 1 × Silber 2 × Bronze
Hallenweltmeisterschaften 1 × Gold 1 × Silber 1 × Bronze
Asienspiele 3 × Gold 1 × Silber 1 × Bronze
AIMAG 2 × Gold 0 × Silber 0 × Bronze
Universiade 1 × Gold 0 × Silber 0 × Bronze
Asienmeisterschaften 3 × Gold 0 × Silber 0 × Bronze
Juniorenweltmeisterschaften 0 × Gold 1 × Silber 0 × Bronze
Olympische Ringe Olympische Spiele
0Silber0 Peking 2008 15,11 m
0Gold0 London 2012 14,98 m
0Bronze0 Rio de Janeiro 2016 14,74 m
Logo der IAAF Weltmeisterschaften
0Silber0 Daegu 2011 14,89 m
0Bronze0 Peking 2015 14,77 m
0Bronze0 London 2017 14,77 m
Logo der IAAF Hallenweltmeisterschaften
0Bronze0 Valencia 2008 14,58 m
0Gold0 Doha 2010 15,14 m
0Silber0 Istanbul 2012 14,63 m
Logo der Asian Games Asienspiele
0Gold0 Doha 2006 5995 Punkte
0Bronze0 Doha 2006 6,49 m
0Gold0 2010 Guangzhou 14,78 m
0Silber0 Guangzhou 2010 6,50 m
0Gold0 Incheon 2014 14,32 m
AIMAG
0Gold0 Aşgabat 2017 6,43 m
0Gold0 Aşgabat 2017 14,32 m
Asienmeisterschaften
0Gold0 Amman 2007 6,66 m
0Gold0 Amman 2007 14,69 m
0Gold0 Guangzhou 2009 14,53 m
Logo der FISU Universiade
0Gold0 Bangkok 2007 6,85 m
Juniorenweltmeisterschaften
0Silber0 Kingston 2002 5727 Punkte
letzte Änderung: 1. März 2018

Olga Sergejewna Rypakowa (russisch Ольга Сергеевна Рыпакова (Алексеева), engl. Transkription Olga Sergeyevna Rypakova geb. АлексееваAlexejewaAlekseyeva;; * 30. November 1984 in Ust-Kamenogorsk) ist eine kasachische Weit- und Dreispringerin sowie ehemalige Siebenkämpferin.

Sportliche Laufbahn[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sie begann ihre sportliche Karriere als Siebenkämpferin und Weitspringerin und nahm im Weitsprung 2000 an den Juniorenweltmeisterschaften in Santiago de Chile teil, schied dort aber mit 5,63 m in der Qualifikation aus. Ein Jahr darauf wurde sie bei den Jugendweltmeisterschaften in Debrecen Vierte im Siebenkampf. 2002 gewann sie bei den Juniorenweltmeisterschaften in Kingston die Silbermedaille im Siebenkampf hinter der Schwedin Carolina Klüft.[1] 2003 nahm sie an der Sommer-Universiade in Daegu teil und erreichte dort den achten Platz im Siebenkampf. Zwei Jahre später schied sie bei den Studentenweltspielen in Izmir im Weitsprung in der Qualifikation aus. Bei den Asienmeisterschaften 2005 in Incheon wurde sie Vierte im Weitsprung und gewann bei den Hallenasienspielen in Bangkok die Goldmedaille im Fünfkampf, wie auch bei den Hallenasienmeisterschaften 2006 in Pattaya. Sie qualifizierte sich damit für die Hallenweltmeisterschaften in Moskau, bei denen sie den siebten Platz belegte und gewann bei den Asienspielen in Doha Gold im Siebenkampf und Bronze im Weitsprung.

Seit der Saison 2007 beschränkt sie sich auf die beiden Sprungdisziplinen.[2] Bei den Asienmeisterschaften 2007 in Amman gewann sie Gold im Weit- und im Dreisprung, bei der Universiade in Bangkok Gold im Weitsprung, und bei den Weltmeisterschaften in Osaka wurde sie Elfte im Dreisprung.

2008 kam Rypakova im Dreisprung sowohl bei den Hallenweltmeisterschaften in Valencia als auch bei den Olympischen Spielen in Peking zunächst Vierte. Nachdem wegen Dopings die Griechin Chrysopigi Devetzi und Tatjana Lebedewa disqualifiziert wurden,[3] rückte Rypakova bei den Hallenweltmeisterschaften auf Bronze und bei den Olympischen Spielen auf Silber vor. Im olympischen Weitsprungwettbewerb war sie mit 6,30 m in der Qualifikation ausgeschieden.

2009 belegte Rypakova im Dreisprung bei den Weltmeisterschaften in Berlin den 10. Platz und wurde in Guangzhou wieder Asienmeisterin. Bei den Hallenasienspielen in Hanoi feierte sie den Gewinn zweier Goldmedaillen. 2010 errang sie den Titel im Dreisprung bei den Hallenweltmeisterschaften in Doha und gewann bei den Asienspielen in Guangzhou Gold im Dreisprung und Silber im Weitsprung. 2011 gewann Rypakova bei den Weltmeisterschaften in Daegu die Silbermedaille im Dreisprung hinter der Ukrainerin Olha Saladucha.

2012 nahm sie an den Hallenweltmeisterschaften in Istanbul teil und gewann dort mit 14,63 m die Silbermedaille hinter der Britin Yamilé Aldama. In der Freiluftsaison qualifizierte sich Rypakova erneut im Dreisprung für die Olympischen Spiele in London, bei denen sie im Finale mit 14,98 m die Goldmedaille gewann. 2013 bestritt Rypakova aufgrund der Geburt ihres Sohnes keine internationalen Wettkämpfe. 2014 holte sie bei ihrer Rückkehr bei den Asienspielen in Incheon die Goldmedaille im Dreisprung.

2015 gewann Rypakova bei den Weltmeisterschaften in Peking mit 14,77 m im Finale die Bronzemedaille. Die vor ihr liegende Israelin Hanna Knjasjewa-Minenko sprang allerdings nur einen Zentimeter weiter. 2016 erreichte sie bei den Leichtathletik-Hallenasienmeisterschaften in Doha die Goldmedaille im Dreisprung sowie Bronze im Weitsprung. Bei den Olympischen Spielen in Rio de Janeiro gewann Rypakova mit 14,74 m im Finale die Bronzemedaille hinter der Kolumbianerin Caterine Ibargüen und der Venezolanerin Yulimar Rojas, mit denen sie sich in den letzten Saisonen bei allen großen internationalen Wettkämpfen maß.

Auch 2017 holte Rypakova bei den Weltmeisterschaften in London hinter Ibargüen und Rojas mit 14,77 m die Bronzemedaille. Anfang September gewann sie bei den Asian Indoor & Martial Arts Games in Aşgabat sowohl im Weit- als auch im Dreisprung die Goldmedaille.

2012 und 2017 entschied Olga Rypakowa die Gesamtwertung der IAAF Diamond League für sich. Sie war kasachische Meisterin im Weitsprung 2005, 2007 und 2011 und 2015, im Dreisprung 2007, 2011 und 2015 sowie im Siebenkampf 2006. In der wurde sie 2004, 2006 und 2010 nationale Meisterin im Weitsprung und 2010 und 2012 im Dreisprung. Zudem 2004 im Fünfkampf. Damit gewann sie bisher acht Titel im Freien sowie sieben in der Halle.

Persönliches[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Olga Rypakowa ist seit 2004 mit dem ehemaligen 400-m-Läufer Denis Rypakow, Silbermedaillengewinner der Sommer-Universiade 2003, verheiratet und hat mit ihm eine Tochter (* 2004) und einen Sohn (* 2013).[4]

Das Leichtathletikzentrum Öskemen (Ust-Kamenogorsk) ist nach ihr benannt und wird von ihrem Mann geleitet.

Persönliche Bestleistungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Hochsprung: 1,92 m, 8. Dezember 2006 in Doha
  • Weitsprung: 6,85 m (−0,7 m/s), 10. August 2007 in Bangkok
    • Weitsprung (Halle): 6,58 m, 2. November 2009 in Hanoi
  • Dreisprung: 15,25 m, 4. September 2010 in Split (Asienrekord)
    • Dreisprung (Halle): 15,14 m, 13. März 2010 in Doha (Asienrekord)
  • Siebenkampf: 6113 Punkte, 28. Juni 2006 in Almaty
    • Fünfkampf (Halle): 4582 Punkte, 10. Februar 2006 in Pattaya (Asienrekord)

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Olga Rypakova – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Steve Landells: World Junior memories – Olga Rypakova (englisch) IAAF. 8. Juni 2016. Abgerufen am 21. Januar 2018.
  2. Steve Landells: That moment when… Rypakova switched from heptathlon to triple jump (englisch) IAAF. 28. Oktober 2017. Abgerufen am 21. Januar 2018.
  3. IOC sanctions two athletes for failing anti-doping test at Beijing 2008 IOC. 25. Januar 2017. Abgerufen am 21. Januar 2018
  4. Олимпийская чемпионка Рыпакова родила сына (russ.)