Olympische Sommerspiele 2008/Leichtathletik

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Leichtathletik bei den
XXIX. Olympischen Sommerspielen
Olympische Ringe
Leichtathletik
Informationen
Datum: 15. August bis 24. August
Wettkampfort: China VolksrepublikVolksrepublik China Peking
Austragungsort: Nationalstadion
Entscheidungen: Männer: 24 / Frauen: 23[1]
Athen 2004 London 2012
Logo der Olympischen Sommerspiele 2008
Olympische Sommerspiele 2008
(Bereinigter Medaillenspiegel Leichtathletik)
Platz Mannschaft Goldmedaillen Silbermedaillen Bronzemedaillen Total
01 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten USA 7 10 8 25
02 KeniaKenia Kenia 5 4 6 15
03 JamaikaJamaika Jamaika 5 4 2 11
04 RusslandRussland Russland 5 1 4 10
05 Athiopien 1996Äthiopien Äthiopien 4 2 1 7
06 KubaKuba Kuba 2 1 3 6
07 BelgienBelgien Belgien 2 - - 2
08 Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Großbritannien 1 2 5 8
09 AustralienAustralien Australien 1 2 1 4
10 NeuseelandNeuseeland Neuseeland 1 1 2
NorwegenNorwegen Norwegen 1 1 2
PolenPolen Polen 1 1 2
Trinidad und TobagoTrinidad und Tobago Trinidad und Tobago 1 1 2
UkraineUkraine Ukraine 1 1 2
15 BrasilienBrasilien Brasilien 1 2 3
16 ItalienItalien Italien 1 1 2
17 EstlandEstland Estland 1 1
KamerunKamerun Kamerun 1 1
PanamaPanama Panama 1 1
PortugalPortugal Portugal 1 1
RumänienRumänien Rumänien 1 1
SlowenienSlowenien Slowenien 1 1
TschechienTschechien Tschechien 1 1
24 Weissrussland 1995Weißrussland Weißrussland 2 1 3
25 NigeriaNigeria Nigeria 2 2
26 China VolksrepublikVolksrepublik China Volksrepublik China 1 3 4
27 FrankreichFrankreich Frankreich 1 2 3
28 BahamasBahamas Bahamas 1 1 2
MarokkoMarokko Marokko 1 1 2
30 DeutschlandDeutschland Deutschland 1 1
EcuadorEcuador Ecuador 1 1
JapanJapan Japan 1 1
KasachstanKasachstan Kasachstan 1 1
KroatienKroatien Kroatien 1 1
LettlandLettland Lettland 1 1
SudafrikaSüdafrika Südafrika 1 1
SudanSudan Sudan 1 1
38 KanadaKanada Kanada 2 2
39 FinnlandFinnland Finnland 1 1
LitauenLitauen Litauen 1 1

Bei den XXIX. Olympischen Sommerspielen 2008 in Peking wurden 47 Wettbewerbe in der Leichtathletik ausgetragen, 24 davon für Männer und 23 für Frauen. Austragungsort war das Nationalstadion Peking.

Teilnehmer[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

An den Leichtathletikwettbewerben nahmen etwa 1200 Männer und 800 Frauen, also insgesamt ca. 2000 Sportler, teil.

In Peking wurde es im Gegensatz zu den Spielen in Sydney und Athen trotz Verhandlungen der Verbände miteinander nichts mit einem gemeinsamen Betreten des Stadions durch Süd- und Nordkorea bei der Eröffnungsfeier.[2] Die Verbände aus Serbien und Montenegro gingen nach dem Unabhängigkeitsreferendum in Montenegro 2006 erstmals getrennt an den Start.

Wettbewerbe[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Wettbewerbsangebot der Leichtathletik bei diesen Spielen gab es eine Änderung. Für die Frauen wurde nun auch der 3000-Meter-Hindernislauf mit in das olympische Programm aufgenommen. Damit war die Angleichung des Angebots für Frauen so gut wie abgeschlossen Es gab und gibt im Frauenbereich nur noch eine im Vergleich zum Männerangebot fehlende Disziplin: im Gehen wird nur eine Distanz im Gegensatz zu zwei Strecken bei den Männern ausgetragen. Weitere Unterschiede finden sich in der Hürdenhöhe auf den beiden Hürdendistanzen sowie der Länge der kürzeren Hürdenstrecke, die bei den Männern 110 Meter und bei den Frauen 100 Meter beträgt, um den unterschiedlichen Schrittlängen der Geschlechter Rechnung zu tragen. Außerdem wurde und wird bei den Frauen als Mehrkampf ein Siebenkampf, bei den Männern ein Zehnkampf ausgetragen.

Um den olympischen Kurs für den Marathonläufe für Frauen und Männer zu testen, wurde am 20. April 2008 der Good Luck Beijing Marathon durchgeführt.[3]

Stadion und Sportstätten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Olympiastadion von Peking wurde für die Spiele nach einem Entwurf der Schweizer Architekten Jacques Herzog und Pierre de Meuron neu erbaut. Als die Planungen bereits auf dem Tisch lagen, wurde in den chinesischen Medien die Bezeichnung Vogelnest geboren, die mit dazu beitrug, dass der Zuschlag für den Bau der Anlage an die Schweizer Architekten erfolgte.[4] Die ungewöhnliche Konstruktion erhielt viel Lob, aber natürlich gab es wie bei solch großen Projekten nicht unüblich auch Kritik – hier vor allem durch den am Projekt beteiligten Künstler Ai Weiwei, der den in seinen Augen entstandenen Gigantismus ablehnt.[5] Die Kosten betrugen 325 Millionen Euro, die Zuschauerkapazität war mit einem Wert von 91.000 sehr groß bemessen.[6] Für die Austragung der leichtathletischen Wettkämpfe war die Anlage auf dem modernsten Stand der Technik

Qualifikationsnormen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zu den Einzelwettbewerben durfte jedes Nationale Olympische Komitee einen Sportler entsenden, der die niedrigere B-Norm erfüllt, oder bis zu drei Sportler, die die höhere A-Norm erreicht hatten.

Bei den Staffelläufen war höchstens eine Mannschaft bestehend aus maximal sechs Sportlern je NOK startberechtigt. Nationale Olympische Komitees, von denen sich keine Athleten für einen Wettbewerb qualifiziert hatten, waren berechtigt, einen männlichen Sportler und eine weibliche Sportlerin für einen Wettbewerb aufzustellen. Ausgenommen waren davon der 10.000-Meter-Lauf, der 3000-Meter-Hindernislauf und die Mehrkämpfe (Siebenkampf, Zehnkampf).

Für die Erfüllung Qualifikationsnormen anerkannt wurden Leistungen ab dem 1. Januar 2007, im Marathonlauf ab dem 1. September 2006.

Teilnehmer an den Marathonläufen und am Wettbewerb im 50-km-Gehen mussten am 31. Dezember 2008 mindestens zwanzig Jahre alt sein.

Olympia-Qualifikationsnormen 2008
Disziplin Männer Frauen
  B-Norm A-Norm B-Norm A-Norm
100 m 10,28 s 10,21 s 11,42 s 11,32 s
200 m 20,75 s 20,59 s 23,20 s 23,00 s
400 m 45,95 s 45,55 s 52,35 s 51,55 s
800 m 1:47,60 min 1:46,00 min 2:01,30 min 2:00,00 min
1500 m 3:39,00 min 3:36,60 min 4:08,00 min 4:07,00 min
5000 m 13:28,00 min 13:21,50 min 15:24 min 15:09 min
10.000 m 28:10,00 min 27:50,00 min 32:20,00 min 31:45,00 min
Marathonlauf 2:18:00 h 2:15:00 h 2:42:00 h 2:37:00 h
20 km Gehen 1:24:30 h 1:23:00 h 1:38:00 h 1:33:30 h
50 km Gehen 4:07:00 h 4:00:00 h    
100 m Hürden     13,11 s 12,96 s
110 m Hürden 13,72 s 13,55 s    
400 m Hürden 49,50 s 49,20 s 56,60 s 55,60 s
3000 m Hindernis 8:24,60 min 8:32:00 min 9:55,00 min 9:46,00 min
4 × 100 m Platz 16 oder besser in der
Weltbestenliste des Qualifikationszeitraums
4 × 400 m
Hochsprung 2,27 m 2,30 m 1,91 m 1,95 m
Stabhochsprung 5,55 m 5,70 m 4,30 m 4,45 m
Weitsprung 8,05 m 8,20 m 6,60 m 6,72 m
Dreisprung 16,80 m 17,10 m 14,00 m 14,20 m
Kugelstoßen 19,80 m 20,30 m 17,20 m 18,35 m
Diskuswurf 62,50 m 64,50 m 59,00 m 61,00 m
Hammerwurf 74,00 m 78,50 m 67,00 69,50 m
Speerwurf 77,80 m 81,80 m 56,00 m 60,50 m
Siebenkampf     5800 Punkte 6000 Punkte
Zehnkampf 7700 Punkte 8000 Punkte    

Doping[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Zahl der Doping-Fälle bei diesen Spielen überstieg eigentlich jedes Maß. Davon war auch die Leichtathletik in nicht akzeptabler Weise betroffen. Einige betroffene Sportler wurden zeitnah im Anschluss an ihren Wettkampf überführt, andere durften wegen positiver Dopingproben, deren Ergebnis vor Beginn der Spiele offiziell wurde, gar nicht erst antreten und zahlreiche weitere Sportler wurden erst viele Jahre später bei Nachkontrollen der konservierten Proben mittels neuer Überprüfungsmethoden erwischt. Das hatte für die Betreffenden in der Regel die Aberkennung ihres Resultats und eine Rückgabeforderung eventuell erhaltener Medaillen zur Folge. In dem in diesem Artikel aufgeführten Medaillenspiegel sind die entsprechend veränderten Ergebnisse in den einzelnen Disziplinen komplett berücksichtigt. Der Sumpf, in den die Leichtathletik geraten war, setzte sich weiter fort, ein Ende war nicht absehbar. Die Dummen waren und sind die ehrlichen Sportler, die erst Jahre später ihre Medaillen erhielten, denen die Teilnahme an Finalkämpfen durch die Doping-Betrüger verwehrt wurden und denen eigentlich zustehende Fördergelder entgingen, weil die wahren Platzierungen erst lange Zeit nach den Wettbewerben verifiziert wurden.

Die Liste der Dopingsünder ist lang:

  • Rashid Ramzi, Bahrain1500-Meter-Lauf (zunächst Erster). Er wurde positiv auf das Dopingpräparat CERA getestet, sein Olympiasieg wurde am 17. November 2009 vom IOC annulliert.[7]
  • Nesta Carter, Jamaika4-mal-100-Meter-Staffel (zunächst Erster mit der Staffel Jamaikas). Carter war positiv auf das Dopingmittel Methylhexaneamin getestet worden und so wurde dem jamaikanischen Team am 25. Januar 2017 die Goldmedaille aberkannt.[8]
  • Denis Alexejew, Russland4-mal-400-Meter-Staffel (zunächst Dritter mit der Staffel Russlands). Alexejews Dopingprobe von September 2016 war positiv, so erfolgte die Disqualifikation der kompletten Staffel durch das IOC.[9]
  • Denys Jurtschenko, UkraineStabhochsprung (zunächst Dritter). Ihm wurde die Bronzemedaille am 20. August 2014 wegen Dopings aberkannt.[10]
  • Andrej Michnewitsch, WeißrusslandKugelstoßen (zunächst Dritter). Ihm wurde die Bronzemedaille am 20. August 2014 wegen Verstoßes gegen die Dopingbestimmungen aberkannt.[11]
  • Pawel Lyschyn, Weißrussland – Kugelstoßen (zunächst Fünfter). Der Athlet wurde 2016 des Dopingmissbrauchs überführt, sein Resultat annulliert.[12]
  • Iwan Juschkow, Russland – Kugelstoßen (zunächst Elfter). Der Athlet wurde im August 2016 des Dopingmissbrauchs überführt, sein Resultat annulliert.[13]
  • Anastassija Kapatschinskaja, Russland – 400-Meter-Lauf (zunächst Fünfte) / 4-mal-400-Meter-Staffel (zunächst Zweite mit der Staffel Russlands). Sie wurde als Wiederholungstäterin am 19. August 2016 nachträglich disqualifiziert, ihre Einzel-Platzierung sowie das Resultat der Staffel wurden annulliert.[14]
  • Tatjana Firowa, Russland – 400-Meter-Lauf (zunächst Sechste) / 4-mal-400-Meter-Staffel (zunächst Zweite mit der Staffel Russlands). Sie wurde nachträglich als Doping-Sünderin überführt, ihre Einzel-Platzierung sowie das Resultat der Staffel wurden annulliert.[15]
  • Elvan Abeylegesse, Türkei5000-Meter-Lauf / 10.000-Meter-Lauf (in beiden Rennen zunächst Zweite). Ihre Medaillen wurden wegen Dopingmissbrauchs aberkannt.[16]
  • Inga Abitowa, Russland – 10.000-Meter-Lauf (zunächst Sechste). Sie wurde im September 2016 vom IOC wegen der Einnahme von unerlaubten Dopingmitteln disqualifiziert.[9]
  • Jekaterina Wolkowa, Russland – 3000-Meter-Hindernislauf (zunächst Dritte). Sie wurde bei einem Nachtest des Dopingmissbrauchs überführt. Ihre Bronzemedaille wurde ihr aberkannt.[17]
  • Julija Tschermoschanskaja, Russland – 4-mal-100-Meter-Staffel (zunächst Erste mit der Staffel Russlands). Tschermoschanskaja wurde bei einem Nachtest 2016 positiv getestet. Der russischen Staffel wurde daraufhin die Goldmedaille aberkannt[18] und den zweitplatzierten Belgierinnen zugesprochen.[19]
  • Swjatlana Ussowitsch, Weißrussland – 4-mal-400-Meter-Staffel (zunächst Erste mit der Staffel Weißrusslands). Im November 2016 wurde die Weißrussin des Dopingmissbrauchs überführt. Mit ihr verlor die belarussische Staffel die Bronzemedaille.[20]
  • Anna Tschitscherowa, Russland – Hochsprung (zunächst Dritte). Ihr wurde im Jahr 2016 ihre Bronzemedaille wegen Dopingmissbrauchs aberkannt.[21]
  • Jelena Slessarenko, Russland – Hochsprung (zunächst Vierte). Auch ihre Platzierung wurde im Jahr 2016 wegen Dopingmissbrauchs annulliert.[21]
  • Wita Palamar, Ukraine – Hochsprung (zunächst Fünfte). Ihr wurde im Jahr 2016 ihre Resultat wegen Dopingmissbrauchs aberkannt.[21]
  • Ljudmyla Blonska, Ukraine – Weitsprung / Siebenkampf. Sie war eine der wenigen Fälle mit einem zeitnahen Dopingnachweis. Vier Tage nach ihrem ersten Einsatz bei diesen Spielen, dem Siebenkampf, wurde sie positiv auf das anabole Steroid Methyltestosteron getestet. Nach ebenfalls positiver B-Probe am Tag darauf wurde sie zunächst suspendiert. Wiederum einen Tag später wurde sie disqualifiziert und endgültig von den Spielen ausgeschlossen. Später folgte eine lebenslange Sperre.[22]
  • Tatjana Lebedewa, Russland – Weitsprung / Dreisprung (zunächst jeweils Zweite). Ihre Silbermedaillen wurden im Anschluss an Nachuntersuchungen im Januar 2017 wegen Dopingmissbrauchs annulliert.[23]
  • Chrysopigi Devetzi, Griechenland – Weitsprung (in der Qualifikation ausgeschieden) / Dreisprung (zunächst Dritte). Ihre Bronzemedaille wurde im Anschluss an Nachuntersuchungen im Januar 2017 wegen Dopingmissbrauchs annulliert. [23]
  • Natallja Michnewitsch, Weißrussland – Kugelstoßen (zunächst Zweite). Sie fiel bei den umfangreichen Doping-Nachtests 2016 positiv auf. Sie war 2008 mit Metandienon und Stanozolol gedopt, wurde nachträglich disqualifiziert und verlor daher auch ihre Silbermedaille.[24]
  • Nadseja Astaptschuk, Weißrussland – Kugelstoßen (zunächst Dritte). Ihre Bronzemedaille wurde bei nachträglichen Kontrolluntersuchungen wegen Dopingmissbrauchs annulliert.[25]
  • Yarelys Barrios, KubaDiskuswurf (zunächst Zweite). Im Rahmen von Nachtests der Dopingproben der Olympischen Sommerspiele 2008 wurde bei ihr das verbotene Diuretikum Acetazolamid entdeckt. Daraufhin wurde ihr die Silbermedaille aberkannt.[26]
  • Aksana Mjankowa, Weißrussland – Hammerwurf (zunächst Erste). Sie wurde 2016 des Dopings überführt und disqualifiziert. Die Goldmedaille wurde aberkannt.[27]
  • Darja Ptschelnik, Weißrussland – Hammerwurf (zunächst Vierte bzw. Dritte nach Mjankowas Resultatsannullierung). Sie wurde 2016 des Dopings überführt und disqualifiziert. Ihre Bronzemedaille musste sie abgeben.[28]
  • Marija Abakumowa, Russland – Speerwurf (zunächst Zweite). Bei Nachkontrollen ihrer Dopingprobe wurde die Einnahme von Turinabol nachgewiesen. Daraufhin entschied das IOC im September 2016 auf Aberkennung ihrer Silbermedaille.[9]
  • Tatjana Tschernowa, Russland – Siebenkampf (zunächst Vierte). Sie wurde am 24. April 2017 disqualifiziert, nachdem sie des Dopingmissbrauch überführt worden war.[29]

Darüber hinaus gab es zwei Sportler, die wegen positiver Dopingtests vom IOC im Dezember 2008 zunächst disqualifiziert wurden.[30][31] Die betroffenen Wadsim Dsewjatouski und Iwan Zichan, beide aus Weißrussland, klagten jedoch gegen diese Entscheidung vor dem Internationalen Sportgerichtshof CAS, der im Juni 2010 wegen einer Panne in dem Labor, welches die Proben analysierte, die Disqualifikation der Sportler aufhob.[32][33] IOC-Vizepräsident Thomas Bach kündigte an, das IOC werde eine weitere Analyse durchführen, um das CAS-Urteil zu kippen.[34]

Sportliche Erfolge[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Leistungsniveau bei diesen Olympischen Spielen war sehr hoch. Die Qualität minderte sich zwar nach der großen Anzahl von Athleten, die im Laufe der Jahre nach den Spielen dopingbedingt disqualifiziert werden mussten, hatte jedoch auch danach ein hohes Level. Es wurden vier Weltrekorde aufgestellt:
> 100-Meter-Lauf: Usain Bolt (Jamaika) – 9,69 s
> 200-Meter-Lauf: Usain Bolt (Jamaika) – 19,30 s
> 3000-Meter-Hindernislauf: Gulnara Galkina (Russland) – 8:58,81 min
> Stabhochsprung: Jelena Issinbajewa (Russland) – 5,05 m
Darüber hinaus wurde der olympische Rekord in elf Disziplinen elfmal verbessert, bei den Frauen viermal und bei den Männern siebenmal.

Erfolgreichste Nation waren wieder einmal die Vereinigten Staaten mit sieben Olympiasiegern und insgesamt 25 Medaillen. Aber die US-amerikanische Überlegenheit war nicht mehr so deutlich wie noch vor vier Jahren. Kenia, Jamaika und Russland hatten jeweils fünf Goldmedaillen auf ihrem Konto. Dahinter folgte Äthiopien mit vier Olympiasiegen. Je zwei Goldmedaillen gab es für Kuba und das überraschend starke Belgien. Alle anderen Nationen errangen in der Leichtathletik höchstens eine Goldmedaille.

Bei den einzelnen Sportlern sind besonders folgende Leistungen zu nennen.

Wettkampfrunden während der Spiele[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In den einzelnen Disziplinen waren bis zu drei Ausscheidungswettkämpfe zu bestreiten, in denen die Teilnehmer am Finale ermittelt werden. Keine Vorausscheidungen fanden im 10.000-Meter-Lauf, im Marathonlauf, im Gehen und im Mehrkampf statt.

Resultate Männer[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

100 m[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Platz Athlet Land Zeit (s)
1 Usain Bolt JamaikaJamaika JAM 09,69 WR
2 Richard Thompson Trinidad und TobagoTrinidad und Tobago TTO 09,89
3 Walter Dix Vereinigte StaatenVereinigte Staaten USA 09,91
4 Churandy Martina Niederlandische AntillenNiederländische Antillen AHO 09,93 NR
5 Asafa Powell JamaikaJamaika JAM 09,95
6 Michael Frater JamaikaJamaika JAM 09,97
7 Marc Burns Trinidad und TobagoTrinidad und Tobago TTO 10,01
8 Darvis Patton Vereinigte StaatenVereinigte Staaten USA 10,03

Datum: 16. August 2008, 22:30 Uhr

Wind: 0,0 m/s

Teilnehmer:
Tobias Unger DeutschlandDeutschland Deutschland (ausgeschieden im Viertelfinale; 10,36 s/7.)

Rund zwanzig Meter vor der Ziellinie drosselte Usain Bolt das Tempo und breitete jubelnd die Arme aus, womit er eine noch bessere Zeit vergab, zumal sich sein Schnürsenkel geöffnet hatte und somit über weite Teile der Strecke sein Schuh offen gewesen war.

200 m[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Platz Athlet Land Zeit (s)
1 Usain Bolt JamaikaJamaika JAM 19,30 WR
2 Shawn Crawford Vereinigte StaatenVereinigte Staaten USA 19,96
3 Walter Dix Vereinigte StaatenVereinigte Staaten USA 19,98
4 Brian Dzingai SimbabweSimbabwe ZIM 20,22
5 Christian Malcolm Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich GBR 20,40
6 Kim Collins Saint Kitts NevisSt. Kitts und Nevis SKN 20,59
DSQ Churandy Martina Niederlandische AntillenNiederländische Antillen AHO
Wallace Spearmon Vereinigte StaatenVereinigte Staaten USA

Datum: 20. August 2008, 22:20 Uhr

Wind: - 0,9 m/s

Teilnehmer:
Marc Schneeberger SchweizSchweiz Schweiz (ausgeschieden im Viertelfinale; 21,48 s/8.)
Marco Cribari SchweizSchweiz Schweiz (ausgeschieden im Vorlauf; 20,98 s/5.)

Churandy Martina (19,82 s) und Wallace Spearmon (19,96 s) wurden kurz nach dem Zieleinlauf noch auf dem zweiten und dritten Platz geführt. Wenig später wurden sie jedoch disqualifiziert, da sie in der Kurve ihre Bahnmarkierung überschritten hatten (Regel 163.3).

400 m[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Platz Athlet Land Zeit (s)
1 LaShawn Merritt Vereinigte StaatenVereinigte Staaten USA 43,75
2 Jeremy Wariner Vereinigte StaatenVereinigte Staaten USA 44,74
3 David Neville Vereinigte StaatenVereinigte Staaten USA 44,80
4 Chris Brown BahamasBahamas BAH 44,84
5 Leslie Djhone FrankreichFrankreich FRA 45,11
6 Martyn Rooney Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich GBR 45,12
7 Renny Quow Trinidad und TobagoTrinidad und Tobago TTO 45,22
8 Johan Wissman SchwedenSchweden SWE 45,39

Datum: 21. August 2008, 21:20 Uhr

800 m[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Platz Athlet Land Zeit (min)
1 Wilfred Bungei KeniaKenia KEN 1:44,65
2 Ismail Ahmed Ismail SudanSudan SDN 1:44,70
3 Alfred Kirwa Yego KeniaKenia KEN 1:44,82
4 Gary Reed KanadaKanada CAN 1:44,94
5 Yusuf Saad Kamel BahrainBahrain BHR 1:44,95
6 Yeimer López KubaKuba CUB 1:45,88
7 Nabil Madi AlgerienAlgerien ALG 1:45,96
8 Nadjim Manseur AlgerienAlgerien ALG 1:47,19

Datum: 23. August 2008, 19:30 Uhr

1500 m[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Platz Athlet Land Zeit (min)
1 Asbel Kiprop KeniaKenia KEN 3:33,11
2 Nick Willis NeuseelandNeuseeland NZL 3:34,16
3 Mehdi Baala FrankreichFrankreich FRA 3:34,21
4 Juan Carlos Higuero SpanienSpanien ESP 3:34,44
5 Abdalaati Iguider MarokkoMarokko MAR 3:34,66
6 Juan van Deventer SudafrikaSüdafrika RSA 3:34,77
7 Belal Mansoor Ali BahrainBahrain BHR 3:35,23
8 Andrew Baddeley Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich GBR 3:35,37

Datum: 19. August 2008, 22:50 Uhr

Teilnehmer:
Christian Obrist ItalienItalien Italien (3:39,87 min/12.)
Carsten Schlangen DeutschlandDeutschland Deutschland (im Halbfinale ausgeschieden; 3:37,94 min/8.)

Der zunächst erstplatzierte Bahrainer Rashid Ramzi (3:32,94 min) wurde positiv auf das Dopingpräparat CERA getestet, sein Olympiasieg wurde am 17. November 2009 vom IOC annulliert.[7]

5000 m[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Platz Athlet Land Zeit (min)
1 Kenenisa Bekele Athiopien 1996Äthiopien ETH 12:57,82 OR
2 Eliud Kipchoge KeniaKenia KEN 13:02,80
3 Edwin Cheruiyot Soi KeniaKenia KEN 13:06,22
4 Moses Ndiema Kipsiro UgandaUganda UGA 13:10,56
5 Abreham Cherkos Athiopien 1996Äthiopien ETH 13:16,46
6 Tariku Bekele Athiopien 1996Äthiopien ETH 13:19,06
7 Juan Luis Barrios MexikoMexiko MEX 13:19,79
8 James Kwalia C’Kurui KatarKatar QAT 13:23,48

Datum: 23. August 2008, 20:10 Uhr

Teilnehmer:
Philipp Bandi SchweizSchweiz Schweiz (ausgeschieden im Vorlauf; 13:59,68 min/10.)

10.000 m[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Platz Athlet Land Zeit (min)
1 Kenenisa Bekele Athiopien 1996Äthiopien ETH 27:01,17 OR
2 Sileshi Sihine Athiopien 1996Äthiopien ETH 27:02,77
3 Micah Kipkemboi Kogo KeniaKenia KEN 27:04,11
4 Moses Ndiema Masai KeniaKenia KEN 27:04,11
5 Zersenay Tadese EritreaEritrea ERI 27:05,11
6 Haile Gebrselassie Athiopien 1996Äthiopien ETH 27:06,68
7 Martin Irungu Mathathi KeniaKenia KEN 27:08,25
8 Ahmad Hassan Abdullah KatarKatar QAT 27:23,75

Datum: 17. August 2008, 22:45 Uhr

Teilnehmer:
Günther Weidlinger OsterreichÖsterreich Österreich (28:14,38 min/27.)

Marathon[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Platz Athlet Land Zeit (h)
1 Samuel Kamau Wanjiru KeniaKenia KEN 2:06:32 OR
2 Jaouad Gharib MarokkoMarokko MAR 2:07:16
3 Tsegay Kebede Athiopien 1996Äthiopien ETH 2:10:00
4 Deriba Merga Athiopien 1996Äthiopien ETH 2:10:21
5 Martin Kiptoo Lel KeniaKenia KEN 2:10:24
6 Viktor Röthlin SchweizSchweiz SUI 2:10:35
7 Gashaw Asfaw Athiopien 1996Äthiopien ETH 2:10:52
8 Yared Asmerom EritreaEritrea ERI 2:11:11

Datum: 24. August 2008, 7:30 Uhr

Teilnehmer:
Marcel Tschopp LiechtensteinLiechtenstein Liechtenstein (2:35:06 h/74.)

Samuel Kamau Wanjiru beim Zieleinlauf im Nationalstadion

110 m Hürden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Platz Athlet Land Zeit (s)
1 Dayron Robles KubaKuba CUB 12,93
2 David Payne Vereinigte StaatenVereinigte Staaten USA 13,17
3 David Oliver Vereinigte StaatenVereinigte Staaten USA 13,18
4 Ladji Doucouré FrankreichFrankreich FRA 13,24
5 Artur Noga PolenPolen POL 13,36
6 Maurice Wignall JamaikaJamaika JAM 13,46
7 Richard Phillips JamaikaJamaika JAM 13,60
8 Jackson Quiñónez SpanienSpanien ESP 13,69

Datum: 21. August 2008, 21:40 Uhr

Wind: + 0,1 m/s

Teilnehmer:
Andreas Kundert SchweizSchweiz Schweiz (Start wegen Krankheit abgesagt)

400 m Hürden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Platz Athlet Land Zeit (s)
1 Angelo Taylor Vereinigte StaatenVereinigte Staaten USA 47,25
2 Kerron Clement Vereinigte StaatenVereinigte Staaten USA 47,98
3 Bershawn Jackson Vereinigte StaatenVereinigte Staaten USA 48,06
4 Danny McFarlane JamaikaJamaika JAM 48,30
5 Louis Jacobus van Zyl SudafrikaSüdafrika RSA 48,42
6 Marek Plawgo PolenPolen POL 48,52
7 Markino Buckley JamaikaJamaika JAM 48,60
8 Periklis Iakovakis GriechenlandGriechenland GRE 49,96

Datum: 18. August 2008, 22:00 Uhr

3000 m Hindernis[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Platz Athlet Land Zeit (min)
1 Brimin Kiprop Kipruto KeniaKenia KEN 8:10,34
2 Mahiedine Mekhissi-Benabbad FrankreichFrankreich FRA 8:10,49
3 Richard Kipkemboi Mateelong KeniaKenia KEN 8:11,01
4 Yacob Jarso Athiopien 1996Äthiopien ETH 8:13,47 NR
5 Bouabdellah Tahri FrankreichFrankreich FRA 8:14,79
6 Youcef Abdi AustralienAustralien AUS 8:16,36
7 Ezekiel Kemboi KeniaKenia KEN 8:16,38
8 Abubaker Ali Kamal KatarKatar QAT 8:16,59

Datum: 18. August 2008, 21:10 Uhr

4 × 100 m Staffel[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Platz Land Athleten Zeit (s)
1 Trinidad und TobagoTrinidad und Tobago Trinidad und Tobago Keston Bledman
Marc Burns
Emmanuel Callender
Richard Thompson
im Vorlauf außerdem:
Aaron Armstrong
38,06
2 JapanJapan Japan Naoki Tsukahara
Shingo Suetsugu
Shinji Takahira
Nobuharu Asahara
38,15
3 BrasilienBrasilien Brasilien Vicente de Lima
Sandro Viana
Bruno de Barros
José Carlos Moreira
38,24
4 DeutschlandDeutschland Deutschland Tobias Unger
Till Helmke
Alexander Kosenkow
Martin Keller
38,58
5 KanadaKanada Kanada Hank Palmer
Anson Henry
Jared Connaughton
Pierre Browne
38,66
DSQ China VolksrepublikVolksrepublik China Volksrepublik China Wen Yongyi
Zhang Peimeng
Lu Bin
Hu Kai
Wechselfehler nach Regel 170.14[35]
NiederlandeNiederlande Niederlande Maarten Heisen
Guus Hoogmoed
Patrick van Luijk
Caimin Douglas
JamaikaJamaika Jamaika Nesta Carter
Michael Frater
Usain Bolt
Asafa Powell
im Vorlauf außerdem:
Dwight Thomas
Dopingnachweis am 2. Juni 2016
Nesta Carter
[8]

Datum: 22. August 2008, 22:10 Uhr

Teilnehmer:
Tobias Unger, Martin Keller, Alexander Kosenkow, Ronny Ostwald, Marius Broening, Till Helmke DeutschlandDeutschland Deutschland

Aus den beiden Vorläufen erreichten acht Staffeln das Finale, darunter die deutsche Staffel als Dritte ihres Vorlaufs. Nur Thailand und Frankreich konnten sich nicht qualifizieren, während sechs Staffeln nach Wechselfehlern gar nicht in die Wertung kamen, darunter die US-Amerikaner mit der besten und die Briten mit der drittbesten Qualifikationszeit.

Die jamaikanische Staffel wurde 2017 wegen Dopings des Startläufers Nesta Carter nachträglich disqualifiziert. Carter war positiv auf das Dopingmittel Methylhexaneamin getestet worden.[8]

4 × 400 m Staffel[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Platz Land Athleten Zeit (min)
1 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten USA LaShawn Merritt
Angelo Taylor
David Neville
Jeremy Wariner
im Vorlauf außerdem:
Kerron Clement
Reggie Witherspoon
2:55,39 OR
2 BahamasBahamas Bahamas Andretti Bain
Michael Mathieu
Andrae Williams
Chris Brown
im Vorlauf außerdem:
Avard Moncur
Ramon Miller
2:58,03
3 Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Großbritannien Andrew Steele
Robert Tobin
Michael Bingham
Martyn Rooney
2:58,81
4 BelgienBelgien Belgien Kevin Borlée
Jonathan Borlée
Cédric Van Branteghem
Arnaud Ghislain
2:59,37 NR
5 AustralienAustralien Australien Sean Wroe
John Steffensen
Clinton Hill
Joel Milburn
im Vorlauf außerdem:
Mark Ormrod
3:00,02
6 PolenPolen Polen Rafał Wieruszewski
Piotr Klimczak
Piotr Kędzia
Marek Plawgo
3:00,32
7 JamaikaJamaika Jamaika Michael Blackwood
Ricardo Chambers
Sanjay Ayre
Lanceford Spence
im Vorlauf außerdem:
Allodin Fothergill
3:01,45
DOP RusslandRussland Russland Maxim Dyldin
Wladislaw Frolow
Anton Kokorin
Denis Alexejew

Datum: 23. August 2008, 21:05 Uhr

Teilnehmer:
Kamghe Gaba, Simon Kirch, Bastian Swillims, Ruwen Faller DeutschlandDeutschland Deutschland (ausgeschieden im Vorlauf; 3:03,49 min/11.), (Florian Seitz nicht eingesetzt)

Die Staffel Russlands wurde im September 2016 durch das IOC disqualifiziert und Bronze nachträglich der britischen Staffel zugesprochen, weil die Nachkontrolle der Dopingprobe von Denis Alexejew positiv war.[9]

20 km Gehen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Platz Athlet Land Zeit (h)
1 Waleri Bortschin RusslandRussland RUS 1:19:01
2 Jefferson Pérez EcuadorEcuador ECU 1:19:15
3 Jared Tallent AustralienAustralien AUS 1:19:42
4 Wang Hao China VolksrepublikVolksrepublik China CHN 1:19:47
5 Ivano Brugnetti ItalienItalien ITA 1:19:51
6 Luke Adams AustralienAustralien AUS 1:19:57
7 Francisco Javier Fernández SpanienSpanien ESP 1:20:32
8 Robert Heffernan IrlandIrland IRL 1:20:36

Datum: 16. August 2008, 9:00 Uhr

Teilnehmer:
André Höhne DeutschlandDeutschland Deutschland (1:23:13 h/25.)

50 km Gehen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Platz Athlet Land Zeit (h)
1 Alex Schwazer ItalienItalien ITA 3:37:09 OR
2 Jared Tallent AustralienAustralien AUS 3:39:27
3 Denis Nischegorodow RusslandRussland RUS 3:40:14
4 Jesús Ángel García SpanienSpanien ESP 3:44:08
5 Erik Tysse NorwegenNorwegen NOR 3:45:08
6 Horacio Nava MexikoMexiko MEX 3:45:21
7 Yuki Yamazaki JapanJapan JPN 3:45:47
8 Rafał Fedaczyński PolenPolen POL 3:46:51

Datum: 22. August 2008, 7:30 Uhr

Teilnehmer:
André Höhne DeutschlandDeutschland Deutschland (3:49:52 h/12.)

Hochsprung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Platz Athlet Land Höhe (m)
1 Andrei Silnow RusslandRussland RUS 2,36
2 Germaine Mason Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich GBR 2,34
3 Jaroslaw Rybakow RusslandRussland RUS 2,34
4 Stefan Holm SchwedenSchweden SWE 2,32
5 Raúl Spank DeutschlandDeutschland GER 2,32
6 Jaroslav Bába TschechienTschechien CZE 2,29
7 Tomáš Janků TschechienTschechien CZE 2,29
8 Tom Parsons Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich GBR 2,25

Datum: 19. August 2008, 19:10 Uhr

Stabhochsprung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Platz Athlet Land Höhe (m)
1 Steve Hooker AustralienAustralien AUS 5,96 OR
2 Jewgeni Lukjanenko RusslandRussland RUS 5,85
3 Derek Miles Vereinigte StaatenVereinigte Staaten USA 5,70
4 Dmitri Starodubzew RusslandRussland RUS 5,70
5 Danny Ecker DeutschlandDeutschland GER 5,70
6 Jérôme Clavier FrankreichFrankreich FRA 5,60
7 Raphael Holzdeppe DeutschlandDeutschland GER 5,60
8 Igor Pawlow RusslandRussland RUS 5,60

Datum: 22. August 2008, 19:55 Uhr

Teilnehmer:
Tim Lobinger DeutschlandDeutschland Deutschland (ausgeschieden in der Qualifikation; 5,55 m/16.)

Steve Hooker hatte durch übersprungene 5,90 m bereits die Goldmedaille sicher und ließ dann die neue olympische Rekordhöhe von 5,96 m auflegen. Der zunächst Drittplatzierte Denys Jurtschenko trat nach übersprungenen 5,70 m wegen einer Verletzung zu den weiteren Höhen nicht mehr an. Ihm wurde seine Bronzemedaille im November 2016 wegen Dopingmissbrauchs aberkannt.[10]

Weitsprung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Platz Athlet Land Weite (m)
1 Irving Saladino PanamaPanama PAN 8,34
2 Godfrey Khotso Mokoena SudafrikaSüdafrika RSA 8,24
3 Ibrahim Camejo KubaKuba CUB 8,20
4 Ngonidzashe Makusha SimbabweSimbabwe ZIM 8,19
5 Wilfredo Martínez KubaKuba CUB 8,19
6 Ndiss Kaba Badji SenegalSenegal SEN 8,16
7 Luis Felipe Méliz SpanienSpanien ESP 8,07
8 Roman Novotný TschechienTschechien CZE 8,00

Datum: 18. August 2008, 20:10 Uhr

Teilnehmer:
Sebastian Bayer DeutschlandDeutschland Deutschland (ausgeschieden in der Qualifikation; 7,77 m/23.)
Julien Fivaz SchweizSchweiz Schweiz (ausgeschieden in der Qualifikation; 7,53 m/36.)

Dreisprung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Platz Athlet Land Weite (m)
1 Nelson Évora PortugalPortugal POR 17,67
2 Phillips Idowu Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich GBR 17,62
3 Leevan Sands BahamasBahamas BAH 17,59 NR
4 Arnie David Giralt KubaKuba CUB 17,52
5 Marian Oprea RumänienRumänien ROM 17,22
6 Jadel Gregório BrasilienBrasilien BRA 17,20
7 Onochie Achike Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich GBR 17,17
8 Wiktor Kusnjezow UkraineUkraine UKR 16,87

Datum: 21. August 2008, 20:25 Uhr

Kugelstoßen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Platz Athlet Land Weite (m)
1 Tomasz Majewski PolenPolen POL 21,51
2 Christian Cantwell Vereinigte StaatenVereinigte Staaten USA 21,09
3 Dylan Armstrong KanadaKanada CAN 21,04 NR
4 Jurij Bilonoh UkraineUkraine UKR 20,63
5 Reese Hoffa Vereinigte StaatenVereinigte Staaten USA 20,53
6 Pawel Sofjin RusslandRussland RUS 20,42
7 Rutger Smith NiederlandeNiederlande NED 20,41
8 Yury Bialou Weissrussland 1995Weißrussland BLR 20,06

Datum: 15. August 2008, 21:00 Uhr

Teilnehmer:
Ralf Bartels DeutschlandDeutschland Deutschland (abgesagt)
Peter Sack DeutschlandDeutschland Deutschland (ausgeschieden in der Qualifikation; 20,01 m/7.)

Der spätere Olympiasieger Majewski hatte am Vormittag des Wettkampftages in der Qualifikation erstmals die 21-Meter-Marke übertroffen und war damit schon der Beste der Vorausscheidung. Im Finale ging er im ersten Versuch in Führung, verlor diese aber in der zweiten Runde an die späteren Dritt- und Viertplatzierten, den Weißrussen Michnewitsch und den Kanadier Armstrong. Mit guten dritten und vierten Versuchen entschied Majewski den Wettkampf. Cantwell stieß erst im letzten Versuch vom fünften Platz auf den zweiten vor. Chancenlos blieben die favorisierten 22-Meter-Stoßer Hoffa (Platz sieben) und Adam Nelson (kein gültiger Versuch).

Das Kugelstoßen war überschattet durch drei Dopingfälle, die jeweils erst Jahre später durch Nachkontrollen offensichtlich wurden.

  • Dem Weißrussen Andrej Michnewitsch wurde die Bronzemedaille am 20. August 2014 wegen Verstoßes gegen die Dopingbestimmungen aberkannt.[11]
  • Ebenfalls gedopt war sein viertplazierter Landsmann Pawel Lyschyn, der 2016 gleichfalls des Dopingmissbrauchs überführt wurde.[12]
  • Der elftplatzierte Iwan Juschkow wurde im August 2016 des Dopingmissbrauchs überführt, seine Ergebnisse von Peking wurden gestrichen.[13]

Diskuswurf[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Platz Athlet Land Weite (m)
1 Gerd Kanter EstlandEstland EST 68,82
2 Piotr Małachowski PolenPolen POL 67,82
3 Virgilijus Alekna LitauenLitauen LTU 67,79
4 Robert Harting DeutschlandDeutschland GER 67,09
5 Yennifer Frank Casañas SpanienSpanien ESP 66,49
6 Bogdan Pischtschalnikow RusslandRussland RUS 65,88
7 Rutger Smith NiederlandeNiederlande NED 65,39
8 Róbert Fazekas UngarnUngarn HUN 63,43

Datum: 19. August 2008, 21:00 Uhr

Teilnehmer:
Gerhard Mayer OsterreichÖsterreich Österreich (ausgeschieden in der Qualifikation; 61,32 m/8.)
Hannes Kirchler ItalienItalien Italien (ausgeschieden in der Qualifikation; 56,44 m/16.)

Hammerwurf[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Platz Athlet Land Weite (m)
1 Primož Kozmus SlowenienSlowenien SLO 82,02
2 Wadsim Dsewjatouski Weissrussland 1995Weißrussland BLR 81,61
3 Iwan Zichan Weissrussland 1995Weißrussland BLR 81,51
4 Krisztián Pars UngarnUngarn HUN 80,96
5 Kōji Murofushi JapanJapan JPN 80,71
6 Olli-Pekka Karjalainen FinnlandFinnland FIN 79,59
7 Szymon Ziółkowski PolenPolen POL 79,22
8 Libor Charfreitag SlowakeiSlowakei SVK 78,65

Datum: 17. August 2008, 19:10 Uhr

Teilnehmer:
Markus Esser DeutschlandDeutschland Deutschland (Vorkampf, 77,10 m/9.)

Wadsim Dsewjatouski und Iwan Zichan wurden wegen positiver Dopingtests zunächst vom IOC im Dezember 2008 disqualifiziert[30][31], klagten jedoch gegen diese Entscheidung vor dem Internationalen Sportgerichtshof CAS, der im Juni 2010 wegen einer Panne im Labor, welches die Proben analysierte, die Disqualifikation der Sportler aufhob.[32][33] IOC-Vizepräsident Thomas Bach kündigte an, das IOC werde eine weitere Analyse durchführen, um das CAS-Urteil zu kippen.[34]

Speerwurf[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Platz Athlet Land Weite (m)
1 Andreas Thorkildsen NorwegenNorwegen NOR 90,57 OR
2 Ainārs Kovals LettlandLettland LAT 86,64
3 Tero Pitkämäki FinnlandFinnland FIN 86,16
4 Tero Järvenpää FinnlandFinnland FIN 83,95
5 Teemu Wirkkala FinnlandFinnland FIN 83,46
6 Jarrod Bannister AustralienAustralien AUS 83,45
7 Ilja Korotkow RusslandRussland RUS 83,15
8 Uladsimir Kaslou Weissrussland 1995Weißrussland BLR 82,06

Datum: 23. August 2008, 19:10 Uhr

Teilnehmer:
Stephan Steding DeutschlandDeutschland Deutschland (ausgeschieden in der Qualifikation; 70,05 m/17.)
Alexander Vieweg DeutschlandDeutschland Deutschland (ausgeschieden in der Qualifikation; 67,49 m/17.)

Zehnkampf[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Platz Athlet Land Punkte
1 Bryan Clay Vereinigte StaatenVereinigte Staaten USA 8791
2 Andrej Krautschanka Weissrussland 1995Weißrussland BLR 8551
3 Leonel Suárez KubaKuba CUB 8527 NR
4 Alexandr Pogorelow RusslandRussland RUS 8328
5 Romain Barras FrankreichFrankreich FRA 8253
6 Roman Šebrle TschechienTschechien CZE 8241
7 Oleksij Kasjanow UkraineUkraine UKR 8238
8 André Niklaus DeutschlandDeutschland GER 8220

Datum: Beginn am 21. August 2008, 9:20 Uhr; Ende am 22. August 2008, 21:49 Uhr

Teilnehmer:
Arthur Abele DeutschlandDeutschland Deutschland (wegen Verletzung vor der fünften Disziplin, dem 400-Meter-Lauf, aufgegeben)
Michael Schrader DeutschlandDeutschland Deutschland (8194 Punkte/10.)

Resultate Frauen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

100 m[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Platz Athletin Land Zeit (s)
1 Shelly-Ann Fraser JamaikaJamaika JAM 10,78
2 Sherone Simpson JamaikaJamaika JAM 10,98
Kerron Stewart JamaikaJamaika JAM 10,98
4 Lauryn Williams Vereinigte StaatenVereinigte Staaten USA 11,03
5 Muna Lee Vereinigte StaatenVereinigte Staaten USA 11,07
6 Jeanette Kwakye Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich GBR 11,14
7 Debbie Ferguson-McKenzie BahamasBahamas BAH 11,19
8 Torri Edwards Vereinigte StaatenVereinigte Staaten USA 11,20

Datum: 17. August 2008, 22:25 Uhr

Wind: 0,0 m/s

200 m[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Allyson Felix siegt im Halbfinale
Platz Athletin Land Zeit (s)
1 Veronica Campbell-Brown JamaikaJamaika JAM 21,74
2 Allyson Felix Vereinigte StaatenVereinigte Staaten USA 21,93
3 Kerron Stewart JamaikaJamaika JAM 22,00
4 Muna Lee Vereinigte StaatenVereinigte Staaten USA 22,01
5 Marshevet Hooker Vereinigte StaatenVereinigte Staaten USA 22,34
6 Sherone Simpson JamaikaJamaika JAM 22,36
7 Debbie Ferguson-McKenzie BahamasBahamas BAH 22,61
8 Cydonie Mothersill Cayman IslandsCayman Islands CAY 22,68

Datum: 21. August 2008, 19:30 Uhr

Wind: + 0,6 m/s

400 m[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Platz Athletin Land Zeit (s)
1 Christine Ohuruogu Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich GBR 49,62
2 Shericka Williams JamaikaJamaika JAM 49,69
3 Sanya Richards Vereinigte StaatenVereinigte Staaten USA 49,93
4 Julija Guschtschina RusslandRussland RUS 50,01
5 Rosemarie Whyte JamaikaJamaika JAM 50,68
6 Amantle Montsho BotswanaBotswana BOT 51,18
DOP Tatjana Firowa RusslandRussland RUS 50,03 s
Anastassija Kapatschinskaja RusslandRussland RUS 50,11s

Datum: 19. August 2008, 22:10 Uhr

Als nachträglich überführte Doping-Sünderin wurde die russische Läuferin Tatjana Firowa im August 2016 disqualifiziert, ihr zunächst sechster Platz wurde als Resultat aberkannt.[15]

Auch die Russin Anastassija Kapatschinskaja wurde als Wiederholungstäterin am 19. August 2016 nachträglich disqualifiziert und damit ihr zunächst erreichter fünfter Platz für sie gestrichen.[14]

800 m[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Platz Athletin Land Zeit (min)
1 Pamela Jelimo KeniaKenia KEN 1:54,87 AF / WJB
2 Janeth Jepkosgei Busienei KeniaKenia KEN 1:56,07
3 Hasna Benhassi MarokkoMarokko MAR 1:56,73
4 Swetlana Kljuka RusslandRussland RUS 1:56,94
5 Maria de Lurdes Mutola MosambikMosambik MOZ 1:57,68
6 Kenia Sinclair JamaikaJamaika JAM 1:58,24
7 Julija Krewsun UkraineUkraine UKR 1:58,73
8 Tatjana Andrianowa RusslandRussland RUS 2:02,63

Datum: 18. August 2008, 21:35 Uhr

1500 m[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Platz Athletin Land Zeit (min)
1 Nancy Jebet Langat KeniaKenia KEN 4:00,23
2 Iryna Lischtschynska UkraineUkraine UKR 4:01,63
3 Natalija Tobias UkraineUkraine UKR 4:01,78
4 Lisa Dobriskey Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich GBR 4:02,10
5 Maryam Yusuf Jamal BahrainBahrain BHR 4:02,71
6 Natalia Rodríguez SpanienSpanien ESP 4:03,19
7 Shannon Rowbury Vereinigte StaatenVereinigte Staaten USA 4:03,58
8 Iris Fuentes-Pila SpanienSpanien ESP 4:04,86

Datum: 23. August 2008, 19:50 Uhr

5000 m[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Platz Athletin Land Zeit (min)
1 Tirunesh Dibaba Athiopien 1996Äthiopien ETH 15:41,40
2 Meseret Defar Athiopien 1996Äthiopien ETH 15:44,12
3 Sylvia Jebiwott Kibet KeniaKenia KEN 15:44,96
4 Vivian Jepkemoi Cheruiyot KeniaKenia KEN 15:46,32
5 Lilija Schobuchowa RusslandRussland RUS 15:46,62
6 Alemitu Bekele TurkeiTürkei TUR 15:48,48
7 Meselech Melkamu Athiopien 1996Äthiopien ETH 15:49,03
8 Kara Goucher Vereinigte StaatenVereinigte Staaten USA 15:49,39

Datum: 22. August 2008, 20:40 Uhr

Teilnehmerinnen:
Silvia Weissteiner ItalienItalien Italien (ausgeschieden im Vorlauf; 15:23,45 min/10.)

Wie auch über 10.000 Meter wurde der Silbermedaillengewinnerin Elvan Abeylegesse im März 2017 ihre Medaille wegen Dopingmissbrauchs aberkannt.[16]

10.000 m[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Platz Athletin Land Zeit (min)
1 Tirunesh Dibaba Athiopien 1996Äthiopien ETH 29:54,66 OR / AF
2 Shalane Flanagan Vereinigte StaatenVereinigte Staaten USA 30:22,22 NM
3 Linet Chepkwemoi Masai KeniaKenia KEN 30:26,50 NR
4 Marija Konowalowa RusslandRussland RUS 30:35,84
5 Lucy Wangui Kabuu KeniaKenia KEN 30:39,96
6 Lornah Kiplagat NiederlandeNiederlande NED 30:40,27
7 Kimberley Smith NeuseelandNeuseeland NZL 30:51,00
8 Kara Goucher Vereinigte StaatenVereinigte Staaten USA 30:55,16

Datum: 15. August 2008, 22:45 Uhr

Teilnehmerinnen:
Sabrina Mockenhaupt DeutschlandDeutschland Deutschland (31:14,21 min/11.)

In einem extrem schnellen Rennen, bei dem zwei Kontinentalrekorde aufgestellt wurden, machte zunächst die Niederländerin Lornah Kiplagat das Tempo. Die für die Türkei startende gebürtige Äthiopierin Elvan Abeylegesse – später allerdings wegen Dopingvergehens disqualifiziert – übernahm die Spitze, als Kiplagat auf dem siebten Kilometer zurückfiel, und setzte sich ca. zwei Kilometer vor Schluss gemeinsam mit Tirunesh Dibaba vom Feld ab. In der Schlussrunde war Dibaba die spurtstärkere Läuferin und siegte mit Olympia- und Afrikarekord, während Abeylegesse, deren Dopingvergehen lange unentdeckt blieb, als zunächst Zweitplatzierte einlief. Für die Kenianerin Linet Masai blieb am Ende die Bronzemedaille, denn überraschend kam die US-Amerikanerin Shalane Flanagan, die ihren eigenen Nordamerika-Rekord um über zehn Sekunden verbesserte, auf den zweiten Rang. Die Deutsche Sabrina Mockenhaupt teilte sich das Rennen klug ein und belegte mit ihrer persönlichen Bestzeit von 31:14,21 min den elften Platz, nachdem sie erst kurz vor Schluss überrundet worden war. Tirunesh Dibaba unterbot erstmals seit dem Weltrekord der Chinesin Wang Junxia von 1993 die 30-Minuten-Grenze. Von 31 gestarteten Läuferinnen beendeten 27 das Rennen, zwei wurden wegen Dopingvergehens disqualifiziert.

Die Russin Inga Abitowa wurde im September 2016 vom IOC wegen der Einnahme von unerlaubten Dopingmitteln disqualifiziert.[9]

Wie auch über 5000 Meter wurde der Silbermedaillengewinnerin Elvan Abeylegesse im März 2017 ihre Medaille wegen Dopingmissbrauchs aberkannt.[16]

Marathon[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Platz Athletin Land Zeit (h)
1 Constantina Diță RumänienRumänien ROM 2:26:44
2 Catherine Ndereba KeniaKenia KEN 2:27:06
3 Zhou Chunxiu China VolksrepublikVolksrepublik China CHN 2:27:07
4 Zhu Xiaolin China VolksrepublikVolksrepublik China CHN 2:27:16
5 Martha Komu KeniaKenia KEN 2:27:23
6 Mara Yamauchi Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich GBR 2:27:29
7 Irina Timofejewa RusslandRussland RUS 2:27:31
8 Lidia Șimon RumänienRumänien ROM 2:27:51

Datum: 17. August 2008, 7:30 Uhr

Teilnehmerinnen:
Melanie Kraus DeutschlandDeutschland Deutschland (2:35:17 h/38.)
Susanne Hahn DeutschlandDeutschland Deutschland (2:38:31 h/52.)
Eva-Maria Gradwohl OsterreichÖsterreich Österreich (2:44:24 h/57.)

Bei 23 °C und leichtem Regen blieb die befürchtete Hitzeschlacht aus. Kurz nach Kilometer zwanzig setzte sich Diţă vom Rest des Feldes ab und lief einen Vorsprung von mehr als einer Minute heraus. Bei Kilometer vierzig spaltete sich die bis dahin noch siebenköpfige Verfolgergruppe. Zwei Kenianerinnen und zwei Chinesinnen kämpften um die Medaillen, und schließlich setzte sich Weltmeisterin Ndereba im Schlussspurt gegen die Weltmeisterschaftszweite Zhou durch. Die britische Weltrekordlerin Paula Radcliffe, die sich nach einer langen Verletzungspause erst wenige Tage vor den Spielen zur Teilnahme entschieden hatte, hielt lange mit, wurde aber auf dem letzten Viertel von Krämpfen geplagt und kam auf den 23. Platz. Von 81 gestarteten Läuferinnen erreichten zwölf nicht das Ziel, darunter einige Favoritinnen: Deena Kastor (USA) verletzte sich bei Kilometer fünf den Fuß, die WM-Dritte Reiko Tosa aus Japan fiel schon in der ersten Hälfte sichtlich leidend zurück, und die Äthiopierinnen Berhane Adere sowie Gete Wami gaben auf, nachdem sie bei Kilometer dreißig aus der Spitzengruppe herausgefallen waren. Mizuki Noguchi, die Olympiasiegerin von 2004, hatte kurz vor den Spielen verletzungsbedingt abgesagt.

100 m Hürden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Platz Athletin Land Zeit (s)
1 Dawn Harper Vereinigte StaatenVereinigte Staaten USA 12,54
2 Sally McLellan AustralienAustralien AUS 12,64
3 Priscilla Lopes-Schliep KanadaKanada CAN 12,64
4 Damu Cherry Vereinigte StaatenVereinigte Staaten USA 12,65
5 Delloreen Ennis-London JamaikaJamaika JAM 12,65
6 Brigitte Foster-Hylton JamaikaJamaika JAM 12,66
7 LoLo Jones Vereinigte StaatenVereinigte Staaten USA 12,72
8 Sarah Claxton Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich GBR 12,94

Datum: 19. August 2008, 22:30 Uhr

Wind: + 0,1 m/s

Teilnehmerinnen:
Carolin Nytra DeutschlandDeutschland Deutschland (ausgeschieden im Halbfinale; 12,99 s/7.)

400 m Hürden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Platz Athletin Land Zeit (s)
1 Melaine Walker JamaikaJamaika JAM 52,64 OR
2 Sheena Tosta Vereinigte StaatenVereinigte Staaten USA 53,70
3 Tasha Danvers Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich GBR 53,84
4 Anastassija Rabtschenjuk UkraineUkraine UKR 53,96
5 Anna Jesień PolenPolen POL 54,29
6 Jekaterina Bikert RusslandRussland RUS 54,96
7 Zuzana Hejnová TschechienTschechien CZE 54,97
8 Tiffany Ross-Williams Vereinigte StaatenVereinigte Staaten USA 57,55

Datum: 20. August 2008, 22:35 Uhr

3000 m Hindernis[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Platz Athletin Land Zeit (min)
1 Gulnara Galkina RusslandRussland RUS 8:58,81 WR
2 Eunice Jepkorir Kertich KeniaKenia KEN 9:07,41 AF
3 Tatjana Petrowa RusslandRussland RUS 9:12,33
4 Cristina Casandra RumänienRumänien ROM 9:16,85 NR
5 Ruth Bisibori Nyangau KeniaKenia KEN 9:17,35
6 Zemzem Ahmed Athiopien 1996Äthiopien ETH 9:17,85 NR
7 Wioletta Frankiewicz PolenPolen POL 9:21,76
8 Jenny Barringer Vereinigte StaatenVereinigte Staaten USA 9:22,26 NM

Datum: 17. August 2008, 21:30 Uhr

Teilnehmerinnen:
Antje Möldner DeutschlandDeutschland Deutschland (ausgeschieden im Vorlauf; 9:29,86 m NR/7.)

Der Wettbewerb feierte seine olympische Premiere. Die US-Amerikanerin Jennifer Simpson stellte als Achte mit 9:22,26 min einen Nordamerikarekord auf.

2016 wurde die Russin Jekaterina Wolkowa bei einem Nachtest des Dopingmissbrauchs überführt. Ihre Bronzemedaille wurde ihr aberkannt.[17]

4 × 100 m Staffel[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Platz Land Athletinnen Zeit (s)
1 BelgienBelgien Belgien Olivia Borlée
Hanna Mariën
Élodie Ouédraogo
Kim Gevaert
42,54 NR
2 NigeriaNigeria Nigeria Ene Franca Idoko
Gloria Kemasuode
Halimat Ismaila
Oludamola Osayomi
im Vorlauf außerdem:
Agnes Osazuwa
43,04
3 BrasilienBrasilien Brasilien Rosemar Maria Neto
Lucimar Aparecida de Moura
Thaissa Presti
Rosângela Santos
43,14
4 DeutschlandDeutschland Deutschland Anne Möllinger
Verena Sailer
Cathleen Tschirch
Marion Wagner
43,28
DNF JamaikaJamaika Jamaika Shelly-Ann Fraser
Sherone Simpson
Kerron Stewart
Veronica Campbell-Brown
im Vorlauf außerdem:
Sheri-Ann Brooks
Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Großbritannien Jeanette Kwakye
Montell Douglas
Emily Freeman
Emma Ania
DSQ PolenPolen Polen Ewelina Klocek
Daria Korczyńska
Dorota Jędrusińska
Joanna Kocielnik
im Vorlauf außerdem:
Marta Jeschke
DOP RusslandRussland Russland Jewgenija Poljakowa
Alexandra Fedoriwa
Julija Guschtschina
Julija Tschermoschanskaja

Datum: 22. August 2008, 21:15 Uhr

Teilnehmerinnen:
Verena Sailer, Anne Möllinger, Mareike Peters, Cathleen Tschirch, Marion Wagner, Katja Wakan DeutschlandDeutschland Deutschland

Die Stafette der USA schied im Halbfinale durch Verlust des Staffelstabes aus, gleiches passierte den favorisierten Stafetten aus Jamaika und Großbritannien im Endlauf. Das polnische Team wurde wegen Überschreitung einer Wechselmarke disqualifiziert.

Die Russin Julija Tschermoschanskaja wurde bei einem Nachtest 2016 positiv getestet. Der russischen Staffel wurde daraufhin die Goldmedaille aberkannt[18] und den zweitplatzierten Belgierinnen zugesprochen.[19]

4 × 400 m Staffel[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Platz Land Athletinnen Zeit (min)
1 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten USA Mary Wineberg
Allyson Felix
Monique Henderson
Sanya Richards
im Vorlauf außerdem:
Natasha Hastings
3:18,54 SB
2 JamaikaJamaika Jamaika Shericka Williams
Shereefa Lloyd
Rosemarie Whyte
Novlene Williams-Mills
3:20,40 SB
3 Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Großbritannien Christine Ohuruogu
Kelly Sotherton
Marilyn Okoro
Nicola Sanders
3:22,68 SB
4 KubaKuba Kuba Roxana Díaz
Zulia Calatayud
Susana Clement
Indira Terrero
3:23,21 NR
5 NigeriaNigeria Nigeria Joy Eze
Folashade Abugan
Olouma Nwoke
Muizat Ajoke Odumosu
3:23,74 SB
6 DeutschlandDeutschland Deutschland Jonna Tilgner
Sorina Nwachukwu
Florence Ekpo-Umoh
Claudia Hoffmann
3:28,45
DOP RusslandRussland Russland Julija Guschtschina
Ljudmila Litwinowa
Tatjana Firowa
Anastassija Kapatschinskaja
im Vorlauf außerdem:
Jelena Migunowa
Tatjana Weschkurowa
Weissrussland 1995Weißrussland Weißrussland Hanna Kosak
Iryna Chljustawa
Ilona Ussowitsch
Swjatlana Ussowitsch
im Vorlauf außerdem:
Juljana Juschtschanka

Datum: 23. August 2008, 20:40 Uhr

Teilnehmerinnen:
Jonna Tilgner, Claudia Hoffmann, Sorina Nwachukwu, Florence Ekpo-Umoh, Janin Lindenberg DeutschlandDeutschland Deutschland

Im August 2016 wurde die russische Läuferin Tatjana Firowa als nachträglich überführte Doping-Sünderin disqualifiziert. Mit ihr verlor die russische Staffel den 2. Platz.[15]

Im November 2016 wurde auch die weißrussische Läuferin Swjatlana Ussowitsch des Dopingmissbrauchs überführt. Mit ihr verlor die belarussische Staffel die Bronzemedaille.[20]

20 km Gehen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Platz Athletin Land Zeit (h)
1 Olga Kaniskina RusslandRussland RUS 1:26:31 OR
2 Kjersti Plätzer NorwegenNorwegen NOR 1:27:07 NR
3 Elisa Rigaudo ItalienItalien ITA 1:27:12
4 Liu Hong China VolksrepublikVolksrepublik China CHN 1:27:17
5 María Vasco SpanienSpanien ESP 1:27:25 NR
6 Beatriz Pascual SpanienSpanien ESP 1:27:44
7 Olive Loughnane IrlandIrland IRL 1:27:45
8 Ana Cabecinha PortugalPortugal POR 1:27:46 NR

Datum: 21. August 2008, 9:00 Uhr

Teilnehmerinnen:
Sabine Zimmer DeutschlandDeutschland Deutschland (1:30:19 h/15.)
Melanie Seeger DeutschlandDeutschland Deutschland (1:31:56 h/23.)

Hochsprung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Platz Athletin Land Höhe (m)
1 Tia Hellebaut BelgienBelgien BEL 2,05 NR
2 Blanka Vlašić KroatienKroatien CRO 2,05
3 Chaunté Howard Vereinigte StaatenVereinigte Staaten USA 1,99
4 Ruth Beitia SpanienSpanien ESP 1,96
Ariane Friedrich DeutschlandDeutschland GER 1,96
6 Emma Green SchwedenSchweden SWE 1,96
7 Marina Aitowa KasachstanKasachstan KAZ 1,93
Antonietta Di Martino ItalienItalien ITA 1,93

Datum: 23. August 2008, 19:00 Uhr
Den ursprünglichen Drittplatzierten Anna Tschitscherowa, Viertplatzierten Jelena Slessarenko und Fünftplatzierten Wita Palamar wurden im Oktober und November 2016 ihre Resultate wegen Dopingmissbrauchs aberkannt.[21]

Stabhochsprung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Platz Athletin Land Höhe (m)
1 Jelena Issinbajewa RusslandRussland RUS 5,05 WR
2 Jennifer Stuczynski Vereinigte StaatenVereinigte Staaten USA 4,80
3 Swetlana Feofanowa RusslandRussland RUS 4,75
4 Julija Golubtschikowa RusslandRussland RUS 4,75
5 Monika Pyrek PolenPolen POL 4,70
6 Carolin Hingst DeutschlandDeutschland GER 4,65
7 Silke Spiegelburg DeutschlandDeutschland GER 4,65
8 April Steiner Vereinigte StaatenVereinigte Staaten USA 4,55

Datum: 18. August 2008, 19:20 Uhr

Teilnehmerinnen:
Anastasija Reiberger DeutschlandDeutschland Deutschland (ausgeschieden in der Qualifikation; 4,40 m/8.)
Nicole Büchler SchweizSchweiz Schweiz (ausgeschieden in der Qualifikation; 4,30 m/11.)

Weitsprung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Platz Athletin Land Weite (m)
1 Maurren Higa Maggi BrasilienBrasilien BRA 7,04
2 Blessing Okagbare NigeriaNigeria NGR 6,91
3 Chelsea Hammond JamaikaJamaika JAM 6,79
4 Brittney Reese Vereinigte StaatenVereinigte Staaten USA 6,76
5 Oxana Udmurtowa RusslandRussland RUS 6,70
6 Jade Johnson Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich GBR 6,64
7 Grace Upshaw Vereinigte StaatenVereinigte Staaten USA 6,58
8 Carolina Klüft SchwedenSchweden SWE 6,49

Datum: 22. August 2008, 19:20 Uhr
Die Ukrainerin Ljudmyla Blonska wurde noch vor Beginn des Weitsprung-Finales nach ihrem Siebenkampf, an dem sie ebenfalls teilgenommen hatte, positiv auf das anabole Steroid Methyltestosteron getestet. Nach ebenfalls positiver B-Probe wurde sie zunächst suspendiert. Einen Tag darauf wurde sie disqualifiziert und endgültig von den Spielen ausgeschlossen. Später folgte eine lebenslange Sperre.[22]
Mit der ursprünglich zweitplatzierten Russin Tatjana Lebedewa wurde eine weitere Athletin bei diesen Spielen im Rahmen von Nachuntersuchungen des Dopingmissbrauchs überführt. Im Januar 2017 wurden ihr die Silbermedaillen im Weit- und Dreisprung aberkannt.[23]
Auch die Resultate der Griechin Chrysopigi Devetzi im Weit- und Dreisprung wurden im Anschluss an Nachuntersuchungen im Januar 2017 wegen Dopingmissbrauchs annulliert.[23] Im Weitsprung war sie in der Qualifikation ausgeschieden, im Dreisprung hatte sie zunächst Bronze gewonnen.

Dreisprung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Platz Athletin Land Weite (m)
1 Françoise Mbango Etone KamerunKamerun CMR 15,39 OR / ER
2 Olga Rypakowa KasachstanKasachstan KAZ 15,11 AS
3 Yargelis Savigne KubaKuba CUB 15,05
4 Marija Šestak SlowenienSlowenien SLO 15,03 NR
5 Wiktorija Gurowa RusslandRussland RUS 14,77
6 Anna Pjatych RusslandRussland RUS 14,73
7 Olga Saladucha UkraineUkraine UKR 14,70
8 Kaire Leibak EstlandEstland EST 14,13

Datum: 17. August 2008, 21:35 Uhr
Der ursprünglich Drittplatzierten Griechin Chrysopigi Devetzi wurde ihre Bronzemedaille im Anschluss an Doping-Nachuntersuchungen im November 2016 aberkannt.[23]
Der zunächst zweitplatzierten Russin Tatjana Lebedewa wurden ihre Silbermedaillen im Drei- und Weitsprung im Anschluss an Doping-Nachuntersuchungen im Januar 2017 aberkannt.[23]

Kugelstoßen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Platz Athletin Land Weite (m)
1 Valerie Vili NeuseelandNeuseeland NZL 20,56 OZ
2 Misleydis González KubaKuba CUB 19,50
3 Gong Lijiao China VolksrepublikVolksrepublik China CHN 19,20
4 Anna Omarowa RusslandRussland RUS 19,08
5 Nadine Kleinert DeutschlandDeutschland GER 19,01
6 Li Meiju China VolksrepublikVolksrepublik China CHN 19,00
7 Olga Iwanowa RusslandRussland RUS 18,44
8 Mailín Vargas KubaKuba CUB 18,28

Datum: 16. August 2008, 21:10 Uhr

Teilnehmerinnen:
Christina Schwanitz DeutschlandDeutschland Deutschland (18,27 m/11.)
Denise Hinrichs DeutschlandDeutschland Deutschland (ausgeschieden in der Qualifikation; 18,36 m/10.)

Die weißrussische Kugelstoßerin Natallja Michnewitsch fiel bei den umfangreichen Doping-Nachtests 2016 positiv auf. Sie war 2008 mit Metandienon und Stanozolol gedopt, wurde nachträglich disqualifiziert und verlor daher auch ihre Silbermedaille.[24]

Ihre Landsfrau Nadseja Astaptschuk, die in Peking zunächst Platz drei erzielt hatte, fiel ebenfalls bei Nachtests auf und wurde daraufhin nachträglich disqualifiziert.[25]

Diskuswurf[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Platz Athletin Land Weite (m)
1 Stephanie Brown Trafton Vereinigte StaatenVereinigte Staaten USA 64,74
2 Olena Antonowa UkraineUkraine UKR 62,59
3 Song Aimin China VolksrepublikVolksrepublik China CHN 62,20
4 Věra Pospíšilová-Cechlová TschechienTschechien CZE 61,75
5 Elina Swerawa Weissrussland 1995Weißrussland BLR 60,82
6 Li Yanfeng China VolksrepublikVolksrepublik China CHN 60,68
7 Mélina Robert-Michon FrankreichFrankreich FRA 60,66
8 Dani Samuels AustralienAustralien AUS 60,15

Datum: 18. August 2008, 19:00 Uhr

Am 1. September 2016 gab das Internationale Olympische Komitee bekannt, dass bei der Kubanerin Yarelys Barrios im Rahmen von Nachtests der Dopingproben der Olympischen Sommerspiele 2008 das verbotene Diuretikum Acetazolamid entdeckt wurde. Daraufhin wurde ihr die Silbermedaille aberkannt und der Ukrainerin Olena Antonowa zugesprochen.[26]

Hammerwurf[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Platz Athletin Land Weite (m)
1 Yipsi Moreno KubaKuba CUB 75,20 OR
2 Zhang Wenxiu China VolksrepublikVolksrepublik China CHN 74,32
3 Manuela Montebrun FrankreichFrankreich FRA 72,54
4 Anita Włodarczyk PolenPolen POL 71,56
5 Clarissa Claretti ItalienItalien ITA 71,33
6 Martina Hrašnová SlowakeiSlowakei SVK 71,00
7 Betty Heidler DeutschlandDeutschland GER 70,06
8 Jelena Priyma RusslandRussland RUS 69,72

Datum: 20. August 2008, 19:20 Uhr

Teilnehmerinnen:
Kathrin Klaas DeutschlandDeutschland Deutschland (ausgeschieden in der Qualifikation; 67,54 m/ 11.)

Die Weißrussin Aksana Mjankowa wurde 2016 des Dopings überführt und disqualifiziert. Die Goldmedaille wurde aberkannt.[27]

Auch ihre Landsfrau Darja Ptschelnik, zunächst auf Rang vier und nach Mjankowas Disqualifikation Bronzemedaillengewinnerin, wurde nach positiver Dopingprobe nachträglich disqualifiziert.[28]

Alle anderen Werferinnen des Finales rückten jeweils um einen bzw. zwei Plätze nach vorne.

Speerwurf[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Platz Athletin Land Weite (m)
1 Barbora Špotáková TschechienTschechien CZE 71,42 ER
2 Christina Obergföll DeutschlandDeutschland GER 66,13
3 Goldie Sayers Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich GBR 65,75 NR
4 Steffi Nerius DeutschlandDeutschland GER 65,29
5 Osleidys Menéndez KubaKuba CUB 63,35
6 Barbara Madejczyk PolenPolen POL 62,02
7 Katharina Molitor DeutschlandDeutschland GER 59,64
8 Mercedes Chilla SpanienSpanien ESP 58,13

Datum: 21. August 2008, 19:20 Uhr

Im September 2016 entschied das IOC, dass der Russin Marija Abakumowa die Silbermedaille aberkannt wird, weil ihr bei Nachkontrollen ihrer Dopingprobe die Einnahme von Turinabol nachgewiesen wurde. Die nach ihr platzierten Athletinnen rückten um jeweils einen Rang nach vorne. So erhielt Christina Obergföll nachträglich die Silbermedaille zugesprochen, Bronze ging an die Britin Goldie Sayers.[9]

Siebenkampf[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Platz Athletin Land Punkte
1 Natalja Dobrynska UkraineUkraine UKR 6733
2 Hyleas Fountain Vereinigte StaatenVereinigte Staaten USA 6619
3 Kelly Sotherton Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich GBR 6517
4 Jessica Zelinka KanadaKanada CAN 6490 NR
5 Anna Bogdanowa RusslandRussland RUS 6465
6 Karolina Tymińska PolenPolen POL 6428
7 Lilli Schwarzkopf DeutschlandDeutschland GER 6379
8 Jolanda Keizer NiederlandeNiederlande NED 6370

Datum: 16. August 2008, 22:11 Uhr

Teilnehmerinnen:
Jennifer Oeser DeutschlandDeutschland Deutschland (6360 Punkte/11.)
Sonja Kesselschläger DeutschlandDeutschland Deutschland (6140 Punkte/16.)
Linda Züblin SchweizSchweiz Schweiz (5743 Punkte/30.)

Die Ukrainerin Ljudmyla Blonska (6700 Punkte) wurde zunächst als Silbermedaillengewinnerin geehrt, aber am 22. August 2008 disqualifiziert, nachdem sie des Dopingmissbrauch überführt worden war. Auch der nachträglich Drittplatzierten Tatjana Tschernowa wurde die Bronzemedaille wegen Dopingmissbrauchs am 24. April 2017 aberkannt.[29]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Videos[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Official Report of the XXVIIIth Olympiad, Results Athletics, englisch/französisch (PDF, 3054 KB), abgerufen am 28. Mai 2018
  2. Koreas 'to unify Olympics teams', BBC News 1. November 2005, abgerufen am 19. April 2018
  3. IAAF: Mongolia and China take marathon honours – Beijing Olympic test events continue. 20. April 2008, abgerufen am 28. Mai 2018
  4. Wasserlilie versus Vogelnest auf gewowis.de, 15. April 2008, abgerufen am 28. Mai 2018
  5. So geht Widerstand, Zeit Online, 20. März 2014, abgerufen am 28. Mai 2018
  6. Olympiastadion Peking auf demas-travel.com, abgerufen am 28. Mai 2018
  7. a b IOC Executive Board decision regarding Rashid Ramzi auf olympic.org, 17. November 2009 (PDF; 54 kB), abgerufen am 28. Mai 2018
  8. a b c IOC sanctions two athletes for failing anti-doping test at Beijing 2008. Internationales Olympisches Komitee, 25. Januar 2017, abgerufen am 28. Mai 2018 (englisch).
  9. a b c d e f Obergföll bekommt Silber zugesprochen, Spiegel Online. 13. September 2016. Abgerufen am 28. Mai 2018. 
  10. a b thestar.com: Canada’s Dylan Armstrong finally gets 2008 Beijing Olympics bronze medal after doping DQ (englisch), abgerufen am 28. Mai 2018
  11. a b thestar.com: Canada’s Dylan Armstrong finally gets 2008 Beijing Olympics bronze medal after doping DQ (englisch), abgerufen am 28. Mai 2018
  12. a b IOC SANCTIONS SEVEN ATHLETES FOR FAILING ANTI-DOPING TESTS AT BEIJING 2008 AND LONDON 2012 olympic.org 25. November 2016, abgerufen am 28. Mai 2018
  13. a b Wegen Dopings bei Olympia 2012: IOC disqualifiziert russische Silbergewinnerin. handelsblatt.de, 20. August 2016; abgerufen am 25. August 2016
  14. a b Athletensprecherin schimpft: "Die schlechtesten Spiele, die wir je hatten" Stern, 20. August 2016; abgerufen am 28. Mai 2018
  15. a b c Medaillengewinner von 2008 werden disqualifiziert. Peking-Nachtests: IOC greift durch. www.sport1.de, 31. August 2016; abgerufen am 28. Mai 2018
  16. a b c 1.500-m-Läuferin Bulut verliert Olympiagold von 2012, Abeylegesses Vergehen und Konsequenzen im letzten Abschnitt des Artikels benannt, auf sport.orf.at, 29. März 2017, abgerufen am 28. Mai 2018
  17. a b Doping-Nachtests: Hindernisläuferin Volkova verliert Bronze (deutsch) www.leichtathletik.de. 27. Oktober 2016. Abgerufen am 28. Mai 2018.
  18. a b Gold der Russinnen ist weg! IOC erkennt 4x100-Meter-Frauen-Staffel Medaille von 2008 ab, Focus Online 17. August 2016, abgerufen am 28. Mai 2018
  19. a b Acht Jahre nach den Spielen von Peking haben die belgischen Sprinterinnen ihre olympischen Goldmedaillen aus der 4x100-m-Staffel erhalten., Handelsblatt, 9. September 2016; abgerufen am 10. September 2016, abgerufen am 28. Mai 2018
  20. a b IOC sanctions seven athletes for failing anti-doping tests at Beijing 2008 and London 2012 auf olympic.org 25. November 2016, abgerufen am 28. Mai 2018
  21. a b c d IOC sanctions Anna Chicherova for failing anti-doping test at Beijing 2008 auf www.olympic.org 6. Oktober 2016, abgerufen am 28. Mai 2018
  22. a b Doping Rule Violation, Liudmyla Blonska. Meldung auf olympic.org vom 13. November 2008 (englisch), abgerufen am 28. Juni 2018
  23. a b c d e f IOC sanctions two athletes for failing anti-doping test at Beijing 2008. Meldung auf olympic.org vom 25. Januar 2017 (englisch), abgerufen am 28. Mai 2018
  24. a b IOC SANCTIONS SEVEN ATHLETES FOR FAILING ANTI-DOPING TESTS AT BEIJING 2008 AND LONDON 2012. In: olympic.org. 25. November 2016, abgerufen im 22. Mai 2018.
  25. a b Nadzeya Ostapchuk muss Kugelstoß-Bronze von Peking abgeben. In: leichtathletik.de. 12. Januar 2017, abgerufen im 22. Mai 2018.
  26. a b Olympia 2008: Silbermedaillengewinnerin von Peking positiv getestet auf Spiegel Online 1. September 2016, abgerufen am 28. Mai 2018
  27. a b Doping bei Olympia in Peking 2008 und London 2012: Täglich ein neuer Medaillenspiegel auf eurosport.de 23. November 2016; abgerufen am 28. Mai 2018
  28. a b Darja Ptschelnik auf maria-online.com, abgerufen am 28. Mai 2018
  29. a b Doping: Russin Tschernowa verliert Medaille von 2008 Frankfurter Rundschau 24. April 2017, abgerufen am 9. Juli 2018
  30. a b IOC: IOC takes decisions on three doping cases. 11. Dezember 2008, abgerufen am 28. Mai 2018
  31. a b leichtathletik.de: Gedopte Hammerwerfer verlieren Medaillen. 11. Dezember 2008, abgerufen am 28. Mai 2018
  32. a b CAS: The Court of Arbitration for Sport (CAS) upholds the appeals of the Belarusian athletes (PDF; 165 kB). 10. Juni 2010, abgerufen am 28. Mai 2018
  33. a b leichtathletik.de: Weißrussen erhalten Medaillen zurück. 10. Juni 2010, abgerufen am 28. Mai 2018
  34. a b leichtathletik.de: IOC will dritte Analyse. 10. Juni 2010, abgerufen am 28. Mai 2018
  35. Regelwerke Leichtathletik auf retrolympics.de S. 22 (PDF, 580 KB)