Ebrach

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Dieser Artikel befasst sich mit dem Markt Ebrach in Oberfranken. Zu anderen Bedeutungen siehe Ebrach (Begriffsklärung).
Wappen Deutschlandkarte
Wappen des Marktes Ebrach
Ebrach
Deutschlandkarte, Position des Marktes Ebrach hervorgehoben
Koordinaten: 49° 51′ N, 10° 30′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Oberfranken
Landkreis: Bamberg
Verwaltungs­gemeinschaft: Ebrach
Höhe: 330 m ü. NHN
Fläche: 29,58 km²
Einwohner: 1806 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 61 Einwohner je km²
Postleitzahl: 96157
Vorwahl: 09553
Kfz-Kennzeichen: BA
Gemeindeschlüssel: 09 4 71 128
Marktgliederung: 12 Ortsteile
Adresse der
Marktverwaltung:
Rathausplatz 2
96157 Ebrach
Webpräsenz: www.ebrach.de
Bürgermeister: Max-Dieter Schneider (SPD)
Lage des Marktes Ebrach im Landkreis Bamberg
Landkreis Haßberge Landkreis Schweinfurt Landkreis Kitzingen Landkreis Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim Pommersfelden Landkreis Erlangen-Höchstadt Landkreis Coburg Landkreis Kulmbach Landkreis Bayreuth Landkreis Lichtenfels Bamberg Landkreis Forchheim Zückshuter Forst Winkelhofer Forst Steinachsrangen Semberg Lindach (gemeindefreies Gebiet) Koppenwinder Forst Hauptsmoorwald Geisberger Forst Eichwald (Oberbayern) Ebracher Forst Ebracher Forst Walsdorf (Oberfranken) Rattelsdorf Baunach Reckendorf Lauter (Oberfranken) Gerach (Oberfranken) Gundelsheim (Oberfranken) Hallstadt Schlüsselfeld Zapfendorf Wattendorf Viereth-Trunstadt Strullendorf Stegaurach Stadelhofen Schönbrunn im Steigerwald Scheßlitz Priesendorf Pommersfelden Pommersfelden Pettstadt Oberhaid (Oberfranken) Litzendorf Lisberg Königsfeld (Oberfranken) Kemmern Hirschaid Frensdorf Ebrach Buttenheim Burgwindheim Burgebrach Breitengüßbach Bischberg Altendorf (Landkreis Bamberg) MemmelsdorfKarte
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Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Markt

Ebrach ist ein Markt im oberfränkischen Landkreis Bamberg und Sitz der Verwaltungsgemeinschaft Ebrach. Ebrach hat gut 1800 Einwohner.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geografische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ebrach liegt zwischen Bamberg im Osten und Würzburg im Westen. Es befindet sich im Steigerwald an der Mittleren Ebrach. In Ebrach steht das ehemalige Zisterzienserkloster Ebrach.

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nachbargemeinden sind (von Norden beginnend im Uhrzeigersinn) Rauhenebrach (Unterfranken), Burgwindheim (Oberfranken), Geiselwind und Oberschwarzach (beide Unterfranken).

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ebrach gliedert sich in 12 Ortsteile (Einwohnerzahlen in Klammern)[2]:

  • Buch (57)
  • Eberau (130)
  • Ebrach (1107)
  • Großbirkach (78)
  • Großgressingen (295)
  • Hof (20)
  • Kleinbirkach (34)
  • Kleingressingen (40)
  • Neudorf bei Ebrach (104)
  • Sankt Rochus (0)
  • Schmerb (4)
  • Winkelhof (6)

Die Meierei gehört zum Ortsteil Ebrach. Es gibt folgende Gemarkungen: Buch, Ebrach, Großbirkach, Großgressingen, Neudorf bei Ebrach.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Name stammt wahrscheinlich nicht von Eber, sondern vielleicht von einem uralten vorgermanischen Stamm ebr- (Wasser), urverwandt mit dem baskischen ibar (Tal).[3]

Ebrach und seine ehemalige Klosteranlage

Kloster Ebrach wurde 1127 als eines der ersten rechtsrheinischen Zisterzienserklöster durch die fränkischen Edelfreien Berno und Richwin von Eberau gegründet. 1127 übersiedelten zwölf Mönche vom Mutterkloster Morimond. 1200 begann Abt Hermann I. den Bau der Abteikirche, die 1285 vollendet wurde. Sie ist 88 Meter lang und gilt als eines der schönsten Baudenkmäler der frühgotischen Baukunst. Eine erst vor kurzem sanierte prächtige klassizistische Innenausstattung, über 50 Fenster, 26 Altäre und über dem Westportal eine Rosette von zwölf Meter Durchmesser nach dem Vorbild von Notre Dame in Paris zieren das Bauwerk. Die Fenster wurden 1887 neu gemalt. Das Kloster wurde 1803 im Zuge der Säkularisation aufgelöst, der Ort kam durch den Reichsdeputationshauptschluss von 1803, wie weite Teile Frankens auch, zu Bayern (Siehe auch Geschichte Frankens).[4] Kloster Ebrach wurde offiziell erst bei seiner Aufhebung die Reichsunmittelbarkeit zuerkannt. Vor 1803 war diese immer mit Erfolg durch das Hochstift Würzburg bestritten worden. Die Klosterkirche ist seither katholische Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt. Seit 1851 dienen die Klostergebäude als Strafanstalt (heute Justizvollzugsanstalt Ebrach).

Eingemeindungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 1. April 1971 wurde die ehemalige Gemeinde Neudorf bei Ebrach eingemeindet. Am 1. Januar 1972 folgten Buch, Großbirkach und Großgressingen.[5]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1900: 1403
  • 1970: 2471
  • 1987: 1774
  • 2000: 2017
  • 2008: 1881
  • 2013: 1830
  • 2014: 1813

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bürgermeister ist Max-Dieter Schneider (SPD). Er wurde im Jahr 2002 Nachfolger von Alfons Keller (CSU), 2008 mit 90,84 % der Stimmen und 2014 ohne Gegenkandidaten mit 89,42 % wiedergewählt.

Die Gemeindesteuereinnahmen betrugen im Jahr 1999 umgerechnet 969.000 Euro, davon waren umgerechnet 353.000 Euro Gewerbesteuereinnahmen (netto).

Gemeinderatswahl 2014[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gemeinderat hat 12 Mitglieder:

Gemeinderatswahl 2008[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gemeinderat hat 12 Mitglieder:

Die Freie Wählerliste war nicht mehr vertreten.

Gemeinderatswahl 2002[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gemeinderat hat 12 Mitglieder:

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Wappenbeschreibung lautet: Über rotem Schildfuß, darin ein silberner Schrägwellenbalken, in Gold ein springender schwarzer Eber, der einen silbernen Abtstab schräg im Maul hält. Der Eber mit Krummstab bezieht sich auf die Gründungslegende des Klosters Ebrach, die erzählt, ein Eber habe den Mönchen den Ort für die Klostergründung gewiesen, indem er ihnen den Abtsstab entriss und ihn an der Stelle des späteren Klosters fallen ließ.[6]

Partnergemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Öffentliche Einrichtungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Klosterkirche der ehemaligen Zisterzienserabtei Ebrach
Gotische Rosette und Teilansicht des Orgelprospekts der Hauptorgel der Abteikirche
Klostervorstadt in Ebrach
  • Ehemaliger Abteigarten
  • Pfarrkirche Ebrach (ehemalige Klosterkirche)
    • Orgeln der Pfarrkirche: Neben der großen Hauptorgel (Konzertorgel) auf der Westempore mit einem modernen Werk in einem barocken Gehäuse, die vom Würzburger Orgelbaumeister Johann Philipp Seuffert im Jahre 1743 erbaut wurde, beherbergt die ehemalige Abteikirche im Mönchschor zwei originale barocke Chororgeln aus der Werkstatt des Frankfurter Orgelbauers Johann Christian Köhler. Die beiden Instrumente sind eine organologische Rarität, da sich die beiden Organisten aufgrund der Positionierung der Spieltische gegenseitig sehen können. Im Zuge der umfangreichen Innenrestaurierung der Kirche wurden sie ausgebaut und wurden bis zur Fertigstellung im Oktober 2012 durch die Orgelbaufirma Klais, unterstützt durch die Firma Hoffmann, restauriert. Am 4. November 2012 wurden sie vom Bamberger Erzbischof wieder geweiht.
  • Abteigebäude des ehemaligen Klosters Ebrach
  • St.-Johannis-Kirche in Großbirkach

Siehe auch: Liste der Baudenkmäler in Ebrach

Regelmäßige Veranstaltungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaft einschließlich Land- und Forstwirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auf Grund der Lage im Steigerwald ist Holz ein wesentlicher Wirtschaftsfaktor.

Es gab 1998 nach der amtlichen Statistik im Bereich der Land- und Forstwirtschaft 23, im produzierenden Gewerbe 330 und im Bereich Handel und Verkehr 36 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. In sonstigen Wirtschaftsbereichen waren am Arbeitsort 100 Personen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 476. Im verarbeitenden Gewerbe gab es einen Betrieb, im Bauhauptgewerbe einen Betrieb. Zudem bestanden im Jahr 1999 52 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 1077 Hektar, davon waren 766 Ackerfläche und 310 Dauergrünfläche.

Freiwillige Feuerwehren[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Freiwillige Feuerwehren bestehen in: Ebrach, Buch, Großbirkach, Großgressingen und Neudorf (bei Ebrach).

Brauereien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Ebrach existiert keine Brauerei mehr. Die letzte Braustätte war die Klosterbrauerei Wilz, die 1954 schloss. Heute lässt sie ihr Bier im Lohnbrauverfahren bei der Brauerei Göller brauen. Im Ortsteil Großgressingen gab es bis 1946 die Brauerei Henkelmann.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ebrach liegt an der Bundesstraße 22. Die Bahnstrecke in Richtung Bamberg wurde stillgelegt und abgebaut.

Ebrach ist über mehrere ÖPNV-Buslinien mit der Region und dem ca. 35 Kilometer entfernten Oberzentrum Bamberg verbunden. Am Bamberger Bahnhof besteht Anschluss an das deutsche Bahnnetz. Die Regionalbuslinien 991 (Ebrach ↔ Bamberg Bahnhof) und 999 (Ebrach ↔ Kleinbirkach) sowie 8163 (Ebrach → Wiesentheid) enden und starten in Ebrach. Busfahrten nach Bamberg dauern ca. 50 Minuten, das nur 14 Kilometer entfernte Mittelzentrum Gerolzhofen im unterfränkischen Nachbarlandkreis Schweinfurt ist mit dem ÖPNV nur mit Umsteigen und nicht unter 100 Minuten Fahrtzeit erreichbar.

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es gibt folgende Einrichtungen (Stand: 1999):

  • 50 Kindergartenplätze mit 36 Kindern
  • Volksschule mit acht Lehrern und 142 Schülern
  • Steigerwaldschule (Staatliche Realschule) mit 35 Lehrern und 682 Schülern

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Söhne und Töchter der Gemeinde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Personen, die mit der Gemeinde in Verbindung stehen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Sonstiges[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom Juli 2016 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. http://www.bayerische-landesbibliothek-online.de/orte/ortssuche_action.html?anzeige=voll&modus=automat&tempus=+20111101/191717&attr=OBJ&val=1112
  3. H. Bahlow, Th. Vennemann, M. Morvan
  4. Johannes Neumann: Der Reichsdeputationshauptschluss von 1803: Voraussetzungen und Folgen (PDF-Datei; 179 kB)
  5. Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C. H. Beck’sche Verlagsbuchhandlung, München 1983, ISBN 3-406-09669-7. Seite 430
  6. Fränkischer Tag, Artikel vom 30. September 2003

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Ebrach – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wikivoyage: Ebrach – Reiseführer

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Theodor Haas: Chronik der Marktgemeinde Ebrach. Markt Ebrach, 1969
  • Theodor Haas: Kaiser Karls IV. Territorialpolitik und die Zisterze Ebrach. In: Erlanger Bausteine zur fränkischen Heimatforschung, Heimatverein Erlangen und Umgebung, Erlangen, Bd. 14, 1967, S. 52–66
  • Theodor Haas: Alte Jagdarten. Aus Forstakten des Klosters Ebrach. In: Erlanger Bausteine zur fränkischen Heimatforschung, Erlangen, Bd. 13, 1966, S. 7–12
  • Theodor Haas: Die Gründung des Klosters Ebrach im Jahre 1127. In: Erlanger Bausteine zur fränkischen Heimatforschung, Bd. 10, 1963, S. 113–117
  • Theodor Haas: Die "Kolonisationstätigkeit" des Zisterzienserklosters Ebrach. In: Erlanger Bausteine zur fränkischen Heimatforschung, Bd. 6, 1959, S. 89–93
  • Theodor Haas: Die Säkularisation des Ebracher Hofes in Nürnberg und des Amtes Katzwang und sein Übergang an Kurbaiern im Jahre 1803. In: Erlanger Bausteine zur fränkischen Heimatforschung, Bd. 3, 1956, S. 92–108