Burgwindheim

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Wappen Deutschlandkarte
Wappen des Marktes Burgwindheim
Burgwindheim
Deutschlandkarte, Position des Marktes Burgwindheim hervorgehoben
Koordinaten: 49° 50′ N, 10° 36′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Oberfranken
Landkreis: Bamberg
Verwaltungs­gemeinschaft: Ebrach
Höhe: 292 m ü. NHN
Fläche: 37,35 km²
Einwohner: 1273 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 34 Einwohner je km²
Postleitzahl: 96154
Vorwahl: 09551
Kfz-Kennzeichen: BA
Gemeindeschlüssel: 09 4 71 122
Marktgliederung: 11 Ortsteile
Adresse der
Marktverwaltung:
Hauptstraße 26
96154 Burgwindheim
Webpräsenz: www.burgwindheim.de
Bürgermeister: Heinrich Thaler (CSU)
Lage des Marktes Burgwindheim im Landkreis Bamberg
Landkreis Haßberge Landkreis Schweinfurt Landkreis Kitzingen Landkreis Neustadt an der Aisch-Bad Windsheim Pommersfelden Landkreis Erlangen-Höchstadt Landkreis Coburg Landkreis Kulmbach Landkreis Bayreuth Landkreis Lichtenfels Bamberg Landkreis Forchheim Zückshuter Forst Winkelhofer Forst Steinachsrangen Semberg Lindach (gemeindefreies Gebiet) Koppenwinder Forst Hauptsmoorwald Geisberger Forst Eichwald (Oberbayern) Ebracher Forst Ebracher Forst Walsdorf (Oberfranken) Rattelsdorf Baunach Reckendorf Lauter (Oberfranken) Gerach (Oberfranken) Gundelsheim (Oberfranken) Hallstadt Schlüsselfeld Zapfendorf Wattendorf Viereth-Trunstadt Strullendorf Stegaurach Stadelhofen Schönbrunn im Steigerwald Scheßlitz Priesendorf Pommersfelden Pommersfelden Pettstadt Oberhaid (Oberfranken) Litzendorf Lisberg Königsfeld (Oberfranken) Kemmern Hirschaid Frensdorf Ebrach Buttenheim Burgwindheim Burgebrach Breitengüßbach Bischberg Altendorf (Landkreis Bamberg) MemmelsdorfKarte
Über dieses Bild
Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Markt

Burgwindheim ist ein Markt im Westen des oberfränkischen Landkreises Bamberg und Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Ebrach.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geografische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Burgwindheim liegt im Steigerwald, etwa 14 km west-südwestlich von Bamberg im Tal der mittleren Ebrach.

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nachbargemeinden sind (von Norden beginnend im Uhrzeigersinn): Rauhenebrach (Landkreis Haßberge), Burgebrach, Schlüsselfeld und Ebrach.

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Burgwindheim gliedert sich in elf Ortsteile (in Klammern Einwohnerzahlen)[2]:

Es gibt die die Gemarkungen Kötsch, Untersteinach, Unterweiler, Burgwindheim.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das ehemalige Amtsschloss des Zisterzienserklosters Ebrach in Burgwindheim

Unklar ist die Bedeutung des Ortsnamens, der entweder auf die Siedlung eines Mannes namens Wind oder auf die wendische Vergangenheit zurückzuführen ist. Der springende (wendische) Hund im Ortswappen könnte ein Hinweis sein. Urkundlich erwähnt wurde der Ort erstmals im Jahr 1140. Die Siedlung geht vermutlich auf die fränkische Landnahme zurück. Im Jahr 1278 vermachte der Ritter Ludewig von Windeheim sein Gut dem Zisterzienserkloster Ebrach. 1363 erhielt Burgwindheim durch Kaiser Karl IV. das Marktrecht und ist damit der älteste Markt des Steigerwaldes. 1720 bis 1728 entstand unter Abt Wilhelm I. Sölner das Amtsschloss des Klosters Ebrach.

Seit dem Reichsdeputationshauptschluss von 1803 gehört der Ort zu Bayern. Dem Kloster Ebrach wurde de facto erst durch die Säkularisation die Reichsunmittelbarkeit anerkannt, so dass dessen Besitzungen nicht, wie die restlichen des Hochstiftes Würzburg, zeitweilig an Erzherzog Ferdinand von Toskana fielen, sondern bei Bayern blieben.

Eingemeindungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Zuge der Gebietsreform wurden zum 1. Januar 1972 die Gemeinden Kötsch, Untersteinach und Unterweiler in den Markt Burgwindheim eingemeindet.[3]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1970: 1375
  • 1987: 1350
  • 2000: 1445
  • 2007: 1423
  • 2011: 1374
  • 2013: 1311
  • 2014: 1264

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bürgermeister ist Heinrich Thaler (CSU). Er war im Jahr 2002 Nachfolger von Erhard Werner (CUW) und wurde 2008 mit 73,40 % der Stimmen und 2014 bei zwei Gegenkandidaten mit 57,11 % wiedergewählt.

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gemeinderat besteht aus zwölf Mitgliedern:

Gemeinderatswahl 2014[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • CSU fünf Sitze
  • DLB (Demokratische Liste Burgwindheim) drei Sitze
  • Bürgerblock (BBL) zwei Sitze
  • Christlich Unabhängige Wählergemeinschaft (CUW) zwei Sitze

Gemeinderatswahl 2008[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • CSU sieben Sitze
  • Bürgerblock (BBL) drei Sitze
  • Christlich Unabhängige Wählergemeinschaft (CUW) zwei Sitze

Gemeinderatswahl 2002[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • CSU sechs Sitze
  • Christlich Unabhängige Wählergemeinschaft (CUW) vier Sitze
  • Bürgerblock (BBL) zwei Sitze

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Wappenbeschreibung lautet: „In Silber ein aufspringender golden gekrönter schwarzer Windhund mit goldenem Halsband.“

Baudenkmäler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaft einschließlich Land- und Forstwirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeindesteuereinnahmen betrugen im Jahr 1999 umgerechnet 616.000 Euro, davon waren 157.000 Euro Gewerbesteuereinnahmen (netto).

Marktplatz von Burgwindheim

Im Jahre 1998 gab es nach der amtlichen Statistik im produzierenden Gewerbe 114 und im Bereich Handel und Verkehr keine sozialversicherungspflichtig Beschäftigten am Arbeitsort. In sonstigen Wirtschaftsbereichen waren am Arbeitsort 45 Personen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 461. Im verarbeitenden Gewerbe gab es einen Betrieb, im Bauhauptgewerbe zwei Betriebe. Zudem bestanden im Jahr 1999 64 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 1404 Hektar, davon waren 914 Hektar Ackerfläche und 489 Hektar Dauergrünfläche.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Bundesstraße 22 von Bamberg nach Würzburg führt durch Burgwindheim. Richtung Süden führen die Kreisstraße BA 2 und BA 44 zur 8 km südlich verlaufenden Autobahn A 3. Nach Norden führt die BA 23. Nach Bamberg besteht eine Busverbindung und damit die Anbindung an den Verkehrsverbund Großraum Nürnberg. Der Bahnhof Burgwindheim lag an der stillgelegten Bahnstrecke Frensdorf – Ebrach, auf der seit 2007 ein Radweg von Burgebrach nach Ebrach führt.

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1999 gab es folgende Einrichtungen:

  • 50 Kindergartenplätze mit 53 Kindern
  • eine Volksschule mit sechs Lehrern und 144 Schülern

Freiwillige Feuerwehren[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Freiwillige Feuerwehren gibt es in Burgwindheim, Kötsch, Untersteinach und Unterweiler.

Brauereien[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Auf dem Marktgemeindegebiet von Burgwindheim befindet sich keine Brauerei mehr. Die Brauerei Ibel im Gemeindeteil Kappel stellte den Braubetrieb 2005 ein und lässt Bier im Lohnbrauverfahren brauen. Bis zum Jahr 1994 existierte die Brauerei zum Löwen in Burgwindheim.

Hostienwunder[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Heiligblutbrunnen, 1690 von L.Dientzenhofer entworfen
Heiligblutkapelle Burgwindheim

Ein Hostienwunder bei der Fronleichnamsprozession des Jahres 1465 machte Burgwindheim zum Wallfahrtsort. Auf einem Altar fiel „ohne fremdes Zutun und ohne Einwirkung des Windes“ die Monstranz um, die Hostie fiel zu Boden. Der Priester konnte sie mit aller Kraft nicht vom Boden lösen. Es wurde ein hölzerner Verschlag errichtet, um die Hostie zu schützen. Der Ebracher Konvent bereitete sich in einem achttägigen Gebet darauf vor, die Hostie wieder aufzuheben. Es gelang dann auch und der Abt von Ebrach brachte die sie wieder in die Pfarrkirche zurück. Das Ereignis wurde als Wunder betrachtet, und schon zwei Jahre später entstand eine Kapelle zum Heiligen Blut. Die Zahl der Wallfahrten nahm noch zu, als 1625 eine Quelle entsprang, die bald als wundertätig galt.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom Juli 2016 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. http://www.bayerische-landesbibliothek-online.de/orte/ortssuche_action.html?anzeige=voll&modus=automat&tempus=+20111101/185236&attr=OBJ&val=1110
  3. Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C. H. Beck’sche Verlagsbuchhandlung, München 1983, ISBN 3-406-09669-7. Seite 430

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Burgwindheim – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien