Füchse Berlin

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Füchse Berlin
Vereinswappen der Füchse Berlin
Voller Name Füchse Berlin Reinickendorf Berliner Turn- und Sportverein von 1891 e.V. (Hauptverein)
Reinickendorfer Füchse Handball Vermarktungs GmbH (Spielbetrieb Profi-Handball)
Spitzname(n) Füchse
Gegründet 1891
Vereinsfarben Grün-Weiß
Halle Max-Schmeling-Halle
Plätze 9.000 Plätze
Präsident Frank Steffel
Trainer Erlingur Richardsson
Liga Handball-Bundesliga
2014/15
Rang 7. Platz
DHB-Pokal Halbfinale
International EHF Europa Pokal 2. Platz
Website www.fuechse-berlin.de
Heim
Auswärts
Größte Erfolge
National DHB-Pokalsieger 2014
International EHF Europa Pokalsieger 2015

Füchse Berlin ist der Name der Profihandball-Abteilung des Berliner Vereins Füchse Berlin Reinickendorf. Unter diesem Namen treten sowohl die Männer als auch die Frauen an.

Männer[Bearbeiten]

Logo der Handball-Abteilung bis 2013

Seit der Saison 2005/06 spielte der Verein unter diesem Namen in der 2. Bundesliga, Staffel Nord. In der Spielzeit 2006/07 sicherten sich die Füchse vorzeitig die Meisterschaft und spielen seitdem wieder in der Bundesliga. Die zweite Mannschaft spielte in der Saison 2010/11 in der 2. Bundesliga und tritt seit Einführung der Eingleisigkeit in dieser Liga 2011 in der 3. Liga an.

Am 13. April 2014 gewannen die Füchse mit dem DHB-Pokal 2014 den ersten Titel der Vereinsgeschichte. Im Finale besiegten sie die SG Flensburg-Handewitt mit 22:21.

Bundesligabilanz[Bearbeiten]

Insgesamt spielen die Füchse 2013/14 ihre zwölfte Saison in der eingleisigen Bundesliga, verteilt auf die Jahre 1981 bis 1986 und wieder ab 2007.

In der Saison 1981/82 erreichte der Aufsteiger mit Rang drei sofort seine auch bis heute nicht übertroffene beste Platzierung und qualifizierte sich für den IHF-Pokal. In den folgenden Jahren ging die Entwicklung jedoch rückwärts. Als Pokalfinalist 1984 konnte der Verein jedoch ein zweites Mal im Europapokal starten. Nachdem sich Mäzen Willi Bendzko, der für den steilen Aufstieg der Füchse hauptverantwortlich zeichnete, zurückzog, ging es bald wieder zurück in die Zweitklassigkeit.

Saisondaten 1981–1986
Saison Liga Platz (von) S U N Tore Punkte Meiste Tore Ø Zuschauer
1981/82 Bundesliga 3 (14) 14 6 6 532:492 34:18 Don 115/82 2924
1982/83 Bundesliga 6 (13) 11 4 9 475:441 26:22 Don 115/77 3388
1983/84 Bundesliga 6 (14) 12 4 10 538:537 28:24 Don 121/68 2041
1984/85 Bundesliga 9 (14) 8 6 12 559:562 22:30 Vukoje 155/56 1451
1985/86 Bundesliga 14 (14) 2 2 22 501:654 6:46 Elezović 183/68 818

Nach dem Aufstieg im Jahre 2007 konnten sich die Füchse in der Liga fest etablieren und entwickelten sich ab 2010 zu einem Spitzenteam in der Liga. Mit dem Titel des Torschützenkönigs für Konrad Wilczynski in der Saison 2007/08 konnte der Verein zudem einen individuellen Erfolg verbuchen. In der Saison 2010/11 qualifizierte sich die Mannschaft mit dem dritten Platz zum ersten Mal für die Champions League, in der man auf Anhieb das Final Four erreichte. Auch in der Spielzeit 2011/12 standen die Füchse am Ende auf dem dritten Tabellenplatz und qualifizierten sich erneut für die Champions League. Es folgte ein vierter Rang 2012/13, der nach einer verlorenen Champions-League-Qualifikationsrunde gegen den HSV Hamburg zur Teilnahme am EHF Europa Pokal berechtigte. In der Saison 2013/14 stand neben dem DHB-Pokalsieg am Ende ein fünfter Platz in der Liga zu Buche.

Saisondaten 2007–
Saison Liga Platz (von) S U N Tore Punkte Meiste Tore Ø Zuschauer
2007/08 Bundesliga 11 (18) 11 3 20 941:1018 25:43 Wilczynski 237/127 6477
2008/09 Bundesliga 10 (18) 13 4 17 1023:1039 30:38 Kubisztal 180/22 7435
2009/10 Bundesliga 9 (18) 20 0 14 977:943 40:28 Bult 123/38 8124
2010/11 Bundesliga 3 (18) 26 3 5 967:860 55:13 Christophersen 153/0 8172
2011/12 Bundesliga 3 (18) 25 3 6 1016:877 53:15 Ninčević 156/42 7681
2012/13 Bundesliga 4 (18) 24 3 7 976:892 51:17 Igropulo 146/48 7656
2013/14 Bundesliga 5 (18) 22 2 10 953:882 46:22 Igropulo 158 7962
2014/15 Bundesliga 7 (19) 18 4 14 997:1004 40:32 Nenadić 169 7407

Europapokalbilanz[Bearbeiten]

Die Füchse konnten sich bis dato fünfmal für einen Europapokal-Wettbewerb qualifizieren. 1982/83 spielte man als Dritter der Bundesliga im IHF-Pokal, wo man das Halbfinale erreichte. In der Saison 1984/85 liefen die Berliner als Finalist im DHB-Pokal im Europapokal der Pokalsieger auf, schied aber frühzeitig aus. 2011/12 nahm man wiederum als Dritter der Bundesliga erstmals an der Champions League teil. Es war die erste Europapokalteilnahme einer Berliner Männerhandballmannschaft seit 21 Jahren. Im Premierenjahr erreichte man gleich das Final Four, wo man im Halbfinale knapp dem THW Kiel unterlag, und letztendlich Vierter wurde. Als Dritter der Bundesliga spielten die Füchse auch in der folgenden Saison wieder in der Champions League. Diesmal scheiterte die Mannschaft im Achtelfinale an Atlético Madrid. 2014 erreichte das Team das Final Four des EHF Europa Pokals in eigener Halle, wo es im Halbfinale gegen den späteren Pokalsieger Pick Szeged verlor, und durch einen anschließenden Sieg über HCM Constanța den dritten Platz belegte. Auch ein Jahr später erreichte man die Endrunde der letzten vier Teams, die wieder in Berlin ausgetragen wurde. In einem deutschen Finale besiegten die Füchse den HSV Hamburg und gewannen somit ihren ersten internationalen Titel.

Saison Runde Heimmannschaft Gastmannschaft Ergebnis
1982/83
IHF-Pokal
Viertelfinale (Hinspiel) SC Empor Rostock Reinickendorfer Füchse 16:18 (9:7)
Viertelfinale (Rückspiel) Reinickendorfer Füchse SC Empor Rostock 12:14 (7:8)
Halbfinale (Hinspiel) Reinickendorfer Füchse SII Saporoschje 15:19 (4:9)
Halbfinale (Rückspiel) SII Saporoschje Reinickendorfer Füchse 17:15 (10:7)
1984/85
Europapokal der Pokalsieger
Achtelfinale (Hinspiel) Reinickendorfer Füchse TSV St. Otmar St. Gallen 23:22 (11:10)
Achtelfinale (Rückspiel) TSV St. Otmar St. Gallen Reinickendorfer Füchse 17:14 (8:7)
2011/12
Champions League
Viertelfinale (Hinspiel) Ademar León Füchse Berlin 34:23 (15:9)
Viertelfinale (Rückspiel) Füchse Berlin Ademar León 29:18 (13:6)
Halbfinale Füchse Berlin THW Kiel 24:25 (12:15)
Spiel um Platz 3 Füchse Berlin AG København 21:26 (9:13)
2012/13
Champions League
Achtelfinale (Hinspiel) Atlético Madrid Füchse Berlin 29:29 (13:10)
Achtelfinale (Rückspiel) Füchse Berlin Atlético Madrid 26:27 (13:14)
2013/14
EHF Europa Pokal
Halbfinale Füchse Berlin Pick Szeged 22:24 (9:13)
Spiel um Platz 3 HCM Constanța Füchse Berlin 28:29 (14:13)
2014/15
EHF Europa Pokal
Halbfinale Gorenje Velenje Füchse Berlin 24:27 (12:16)
Finale Füchse Berlin HSV Hamburg 30:27 (16:13)

Kader 2015/16[Bearbeiten]

Die Füchse Berlin im August 2012 mit dem EVFH-Cup
Das Torhütergespann Silvio Heinevetter und Petr Štochl
Trainer Erlingur Richardsson
Nr. Name Position Vertrag bis
12 DeutscherDeutscher Silvio Heinevetter TW 2018
71 TschecheTscheche Petr Štochl TW 2016
2 DeutscherDeutscher Colja Löffler KM 2016
3 DeutscherDeutscher Fabian Wiede RR 2019
4 IsländerIsländer Bjarki Már Elísson LA 2017
6 KroateKroate Drago Vuković RL, RM 2018
7 DeutscherDeutscher Kevin Struck RL 2016
9 KroateKroate Denis Špoljarić RM 2016
10 KroateKroate Jakov Gojun RL 2018
13 SerbeSerbe Petar Nenadić RM 2017
15 NorwegerNorweger Kent Robin Tønnesen RR 2017
17 SpanierSpanier Ignacio Plaza Jiménez KM 2018
20 DeutscherDeutscher Willy Weyhrauch RA 2016
21 SchwedeSchwede Mattias Zachrisson RA 2017
23 DeutscherDeutscher Moritz Schade KM 2016
24 DeutscherDeutscher Fynn-Ole Fritz RL 2016
24 PolePole Bartłomiej Jaszka RM 2017
36 SchwedeSchwede Jesper Nielsen KM 2017
83 SchwedeSchwede Fredrik Petersen (C)Kapitän der Mannschaft LA 2017
95 DeutscherDeutscher Paul Drux RL 2019
Zugänge 2015/16
Abgänge 2015/16
Erfolge
Bekannte ehemalige Spieler

Spielstätte[Bearbeiten]

Spieler, Maskottchen und Cheerleader (2009)

Seit der Saison 2005/06 dient die Max-Schmeling-Halle als „Fuchsbau“ und somit als Spielstätte der Füchse Berlin. Die Kapazität beträgt bei den Heimspielen 9000 Zuschauer,[10] kann aber für Topspiele und Großereignisse, wie zur Handball-WM 2007 noch um weitere Plätze aufgestockt werden, so dass die Halle fast 10.000 Zuschauern Platz bietet.[11]

Das Rahmenprogramm[Bearbeiten]

Das Maskottchen heißt Fuchsi. Der menschengroße Fuchs trägt das Trikot mit der Nummer 8. Unterstützt wird Fuchsi bei besonderen Anlässen von Reineke Fuchs – dem Maskottchen der Füchse Berlin Reinickendorf. Nachdem die NPD im Europawahlkampf 2014 ein identisches Fuchskostüm eingesetzt hatte, verlieh der Berliner Handball-Bundesligist seinem Maskottchen ein neues Aussehen.[12]

Die Cheerleader der Füchse Berlin setzen sich aus folgenden Teams zusammen:

  • Senior Danceteam „Dance Deluxe“ vom TSV Rudow 1888
  • Junior Danceteam „Dance Delight“ vom TSV Rudow 1888
  • Berlin Titans Cheerleader

Frauen[Bearbeiten]

Geschichte[Bearbeiten]

Reinickendorfer Füchse[Bearbeiten]

Die Handball-Frauenmannschaft der Reinickendorfer Füchse spielte bereits vor dem Zusammengehen mit - und der Lizenzübernahme von - dem SV Berliner VG 49 mehrere Jahre in den Bundesligen. In der Saison 1976/77 sowie von 1980 bis 1983 spielten die Berlinerinnen in der damals noch zweigleisigen 1. Bundesliga. 1985 gehörte die Mannschaft dann zu den Gründungsmitgliedern der 2. Bundesliga, stieg jedoch ohne Punktgewinn gleich im ersten Jahr in die Regionalliga ab. Nach dem direkten Wiederaufstieg gelangen den Berlinerinnen in der Saison 1987/88 jedoch auch nur der Gewinn von zwei Punkten, womit sie erneut sofort wieder abstiegen. Von 1989 bis 1991 folgte ein weiteres Zwischenspiel, diesmal in der Südstaffel der 2. Bundesliga. In der Saison 1990/91 blieben die Füchsinnen dabei wie in der Premierensaison 1985/86 sieglos, erreichten jedoch immerhin drei Unentschieden. 1992 gelang zum dritten Mal der direkte Wiederaufstieg, dieses Mal konnten sich die Reinickendorferinnen immerhin drei Spielzeiten lang in der 2.Liga halten, bevor sie 1995 erneut absteigen mussten. Dieses Mal dauerte es sieben Jahre bis 2002 die erneute Rückkehr in das bundesweite Unterhaus gelang, aus dem sich die Mannschaft aber zwei Jahre später erneut verabschieden musste. Nach dem fünften Aufstieg in die zweite Liga ging der Verein schließlich die Spielgemeinschaft mit dem SV Berliner VG 49 ein, der seine Mannschaft daraufhin aus der 2.Bundesliga zurückzog.

SV Berliner VG 49[Bearbeiten]

Dem Vorgängervein BSG Berliner Verkehrsbetriebe war 1990 erstmals der Aufstieg in die DDR-Oberliga gelungen, in deren letzter Saison 1990/91 er als SV Berliner VB den siebten Tabellenplatz und damit die Qualifikation für die 1.Bundesliga ab der Saison 1991/92 erreichte. Dort in der zweigleisigen Übergangssaison 1991/92 in die Nordstaffel eingruppiert, ereilte die Mannschaft als zehnter unter zwölf Mannschaften der sofortige Abstieg in die 2. Bundesliga, wo die SG BVG sich aber im erweiterten Spitzenfeld etablieren konnte. Im Jahr 1997 gelang der Wiederaufstieg in die 1. Liga. Nach einem neunten Platz in der Saison 1997/98 mussten die Berlinerinnen 1999 als vorletzte wieder absteigen. Ein weiteres Intermezzo in der Eliteklasse folgte 2001/02. In den folgenden sieben Spielzeiten belegten die rot-schwarzen BVG'ler Plätze zwischen Rang vier und neun in der Nordstaffel der 2. Bundesliga, bevor der Verein die Spielgemeinschaft mit den Reinickendorfer Füchsen einging, aus der er sich 2012 zurückzog. 2012 wurde die Handballabteilung unter dem nun wieder verwendeten Namen SG BVB 49 neu aufgestellt.

BVB Füchse Berlin[Bearbeiten]

Durch den Zusammenschluss übernahmen die Spreefüxxe die Spiellizenz des SV BVG 49, der bis dahin mit seiner Damenmannschaft in der 2. Bundesliga gespielt hatte. In der Debütsaison 2009/10 belegten die Spreefüxxe den zweiten Platz der 2. Bundesliga Nord. In den Play-Offs scheiterte man allerdings an der SG BBM Bietigheim, sodass der Aufstieg in die 1. Bundesliga verpasst wurde.

In der Saison 2010/11 wurde das Team 9. in der 2. Handball-Bundesliga Nord und stieg in die 3. Liga Nord ab, aus der nach einem Jahr der Wiederaufstieg in die nun eingleisige 2.Bundesliga gelang.

Füchse Berlin-Reinickendorf[Bearbeiten]

Mit Beginn der Saison 2012/13 schied der SV BVG aus der Spielgemeinschaft aus und der zeitgleich neu aufgestellte Gesamtverein der Reinickendorfer Füchse übernahm die Mannschaft und gliederte sie in seine Handball-Spielbetriebsgemeinschaft ein. Im ersten Jahr unter dem Namen "Füchse Berlin-Reinickendorf" erreichte die Mannschaft den siebten Platz in der 2. Bundesliga, ab der Saison 2013/14 tritt die Mannschaft nun ebenso wie das Männer-Bundesligateam des Vereins als Füchse Berlin an.

Füchse Berlin[Bearbeiten]

Seit der Saison 2013/14 tritt die Mannschaft unter dem Namen Füchse Berlin an.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Füchse Berlin – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. handball-world.com: Füchse Berlin verpflichten Drago Vuković ab 2015 vom 29. Juli 2014, abgerufen am 29. Juli 2014
  2. a b handball-world.com: Füchse klären Trainerfrage: Nachfolger von Sigurdsson steht fest vom 8. Dezember 2014, abgerufen am 22. Dezember 2014
  3. a b c handball-world.com: Drei weitere Neuzugänge: Füchse Berlin verstärken sich zur neuen Saison, vom 12. Januar 2015, abgerufen am 12. Januar 2015
  4. fuechse.berlin: "Abwehrchef der kroatischen Nationalmannschaft wechselt im Sommer zu den Füchsen Berlin", vom 22. April 2015, abgerufen am 22. April 2015
  5. a b handball-world.com: "Füchse starten am Mittwoch mit öffentlichem Training", vom 6. Juli 2015, abgerufen am 12. Juli 2015
  6. handball-world.com: Füchse verlängern zwei Verträge nicht und bestätigen Romeros Karriereende vom 7. Januar 2015, abgerufen am 7. Januar 2015.
  7. kif.dk: Laen: Tino er en klasse spiller vom 10. März 2015, abgerufen am 10. März 2015.
  8. handball-world.com: Gummersbach verpflichtet Evgeni Pevnov vom 26. Mai 2015, abgerufen am 26. Mai 2015.
  9. hc-erlangen.de: Weltklasse im Anflug: Pavel Horák verstärkt den HC Erlangen vom 3. Juni 2015, abgerufen am 3. Juni 2015.
  10. Füchse rechnen mit 9000 Zuschauern Berliner Zeitung, 22. November 2013, abgerufen am 30. Januar 2014.
  11. Wer dominiert den Liga-Gipfel KN-online, 8. Dezember 2013, abgerufen am 30. Januar 2014.
  12. Fuchsi ist jetzt Einzelkind. In: Berliner Zeitung. vom 12. Oktober 2014.