Saldenburg

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Saldenburg
Saldenburg
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Saldenburg hervorgehoben
Koordinaten: 48° 46′ N, 13° 21′ O
Basisdaten
Bundesland: Bayern
Regierungsbezirk: Niederbayern
Landkreis: Freyung-Grafenau
Höhe: 532 m ü. NHN
Fläche: 28,04 km²
Einwohner: 1947 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 69 Einwohner je km²
Postleitzahl: 94163
Vorwahl: 08504
Kfz-Kennzeichen: FRG, GRA, WOS
Gemeindeschlüssel: 09 2 72 142
Gemeindegliederung: 30 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Gemeinde Saldenburg
Seldenstr. 30
94163 Saldenburg
Webpräsenz: www.saldenburg.de
Bürgermeister: Max König (SPD)
Lage der Gemeinde Saldenburg im Landkreis Freyung-Grafenau
Landkreis Regen Landkreis Deggendorf Landkreis Passau Schöfweg Waldhäuserwald Schönbrunner Wald Schlichtenberger Wald Sankt Oswald Pleckensteiner Wald Philippsreuter Wald Mauther Forst Spiegelau Graineter Wald Annathaler Wald Zenting Waldkirchen Thurmansbang Spiegelau Schönberg (Niederbayern) Neuschönau Sankt Oswald-Riedlhütte Saldenburg Röhrnbach Ringelai Philippsreut Perlesreut Neureichenau Mauth Jandelsbrunn Innernzell Hohenau (Niederbayern) Hinterschmiding Grainet Grafenau (Niederbayern) Fürsteneck Freyung Eppenschlag Schöfweg Leopoldsreuter Wald Frauenberger u. Duschlberger Wald Haidmühle Österreich TschechienKarte
Über dieses Bild
Das Rathaus von Saldenburg
Die Saldenburg

Saldenburg ist eine Gemeinde im niederbayerischen Landkreis Freyung-Grafenau.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geografische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde liegt in der Region Donau-Wald im unteren Bayerischen Wald, genauer im Dreiburgenland. Die kleine Ortschaft Saldenburg befindet sich unweit der B 85 sowie knapp 30 km nördlich von Passau, 13 km südwestlich von Grafenau, 28 km nordöstlich von Vilshofen an der Donau und 20 km von der Bundesautobahn 3 (Ausfahrt Garham) entfernt.

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es gibt 30 Ortsteile[2]:

Es gibt die Gemarkungen Forstöd, Lembach und Saldenburg.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Saldenburg wurde im Jahre 1368 von Heinrich Tuschl von Söldenau im Auftrag der Grafen von Hals errichtet um den Handelsweg "Gulden Stras", einem Konkurrenzweg zum Goldenen Steig zu sichern. Seit 1677 gehörte sie den Grafen von Preysing. Der Ort war Teil des Kurfürstentums Bayern und bildete eine geschlossene Hofmark, deren Sitz Saldenburg war. 1841 entstand die heutige Gemeinde. 1928 wurde die Saldenburg zu einer Jugendherberge ausgebaut.

Erster Weltkrieg[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kriegerdenkmal in Preying

Das Kriegerdenkmal in Preying nennt die im Ersten und Zweiten Weltkrieg Gefallenen aus dem Ort, darunter Infanterist Mathias Ebner (gefallen am 12. März 1915 in der Schlacht von Neuve-Chapelle) und Infantrie-Vizefeldwebel Josef Liebl (gefallen am 9. September 1916 in den Kämpfen um Ginchy, Teil der Schlacht an der Somme).

Nationalsozialismus und Zweiter Weltkrieg[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Während des Zweiten Weltkrieges wurden nach Saldenburg Kinder slowenischer Widerstandskämpfer (Partisanen) verschickt, die als Vergeltungsmaßnahme unter Zwang von ihren Familien getrennt wurden und aus Slowenien nach Franken verteilt wurden[3].

Eingemeindungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 1. Januar 1972 wurde die bis dahin selbständige Gemeinde Lembach eingegliedert.[4]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1900: 1382 Einwohner
  • 1970: 1795 Einwohner
  • 1987: 1982 Einwohner
  • 2000: 2042 Einwohner
  • 2012: 1921 Einwohner
  • 2014: 1936 Einwohner

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bürgermeister ist Max König (SPD).

Die Gemeindesteuereinnahmen betrugen 939.000 Euro (Stand 2012), davon betrugen die Gewerbesteuereinnahmen (netto) 231.000 Euro.

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Wappenbeschreibung lautet: Unter von Rot und Silber im Zinnenschnitt geteiltem Schildhaupt in Schwarz ein breiter goldener Balken, darin eine blaue Krone. Der Balken erinnert an die Tuschl von Söldenau, die Zinnen gehen auf den Schild der Grafen Preysing zurück. Die Krone verweist auf das Dreikönigspatrozinium der Schlosskapelle. Das Wappen wird seit 1968 geführt.

Bauwerke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kirchen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Katholische Pfarrkirche St. Brigida in Preying
  • Katholische Filialkirche Zur heiligen Familie in Saldenburg
  • Katholische Burgkapelle „Hl. Drei Könige“ in der Burg Jugendherberge Saldenburg

Baudenkmäler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wirtschaft einschließlich Land- und Forstwirtschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es gab 1998 nach der amtlichen Statistik im produzierenden Gewerbe 110 und im Bereich Handel und Verkehr neun sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Arbeitsort. In sonstigen Wirtschaftsbereichen waren am Arbeitsort 26 Personen sozialversicherungspflichtig beschäftigt. Sozialversicherungspflichtig Beschäftigte am Wohnort gab es insgesamt 686. Im verarbeitenden Gewerbe gab es keine, im Bauhauptgewerbe neun Betriebe. Zudem bestanden im Jahr 1999 44 landwirtschaftliche Betriebe mit einer landwirtschaftlich genutzten Fläche von 380 ha, davon waren 292 ha Dauergrünfläche.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Durch die Gemeinde verläuft die Bundesstraße 85 von Regen nach Passau.

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es gibt folgende Einrichtung in der Gemeinde (Stand 2013):

  • Kindertageseinrichtung: 47 Plätze, 43 belegt (davon fünf Kinder unter drei Jahren)

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Norbert Schrüfer: Saldenburg, Geschichte und Geschichten, Saldenburg 2005, ISBN 3-9810161-1-4.

Quellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bayerisches Landesamt für Statistik – Tabelle 12411-001: Fortschreibung des Bevölkerungsstandes: Bevölkerung: Gemeinden, Stichtage (letzten 6) vom Juli 2016 (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu).
  2. http://www.bayerische-landesbibliothek-online.de/orte/ortssuche_action.html?anzeige=voll&modus=automat&tempus=+20111214/193700&attr=OBJ&val=663
  3. Brez staršev, večino so Nemci pobili, in brez doma (Ohne Eltern, die meisten wurden von den Deutschen getötet, und ohne Zuhause), Zeitung Dolenjski list, Novo mesto, Slowenien, 24. Januar 2008
  4. Wilhelm Volkert (Hrsg.): Handbuch der bayerischen Ämter, Gemeinden und Gerichte 1799–1980. C. H. Beck’sche Verlagsbuchhandlung, München 1983, ISBN 3-406-09669-7. Seite 473

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Saldenburg – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien