Landscheid

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Ortsgemeinde Landscheid
Landscheid
Deutschlandkarte, Position der Ortsgemeinde Landscheid hervorgehoben
Koordinaten: 49° 59′ N, 6° 46′ O
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Bernkastel-Wittlich
Verbandsgemeinde: Wittlich-Land
Höhe: 315 m ü. NHN
Fläche: 30,2 km2
Einwohner: 2093 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 69 Einwohner je km2
Postleitzahl: 54526
Vorwahlen: 06567, 06575
Kfz-Kennzeichen: WIL, BKS
Gemeindeschlüssel: 07 2 31 503
Gemeindegliederung: 3 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Kurfürstenstraße 1
54516 Wittlich
Webpräsenz: www.landscheid.de
Ortsbürgermeister: Ewald Heck
Lage der Ortsgemeinde Landscheid im Landkreis Bernkastel-Wittlich
Eifelkreis Bitburg-Prüm Landkreis Birkenfeld Landkreis Cochem-Zell Landkreis Vulkaneifel Trier Landkreis Trier-Saarburg Rhein-Hunsrück-Kreis Bernkastel-Kues Brauneberg Burgen (Hunsrück) Erden Gornhausen Graach an der Mosel Hochscheid Kesten Kleinich Kommen Lieser (Gemeinde) Lösnich Longkamp Maring-Noviand Minheim Monzelfeld Mülheim an der Mosel Neumagen-Dhron Piesport Ürzig Veldenz Wintrich Zeltingen-Rachtig Bausendorf Bengel (Mosel) Diefenbach (bei Wittlich) Flußbach Hontheim Kinderbeuern Kinheim Kröv Reil Willwerscheid Bettenfeld Dierfeld Eckfeld Eisenschmitt Gipperath Greimerath (Eifel) Großlittgen Hasborn (Eifel) Karl (Eifel) Laufeld Manderscheid Meerfeld Musweiler Niederöfflingen Niederscheidweiler Oberöfflingen Oberscheidweiler Pantenburg Schladt Schwarzenborn (Eifel) Wallscheid Berglicht Breit Büdlich Burtscheid (Hunsrück) Deuselbach Dhronecken Etgert Gielert Gräfendhron Heidenburg Hilscheid Horath Immert Lückenburg Malborn Merschbach Neunkirchen (Hunsrück) Rorodt Schönberg (bei Thalfang) Talling Thalfang Burg (Mosel) Enkirch Irmenach Lötzbeuren Starkenburg (Mosel) Traben-Trarbach Altrich Arenrath Bergweiler Binsfeld (Eifel) Bruch (Eifel) Dierscheid Dodenburg Dreis Esch (bei Wittlich) Gladbach (Eifel) Heckenmünster Heidweiler Hetzerath (Eifel) Hupperath Klausen (Eifel) Landscheid Minderlittgen Niersbach Osann-Monzel Platten (bei Wittlich) Plein Rivenich Salmtal Sehlem (Eifel) Morbach WittlichKarte
Über dieses Bild

Landscheid (Lautschrift in Eifeler Mundart: Lähscheld) in der Eifel ist eine Ortsgemeinde im Landkreis Bernkastel-Wittlich in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Wittlich-Land an.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Landscheid liegt in der Osteifel. Von der Gemeindefläche sind 57 % bewaldet und 31 % als Landwirtschaftsfläche ausgewiesen (Stand 2012).[2]

Gemeindegliederung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde gliedert sich in drei Ortsteile (Einwohner Stand 31. Dezember 2012):[3]

Ortsteil zugehörende Wohnplätze Einwohner
Landscheid Hof Hau, Hof Raskop 1.214
Niederkail Hof Mulbach 543
Burg Altenhof, Gut Heeg 392

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Landscheid grenzt an Großlittgen, Hupperath, Bergweiler, Bruch, Arenrath, Binsfeld, Spangdahlem, Gransdorf, Schwarzenborn und Himmerod

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Erste Spuren der Besiedlung stammen aus dem ersten Jahrhundert n. Chr. Die Burscheider Mauer ist eine als Fliehburg genutzte Ringmauer der Kelten.[4]

Landscheid wurde erstmals 1157 als Langescheit in einer Urkunde erwähnt. Der heutige Ortsteil Burg wurde erstmals im Jahre 1184 und im Jahr 1211 auch der Ort Niederkail in einem Dokument aufgeführt. Grundherr war das Kloster Himmerod, Landesherr das Erzstift Trier. Eine weitere Quelle besagt, dass Niederkail 1070 als Wohnort des Edelmannes Godefried von der Keyle erwähnt wurde.[5]

Ab 1794 stand das Gebiet der heutigen Gemeinde unter französischer Herrschaft, 1815 wurde es auf dem Wiener Kongress dem Königreich Preußen zugeordnet. Seit 1946 ist es Teil des damals neu gebildeten Landes Rheinland-Pfalz.

Mit Wirkung vom 1. Dezember 1975 wurden die bis dahin selbständigen Ortsgemeinden Burg (Salm) mit 390 Einwohnern, Landscheid (1135 Einwohner) und Niederkail (627 Einwohner) aufgelöst und die Ortsgemeinde Landscheid neu gebildet.[6]

Bevölkerungsentwicklung

Die Entwicklung der Einwohnerzahl von Landscheid bezogen auf das heutige Gemeindegebiet; die Werte von 1871 bis 1987 beruhen auf Volkszählungen:[2][1]

Jahr Einwohner
1815 1.176
1835 1.637
1871 1.584
1905 1.881
1939 1.914
1950 1.931
Jahr Einwohner
1961 1.982
1970 2.187
1987 1.982
1997 2.250
2005 2.075
2015 2.093

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gemeinderat in Landscheid besteht aus 16 Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 25. Mai 2014 in einer personalisierten Verhältniswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzendem.

Die Sitzverteilung im Gemeinderat:[7]

Wahl SPD CDU MOG Gesamt
2014 2 8 6 16 Sitze
2009 2 8 6 16 Sitze
2004 2 8 6 16 Sitze
  • MOG = Wählergruppe Mehrortsgemeinde Landscheid e.V.

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Oktober 2007 wurde Ewald Heck zum Nachfolger von Egon Birresborn gewählt. Heck wurde 2014 im Amt bestätigt.[8]

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Bezirksregierung Trier erteilte am 5. Dezember 1980 die Genehmigung ein eigenes Wappen zu führen.

Wappen von Landscheid
Wappenbeschreibung:

„Schild gespalten, vorne in Gold ein blauer Krummstab, hinten in Rot ein sechs-speichiges goldenes Rad.“

Wappenbegründung:

Der blaue Krummstab symbolisiert das Kirchenpatronat der Äbtissin Gertrud von Nivelles. Das goldene Rad wurde aus dem Wappen der ehemals eigenständigen Gemeinde Niederkail entnommen. Durch das sechs-speichige Rad werden der ambulante Handel sowie die Landwirtschaft symbolisiert.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kultur- und Naturdenkmale[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Regelmäßige Veranstaltungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Ortsteil Landscheid finden in Tradition zum ambulanten Handel ein Frühjahrs- und ein Weihnachtsmarkt statt.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Durch das Gemeindegebiet führt die BAB 60 mit der direkten Anschlussstelle Landscheid. Die B 50 verbindet Landscheid mit den Regionalzentren Wittlich und Bitburg.
  • An den ÖPNV ist Landscheid mit der RegioLinie 400 (Bitburg-Wittlich) angeschlossen.

Ansässige Unternehmen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • suki.international GmbH mit ca. 50 % Marktanteil bei sichtverpackten Kleineisenwaren in Deutschland.
  • Börner GmbH Hersteller von Haushaltsprodukten mit ca. 70 Mitarbeiter.

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Landscheid gibt es neben einem Kindergarten mit Ganztagsbetreuung eine Grundschule. Weiterführende Schulen gibt es in Wittlich und Bitburg.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Peter Zirbes (* 10. Januar 1825 in Niederkail; † 14. November 1901), war ein fahrender „Sänger“ (Poet) aus Niederkail. Im Ort gibt es eine Straße, die nach ihm benannt wurde. Sein Wohnhaus ist noch vorhanden und ist ein Besichtigungsziel der Touristen.
  • Otto Follmann (* 10. Dezember 1856; † 1926), Geologie Professor
  • Alfred Börner (* 29. Oktober 1910 in Lichtenberg/Erzgeb.; † 2. Februar 1999 in Niederkail), Langjähriger Geschäftsführer der Börner Gruppe, Sponsor des lokalen Sports, Träger der Rudolf-Diesel-Medaille, Erfinder innovativer Neuerungen im Bereich der Gemüsehobel, z. B. des V-Hobels
  • Karl Hofstätter (* 9. Dezember 1926 in Domstadtl), Ortsbürgermeister von Niederkail von 1964 bis 1975, Ortsbürgermeister der Gemeinde Landscheid von 1976 bis 1989, Träger der Verdienstmedaille des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Landscheid – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Anzahl der Einwohner in den Kommunen am 31. Dezember 2015 (Hilfe dazu).
  2. a b Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Regionaldaten
  3. Daten zur Ortsgemeinde
  4. Eintrag zu Ringwall Burgscheider Mauer in der Datenbank der Kulturgüter in der Region Trier, abgerufen am 20. Oktober 2015.
  5. Eintrag zu Erste Erwähnung von Niederkail in der Datenbank der Kulturgüter in der Region Trier, abgerufen am 20. Oktober 2015.
  6. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Amtliches Gemeindeverzeichnis 2006, S. 184 (PDF; 2,6 MB)
  7. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2014, Stadt- und Gemeinderatswahlen
  8. http://www.volksfreund.de/nachrichten/region/wittlich/kurz/Kurz-80-1-Prozent-stimmen-f-252-r-Ewald-Heck;art8138,1535465