Niersbach

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Dieser Artikel beschreibt die Gemeinde Niersbach; zum DFB-Funktionär, siehe Wolfgang Niersbach.
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Ortsgemeinde Niersbach
Niersbach
Deutschlandkarte, Position der Ortsgemeinde Niersbach hervorgehoben
Koordinaten: 49° 56′ N, 6° 45′ O
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Bernkastel-Wittlich
Verbandsgemeinde: Wittlich-Land
Höhe: 280 m ü. NHN
Fläche: 12,82 km2
Einwohner: 710 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 55 Einwohner je km2
Postleitzahl: 54518
Vorwahlen: 06508, 06575
Kfz-Kennzeichen: WIL, BKS
Gemeindeschlüssel: 07 2 31 504
Gemeindegliederung: 2 Ortsteile
Adresse der Verbandsverwaltung: Kurfürstenstraße 1
54516 Wittlich
Webpräsenz: www.niersbach-greverath.de
Ortsbürgermeister: Stephan Becker
Lage der Ortsgemeinde Niersbach im Landkreis Bernkastel-Wittlich
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Über dieses Bild

Niersbach in der Eifel ist eine Ortsgemeinde in der Verbandsgemeinde Wittlich-Land im Landkreis Bernkastel-Wittlich in Rheinland-Pfalz.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Niersbach liegt in der Osteifel. Zur Gemeinde gehören die beiden Ortsteile Niersbach und Greverath sowie die Wohnplätze Obere Mühle, Untere Mühle und Wenzelhausen.[2]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Niersbach wurde erstmals 1473 als Nydersbach urkundlich erwähnt.

Landesherrlich gehörten Niersbach und Greverath bis Ende des 18. Jahrhunderts zum Herzogtum Luxemburg und war Teil der Herrschaft Bruch.

Nach 1792 hatten französische Revolutionstruppen die Österreichischen Niederlande, zu denen das Herzogtum Luxemburg gehörte, besetzt und im Oktober 1795 annektiert. Von 1795 bis 1814 gehörten beide Orte zum Kanton Dudeldorf im Departement der Wälder.[3]

Im Jahr 1815 wurde das ehemals luxemburgische Gebiet östlich der Sauer und der Our auf dem Wiener Kongress dem Königreich Preußen zugeordnet. Damit kamen die Gemeinden Niersbach und Greverath 1816 zum Kreis Wittlich im Regierungsbezirk Trier in der Provinz Großherzogtum Niederrhein, die 1822 in der Rheinprovinz aufging.

Die heutige Gemeinde wurde am 10. Juni 1979 aus den aufgelösten Gemeinden Niersbach und Greverath neu gebildet.[4]

Bevölkerungsentwicklung

Die Entwicklung der Einwohnerzahl von Niersbach, die Werte von 1871 bis 1987 beruhen auf Volkszählungen:[5][1]

Jahr Einwohner
1815 450
1835 599
1871 666
1905 632
1939 607
1950 648
Jahr Einwohner
1961 649
1970 667
1987 647
1997 693
2005 711
2015 710

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gemeinderat in Niersbach besteht aus zwölf Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 25. Mai 2014 in einer personalisierten Verhältniswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzendem. Die zwölf Sitze im Gemeinderat verteilen sich auf drei Wählergruppen.[6]

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wappen von Niersbach
Wappenbeschreibung:

„In Silber über grünem Wellenschildfuß eine blaue Töpferscheibe, beseitet von je einer roten Flamme, darüber ein blauer Topf.“[7]

Wappenbegründung:

Die Farben Rot und Silber erinnern an die Kurfürstliche Herrschaft Trier. Töpferscheibe und Tongefäß und rote Flammen gelten als Symbol des Töpferhandwerks, das seit frühester Zeit bis in unsere Tage in Niersbach betrieben wird. Der grüne Wellenschildfuß steht für Land- und Forstwirtschaft im Raume Niersbach-Greverath.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Katholische Kirche St. Bernhard von 1793 in Niersbach [8]
  • Katholische Kirche St. Laurentius von 1860 in Greverath
  • Hüttenbrennen am ersten Sonntag der Fastenzeit (sogenannter Scheef-Sonntag) [9]
  • Durch Niersbach/Greverath führt der premierte Wanderweg Eifelsteig; Partner-Wanderweg Meulenwaldroute [10] [11]
  • Töpferbrunnen (Ortskern Niersbach),
  • Martinsbrunnen (zwischen Greverath und Heidweiler) vom Wittlicher Bildhauer Hans Scherl
  • Mineralquelle Dreesbrunnen (Niersbach, Ortsausgang Mühlenstraße Richtung Bruch)
  • Historische Dorfschmiede in Greverath
  • Wegekapelle (Ehrenmal) am Ortsausgang Richtung Arenrath

Siehe auch: Liste der Kulturdenkmäler in Niersbach

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Niersbach – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Anzahl der Einwohner in den Kommunen am 31. Dezember 2015 (Hilfe dazu).
  2. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Amtliches Verzeichnis der Gemeinden und Gemeindeteile, Seite 59 (PDF; 2,3 MB)
  3. Statistisch-topographische Beschreibung des Regierungs-Bezirks Trier. Hetzrodt 1818, S. 48 (Google Books).
  4. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Amtliches Gemeindeverzeichnis 2006, Seite 190 (PDF; 2,6 MB)
  5. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Regionaldaten
  6. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2014, Stadt- und Gemeinderatswahlen
  7. Eintrag zu Wappen der Gemeinde Niersbach in der Datenbank der Kulturgüter in der Region Trier, abgerufen am 1. März 2017.
  8. Sehenswürdigkeiten in Niersbach & Greverath. Abgerufen am 1. März 2017.
  9. Hüttenbrennen in der Eifel. Abgerufen am 1. Mai 2016.
  10. Wanderroute Meulenwald. Abgerufen am 1. März 2017.
  11. Wanderroute Eifelsteig. Abgerufen am 1. März 2017.