Niersbach

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Ortsgemeinde Niersbach
Niersbach
Deutschlandkarte, Position der Ortsgemeinde Niersbach hervorgehoben

Koordinaten: 49° 56′ N, 6° 45′ O

Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Bernkastel-Wittlich
Verbandsgemeinde: Wittlich-Land
Höhe: 280 m ü. NHN
Fläche: 12,82 km2
Einwohner: 699 (31. Dez. 2019)[1]
Bevölkerungsdichte: 55 Einwohner je km2
Postleitzahl: 54518
Vorwahlen: 06508, 06575
Kfz-Kennzeichen: WIL, BKS
Gemeindeschlüssel: 07 2 31 504
Gemeindegliederung: 2 Ortsteile
Adresse der Verbandsverwaltung: Kurfürstenstraße 1
54516 Wittlich
Website: www.niersbach-greverath.de
Ortsbürgermeister: Hans-Josef Weirich
Lage der Ortsgemeinde Niersbach im Landkreis Bernkastel-Wittlich
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Niersbach in der Eifel ist eine Ortsgemeinde in der Verbandsgemeinde Wittlich-Land im Landkreis Bernkastel-Wittlich in Rheinland-Pfalz.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Niersbach liegt in der Westeifel. Zur Gemeinde gehören die beiden Ortsteile Niersbach und Greverath sowie die Wohnplätze Obere Mühle, Untere Mühle und Wenzelhausen.[2]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Niersbach wurde erstmals 1473 als Nydersbach urkundlich erwähnt.

Landesherrlich gehörten Niersbach und Greverath bis Ende des 18. Jahrhunderts zum Herzogtum Luxemburg und war Teil der Herrschaft Bruch.

Nach 1792 hatten französische Revolutionstruppen die Österreichischen Niederlande, zu denen das Herzogtum Luxemburg gehörte, besetzt und im Oktober 1795 annektiert. Von 1795 bis 1814 gehörten beide Orte zum Kanton Dudeldorf im Departement der Wälder.[3]

Im Jahr 1815 wurde das ehemals luxemburgische Gebiet östlich der Sauer und der Our auf dem Wiener Kongress dem Königreich Preußen zugeordnet. Damit kamen die Gemeinden Niersbach und Greverath 1816 zum Kreis Wittlich im Regierungsbezirk Trier in der Provinz Großherzogtum Niederrhein, die 1822 in der Rheinprovinz aufging.

Die heutige Gemeinde wurde am 10. Juni 1979 aus den aufgelösten Gemeinden Niersbach und Greverath neu gebildet.[4]

Bevölkerungsentwicklung

Die Entwicklung der Einwohnerzahl von Niersbach, die Werte von 1871 bis 1987 beruhen auf Volkszählungen:[5]

Jahr Einwohner
1815 450
1835 599
1871 666
1905 632
1939 607
Jahr Einwohner
1950 648
1961 649
1970 667
1987 647
1997 693
Jahr Einwohner
2005 711
2011 685
2017 708
2019 699[1]

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gemeinderat in Niersbach besteht aus zwölf Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 26. Mai 2019 in einer personalisierten Verhältniswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzendem. Die zwölf Sitze im Gemeinderat verteilen sich auf zwei Wählergruppen.[6]

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hans-Josef Weirich wurde im November 2016 Ortsbürgermeister von Niersbach.[7] Bei der Direktwahl am 26. Mai 2019 wurde er mit einem Stimmenanteil von 57,42 % für weitere fünf Jahre in seinem Amt bestätigt.[8]

Weirichs Vorgänger Stephan Becker hatte das Amt bis zu seinem Rücktritt im Juni 2016 ausgeübt.[7]

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wappen von Niersbach
Blasonierung: „In Silber über grünem Wellenschildfuß eine blaue Töpferscheibe, beseitet von je einer roten Flamme, darüber ein blauer Topf.“[9]
Wappenbegründung: Die Farben Rot und Silber erinnern an die Kurfürstliche Herrschaft Trier. Töpferscheibe und Tongefäß und rote Flammen gelten als Symbol des Töpferhandwerks, das seit frühester Zeit bis in unsere Tage in Niersbach betrieben wird. Der grüne Wellenschildfuß steht für Land- und Forstwirtschaft im Raume Niersbach-Greverath.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ortsansicht
  • Katholische Kirche St. Bernhard von 1793 in Niersbach[10]
  • Katholische Kirche St. Laurentius von 1860 in Greverath
  • Hüttenbrennen am ersten Sonntag der Fastenzeit (sogenannter Scheef-Sonntag)[11]
  • Durch Niersbach/Greverath führt der prämierte Wanderweg Eifelsteig; Partner-Wanderweg Meulenwaldroute[12][13]
  • Töpferbrunnen (Ortskern Niersbach),
  • Martinsbrunnen (zwischen Greverath und Heidweiler) vom Wittlicher Bildhauer Hans Scherl
  • Mineralquelle Dreesbrunnen (Niersbach, Ortsausgang Mühlenstraße Richtung Bruch)
  • Historische Dorfschmiede in Greverath
  • Wegekapelle (Ehrenmal) am Ortsausgang Richtung Arenrath

Siehe auch: Liste der Kulturdenkmäler in Niersbach

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Niersbach – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Bevölkerungsstand 2019, Kreise, Gemeinden, Verbandsgemeinden (Hilfe dazu).
  2. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz (Hrsg.): Amtliches Verzeichnis der Gemeinden und Gemeindeteile. Stand: Januar 2020. S. 88 (PDF; 1 MB).
  3. Statistisch-topographische Beschreibung des Regierungs-Bezirks Trier. Hetzrodt 1818, S. 48 (Google Books).
  4. Amtliches Gemeindeverzeichnis (= Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz [Hrsg.]: Statistische Bände. Band 407). Bad Ems Februar 2016, S. 174 (PDF; 2,8 MB).
  5. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz: Mein Dorf, meine Stadt. Abgerufen am 7. Januar 2021.
  6. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2019, Stadt- und Gemeinderatswahlen.
  7. a b Josef Weirich ist neuer Ortsbürgermeister von Niersbach. In: Trierischer Volksfreund. Volksfreund-Druckerei Nikolaus Koch GmbH, Trier, 24. November 2016, abgerufen am 21. Januar 2021 (Nur Artikelanfang frei zugänglich).
  8. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Direktwahlen 2019. siehe Wittlich-Land, Verbandsgemeinde, letzte Ergebniszeile. Abgerufen am 21. Januar 2021.
  9. Eintrag zu Wappen der Gemeinde Niersbach in der Datenbank der Kulturgüter in der Region Trier; abgerufen am 1. März 2017.
  10. Sehenswürdigkeiten in Niersbach & Greverath. Abgerufen am 1. März 2017.
  11. Hüttenbrennen in der Eifel. Abgerufen am 1. Mai 2016.
  12. Wanderroute Meulenwald. Abgerufen am 1. März 2017.
  13. Wanderroute Eifelsteig. Abgerufen am 1. März 2017.