Dierfeld

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Ortsgemeinde Dierfeld
Dierfeld
Deutschlandkarte, Position der Ortsgemeinde Dierfeld hervorgehoben
Koordinaten: 50° 5′ N, 6° 53′ O
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Bernkastel-Wittlich
Verbandsgemeinde: Wittlich-Land
Höhe: 412 m ü. NHN
Fläche: 1,54 km2
Einwohner: 10 (31. Dez. 2017)[1]
Bevölkerungsdichte: 6 Einwohner je km2
Postleitzahl: 54533
Vorwahl: 06572
Kfz-Kennzeichen: WIL, BKS
Gemeindeschlüssel: 07 2 31 021
Adresse der Verbandsverwaltung: Kurfürstenstraße 1
54516 Wittlich
Webpräsenz: www.dierfeld.de
Ortsbürgermeister: Gerhard von Greve-Dierfeld
Lage der Ortsgemeinde Dierfeld im Landkreis Bernkastel-Wittlich
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Dierfeld ist eine Ortsgemeinde im Landkreis Bernkastel-Wittlich in Rheinland-Pfalz. Sie gehört seit dem 1. Juli 2014 der Verbandsgemeinde Wittlich-Land an. Dierfeld stand mit 10 Einwohnern am 31. Dezember 2016 unter den kleinsten Gemeinden in Deutschland nach Einwohnerzahl an zweiter Stelle.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dierfeld liegt im Naturpark Vulkaneifel. Der Ort ist nur von Westen her über die Kreisstraße 28 zu erreichen, die den Ort mit Laufeld verbindet. Weitere Nachbarorte sind Wallscheid, Mückeln, Oberscheidweiler, Hasborn, Niederöfflingen und Oberöfflingen.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort entstand aus einem Jagdhaus, das die Grafen von Manderscheid im 16. Jahrhundert errichtet hatten.

Bis Ende des 18. Jahrhunderts gehörte der „Dierfelderhof“ zur Grafschaft Manderscheid, die Teil des Herzogtums Luxemburg war. Im Jahr 1794 hatten französische Revolutionstruppen die Österreichischen Niederlande, zu denen das Herzogtum Luxemburg gehörte, besetzt und im Oktober 1795 annektiert. Unter der französischen Verwaltung wurde Dierfeld dem Kanton Dudeldorf im Departement der Wälder zugeordnet.[2]

Im Jahr 1815 wurde das ehemals luxemburgische Gebiet östlich der Sauer und der Our auf dem Wiener Kongress dem Königreich Preußen zugeordnet. Damit kam Dierfeld 1816 zum Kreis Wittlich im Regierungsbezirk Trier in der Provinz Großherzogtum Niederrhein, die 1822 in der Rheinprovinz aufging. Dierfeld gehörte zur Bürgermeisterei Laufeld.[2] Seit 1946 ist die Gemeinde Teil des Landes Rheinland-Pfalz.

Einwohner[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bevölkerungsentwicklung

Die Entwicklung der Einwohnerzahl von Dierfeld, die Werte von 1871 bis 1987 beruhen auf Volkszählungen:[3][1]

Jahr Einwohner
1815 0
1835 22
1871 20
1905 20
1939 22
1950 43
Jahr Einwohner
1961 25
1970 8
1987 7
1997 7
2005 7
2017 10

Mit drei ausländischen Einwohnern beträgt der Ausländeranteil 30 % (Stand 2016).[3]

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gemeinderat in Dierfeld besteht aus sechs Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 25. Mai 2014 in einer Mehrheitswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzendem.[4]

Bei Wahlen zum Europaparlament, Bundestag und Landtag wird zur Sicherung des Wahlgeheimnisses ein gemeinsamer Stimmbezirk mit Manderscheid gebildet.[5]

Die Gemeinde Dierfeld ist eine schuldenfreie Gemeinde und hat seit Jahren mit einem Gewerbesteuer-Hebesatz von 900 Prozent den höchsten Gewerbesteuerhebesatz Deutschlands.[6] Dieser wurde unter anderem vom Bürgermeister der Gemeinde, der Inhaber einer örtlichen Baumschule ist, mitbeschlossen.[7]

Ortsbürgermeister der Gemeinde ist Gerhard von Greve-Dierfeld (vom Rat gewählt).

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Dierfeld – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Bevölkerungsstand 2017, Gemeindeebene (Hilfe dazu).
  2. a b Georg Bärsch: Beschreibung des Regierungs-Bezirks Trier, Band 2, Trier, Lintz, 1846, S. 158 (Google Books)
  3. a b Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Regionaldaten
  4. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2014, Stadt- und Gemeinderatswahlen
  5. Bericht in Die Rheinpfalz vom 27. Juli 2008.
  6. Statistische Ämter des Bundes und der Länder (Hrsg.): Hebesätze der Realsteuern, Düsseldorf, Juli 2011.
  7. Bericht in Die Rheinpfalz vom 20. Juli 2006.