Dierscheid

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Ortsgemeinde Dierscheid
Dierscheid
Deutschlandkarte, Position der Ortsgemeinde Dierscheid hervorgehoben
Koordinaten: 49° 54′ N, 6° 45′ O
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Bernkastel-Wittlich
Verbandsgemeinde: Wittlich-Land
Höhe: 400 m ü. NHN
Fläche: 2,42 km2
Einwohner: 174 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 72 Einwohner je km2
Postleitzahl: 54523
Vorwahl: 06508
Kfz-Kennzeichen: WIL, BKS
Gemeindeschlüssel: 07 2 31 022
Adresse der Verbandsverwaltung: Kurfürstenstraße 1
54516 Wittlich
Webpräsenz: www.dierscheid.de
Ortsbürgermeister: Dirk Lautwein
Lage der Ortsgemeinde Dierscheid im Landkreis Bernkastel-Wittlich
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Über dieses Bild

Dierscheid im Meulenwald ist eine Ortsgemeinde im Landkreis Bernkastel-Wittlich in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Wittlich-Land an.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Aussichtsturm

Der Ort liegt südwestlich von Wittlich auf etwa 400 m ü. NHN. Bei Dierscheid liegt der Kellerberg, mit 448 m ü. NHN der höchste Berg in der Verbandsgemeinde Wittlich-Land.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Von einer frühen Besiedelung zeugen römische Mauerreste. Dementsprechende Funde sind teilweise im Heimatmuseum ausgestellt.

Dierscheid wurde erstmals 1150 in einem Dokument der Abtei Sankt Maximin in Trier erwähnt. Im 13. Jahrhundert hatte der Ort den Namen Dyrseit. Die Herren von Bruch besaßen die Zehntrechte in der Pfarrei Heidweiler, zu der auch der Filialort Dierscheid gehörte. Im Januar 1417 änderte sich der Name in Diescheit. Die Schreibweise für den Namen des Ortes wechselte sehr häufig: Dierscheid, Dierschet, Dischet, Dirscheit, Dierscheydt, Dierscheit, Dyrseit und Derseit.

Dierscheid gehörte zur Herrschaft Bruch, stand also unter luxemburger Landeshoheit. Ab 1794 stand Dierscheid unter französischer Herrschaft, 1815 wurde der Ort auf dem Wiener Kongress dem Königreich Preußen zugeordnet. Seit 1946 ist er Teil des damals neu gebildeten Landes Rheinland-Pfalz.

Dierscheid war bis in die 1950er Jahre von Landwirtschaft, Holzwirtschaft und Kieselkloppen geprägt. Unter dem Namen Dierscheider Kieselklopper sind die Bewohner auch heute noch bis weit über die Grenzen bekannt.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gemeinderat in Dierscheid besteht aus sechs Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 25. Mai 2014 in einer personalisierten Verhältniswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzendem. Die sechs Sitze im Gemeinderat verteilen sich auf zwei Wählergruppen.[2]

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wappen von Dierscheid
Blasonierung: „In Silber auf rotem Dreiberg, darin eine goldene Hirschstange, drei grüne Fichten mit goldenen Zapfen.“
Wappenbegründung: Dieses sogenannte sprechende Wappen gibt Auskunft über den Ortsnamen und die geographische Lage. „Dier“ bedeutet so viel wie Rehwild – darum Fichten und Gehörn. Der Schildfuß symbolisiert die Lage des Ortes auf einer Berghöhe der Voreifel. Die Farben Silber und Rot erinnern an die Zugehörigkeit zum Kurfürstentum Trier.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Siehe auch:

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Dierscheid – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Anzahl der Einwohner in den Kommunen am 31. Dezember 2015 (Hilfe dazu).
  2. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2014, Stadt- und Gemeinderatswahlen