Dodenburg

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Ortsgemeinde Dodenburg
Dodenburg
Deutschlandkarte, Position der Ortsgemeinde Dodenburg hervorgehoben
Koordinaten: 49° 55′ N, 6° 47′ O
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Bernkastel-Wittlich
Verbandsgemeinde: Wittlich-Land
Höhe: 346 m ü. NHN
Fläche: 3,84 km²
Einwohner: 97 (31. Dez. 2014)[1]
Bevölkerungsdichte: 25 Einwohner je km²
Postleitzahl: 54518
Vorwahl: 06508
Kfz-Kennzeichen: WIL, BKS
Gemeindeschlüssel: 07 2 31 023
Adresse der Verbandsverwaltung: Kurfürstenstraße 1
54516 Wittlich
Webpräsenz: www.vg-wittlich-land.de
Ortsbürgermeisterin: Iris Weber
Lage der Ortsgemeinde Dodenburg im Landkreis Bernkastel-Wittlich
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Über dieses Bild
Die Dodenburg

Dodenburg in der Eifel ist eine Ortsgemeinde im Landkreis Bernkastel-Wittlich in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Wittlich-Land an.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dodenburg liegt in der Osteifel in der Landschaft Naurather Horst etwa 16 km westlich von Wittlich.

Zu Dodenburg gehören auch die Wohnplätze Petershof und Schloß Dodenburg.[2]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahre 1231 beurkundete und bestätigte der Trierer Erzbischof Theoderich einen Vergleich der Abtei Himmerod mit dem Ritter Werner von der Pforte zu Bruch wegen Grundstücken bei Rodenerde „unweit Dodenburg und Monasterium“ (Heckenmünster).[3] Werner von der Pforte war ein Gefolgsmann des Theoderich von Bruch.

Die Dodenburg selbst wird in Trierer Urkunden aus dem Jahre 1279 als „Dudenburg“ erstmals genannt. Die Wasserburg gab dem Ort ihren Namen. Die Burg wurde 1791/94 von den Reichsgrafen von Kesselstatt im barocken Stil umgebaut; die Familie besaß die Burg bis 1952. Der Zweiflügelbau mit den runden Ecktürmchen, die noch an die ehemalige Wasserburg erinnern, befindet sich heute in Privatbesitz. Die Parkanlage mit ihren Alleen besteht noch in ihrer ursprünglichen Form.

Dodenburg gehörte bis Ende des 18. Jahrhunderts landesherrlich zum Herzogtum Luxemburg. Der Ort war der Herrschaft Bruch zugeordnet.

Nach 1792 hatten französische Revolutionstruppen die Österreichischen Niederlande, zu denen das Herzogtum Luxemburg gehörte, besetzt und im Oktober 1795 annektiert. Von 1795 bis 1814 gehörte Dodenburg zum Kanton Dudeldorf im Departement der Wälder.[4]

Im Jahr 1815 wurde das ehemals luxemburgische Gebiet östlich der Sauer und der Our auf dem Wiener Kongress dem Königreich Preußen zugeordnet. Damit kam die Gemeinde Dodenburg 1816 zum Kreis Wittlich im Regierungsbezirk Trier in der Provinz Großherzogtum Niederrhein, die 1822 in der Rheinprovinz aufging. Dodenburg gehörte zur Bürgermeisterei Heidweiler.

Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde die Gemeinde Dodenburg innerhalb der französischen Besatzungszone Teil des damals neu gebildeten Landes Rheinland-Pfalz.

Bevölkerungsentwicklung

Die Entwicklung der Einwohnerzahl von Dodenburg, die Werte von 1871 bis 1987 beruhen auf Volkszählungen:[5][1]

Jahr Einwohner
1815 78
1835 108
1871 113
1905 128
1939 109
1950 129
Jahr Einwohner
1961 117
1970 110
1987 109
1997 112
2005 105
2014 97

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gemeinderat in Dodenburg besteht aus sechs Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 25. Mai 2014 in einer Mehrheitswahl gewählt wurden, und der ehrenamtlichen Ortsbürgermeisterin als Vorsitzender.[6]

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit 1981 führt die Gemeinde ein Wappen: „Der Schild ist von links oben nach rechts unten geteilt. In der rechten oberen Hälfte oben in Silber ein roter Drache, in der linken unteren Hälfte 9-mal in Silber und Blau quer geteiltes Feld.“

Der rote Drache in Silber ist das Wappen des Geschlechtes von Kesselstatt. Die Geschichte Dodenburgs ist wesentlich von den Reichsgrafen von Kesselstatt geprägt worden. Das Dodenburger Schloss, eine frühere Wasserburg, kam im Jahre 1790 durch Erbteilung an Kasimir Friedrich von Kesselstatt. Mitte des 18. Jahrhunderts wurde er mit der Burg belehnt. Die Luxemburger Farben (Blau und Silber) symbolisieren die ehemalige Zugehörigkeit Dodenburgs zum Herzogtum Luxemburg.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Dodenburg – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Anzahl der Einwohner in den Kommunen am 31. Dezember 2014 (Hilfe dazu).
  2. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Amtliches Verzeichnis der Gemeinden und Gemeindeteile 2014, Seite 57 (PDF; 2,4 MB)
  3. Heinrich Beyer: Urkundenbuch zur Geschichte der jetzt die Preussischen Regierungsbezirke Coblenz und Trier bildenden mittelrheinischen Territorien, Dritter Band, Coblenz: Hölscher, 1874, S. 348 (dilibri.de)
  4. Statistisch-topographische Beschreibung des Regierungs-Bezirks Trier, Hetzrodt, 1818, S. 48 (Google Books)
  5. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Regionaldaten
  6. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2014, Stadt- und Gemeinderatswahlen