Altrich

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Ortsgemeinde Altrich
Altrich
Deutschlandkarte, Position der Ortsgemeinde Altrich hervorgehoben
Koordinaten: 49° 57′ N, 6° 55′ O
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Bernkastel-Wittlich
Verbandsgemeinde: Wittlich-Land
Höhe: 180 m ü. NHN
Fläche: 16,25 km2
Einwohner: 1652 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 102 Einwohner je km2
Postleitzahl: 54518
Vorwahl: 06571
Kfz-Kennzeichen: WIL, BKS
Gemeindeschlüssel: 07 2 31 001
Gemeindegliederung: 2 Ortsteile
Adresse der Verbandsverwaltung: Kurfürstenstraße 1
54516 Wittlich
Webpräsenz: www.altrich.de
Ortsbürgermeisterin: Heike Knop
Lage der Ortsgemeinde Altrich im Landkreis Bernkastel-Wittlich
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Über dieses Bild

Altrich ist eine Ortsgemeinde im Landkreis Bernkastel-Wittlich in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Wittlich-Land an.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Altrich liegt etwa vier Kilometer südlich der Kreisstadt Wittlich. Zu Altrich gehört der Ortsteil Büscheid sowie die Wohnplätze Haardt, Kirchhof, Neuenhof, Bahnwärterhaus Sommerkopf und Villa Altrich.[2]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Altrich wurde im Jahr 952 erstmals urkundlich erwähnt, als der Trierer Erzbischof Ruotbert einem „Wido“ an der Lieser und zu Altrich Land verlehnte, um daraus Wingerten zu machen. In dieser Urkunde wurde der Ort „Altreie“ genannt.[3] Die benachbarte Stadt Wittlich wurde erst über einhundert Jahre später, im Jahr 1065, erstmals in Urkunden genannt. In einer Stellungnahme des Landeshauptarchivs Koblenz wird auf eine möglicherweise noch ältere Erwähnung des Ortes hingewiesen. In der sogenannten „Echternacher Chronik“, welche der Mönch Theoderich im Jahr 1192 aufschrieb, wird Altrich unter dem Namen „Alta Regia“ auf das Jahr 636 datiert.[4]

Altrich gehörte bis zum Ende des 18. Jahrhunderts zum Kurfürstentum Trier und bildete mit den Orten Büscheid, Haardt und Kirchhof einen eigenen Gerichtsbezirk innerhalb des Amtes Wittlich. Nach einem Weistum aus dem Jahr 1444 lag auch die Dingstätte des Hochgerichts des Amtes Wittlich im heutigen Gemeindegebiet: „In der Laube vor der großen Scheuer zu Kirchhof bei Altrich“.[5]

Nach der Einnahme des Linken Rheinufers durch französische Revolutionstruppen (1794) und der Integration in die Erste Französische Republik gehörte Altrich von 1798 bis 1814 zum Kanton Wittlich im Saardepartement. Auf dem Wiener Kongress (1815) wurde die Region dem Königreich Preußen zugeordnet. Altrich gehörte von 1816 an zum neu gebildeten Kreis Wittlich im Regierungsbezirk Trier, der von 1822 bis 1946 Teil der Rheinprovinz war.

Die Pfarrkirche ist dem hl. Andreas geweiht. Ihr hat die Andreasstraße den Namen zu verdanken.[6]

Seit 1946 gehört der Ort zum damals neu gebildeten Land Rheinland-Pfalz.

Bevölkerungsentwicklung

Die Entwicklung der Einwohnerzahl von Altrich, die Werte von 1871 bis 1987 beruhen auf Volkszählungen:[7][1]

Jahr Einwohner
1815 300
1835 586
1871 704
1905 781
1939 876
1950 970
Jahr Einwohner
1961 977
1970 1.123
1987 1.399
1997 1.471
2005 1.549
2015 1.652

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gemeinderat in Altrich besteht aus 16 Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 25. Mai 2014 in einer personalisierten Verhältniswahl gewählt wurden, und der ehrenamtlichen Ortsbürgermeisterin als Vorsitzende.

Die Sitzverteilung im Gemeinderat:[8]

Wahl SPD CDU WGR Gesamt
2014 4 12 16 Sitze
2009 2 5 9 16 Sitze
2004 5 5 6 16 Sitze

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Wappenbeschreibung lautet: „Schild Rot und Weiß gespalten, vorne ein weißes Andreaskreuz, hinten 2 (2:1) rote Kugeln“.

Das Andreaskreuz in der vorderen Schildhälfte steht als Symbol für den im alten Gerichtssiegel, überliefert im Jahre 1764, dargestellten Kirchenpatron Sankt Andreas. Die hintere Schildhälfte erinnert an ein nach Altrich benanntes Rittergeschlecht, das im 14. Jahrhundert nachweisbar ist. Die Farben Rot und Weiß weisen auf die ehemalige Zugehörigkeit zum Kurfürstentum Trier hin.

Altrich erhielt mit Genehmigung von 1971 das Recht, ein eigenes Wappen zu führen.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Römische Mauerreste beim Neuenhof (außerhalb Altrich in Richtung Klausen)
  • die „Cusanus-Säulen“ aus der ehemaligen Pfarrkirche, jetzt im Pfarrgarten Andreasstraße 31
  • die „dicke Eiche“ - ein Naturdenkmal rund 300 Jahre alt im Südwesten des Dorfes (Verlängerung der Straße Schneidkaul)

Siehe auch:

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Ortsgemeinde hat einen Kindergarten, eine einzügige Grundschule und einen Mehrzweckbereich mit Turnhalle.

Der nächste Bahnhof ist Wittlich Hbf an der Moselstrecke. Außerdem ist die Errichtung eines Bahnhaltepunkts Altrich geplant.[9]

Bilder[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Altrich – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Anzahl der Einwohner in den Kommunen am 31. Dezember 2015 (Hilfe dazu).
  2. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Amtliches Verzeichnis der Gemeinden und Gemeindeteile 2010, Seite 58 (PDF; 2,3 MB)
  3. Heinrich Beyer: Mittelrheinisches Urkundenbuch, Band I, Coblenz: Hölscher, 1860, Urkunde 193
  4. Stellungnahme des Landeshauptarchivs Koblenz
  5. Wilhelm Fabricius: Erläuterungen zum geschichtlichen Atlas der Rheinprovinz, 2. Band: Die Karte von 1789. Bonn, Hermann Behrend, 1898, S. 129, 187
  6. Andreasstraße in Altrich aus der SWR Landesschau Rheinland-Pfalz aufgerufen am 14. April 2014.
  7. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Regionaldaten
  8. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2014, Stadt- und Gemeinderatswahlen
  9. Verbandsversammlung, 55. Sitzung. In: TOP 3. SPNV Nord, S. 6, abgerufen am 26. September 2016 (PDF; 8,52 MB).