Bettenfeld

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Ortsgemeinde Bettenfeld
Bettenfeld
Deutschlandkarte, Position der Ortsgemeinde Bettenfeld hervorgehoben
Koordinaten: 50° 5′ N, 6° 46′ O
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Bernkastel-Wittlich
Verbandsgemeinde: Wittlich-Land
Höhe: 465 m ü. NHN
Fläche: 17,27 km2
Einwohner: 708 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 41 Einwohner je km2
Postleitzahl: 54533
Vorwahl: 06572
Kfz-Kennzeichen: WIL, BKS
Gemeindeschlüssel: 07 2 31 009
Adresse der Verbandsverwaltung: Kurfürstenstraße 1
54516 Wittlich
Webpräsenz: www.bettenfeld.de
Ortsbürgermeister: Reinhold Meuers
Lage der Ortsgemeinde Bettenfeld im Landkreis Bernkastel-Wittlich
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Über dieses Bild
Blick auf Bettenfeld von Südosten (2013)
Vulkanerlebnispark Mosenberg Bettenfeld (2013)
Fritz von Wille: Landschaft bei Bettenfeld, 1912

Bettenfeld ist eine Ortsgemeinde im Landkreis Bernkastel-Wittlich in Rheinland-Pfalz in der südlichen Vulkaneifel. Sie gehört seit dem 1. Juli 2014 der Verbandsgemeinde Wittlich-Land an. Bettenfeld ist ein staatlich anerkannter Fremdenverkehrsort.[2]

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Ort (460–480 m ü. NHN) wird von zwei Erhebungen umgeben: Südwestlich liegt das Waldgebiet des 544 m hohen Holzbeul, während sich auf der östlichen Seite des Bettenfelder Gebietes der ehemalige Vulkan des Mosenberges erhebt. Der Mosenberg (517 m ü. NHN)[3] enthält vier Krater. Der eindrucksvollste davon ist der mit Wasser gefüllte Windsborn, ein Kratersee, dessen Ringwall vollständig erhalten ist. Der Windsborn ist der einzige Bergkratersee nördlich der Alpen. Die außergewöhnliche Erscheinung des Mosenberges wurde schon im 19. Jahrhundert von Reisenden, Künstlern und Wissenschaftlern gewürdigt, unter anderem von dem Maler Fritz von Wille und dem Naturforscher Alexander von Humboldt.

Zu Bettenfeld gehört auch der Wohnplatz Hof Rodenbüsch.[4]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die erste urkundliche Erwähnung Bettenfelds unter dem Namen „Bettenvelt“ war im Jahr 1179.[5] Bis zum Ende des 18. Jahrhunderts gehörte Bettenfeld zur Herrschaft Meerfeld im Herzogtum Luxemburg.[6]

Nach 1792 hatten französische Revolutionstruppen die Österreichischen Niederlande, zu denen das Herzogtum Luxemburg gehörte, besetzt und im Oktober 1795 annektiert. Von 1795 bis 1814 gehörte der Ort zum Kanton Dudeldorf im Departement der Wälder.[7]

Im Jahr 1815 wurde das ehemals luxemburgische Gebiet östlich der Sauer und der Our auf dem Wiener Kongress dem Königreich Preußen zugeordnet. Damit kam die Gemeinde Bettenfeld 1816 zum Kreis Wittlich im Regierungsbezirk Trier in der Provinz Großherzogtum Niederrhein, die 1822 in der Rheinprovinz aufging. Bettenfeld wurde zunächst Sitz einer Bürgermeisterei, zu der auch die Gemeinde Meerfeld gehörte.[8] Später wurde Bettenfeld von der Bürgermeisterei Manderscheid verwaltet.[9]

Seit 1946 ist die Gemeinde Teil des Landes Rheinland-Pfalz.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gemeinderat in Bettenfeld besteht aus zwölf Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 25. Mai 2014 in einer personalisierten Verhältniswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzendem. Die zwölf Sitze im Gemeinderat verteilen sich auf vier Wählergruppen.[10]

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Wappenbeschreibung lautet: „Von Rot über Silber durch Wellenschnitt geteilt, darin eine gestürzte, von Silber über Blau geteilte Spitze, oben zwei linke, rote Spickel, unten begleitet links von einem roten Tatzenkreuz, rechts von einem roten Schildchen.“

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nahe Bettenfeld, am Fuß des Mosenbergs, wurde früher Lava abgebaut.[11] Heute befindet sich dort der Vulkanerlebnispark Mosenberg.[12] Auf der Kuppe des Berges steht ein kleiner überdachter Aussichtsturm.[13]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Osten von Bettenfeld verläuft die Bundesautobahn 1, im Süden die Bundesautobahn 60.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Bettenfeld – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Anzahl der Einwohner in den Kommunen am 31. Dezember 2015 (Hilfe dazu).
  2. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Regionaldaten
  3. Kartendienste des Bundesamtes für Naturschutz (Hinweise)
  4. Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Amtliches Verzeichnis der Gemeinden und Gemeindeteile 2010, Seite 56 (PDF; 2,3 MB)
  5. Heinrich Beyer: Urkundenbuch zur Geschichte der jetzt die preussischen Regierungsbezirke Coblenz und Trier ..., Band 2, Coblenz: Hölscher, 1865, S. 203 (dilibri.de)
  6. Wilhelm Fabricius: Erläuterungen zum geschichtlichen Atlas der Rheinprovinz, 2. Band: Die Karte von 1789. Bonn, Hermann Behrend, 1898, S. 24
  7. Statistisch-topographische Beschreibung des Regierungs-Bezirks Trier, Hetzrodt, 1818, s. 47 (Google Books)
  8. Friedrich von Restorff: Topographisch-Statistische Beschreibung der Königlich Preußischen Rheinprovinz, Nicolai, Berlin und Stettin 1830, S. 908 (Google Books)
  9. Otto Beck: Beschreibung des Regierungsbezirks Trier, Band 1, 1868, S. 152 (Google Books)
  10. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2014, Stadt- und Gemeinderatswahlen
  11. Eintrag zu Lavaabbau am Mosenberg in der Datenbank der Kulturgüter in der Region Trier, abgerufen am 9. Januar 2016.
  12. Vulkanerlebnispark Mosenberg/Bettenfeld: Eifel-Vulkanismus live erleben! Maarmuseum Manderscheid; abgerufen am 9. Januar 2016.
  13. Eintrag zu Aussichtsturm auf dem Mosenberg in der Datenbank der Kulturgüter in der Region Trier, abgerufen am 21. März 2016.