Visé

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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Zum französischen Schriftsteller und Publizisten siehe Jean Donneau de Visé, zur Untereinheit des Oberkarbon siehe Viséum.
Visé
Armoiries Visé.svg Flag of Visé.svg
Visé (Lüttich)
Visé
Visé
Staat: Belgien
Region: Wallonien
Provinz: Lüttich
Bezirk: Lüttich
Koordinaten: 50° 44′ N, 5° 42′ OKoordinaten: 50° 44′ N, 5° 42′ O
Fläche: 27,99 km²
Einwohner: 17.748 (1. Jan. 2016)
Bevölkerungsdichte: 634 Einwohner je km²
Postleitzahl: 4600 (Visé, Lanaye, Lixhe, Richelle)
4601 (Argenteau)
4602 (Cheratte)
Vorwahl: 04
Bürgermeister: Marcel Neven (MR)
Adresse der
Kommunalverwaltung:
Administration Communale
rue de Recollets 1
4600 Visé
Website: www.vise.be
lblelslh

Visé (niederländisch Wezet, deutsch Wesent[1]) ist eine Stadt in der Provinz Lüttich in der Wallonischen Region in Belgien.

Geografische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Visé liegt an der Maas etwa 35 km westlich von Aachen, 20 km nordöstlich von Lüttich und 15 km südlich von Maastricht. Sie gilt als die nördlichste Stadt in Wallonien. Die Höhe wird mit 60 bis 85 m angegeben.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Zeit vom 9. Jahrhundert bis zum 13. Jahrhundert gilt als die Blütezeit der Stadt.

Im Zuge des Investiturstreits wurden am Gründonnerstag 1106 die Truppen des Heinrich V. an der Maasbrücke bei Visé vollständig geschlagen.

Im Jahre 1330 wurde die Stadtbefestigung gebaut; in den Jahren 1468 und 1673 wurde die Stadt belagert.

Am Anfang des Ersten Weltkriegs wurde die Stadt von deutschen Truppen fast vollständig zerstört, 23 Einwohner starben dabei.

Bergbau[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

In Visè förderte die Kohlengrube „Charbonnage du Hasard a Cheratte“; ihre Tagesanlagen samt Malakowturm sind bis heute erhalten.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Bürgermeister der Stadt ist Marcel Neven.

Städtepartnerschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Seit 1958 ist die französische Gemeinde Aiguillon in Aquitanien Partnerstadt von Visé.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bilder[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Stadt liegt an der Bahnstrecke Lüttich–Maastricht und wird stündlich von InterCity-Zügen (IC) der Linie O (nach Brüssel über Lüttich, nach Maastricht) angefahren. Sie verfügt darüber hinaus über einige regionale Buslinien der Gesellschaft TEC, unter anderem nach Lüttich.

Parallel zur Maas verläuft die Europastraße 25. Städtebaulich ungünstig trennt sie als A25 die Kernstadt Visé vom Fluss.

Wichtigster Schifffahrtsweg ist hier nicht die Maas selber (Schiffe bis 600 t), sondern der westlich parallel dazu gebaute Albertkanal (bis 2.000 t). Bedeutende Flusshäfen liegen in den Stadtteilen Lixhe und Argenteau.

Industrie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Belgien, Verlag Karl Baedeker Ostfildern, 3. Auflage 1998, ISBN 3-87504-417-7, S. 393–394.
  • John Horne, Alan Kramer: Deutsche Kriegsgreuel 1914. Die umstrittene Wahrheit. Aus dem Engl. von Uwe Rennert. Hamburger Edition, Hamburg 2004.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Visé – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. http://www.mapywig.org/m/German_maps/series/100K_KDR_Gross_and_Einheitsblaetter/Eb_107a_Monschau_1.1937.jpg