Westerheim (Württemberg)

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Westerheim
Westerheim (Württemberg)
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Westerheim hervorgehoben
Koordinaten: 48° 31′ N, 9° 37′ O
Basisdaten
Bundesland: Baden-Württemberg
Regierungsbezirk: Tübingen
Landkreis: Alb-Donau-Kreis
Gemeindeverwal­tungsverband: Laichinger Alb
Höhe: 815 m ü. NHN
Fläche: 22,93 km2
Einwohner: 2993 (31. Dez. 2017)[1]
Bevölkerungsdichte: 131 Einwohner je km2
Postleitzahl: 72589
Vorwahl: 07333
Kfz-Kennzeichen: UL
Gemeindeschlüssel: 08 4 25 134
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Kirchenplatz 16
72589 Westerheim
Webpräsenz: www.westerheim.de
Bürgermeister: Hartmut Walz
Lage der Gemeinde Westerheim im Alb-Donau-Kreis
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Über dieses Bild

Westerheim ist eine Gemeinde im Alb-Donau-Kreis in Baden-Württemberg. Westerheim ist mit seiner gesamten Gemarkung Teil des Biosphärengebiets Schwäbische Alb.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geographische Lage[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Luftkurort Westerheim liegt auf der Schwäbischen Alb rund 30 Kilometer nordwestlich von Ulm. Westerheim liegt im nordwestlichen Zipfel des Alb-Donau-Kreises und ist die höchstgelegene Gemeinde des Landkreises.

Nachbargemeinden[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde grenzt im Norden an die Stadt Wiesensteig und im Osten an Hohenstadt, beide im Landkreis Göppingen, im Süden an die Stadt Laichingen sowie im Westen an Römerstein im Landkreis Reutlingen.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahre 861 wurde Westerheim erstmals nachweislich im Stiftungsbrief des Klosters Wiesensteig erwähnt.

Von 1555 bis 1567 führten die Grafen von Helfenstein vorübergehend die Reformation in Westerheim ein. Danach wurde Westerheim wieder katholisch; die katholische Konfession überwiegt dort heute noch.

Während des Dreißigjährigen Kriegs wurde Westerheim stark zerstört. Nach dem Aussterben der Grafen von Helfenstein kam der Ort mit der Herrschaft Wiesensteig zu zwei Dritteln und 1752 ganz an das Kurfürstentum Bayern. 1806 fiel Westerheim an das Königreich Württemberg, dessen Regierung den Ort zunächst dem Oberamt Wiesensteig und 1810 dem Oberamt Geislingen unterstellte. 1938 kam Westerheim durch die württembergische Gebietsreform während der NS-Zeit zum Landkreis Münsingen. In den letzten Kriegswochen des Zweiten Weltkriegs brannte die Hälfte Westerheims in Folge von Kampfhandlungen nieder. Seit der 1973 erfolgten Kreisreform gehört Westerheim zum neu gebildeten Alb-Donau-Kreis.

2007 gründeten Einwohner aus Westerheim den Pseudostaat Germanitien.[2]

Religionen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Fronleichnam-Blumenteppich in Westerheim.

In Westerheim gibt es sowohl eine evangelische als auch eine römisch-katholische Kirchengemeinde.

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Verwaltungsverband[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeinde gehört dem Gemeindeverwaltungsverband Laichinger Alb an.

Gemeinderat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Gemeinderat in Westerheim hat 12 Mitglieder. Der Gemeinderat besteht aus den gewählten ehrenamtlichen Gemeinderäten und dem Bürgermeister als Vorsitzendem. Der Bürgermeister ist im Gemeinderat stimmberechtigt. Die Kommunalwahl am 25. Mai 2014 führte zu folgendem amtlichen Endergebnis:

Parteien und Wählergemeinschaften %
2014
Sitze
2014
%
2009
Sitze
2009
Kommunalwahl 2014
 %
50
40
30
20
10
0
45,19 %
32,55 %
22,26 %
UBL
AB
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2009
 %p
   6
   4
   2
   0
  -2
  -4
  -6
  -8
-6,12 %p
+5,41 %p
+0,71 %p
UBL
AB
UBL Unabhängige Bürgerliste Westerheim 45,19 5 51,31 7
AB Aktive Bürger - neue demokratische Liste 32,55 4 27,14 3
CDU Christlich Demokratische Union Deutschlands 22,26 3 21,55 2
gesamt 100,0 12 100,0 12
Wahlbeteiligung 64,80 % 69,4 %

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Oktober 2002 wurde Hartmut Walz zum neuen Bürgermeister gewählt, im September 2010 wurde er im Amt bestätigt.

Gemeindepartnerschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Eine Gemeindepartnerschaft verbindet Westerheim mit der gleichnamigen Gemeinde Westerheim im bayerischen Regierungsbezirk Schwaben.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weihnachtsmarkt auf dem Rathausplatz mit der St.-Stephanus-Kirche und dem Haus des Gastes

Bauwerke[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Naturdenkmäler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Schertelshöhle
Die gewölbte Eingangshalle im „Steinernen Haus“
  • Die Schertelshöhle ist eine 212 m lange Tropfsteinhöhle. Sie ist eine der schönsten Schauhöhlen der Schwäbischen Alb, beleuchtet und kann von Mai bis Oktober täglich besichtigt werden.
  • Das Steinerne Haus ist eine 55 Meter lange Höhle mit einer 8 Meter hohen Halle im Eingangsbereich, in dem sich im Winter hunderte große Eiszapfen bilden, die oft erst im Frühjahr schmelzen. Das Steinerne Haus liegt nur wenige hundert Meter von der Schertelshöhle entfernt am gegenüberliegenden Talhang und bequem über einen Wanderweg oder – schneller – über zahlreiche Stufen den Hang hinunter und auf der anderen Seite des Tals wieder ein kurzes Stück nach oben erreichbar. Der Höhleneingang des unbeleuchteten Steinernen Hauses ist durch die eingestürzte Decke und frei zugänglich. Von der Halle aus geht es rechts zu einem Wurmfortsatz, der im Winter zum Schutz überwinternder Tiere geschlossen ist.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Schwäbische Albstraße auf ihrem Weg von Wiesensteig über Westerheim nach Donnstetten

Westerheim liegt an der Landesstraße 252, die Schwäbische Albstraße führt durch den Ort.

Im Rahmen der im Bau befindlichen Neubaustrecke Wendlingen–Ulm wird die Einrichtung des Bahnhofs Merklingen (Schwäbische Alb) gebaut, an dessen Kosten sich Westerheim finanziell beteiligt.

Der Alb-Neckar-Radweg erreicht Westerheim als Fernradweg. Er führt von Ulm nach Heilbronn.

Von Westen nach Osten durchläuft der Schwäbische-Alb-Oberschwaben-Weg als Hauptwanderweg 7 die Gemeinde Westerheim. Dieser Fernwanderweg führt vom Remstal zum Bodensee und wird vom Schwäbischen Albverein betreut.

Bildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Westerheim verfügt über eine eigene Grundschule, die Schule am Sellenberg, und eine Außenstelle der Werkrealschule Heroldstatt mit den Klassen 5 bis 7.

Persönlichkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Tourismus[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Westerheim besitzt verschiedenste Freizeiteinrichtungen für Touristen und Besucher, sie verfügen über ein Alb-Bad mit einer Liegewiese, Sauna und ein Bistro. wie auch eine Alb-Halle mit Kegelbahnen; Inliner Bahn, Spielgelände und Tennisplatz. Wie auch eine Sommerbobbahn mit Tierpark. Und einige Rad- und Wanderwege.

Im Winter gibt es die Möglichkeit, vier Skilifte zu nutzen; zugleich wird ein gepflegte Loipennetz für Skilanglauf vorgehalten.[3]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Westerheim (Württemberg) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Statistisches Landesamt Baden-Württemberg – Bevölkerung nach Nationalität und Geschlecht am 31. Dezember 2017 (CSV-Datei) (Hilfe dazu).
  2. Bundesrepublik erkennt Germanitien nicht an, Schwäbische.de, 13. Mai 2011; Diplomat aus „Germanitien“ ein Millionenbetrüger, merkur-online.de, 1. August 2012; Germanitien wird vorerst nicht geräumt (Memento vom 4. September 2012 im Internet Archive), Südwest Presse vom 31. August 2011; „Germanitien“ ist ein teures Pflaster, Augsburger Allgemeine vom 19. Dezember 2012.
  3. Gemeinde Westerheim: Tourismus & Freizeit. In: www.westerheim.de. Abgerufen am 4. Januar 2017.