Wilhelm von Heyck

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Wilhelm von Heyck OSB (* vor 1450 in Zwolle; † Januar, Februar oder 21. Oktober 1508[1] in Mechelen) war ein niederländisch-deutscher Geistlicher, 1490–1508 (1504 durch einen Administrator ersetzt) Abt der Abtei Altmünster in Luxemburg, seit 1491 Prokurator der deutschen Provinz des Benediktinerordens und seit etwa 1493 Generalrichter der Römischen Kurie für den Orden. Er war auch Rat des Römisch-deutschen Königs Maximilian I. (HRR).

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Herkunft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wilhelm de Heyck, der aus Zwolle stammte,[2][3] trat in der Abtei Sint Paulus in Utrecht in den Benediktinerorden ein.[2] Als Theologe war er bei Herzog Karl I. „dem Kühnen“ von Burgund († 1477) sehr angesehen.[4] Dessen Schwiegersohn König Maximilian I. bestritt 1495 gegenüber der Kurie schriftlich, dass Wilhelm de Heyck sein Gesandter in Rom sei,[5] bezeichnete den Abt von Luxemburg aber 1496 als „seinen Rat“.[6]

Abt von Altmünster[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am 2. September 1490 wurde Wilhelm von Heyck mit Zustimmung von Weihbischof Johann von Eindhoven (C.R.S.A.), Titularbischof von Azotus (1483–1508), dem der Trierer Erzbischof Jakob II. von Baden die Klosterverwaltung nach dem Tod des 19. Abtes Jakob de Fey († 1489) als Pfründe übertragen hatte,[4] zum 20. Abt des Klosters Altmünster in Luxemburg-Pfaffenthal gewählt.[7] Er fand Anerkennung in Rom, aber der luxemburgische Statthalter Markgraf Christoph I. von Baden, der Vater des Trierer Erzbischofs, und das Parlament in Mechelen brachten die Mönche des Klosters gegen ihn auf.[8]

Prokurator der deutschen Ordensprovinz[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Generalkapitel des Jahres 1490 der benediktinischen Bursfelder Kongregation, das im Kloster St. Jakob bei Mainz zusammentrat (Ordensprovinzen Trier, Köln und Mainz), nominierte Abt Guilelmus de Heyck am 8. Januar 1491 bei Papst Innozenz VIII. als „Kardinalprokurator“ der Kapitel der Allamania (Alemania; deutsche Ordensprovinz) und erbat die Befugnis, Steuern erheben zu können. Der Eingang des Gesuches wurde vom päpstlichen Referendar Felino Maria Sandei (1444–1503)[9] am 3. Februar 1492 bestätigt.[10]

Generalrichter der Kurie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wilhelm von Heyck wurde als Reformator, Visitator, Korrektor und Generalrichter des Benediktinerordens an den Heiligen Stuhl in Rom delegiert. In Rom trug sich „Wilhelmus de Heyck de Zvollis abbas Lutzemburgensis, procurator ordinis s. Benedicti per Allemaniam“ in das Bruderschaftsbuch der Santa Maria dell’Anima ein und spendete einen Rheinischen Goldgulden.[11]

Im Oktober 1493 schickte Guillaume de Heyck, Abt von Notre-Dame von Luxemburg, auch Münster genannt, Diözese Trêves (Trier), einen Brief an Antoine de Glymes-Berghes († 1531)[12] (ein Bruder von Fürstbischof Heinrich von Glymes und Berghes), der sich mit Unterstützung des Landesherrn Erzherzog Philipp von Österreich letztlich erfolgreich darum bemühte, der 67. Abt der Abtei Saint-Bertin zu werden. Heyck informierte über seine Aufgaben als Prokurator der Abtei am Hof von Rom und die Anfechtung der 1492 erfolgten kanonischen Wahl von Jacques du Val zum 66. gewählten, aber nicht bestätigten (1493 zurückgetretenen) Abt Jacques IV. Duval († 1497) des Klosters.[13] Er kündigte an, Antoine von Glymes und Berghes die notwendigen Auslagen für das Erwirken aller Dispense und Bestätigungen in Rechnung zu stellen.[14]

Bei der Papstmesse am Aschermittwoch (4. März) 1495 in der Titelkirche Santa Sabina all’Aventino (capella majoris) gab er sich gegenüber dem Hausherren Kardinal Johannes de la Grolaye de Villiers OSB († 1499), Abt von Saint Denis, laut Tagebuch des Apostolischen Protonotars Johannes Burckard fälschlich (false) als Gesandter (orator) König Maximilians I. aus und beanspruchte so einen Platz.[5]

Auf dem Anfang September 1495 im St. Jakobskloster vor Mainz tagenden Jahreskapitel der Bursfelder Kongregation verzichtete Wilhelm von Heick, Abt des Marienklosters in Luxemburg, nach zweitägig ausgetragenen Differenzen auf seine anfangs geltend gemachten Ansprüche auf die Stellung eines Visitators.[15] Er hatte zuvor zwei Erlasse Papst Alexanders VI. vom 21. Februar 1493 und 24. Juli 1494 betreffend die Visitation der Benediktinerklöster vorgelegt.[16]

Am 24. April (Jubilate) 1496 nahm Wilhelm de Heyck am Provinzialkapitel in Groß St. Martin in Köln teil. Am 1. Juli 1496 beurkundete er, dem Abt Simon von der Leyen († 1512) der Abtei Maria Laach und seinem Konvent zwölf rheinische Gulden zu schulden, die dieser ihm beim letzten Provinzialkapitel 1496 auf Veranlassung der Äbte Gérard III. von Halin (reg. 1483–† 1500) von St. Jakob zu Lüttich, Antonius Grimholt (reg. 1484–† 1517) von Kloster Werden, Adam Meyer von St. Martin zu Köln und Thilmann von Prüm (reg. 1479–† 1504) von der Abtei Mettlach vorgestreckt hatte.[17] Papst Alexander VI. hatte den römischen Prokurator des Provinzialverbandes Köln-Trier mit der Visitation und Reformation verschiedener benediktischer Männer- und Frauenklöster beauftragt; der Auftrag erstreckte sich schließlich auch auf Terziarengemeinschaften.[18] Abt Wilhelm zu Luxemburg subdelegierte den Auftrag bezüglich der Klöster Weerselo, Rijnsburg und Oudwijk in der Diözese Utrecht an die Äbte von Groß St. Martin, Werden, St. Paul in Utrecht und St. Matthias bei Trier.[19]

Konflikt mit dem Kölner Erzbischof um die Abtei Brauweiler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach der Brauweiler Chronik vermittelte Abt Wilhelm zu Luxemburg, der sich selbst Hoffnungen auf die Nachfolge machte,[20] 1496 direkte Verhandlungen zwischen der Kurie und Abt Adam II. von Münchrath (reg. 1483–1496; † 1502) der Abtei Brauweiler über dessen Abdankung gegenüber Rom.[21] Nach Intervention des Kölner Erzbischofs Hermann IV. von Hessen, wurde Adam II. von Münchrath durch die Äbte von Deutz, Groß St. Martin und St. Pantaleon zum direkten Rücktritt veranlasst.[22]

Drei Jahre später schickte Wilhelm von Heyck Erzbischof Hermann IV. von Köln und den Hildesheimer Äbten Johannes Löff (reg. 1486–† 1521) von St. Michaelis und Henning Kalberg (reg. 1493–† 1535) von St. Godehard die Bulle Quanta in Dei ecclesia ad salutem animarum des Papstes Innozenz VIII. vom 6. März 1489, in der sehr massiv zur Reformation der Klöster aufgerufen wurde,[23] zur Kenntnis.[24]

Generalvisitator und Klosterreformator[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wilhelm de Heyck wurde mit der Visitation der ultramontanen (jenseits der Alpen gelegenen) Klöster beauftragt. Im Juni 1496 versichert er Markgraf Friedrich V. von Brandenburg-Ansbach-Kulmbach der Anteilhabe an den geistlichen Gütern seines Klosters (Kloster Heilsbronn).[25] Das Kloster Benediktbeuern wurde im Juli 1496 durch den päpstlichen Generalvisitator Wilhelm von Heyck visitiert.[26] Heyk versuchte, einen Anschluss an die Klosterreform der Bursfelder Kongregation zu erreichen.[27] Bei der anschließenden Visitation in Kloster Andechs erlaubte der Generalvisitator Heyck eine Reduktion der Jahrtagsstiftungen und eine Reduzierung der Gebete.[28] Am 24. Juli 1496 erhielt der Visitator Wilhelm von Heyck im Kloster Tegernsee 12 Gulden Dispensgebühr vom Benediktbeurener Abt Narcissus Paumann (reg. 1483–† 1504). Die von Heyck vermittelte Bestätigungsbulle der Klosterprivilegien durch Papst Alexander VI. vom 26. Oktober 1496 kostete weitere 20 Gulden.[29] Am 24. Juli 1496 beauftragte Papst Alexander VI. Abt William de Heyck, das Kloster St. Maria in Ettal zu reformieren.[30] Ghysbertus de Boëmel, Kleriker der Diözese Utrecht, war bei solchen Verfahren oft als apostolischer Notar für Wilhelm de Heyck tätig.

Rückkehr nach Rom[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

König Maximilian I. empfahl dem Papst Alexander VI. „seinen Rat“, den Abt des Benediktinerklosters Luxemburg, der sich bisher vergebens um die Freiheit seiner Kirche bemüht habe, welche einige Leute gegen die Concordata der Deutschen Nation durch Pensionen (Zahlungsforderungen) beschweren; der Abt kehre jetzt (September 1496) nach Rom zurück, um die Sache seines Klosters und anderer Klöster zu betreiben. Der Papst möge den Abt gnädig behandeln.[6]

1497/98 unterstützte der Abt von Luxemburg (Abbas Lucelburgensis), Prokurator „der ganzen Allemannia“, den Prior Johannes von Wienna († 1499)[31] von Stift Göttweig und den Göttweiger Agenten Magister Rupert Spiegel, die für Abt Matthias I. Schachner (reg. 1489–† 1507) an der Kurie einem Prozess mit dem Bischof von Passau Christoph von Schachner führten,[32] der nach der Vermutung des Priors die Absicht verfolgte, im Kloster Gottweig zu residieren.[33]

Dem Abt Walter (Wolter) Vechel (reg. 1495–1504) des Klosters Cismar in Grömitz, dem Prior Pater Timotheus II. des Karthäuserkonvents Marienehe in Rostock und Johannes von Thun, Dekan der Kollegiatkirche Güstrow übertrug Wilhelm de Heyck, Abt des Luxemburger Marienklosters und Visitator und Reformator des Benediktiner- und Cluniazenser-Ordens mit Bezug auf eine Bulle Alexanders VI. von 24. Juli 1494 im Januar 1498 die Visitation und Reformation der Klöster Dobbertin[34] und Rühn in Mecklenburg.[35] Im Februar 1498 transsumiert Wilhelm de Heyck, Abt des Luxemburger Marienklosters und vom Papst delegierter Klosterreformator, eine Bulle Papst Innozenz VIII. vom 3. März 1492 betr. die Reformation der Nonnenkloster Klaarwater (Clara aqua) bei Hattem im Bistum Utrecht und Syloë in Ostfriesland, die Geschwisterschaften mit Klöstern in der Trierer und Münsterschen Diözese unterhielten.[36]

Am 7. Januar 1500 beauftragt Papst Alexander VI. den Abt des Klosters Beatae Mariae in Luxemburg, den Johann Wedemer († 1501)[37] aus dem Benediktinerkloster St. Vinzenz zu Beinwil in der Diözese Basel als Abt des Klosters Chorin einzusetzen.[38] Im September 1500 korrespondierte Wilhelm von Heyck, Abt zu Luxemburg und Generalkommissar des Benediktinerordens, aus Rom mit Graf Wilhelm IV. von Henneberg-Schleusingen wegen Geschäftsgang und Kosten für die Verleihung der Pontifikalinsignien für Kloster Veßra und einen Ablass für die Kirche zu Grimmenthal.[39] Im Oktober 1500 erlaubte Abt Wilhelmus Heyck von Lutzenburg, vom Heiligen Stuhl abgeordneter Generalrichter, dem Máté Tolnai OSB (reg. 1500–† 1534), Erzabt des Klosters Sancti Martini in Monte Pannonie (deutsch Martinsberg, ungarisch Győrszentmárton, slowakisch Rábsky Svätý Martin) dreimal in der Woche Fleisch zu essen und im Winter, solange es seine Schwäche erfordert, innen (von außen nicht sichtbar) mit Fuchspelz gefütterte Kleidung zu verwenden.[40]

Nach dem Tod des Bischofs Michael Sculteti (reg. ab 1500; † 4. November 1500) in Rom[41][42] versuchte Georg Truchseß Vogt zu Soldau, der Gesandte des Hochmeisters in Rom, dem Deutschen Ordens das Bistum Kurland zu erhalten. Er berichtete, dass „sich der abt von Lutzenberck und Joans Burckarde von Straszburg nach bemelbten bistumb geerbeyt“[43] um einen jährlichen „suspens“ von dort zu erhalten.[44]

Im April 1501 hielt sich „Wilhelm von Heuck“, Abt des Benediktinerklosters St. Marien in Luxemburg, in Sitten auf, wo er eine Bulle Papst Alexanders VI. von 24. März 1499 transsumiert. Danach wurden die Klöster Marienbusch, Steterburg, Heiningen, Berich, Hildesheim und Eldagsen dem Visitations- und Aufsichtsrecht der Prioren von Windesheim, Sülte, Wittenburg, Böddeken, Möllenbeck unterstellt und ihnen erlaubt, nach der Regel der Windesheimer Kongregation zu leben.[45]

Valerius Anshelm, ein Anhänger der Berner Reformation, berichtete in seiner Berner Chronik, von dem Jubeljahr-Ablass des Papstes Alexander VI. an die Eidgenossenschaft, der 1501 durch den Benediktinerordensgeneral, den Abt von Lutzenburg, verkündet wurde.[46] Am 25. Juli 1501 erschien der Prior des Klosters zum Hl. Geist in Rom[47] – gemeint ist wohl der Ablasskommissar Francesco Tripontino –[48] auf einer Tagsatzung in Baden und teilte mit, es sei ihm und dem Abt von Lützelburg aufgetragen, einen Ablass in der Eidgenossenschaft zu verkünden und mit Hilfe einer weltlichen Macht die Klöster zu visitieren; der Abt wolle auch eine Bestätigung des Bischofs von Konstanz.[49] Aber nur das romtreue Bern nahm den Abt auf. Über den Bischof von Konstanz veranlasste Wilhelm von Heyck ein Zirkularschreiben an alle Pfarrkirchen des bernischen Gebietes.[50] Mit Zustimmung der Äbtissin Katharina Hoffmann (reg. 1472–1506) von Bern habe er das nahegelegene Kloster Fraubrunnen reformiert. Der „ablasskrämer und nunnenvisitierer“ habe über seinen promovierten „factor commissari … heilig geists ordens“ (gemeint ist der Doktor beider Rechte Tripontino) einen Dominikaner-Kaplan (Ghysbert van Boëmel?) als Fälscher von Bullen und Briefen beschäftigt.[46]

Gefangennahme auf einem Provinzialkapitel in Köln wegen konkurrierendem Ablasshandel[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wilhelm Heck, Abt von Münster in Luxemburg, hielt auf dem Provinzialkapitel der kölnisch-trierischen Provinz in Köln am 23. April 1504 eine Predigt Attendite ad petram unde excisi estis (= Schaut auf den Felsen,[51] aus dem ihr gehauen seid) (Jes 51,1 Vul).[52] Auf dem Kapitel beschuldigte der Prokurator des päpstlichen Kardinallegaten für Deutschland[53] und Ablasskommissars Raimund Peraudi zu Gurck, Wilhelm Heck, sich zu Unrecht nicht nur als Generalvisitator und Reformator des Benediktinerordens ausgegeben und dadurch von mehreren Klöstern größere Geldsummen erpresst zu haben, sondern auch als päpstlicher Legat aufgetreten zu sein und trotz des Jubiläumsablass[54] im Heiligen Jahr (1500) päpstlichen Segen gespendet, und Ehedispense von Blutsverwandtschaft und Verschwägerung gewährt zu haben.[55] Die Versammlung beschloss, Heyck in einem Zimmer des Klosters Groß St. Martin zu Köln festzuhalten und zu bewachen, bis der Heilige Stuhl über den Fall befunden habe oder er sich von von den gegen ihn erhobenen Anschuldigungen genügend expurgiert habe.[55]

Daraufhin beklagte sich der Abt von Luxemburg[56] (Wilhelm von Heyck) beim Rat der Stadt Köln, dass er ohne Erlaubnis des Rates und ohne Rechtsgrundlage unter Mithilfe des Abtes von Groß St. Martin Heinrich Schmising (van der Lippe) (reg. 1499-† 1505) überwältigt und in Groß St. Martin eingekerkert wurde, obwohl er bereit war, sich den gegen ihn gerichteten Anschuldigungen in Köln zu stellen. Er forderte den Rat dringlich auf, solche Gewalttaten in der kaiserlichen freien Stadt nicht zu dulden, zumal er auch als Rat[6] und Diener des Römisch-deutschen Königs (der roem. koen. mt. = Majestät; Maximilian I.) und seines Sohnes, des „durchleychtigen “ Prinzen Erzherzogen Philipp,[55] und als Vorsitzender des Kapitels des Benediktinerordens (oeverster des ordens van gemeynem capittell) nach Köln gekommen sei, um dort das Pontifikalamt zu feiern und während des Jubeljahres (1500) zu predigen, wie er es nach Ausweis von Brief und Siegel zur Ehre des gesamten Ordens auch getan habe. Neben dem Abt von Groß St. Martin sei auch der Abt von St. Heribert zu Deutz, Herr Gerlach II. von Breitbach (reg. 1491–† 1512) handgreiflich daran beteiligt gewesen; er habe den Abt von Luxemburg nach dessen Aussage mit beiden Armen umklammert und ihm dabei 5 „bescheidene Gulden“[57] aus dem Gewand (uys synem boisem) entwendet.[58] Die königlichen Gesandten Johannes Rebler, Lehrer der Rechte, und Rechenmeister (Finanzminister) Nicasius Hackeney d. J. (* um 1463; † 1518) verwandten sich für den Abt von Luxemburg, und veranlassten den Stadtrat, diesen vor Gewalt zu bewahren und Protest einzulegen.[58]

Befreiung aus der Gefangenschaft durch den Kölner Stadtrat[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Rat der Stadt Köln „mit den Freunden und den Schickungen aus allen Räten und den Vierundvierzigern“ ließ den „abt von Lutzenberg“ auf freien Fuß setzen („yme uff die beyne verhelffen, doch nyet geweltlich und dat overmitz demgenen smit (= durch denjenigen Schmied), der yn in die fesser (= Eisen) gesmit hatte“)[55] und beschloss: Weil Laien nach den Gesetzen des Rates dafür ihren Kopf verwirkt hätten und der Rat solcher Gewalttaten bei Geistlichen, bei denen diese Gesetze nicht anwendbar sind, Herr werden will, darf künftig der Abt von Deutz die Stadt nicht mehr betreten und soll den Schutz der Stadt verloren haben; den Fährleuten soll verboten werden, ihn über den Rhein zu fahren. Ebenso haben der Abt und der Konvent von Groß St. Martin den Schutz der Stadt und alle Back-, Brau- und sonstigen Vorrechte verloren; den Rentmeistern soll untersagt werden, ihnen irgendwelche Freiheiten zu gewähren. Der Beschluss soll solange in Kraft bleiben, bis beide Äbte dem Rat für ihre Gewalttat Genugtuung geleistet und sich entschuldigt haben.[58] Am 23. Mai informierte Köln seinen Gesandten in Rom über den Vorgang.[59]

Wegen der Befreiung des in einer Zelle des Kölner Klosters St. Martin wegen unbefugter Ablassverkündung während des Jubeljahres, widerrechtlicher Kloster Revisoren, Fälschungen und andere Ursachen gefangenen Abtes von St. Maria in Luxemburg „Wilh[elm] de Heye“ gelegentlich des am 23. April 1504 abgehaltenen Provinzialkapitels wurde 1504 bis 1506 vor Magister Ludolph van Been (de Veno) († 1508), Doktor beider Rechte, Domdechant zu Utrecht, als päpstlichem Kommissar ein Zivilprozess zwischen den Äbten der Benediktinerprovinz, Bürgermeister Johann von Reidt (1472–1535) und anderen Kölner Ratsherren geführt.[60]

Anklage vor dem Großen Rat der Burgundischen Niederlande[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Von verschiedenen Äbten wurde Wilhelm de Heyck vorgeworfen, bei den Visitationen bestechlich gewesen zu sein (pro praestico obsequio pecuniae summam extorquens (= Erpressung einer großen Geldsumme für bereitwillige Nachgiebigkeit)).[61] Als Wilhelm von Heyk seine Gegner exkommunizieren lassen wollte, wurde er von ihm feindlich gesonnenen Prälaten im Auftrag des Generalkapitels von 1506, das bei Mainz tagte, vor den Großen Rat von Brabant unter seinem Präsidenten Jean Carondelet (1469–1545), Dekan des Domkapitels Besançon (decano Bysuntino), auf Schadenersatz bzw. Begleichung seiner Schulden (ut debita, quibus patribus ordinis et unionis obligatur, legaliter solvat) verklagt[62] und starb bei den Verhandlungen in Mechelen.[4] Nach einer Notiz bei Johannes Trithemius starb er, während Maximilian I., der am 4. Februar 1508 den Kaisertitel annahm, als Römisch-deutscher König amtierte (sub Maximiliano rege romanorum anno 1508).[2] Das Totenbuch der Abtei Altmünster erinnert – angesichts der früheren Installation eines Nachfolgers vielleicht ungenau – als Todestag an den 21. Oktober 1508.[1]

Johannes de Helmont († 1517) aus ’s-Hertogenbosch, ab 1508 Titularbischof von Syon (Trierer Weihbischof),[63] wurde 1499 Cellerar, 1504 vom Provinzialkapitel als monasterii Luxenburgensis administrator eingesetzt[64] und schließlich am 26. Juni 1508[65] Heycks Nachfolger als 21. Abt von Altmünster.[4][66]

Literarisches Werk[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Trithemius erweiterte am 20. Juni 1509 seine 1492 für den Erstdruck[67] abgeschlossene Handschrift von De scriptoribus ecclesiasticis bzw. zum Catalogus illustrium virorum Germaniae[68] um einen Eintrag zu „Wilhelmus Heyk … abbas monasterii Lutzelburgensis (= Abt des Münsters/Klosters in Luxemburg)“.[69] Der Abt Guillaume Heyck hatte sich wie Trithemius für die Lehre von der Unbefleckten Empfängnis Marias ausgesprochen.[70] Nach Angabe von Trithemius verfasste Wilhelm von Heyck kleinere Texte (opuscula) gegen den makulistischen Dominikaner Wigand, d. i. Wigand Wirt (Cauponis) (1460–1519) in Frankfurt am Main, einen Gegner der Lehre von der Unbefleckten Empfängnis Mariens.[71] Darüber hinaus beschrieb er zeitgenössische Ereignisse: Am 1. Februar 1492 wurde in Rom im Triumphbogen der Helenakapelle der Basilika Santa Croce in Gerusalemme hinter einem Ziegel mit der Aufschrift TITVLVS CRVCIS die Reliquie der Kreuzesinschrift wieder aufgefunden:[72] De inventione tituli triumphalis. De expugnatione regni Granatae bezieht sich wohl darauf, dass am 2. Januar 1492 das Emirat von Granada von den Katholischen Königen erobert wurde. Die Schrift De pace ecclesiae setzt sich vielleicht mit der Vorstellung vom Gottesfrieden auseinander oder erinnerte an die Wahl von Papst Martin V. am 11. November 1417 durch das Konzil von Konstanz bzw. dessen Anerkennung 1429, mit der das Abendländische Schisma endete.

Werke / Quellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Protokollbuch der Jahreskapitel der Bursfelder Kongregation, 1458–1656; Niedersächsisches Landesarchiv, Abt. Hannover (Fürstentümer Calenberg und Göttingen. Stifte und Klöster. Städte, 3.1 Kopiare und Register, Hs. Cop. III 57; Kriegsverlust 1943; Fotokopien von Urkunden und anderen Eintragungen in Cop. Nr. 2)
  • Paulus Volk OSB: Die Generalkapitels-Rezesse der Bursfelder Kongregation. Recessus Capitulourm Generalium Congregatinis Bursfeldensis, Bd. I 1458–1530. Respublica, Siegburg 1955, S. 368 zum Generalkapitel von 1506 (Google-Books; eingeschränkte Vorschau)
  • Urkunde des Wilhelmus de Heyck, abt van het Benedictijner klooster van de H. Maagd Maria te Luxemburg vom 29. Oktober 1501; Nationaal Archief Nederland (Inventaris van de collectie Charters Warmond,[73] Regestnr. 62)
  • Notarsinstrument des Mathias de Harlem, Kleriker der Diözese Utrecht, vom 16. Mai 1503; Nationaal Archief Nederland (Inventaris van de collectie Charters Warmond, Regestnr. 65; Digitalisat der Regesten)

Schriftenverzeichnis bei Trithemius (1509)[2]

weitere Werke[74][2]

  • Sermo (Predigt) Attendite ad petram unde excisi estis auf dem Provinzialkapitel in Köln, 1504.[52]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Johannes Trithemius: Wilhelmus Heyk. In: Zusätze zu seinem Catalogus illustrium virorum Germaniae aus der in der Würzburger Universitätsbibliothek befindliche Handschrift (Mp f 64b Bl. 82–113), 1509, bei Isidor Silbernagl: Johannes Trithemius. Eine Monographie. 2. Auflage 1885, S. 67 (Google-Books) und S. 254 (Google-Books)
  • Jean Bertels: Historia luxemburgensis. Conrad Butgens Witwe, Köln 1638, S. 136 (Google-Books)
  • Denis de Sainte-Marthe: Guilelmus ab Hecka. In: Gallia christiana, in provincias ecclesiasticas distributa, Bd. XIII De provinciis Tolosana et Trevirensi. Johannes-Baptista Coignard, Paris 1785, S. 603 (Google-Books)
  • Karl Josef Holzer: De Proepiscopis Trevirensibus, sive archiepiscoporum Trevirensium : in pontificali munere Sociis atque collegis. Dubois, Koblenz 1844, S. 63–69 (Digitalisat des Landesbibliothekszentrum Rheinland-Pfalz Koblenz, 2009)
  • Gustav C. Knod: Zur Kritik des Johannes Butzbach. In: Annalen des Historischen Vereins für den Niederrhein insbesondere das Alte Erzbistum Köln 52 (1891), S. 175–234, bes. S. 181 (archive.org), (Online)
  • Ursmer Berlière: Les chapitres généraux de l’ordre de saint Benoît dans la province de Cologne-Trêves. In: Bulletin de la Commission royale d’Histoire 10 (1900), S. 125–185, bes. S. 148f (Digitalisat)
  • Adalbert Franz Fuchs (Beab.): Urkunden und Regesten zur Geschichte des Benedictinerstiftes Göttweig, Bd. III 1468–1500. Gerold, Wien 1902, Nr. 2205, S. 362–363, Nr. 2206, S. 363–366, und Nr. 2171, S. 329–331
  • Jules Wilhelm: Res Munsteriensium seu historia coenobii Munsteriensis auctore Nicandro Theroecio.[75] In: Publications de la Section Historique de l’Institut GrandDucal 60 (1923), S. 1–120, bes. S. 60
  • Johann Baptist Kaiser: Aufnahme der Münsterabtei in die Bursfelder Union und Beitrag zur Geschichte des Verhältnisses der Münsterabtei zur Bursfelder Union. In: Ons Hémecht 30 (1924), S. 324–330 und 374–376 (Google-Books; eingeschränkte Vorschau), (Digitalisat und Digitalisat der Bibliothèque nationale du Luxembourg)
  • Hermann Keussen, Erich Kuphal: Die Kölner Zivilprozesse. I. 1364-1700. In: Mitteilungen aus dem Stadtarchiv von Köln 38 (1926), S. 1–91
  • Clément Schmitt OFM: La controverse allemande de l’Immaculée Conception. L’intervention et le procès de Wigand Wirt, O.P. (1494-1513). In: Archivum franciscanum historicum 45 (1952), S. 397–450, bes. S. 422
  • Wolfgang Seibrich: Die Benediktinerprovinz Köln-Trier im letzten Jahrzehnt vor der Reformation. In: Trierer Theologische Zeitschrift 96 (1987) S. 1–20 (PDF des Kirchlichen Dokumenten-Servers im Bibliotheksservice-Zentrum Baden-Württemberg)
  • Elke-Ursel Hammer: Monastische Reform zwischen Person und Institution. Zum Wirken des Abtes Adam Meyer von Groß St. Martin in Köln (1454-1499). Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 2001 (Google-Books; eingeschränkte Vorschau)

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b „(October, 21.) Ob[iit] D[ominus] Wilhelmus, Abbas huius mon[onasterii] 1508“; Albert Steffen: Das Obituar der Münsterabtei S. Maria in Luxemburg. In: T'Hémecht. Zeitschrift für Luxemburger Geschichte 14,3–4 (1961), S. 103–119, bes. S. 117 (Digitalisat der Bibliothèque nationale du Luxembourg).
  2. a b c d e Johannes Trithemius: Wilhelmus Heyk. In: Zusätze zu seinem Catalogus illustrium virorum Germaniae aus der in der Würzburger Universitätsbibliothek befindliche Handschrift (Mp f 64b Bl. 82–113), 1509, bei Isidor Silbernagl: Johannes Trithemius. Eine Monographie. 2. Auflage 1885, S. 254 (Google-Books).
  3. „van (Zwolle) afkomstig: De abt Willem van Heyck“; Johannes Albertus Franciscus Orbaan, Godefridus J. Hoogewerff, Bescheiden in Italië omtrent Nederlandsche kunstenaars en geleerden, Bd. II Rome. Archieven van bijzondere instellingen. (Rijks geschiedkundige publicatiën: Kleine serie, Band 12). Martinus Nijhoff, 1913, S. 880.
  4. a b c d Denis de Sainte-Marthe: Guilelmus ab Hecka. In: Gallia christiana, in provincias ecclesiasticas distributa, Bd. XIII De provinciis Tolosana et Trevirensi. Johannes-Baptista Coignard, Paris 1785, S. 603 (Google-Books).
  5. a b Giosuè Carducci, Vittorio Fiorini (Bearb.): Johannis Burckardi Liber Notarum ab anno 1483 usque ad annum 1506, Bd. I. (Rerum Italicarum scriptores 32,1). S. Lapi, 1907, Città di Castello, 1907, S. 578 (Google-Books).
  6. a b c Brief Maximilian I. an Papst (Alexander VI.) vom 18. September 1496 aus Vigevano; Johann Friedrich Böhmer: Regesta Imperii XIV. Ausgewählte Regesten des Kaiserreiches unter Maximilian I. 1493-1519, Bd. II 1496-1498, Teilbd.2, Böhlau, Wien 1993, Nr. 4362, S. 97 (Regesta Imperii Online; Abgerufen am 22. September 2022).
  7. Denis de Sainte-Marthe: Gallia christiana, in provincias ecclesiasticas distributa, Bd. XIII De provinciis Tolosana et Trevirensi. Johannes Baptista Coignard, Paris 1785, S. 603.
  8. Wolfgang Seibrich: Die Benediktinerprovinz Köln-Trier im letzten Jahrzehnt vor der Reformation. In: Trierer Theologische Zeitschrift 96 (1987) S. 1–20, bes. S. 18f.
  9. 1487 Auditor der Rota, wurde 1495 und erneut 1501 zum Bischof von Lucca ernannt.
  10. Regest einer Eingangsbekenntnis von Felinus Sandeus vom 3. Februar 1492 aus Rom an das Generalkapitel der deutschen Ordensprovinz der Benediktiner; Ursmer Berlière: Les chapitres généraux de l’Ordre de Saint Benoît. in: Revue bénédictine 18 (1901), S. 364–398, 19 (1902), S. 38–75, 268–278 und S. 374–411; 22 (1905), S. 377–397, bes. 18 (1901), S. 383 (Google-Books).
  11. Carl Jänig (Hrsg.): Liber confraternitatis B. Marie de Anima Teutonicorum de urbe, quem rerum Germanicarum cultoribus offerunt sacerdotes aedis Teutonicae B. M. de Anima urbis in anni sacri exeuntis memoriam. Typographia Polyglotta, Rom 1875, S. 87 (Google-Books).
  12. Henri de Laplane (1806–1873): Les abbés de Saint-Bertin d’après les anciens monumens de ce monastère, Bd. II. Chanoin, St. Omer 1855, S. 58–88 (Google-Books).
  13. Henri de Laplane: Les abbés de Saint-Bertin d’après les anciens monumens de ce monastère, Bd. II. Chanoin, St. Omer 1855, S. 53–57 (Google-Books).
  14. Brief von Guillaume de Heyck an Abt Antoine de Glymes-Berghes, Abt von Sint-Truiden und Prätendent von Saint-Bertin vom 17. Oktober 1493; Les chartes de Saint-Bertin d’apres le Grand cartulaire de Charles-Joseph Dewitte, Bd. IV. 1897, Nr. 3581, S. 88 (archive.org).
  15. Notarsinstrumente vom 1. und 3. September 1495; Hessisches Hauptstaatsarchiv Darmstadt (Bestand A 2 Mainz (St. Jakobsberg), Nr. 131/97).
  16. Notarsinstrumente vom 1. September 1495; Hessisches Hauptstaatsarchiv Darmstadt (Bestand A 2 Mainz (St. Jakobsberg), Nr. 131/96).
  17. Urkunde vom 1. Juli 1496; Landeshauptarchiv Koblenz (Best. 128, Laach, Benediktinerkloster, Urkunde 398); Bertram Resmini (Bearb.): Inventar und Quellensammlung zur Geschichte der alten Abtei Laach. Landesarchivverwaltung Rheinland-Pfalz, Koblenz 1995, Nr. 804, S. 400.
  18. Notarsinstrument mit Transsumpt des Wilhelmus de Heyck, abt van S. Maria te Luxemburg, visitator van de Benedictijnen en Cluniacensers (Zisterzienser), vom 6. September 1499 für einen inserierten Brief von Papst Alexander VI. vom 1. Juni 1499 an die Generaloberen der Dritten Orden zu Köln und Utrecht. In: I. H. van Eichen: Het S. Paulus- of Paulusbroedersklooster te Amsterdam en het Kapittel van Utrecht. In: Jaarboek Amstelodamum, 4 (1944), S. 19–51, bes. S. 49 (Digitalisat).
  19. Urkunde vom 10. Februar 1496; Elke-Ursel Hammer: Monastische Reform zwischen Person und Institution. Zum Wirken des Abtes Adam Meyer von Groß St. Martin in Köln (1454-1499). Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 2001, S. 256 (Google-Books; eingeschränkte Vorschau).
  20. God. Eckertz: Chronicon Brunwylrense. In: Annalen des Historischen Vereins für den Niederrhein 19 (1868), S. 220–261, bes. S. 237 (Google-Books).
  21. Elke-Ursel Hammer: Monastische Reform zwischen Person und Institution. Zum Wirken des Abtes Adam Meyer von Groß St. Martin in Köln (1454-1499). Vandenhoeck & Ruprecht, Göttingen 2001, S. 126 Anm. 146 (Google-Books; eingeschränkte Vorschau).
  22. Erich Wisplinghoff: Die Bistümer der Kirchenprovinz Köln. Das Erzbistum Köln 5. Die Benediktinerabtei Brauweiler. (Germania Sacra, N. F. 29) Walter de Gruyter, Berlin 1992, S. 92 (PDF).
  23. Text der Bulla pro reformatione Monasteriorum et locorum exemplorum in der Version für England (gerichtet an den Erzbischof von Canterbury John Morton) bei: Lewis Hippolytus Joseph Tonna (Hrsg.): Nuns and Nunneries. Sketches Compiled Entirely from Romish Authorities. Seeleys, London 1852, S. 326–330 (Google–Books); (deutsche Übersetzung der Arenga in der Online-Datenbank: Thomas Frenz: Lexikon der Papstdiplomatik. Passau 2019, Nr. 39/14 (PDF der Universität Passau)).
  24. Brief Wilhelms von Heyck an Erzbischof Hermann IV. von Hessen von Köln und die Hildesheimer Äbte von St. Michael und St. Godehard vom 23. Juni 1499 aus Rom. In: Handschrift 785 Urkunden der Kongregationen von Bursfelde und S. Justina Alexanders VI., Hildesheim 15. Jahrhundert; Dombibliothek zu Hildesheim (HS 785, Bl. 32r–34v); Marlis Stähli (Bearb.): Handschriften der Dombibliothek zu Hildesheim, Bd. II. Otto Harrassowitz Verlag, Wiesbaden 1991, HS 785, S. 93f (Google-Books; eingeschränkte Vorschau).
  25. Urkunde vom 5. Juni 1496; Geheimes Staatsarchiv Preußischer Kulturbesitz Berlin (BPH, I A 2 Urkunden aus den fränkischen Ablieferungen 1487–1770, Nr. 309).
  26. Visitationsbescheid für Kloster Benediktbeuern vom 21. Juli 1496. In: Carl Meichelbeck, Alphons von Haidenfeld (Bearb.): Chronici Benedictoburani, Pars II. Instrumentaria. Klosterdruckerei, Benediktbeuern 1751, Num. CCLXXXII, S. 180–182 (Google-Books), (monasterium.net), (PDF bei monasterium.net).
  27. Josef Hemmerle (Bearb.): Das Bistum Augsburg 1: Die Benediktinerabtei Benediktbeuern. (Germania Sacra N. F. 28). de Gruyter, Berlin 1991, S. 103 (PDF)
  28. Abschlussbericht vom 18. Juli 1496; Benedikt Kraft: Andechser Studien, Bd. I. In: Oberbayerisches Archiv für vaterländische Geschichte 71 (1935), S. 60 und 221 (Google-Books; eingeschränkte Vorschau); Magnus Sattler: Chronik von Andechs. Auer, Donauwörth 1877 S. 213f (Digitalisat der Bayerischen Staatsbibliothek München); Josef Hemmerle (Bearb.): Das Bistum Augsburg 1: Die Benediktinerabtei Benediktbeuern. (Germania Sacra N. F. 28). de Gruyter, Berlin 1991, S. 170.
  29. Josef Hemmerle (Bearb.): Das Bistum Augsburg 1: Die Benediktinerabtei Benediktbeuern. (Germania Sacra N. F. 28). de Gruyter, Berlin 1991, S. 489.
  30. Peter De Roo: Material for a history of Pope Alexander VI, his relatives, and his time, Bd. III. Universal knowledge Foundation, New York 1924, S. 109 (archive.org).
  31. Günther Hödl: Göttweig im Mittelalter und in der frühen Neuzeit. In: Studien und Mitteilungen zur Geschichte des Benediktinerordens und seiner Zweige 94 (1983), S. 1–231, bes. S. 107 und 125 (Google-Books; eingeschränkte Vorschau).
  32. Adalbert Franz Fuchs: Das Benediktinerstift Göttweig. In: Studien und Mitteilungen zur Geschichte des Benediktinerordens und seiner Zweige (Teil 2) 38 (1917), S. 51–113 und 235–267, bes. S. 257 und 262 (Google-Books; eingeschränkte Vorschau); Zum Prozess Andreas Zajic (Bearb.): Die Inschriften des Politischen Bezirks Krems. (Die Deutschen Inschriften 72. Wiener Reihe 3/3). Verlag der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, Wien 2008, Kat. Nr. 138, (Digitalisat).
  33. Brieflicher Bericht des Priors Johannes an Abt Mathias I. von Göttweig vom 29. Januar 1498 aus Rom; Stiftsarchiv Göttweig (Copie in Cod. 894); Adalbert Franz Fuchs (Beab.): Urkunden und Regesten zur Geschichte des Benedictinerstiftes Göttweig, Bd. III 1468–1500. Gerold, Wien 1902, Nr. 2171, S. 329–331, vgl. Brief von Abt Wilhelm von Luxemburg an Abt Mathias I. von Gottweig vom 30. Juni 1499 aus Rom; Nr. 2205, S. 362–363 und Abrechnung des römischen Agenten Rupert Spiegel vom 1. Juli 1499, Nr. 2206, S. 363–366 (archive.org), (www.monasterium.net).
  34. Visitationsbericht der drei Äbte und zweier weiterer, bischöflicher Visitatoren um den 1. November 1498; Landeshauptarchiv Schwerin (1.5-4/3 Urkunden Kloster Dobbertin, 209).
  35. Urkunde vom 9. Januar 1498; Landeshauptarchiv Schwerin (1.5-4/3 Urkunden Kloster Dobbertin, 207).
  36. Urkunde vom 9. Februar 1498; Landeshauptarchiv Schwerin (1.5-4/3 Urkunden Kloster Dobbertin, 208); Jacob Marx: Geschichte des Erzstifts Trier, Bd. II. Lintz, Trier 1860, S. 548f (Google-Books).
  37. Gustav Abb,Gottfried Wentz: Die Bistümer der Kirchenprovinz Magdeburg 1. Das Bistum Brandenburg, Bd. I (Germania Sacra A. F. 1). Walter de Gruyter, Berlin 1929 (ND Berlin 1963), S. 309 und 311.
  38. Brandenburgisches Landeshauptarchiv (10B Chorin, U (123) A); Adolph Friedrich Riedel (Bearb.): Codex diplomaticus Brandenburgensis, Bd. I/13. Morin, Berlin 1857, Nr. CXXXIX, S. 299f (Google-Books).
  39. Brief Wilhelms von Heyck OSB, Abt von Luxemburg, an Graf Wilhelm IV. von Henneberg-Schleusingen vom 26. September 1500 aus Rom; Staatsarchiv Meiningen (IGHA Sektion I, Signatur: 3477 Bestandssignatur: 4-10-1010); abgedruckt in: Wilhelm Dersch: Der Heidelberger Humanist Adam Wernher von Themar und seine Beziehungen zur hennebergischen Heimat. Brückner & Renner, Meiningen 1916, S. 42f.
  40. Breve Wilhelmus de Heyck an Mathee de Tholna OSB, Abt des Klosters Sancti Martini in Monte Pannonie vom 4. Oktober 1500 aus Rom; Archiv der Benediktinerabtei Pannonhalma (Bences - Capsarium (1000–1526), Urkunde 1500 X 04; monasterium.net).
  41. Er wurde am 24. Mai in Rom in der Hospitalkirche des Collegio Teutonico di Santa Maria dell’Anima geweiht; Carl Jänig (Hrsg.): Liber confraternitatis B. Marie de Anima Teutonicorum de urbe, quem rerum Germanicarum cultoribus offerunt sacerdotes aedis Teutonicae B. M. de Anima urbis in anni sacri exeuntis memoriam. Typographia Polyglotta, Rom 1875, S. 32 (Google-Books).
  42. Louis Tuasne (Bearb.): Johannis Burckardi Diarium sive Rerum urbanarum (1483–1506), Bd. III. 1500–1506 (Rerum Italicarum scriptores 32,3). Ernest Leroux, Paris 1885, S. 85 (Google-Books)
  43. „sich arbeiten nach“ im Sinne von „sich (be)mühen um“; vgl. Jacob Grimm, Wilhelm Grimm: Deutsches Wörterbuch, Bd. I. S. Hirzel, Leipzig 1854, Sp. 541.
  44. Georg Truchseß Vogt zu Soldau über die Verzettelung des Nachlasses des zu Rom verstorbenen Bf. Michael von Kurland und die Bemühungen des Frauenburger Domherren Albert Bischoff († 1518) aus Danzig – Sohn des Bürgermeisters Philipp Bischof (* um 1410; † 1483) – um das Bistum, um den (8.) 10. Januar 1501 aus Nürnberg; Geheimes Staatsarchiv Preußischer Kulturbesitz Berlin (XX. HA, Ordensbriefarchiv, Nr. 18408); Leonid Arbusow (Bearb.): Liv-, est- und kurländisches Urkundenbuch, Bd. II/2 1501–1505. J. Deubner, Riga / Moskau 1905, Nr. 12, S. 7–11, bes. S. 8 (Digitalisat der Bayerischen Staatsbibliothek München).
  45. Urkunde vom 3. April 1501, ausgestellt in Sitten; Niedersächsisches Landesarchiv Hannover (Cal. Or. 100 Katlenburg, Nr. 279).
  46. a b Valerius Anshelm: Die Berner Chronik (1540), Bd. I. K. J. Wyss, Bern 1884, S. 318–320 (Google-Books).
  47. Franciscus Tripontinus: Litterae confraternitatis ad usum hospitalis S. Spiritus in Saxia de Roma. Johannes Hamman, Venedig o. J. [um 1491]; Gedeon Borsa: Ein bisher unbekannter gedruckter Bruderschaftbrief der Hospitaliter vom Hl.Geist. In: Gutenberg-Jahrbuch 59 (1984), S. 142–144 (mit Abb.).
  48. Andreas Rehberg: „Ubi habent maiorem facultatem … quam papa". Der Heilig-Geist-Orden und seine Ablasskampagnen um 1500. In: Ders. (Hrsg.): Ablasskampagnen des Spätmittelalters. Luthers Thesen von 1517 im Kontext. De Gruyter, Berlin 2017, S. 219-270, bes. S. 247 u. ö. (PDF).
  49. Eidgenössischer Abschied zu Baden im Junius 1501; Philipp Anton von Segesser (Bearb.): Amtliche Sammlung der ältern eidgenössischen Abschiede, Bd. III/2 Die Eidgenössischen Abschiede aus dem Zeitraume von 1500 bis 1520, Zürich 1869, Nr. 60, S. 123–126, bes. S. 124 (Digitalisat der Universitäts-und Landesbibliothek Düsseldorf).
  50. Staatsarchiv Bern (Missivenbuch K., Bl. 142).
  51. Im Kontext ist Abraham gemeint (V. 2), von Remigius von Auxerre OSB u. a. christologisch gedeutet, vgl. auch Joh 1,42 EU als möglichen Bezug zum Papsttum.
  52. a b Bistumsarchiv Bibliothek des Priesterseminars Trier (HS 87, Bl. 180–186); Petrus Becker: Die Benediktinerabtei St. Eucharius-St. Matthias vor Trier. (Germania sacra 34). de Gruyter, Berlin 1996, Nr. 348, S. 213 (Google-Books).
  53. Vermutlich war dieser Prokurator Pfennigmeister Jehans vom Berge; Johann Samuel Friedrich von Böhmer: Regesta Imperii XIV. Ausgewählte Regesten des Kaiserreiches unter Maximilian I. 1493-1519, Band 4 1502–1504. Böhlau, Wien 2004, S. 705 (www.regesta-imperii.de).
  54. Zum Hintergrund Ursula Rautenberg: Der päpstliche Gesandte und Ablaßkommissar Raymundus Peraudi als Auftraggeber des Druckers Hermann Bungart – ein bisher unbeleuchtetes Kapitel Kölner Legendendrucke der Frühdruckzeit. In Sigurd Wichter, Gert Rickheit (Hrsg.): Dialog. Festschrift für Siegfried Grosse. Tübingen 1990, S. 185–199 (PDF).
  55. a b c d François Lascombes: Chronik der Stadt Luxemburg 1444-1684. Sankt-Paulus-Druckerei, Luxemburg 1976, S. 233f (Google-Books; eingeschränkte Vorschau).
  56. In der Überschrift Lützenkirchen, im 17. Jh. korrigiert.
  57. D. h. oberländische rheinische Goldgulden. Bezeichnung seit dem mittelrheinischen Münzvertrag des Rheinischen Münzvereins von 1468, in dem Rechnungsgulden und Kurantmünzen unterschieden wurden; Ernst Kruse: Kölnische Geldgeschichte bis 1386, nebst Beiträgen zur kurrheinischen Geldgeschichte. (Westdeutsche Zeitschrift für Geschichte und Kunst. Ergänzungsheft 4) Lintz Trier 1888, bes. S. 86f (Google-Books); Courswerth des „bescheidenen“ Guldens. 1488 April 14. Rathsweinregister fol. 34. In: Walter Stein (Bearb.): Akten zur Geschichte der Verfassung und Verwaltung der Stadt Köln im 14. und 15. Jahrhundert, Bd. II. Behrendt, Bonn 1895, S. 632 (Google-Books).
  58. a b c Ratsmemorial Mit den Freunden und den Schickungen aus allen Räten und den Vierundvierzigern - o. D. [1504]; Historisches Archiv der Stadt Köln (Best. 10A Ratsmemoriale, A 4M - Ratsmemorial 1501–1523, Bl. 17–18; Manfred Huiskes (Bearb.): Beschlüsse des Rates der Stadt Köln, 1320-1550, Bd. I Die Ratsmemoriale und ergänzende Überlieferung, 1320-1543. (Publikationen der Gesellschaft für Rheinische Geschichtskunde 65). Droste, Düsseldorf 1988, S. 840 (Google-Books; Eingeschränkte Vorschau), (Regest online).
  59. François Lascombes: Chronik der Stadt Luxemburg 1444-1684. Sankt-Paulus-Druckerei, Luxemburg 1976, S. 234 +Anm. 28.
  60. Zivilprozess Die Äbte der Benediktinerklöster der Provinzen Köln und Trier ./. Joh. de Reyda und viele andere Kölner Ratsherren vor Ludolph de Veno, dr. iur., Domdechant zu Utrecht, 8. März 1505–28.Juni 1505; Historisches Archiv der Stadt Köln; Angehängt sind Appellations-Akten 1505–1506 (Best. 120 Zivilprozesse, A 433; Regest online).
  61. Jean Bertels: Historia luxemburgensis. Conrad Butgens Witwe, Köln 1638, S. 136 (Google-Books).
  62. Paulus Volk OSB: Die Generalkapitels-Rezesse der Bursfelder Kongregation. Recessus Capitulourm Generalium Congregatinis Bursfeldensis, Bd. I 1458–1530. Respublica, Siegburg 1955, S. 368.
  63. Urkunde vom 16. April 1510; Landesarchiv NRW Abteilung Rheinland Duisburg (AA Werden, Akten AA 0546, Nr. 3–10).
  64. Wolfgang Seibrich: Die Benediktinerprovinz Köln-Trier im letzten Jahrzehnt vor der Reformation. In: Trierer Theologische Zeitschrift 96 (1987) S. 1–20, bes. S. 19
  65. Karl Josef Holzer: De Proepiscopis Trevirensibus. Dubois, Koblenz 1844, S. 69.
  66. Johann Baptist Kaiser: Aufnahme der Münsterabtei in die Bursfelder Union. In: Ons Hémecht 30 (1924), S. 324–330, bes. S. 326–328.
  67. Johannes Trithemius: Liber de Ecclesiasticis scriptoribus. Amerbach, Basel 1494 (Digitalisat der Bibliothek der Monumenta Germaniae Historica) = Marquard Freher (Hrsg.): Johannis Trithemij Spanheimensis … Abbatis … Opera historica, Bd. I. Claude Marne und Johann Aubry, Frankfurt am Main 1601, S. 189–400 (Google-Books).
  68. Johannes Trithemius: Cathalogus illustrium viro[rum] germania[m] suis ingenijs et lucubrationibus omnifariam exornantium. s. l. [Mainz], s. n. [Friedberg] 1495 (Digitalisat der Herzog August Bibliothek Wolfenbüttel) = Catalogvs illustrivm virorvm Germaniam … In: Marquard Freher (Hrsg.): Johannis Trithemij Spanheimensis … Abbatis … Opera historica, Bd. I. Claude Marne und Johann Aubry, Frankfurt am Main 1601, S. 121–183 (Google-Books).
  69. Isidor Silbernagl: Johannes Trithemius. Eine Monographie. 2. Auflage 1885, S. 67 und S. 254; Hans Thurn (Bearb.): Die Handschriften Der Universitatsbibliothek Würzburg. Handschriften Aus Benediktinischen Provenienzen. Otto Harrassowitz, Wiesbaden 1973, S. 91 (Google-Books).
  70. J.-W. van Driel SJ: La gloire de Marie aux Pays-Bas. In: Hubert du Manoir (Hrsg.): Maria. Études sir la Sainte Vierge, Bd. IV. Beauchesne, Paris 1956, S. 482–488, bes. S. 478 (Google-Books).
  71. Djalogus Apologeticus Fratris wiga[n]di wirt sacre Theologie professoris Co[n]tra wesalianicam p[er]fidiam atq[ue] diui ordinis fratru[m] Predicatorum persecutores. Ac demu[m] contra eos qui de conceptione immaculatissime virginis Marie male sentiu[n]t studiosa exaratio. Köbel, Oppenheim o. J. [um 1504] (Digitalisat der Bayerischen Staatsbibliothek München).
  72. Maria-Luisa Rigato: Il titolo della croce di Gesù. Confronto tra i Vangeli e la Tavoletta-reliquia della Basilica Eleniana a Roma. (Diss. Univ. Gregoriana; Serie Teologia 100). Rom 2003.
  73. Kloster Mariënhaven bei Warmond in der Nähe von Leiden.
  74. „Das Übrige, das er geschrieben hat, ist nicht in meine Hände gekommen“.
  75. Pseudonym von Alexander Wiltheim, Jesuit, Antiquar aus Luxemburg.