Erzbistum Cambrai

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Erzbistum Cambrai
Karte Erzbistum Cambrai
Basisdaten
Staat Frankreich
Metropolitanbistum Erzbistum Lille
Diözesanbischof Vincent Dollmann
Fläche 3.420 km²
Pfarreien 355 (2016 / AP 2017)
Einwohner 1.031.314 (2016 / AP 2017)
Katholiken 933.000 (2016 / AP 2017)
Anteil 90,5 %
Diözesanpriester 147 (2016 / AP 2017)
Ordenspriester 13 (2016 / AP 2017)
Katholiken je Priester 5.831
Ständige Diakone 46 (2016 / AP 2017)
Ordensbrüder 13 (2016 / AP 2017)
Ordensschwestern 241 (2016 / AP 2017)
Ritus Römischer Ritus
Liturgiesprache Französisch
Kathedrale Notre-Dame de Grâce
Website www.cathocambrai.com

Das Erzbistum Cambrai (lateinisch Archidioecesis Cameracensis, französisch Archidiocèse de Cambrai) ist ein im Norden Frankreichs gelegenes Bistum der römisch-katholischen Kirche mit Sitz in Cambrai.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahre 580 wurde der Bischofssitz durch die Verlegung und Umbenennung des Bistums Arras begründet. Es war ein Suffraganbistum des Erzbistums Reims. Der Kirchsprengel war umfangreich und reichte bis nach Brüssel und Antwerpen.

Nach der fränkischen Reichsteilung 936 fiel Cambrai gemeinsam mit dem Mittelreich an das Ostfrankenreich, dem späteren Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation. 1007 wurden die Bischöfe von Cambrai mit der Grafschaft Cambrai Lehnsmänner der römisch-deutschen Könige und Kaiser. Ihr weltlicher Herrschaftsbereich war das Hochstift Cambrai.

Im Jahre 1559 fand die Reorganisation der Diözesen in den damaligen Spanischen Niederlanden (umfasst die heutigen Niederlande, Belgien und Nordfrankreich) auf Betreiben von Philipp II. statt. Die flandrischen Teile der Diözese wurden in das neu gegründete Bistum Gent ausgegliedert. Im Gegenzug wurde Cambrai zum Erzbistum erhoben mit den Suffraganbistümern Saint-Omer, Tournai und Namur.

1678 fiel Cambrai nach dem Französisch-Niederländischen Krieg an Frankreich, ebenso das Artois mit Saint-Omer. Tournai und Namur dagegen verblieben bei den Spanischen Niederlanden.

1802 kam es zur Säkularisation des Bistums im Zuge der französischen Revolution, die alte Kathedrale wurde zerstört und es kam zu einem Übergang ihrer Funktion an die ehemalige Abteikirche Saint-Sépulcre und zur Neuerrichtung der Diözese als Suffragan der Erzdiözese Paris bei gleichzeitiger Vergrößerung um Teile der (ehemaligen) Diözesen Tournai, Ypern und Saint-Omer.

1841 fand eine erneute Erhebung zum Erzbistum mit Arras als Suffraganbistum statt und 1913 kam es zur Neuerrichtung des Bistums Lille auf Teilen des Bistums Cambrai und zur Unterstellung unter Cambrai.

2008 wurde der Metropolitansitz auf das Erzbistum Lille übertragen.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Erzbistum Cambrai – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien