Wollin (Fläming)

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Wappen Deutschlandkarte
Die Gemeinde Wollin führt kein Wappen
Wollin (Fläming)
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Wollin hervorgehoben
Koordinaten: 52° 17′ N, 12° 28′ O
Basisdaten
Bundesland: Brandenburg
Landkreis: Potsdam-Mittelmark
Amt: Ziesar
Höhe: 37 m ü. NHN
Fläche: 28 km²
Einwohner: 860 (31. Dez. 2015)[1]
Bevölkerungsdichte: 31 Einwohner je km²
Postleitzahl: 14778
Vorwahl: 033833
Kfz-Kennzeichen: PM
Gemeindeschlüssel: 12 0 69 680
Adresse der Amtsverwaltung: Mühlentor 15A
14793 Ziesar
Bürgermeister: Gunar Wildemann
Lage der Gemeinde Wollin im Landkreis Potsdam-Mittelmark
Bad Belzig Beelitz Beetzsee Beetzseeheide Bensdorf Borkheide Borkwalde Brück Buckautal Golzow Görzke Gräben Havelsee Kleinmachnow Kloster Lehnin Linthe Linthe Michendorf Mühlenfließ Niemegk Nuthetal Päwesin Planebruch Planetal Rabenstein/Fläming Rosenau (Brandenburg) Roskow Schwielowsee Seddiner See Stahnsdorf Teltow Treuenbrietzen Wenzlow Werder (Havel) Wiesenburg/Mark Wollin Wusterwitz Ziesar Groß Kreutz BrandenburgKarte
Über dieses Bild

Wollin ist eine Gemeinde im Landkreis Potsdam-Mittelmark in Brandenburg. Sie gehört dem Amt Ziesar mit Sitz in der Stadt Ziesar an.

Geografie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Karte wollin.svg

Die Gemeinde Wollin liegt im Westen des Landes Brandenburg. Sie grenzt unmittelbar südlich an die kreisfreie Stadt Brandenburg an der Havel, das Oberzentrum der Region. Durch die Gemeinde fließt das Verlorenwasser mit seinem Nebenfluss Briesener Bach westlich des Dorfes und die Temnitz im Osten. Das Verlorenwasser ist Nebenfluss der Buckau, die Temnitz Nebenfluss der Plane, die zur Havel entwässern.

Wollins Nachbargemeinden sind im Uhrzeigersinn Wenzlow und Brandenburg an der Havel im Norden, Kloster Lehnin und Golzow im Osten, Bad Belzig im Süden und Gräben im Südwesten. Die Gemeinde liegt im Baruther Urstromtal und auf dem Nordhang des Flämings. Südlich des Dorfes liegt der Eichelberg.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bronzezeitliche Schmuckscheibe, Fundplatz Wollin, Archäologisches Landesmuseum Brandenburg

Als erster Beleg für die Nennung in historischen Quellen ist eine Urkunde des brandenburgischen Markgrafen Otto V. vom 5. Januar 1372 anzusehen, in welcher das Dorf Wollin an das Domkapitel und den Bischof des Bistums Brandenburg übertragen wurde. Eine weitere Erwähnung fand Wollin in der Urkunde des Bischofs Dietrich III. am 3. Mai 1374.

Wollin gehörte bis 1773 zur Kurmark Brandenburg, ab 1773 zum Ziesarschen Kreis im Herzogtum Magdeburg und ab 1806 in der Provinz Sachsen. 1826 wurde der Ziesarsche Kreis aufgelöst und Wollin gehörte in der Folge zum Landkreis Jerichow I mit Burg als Kreisstadt. Im Juli 1950 erfolgte die Umbenennung in Kreis Burg. Durch eine Verwaltungsreform wurde Wollin am 23. Juli 1952 eine Gemeinde im Kreis Brandenburg (Land) des Bezirks Potsdam. Nach der Wende entschieden sich in einer Bürgerumfrage die meisten Wolliner Bürger für eine Zugehörigkeit zum Land Brandenburg und nicht zu Sachsen-Anhalt. Die letzte Veränderung gab es 1993 – Wollin liegt seitdem im Landkreis Potsdam-Mittelmark.

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Einwohner
1875 857
1890 857
1910 857
1925 857
1933 829
1939 842
1946 1 008
1950 1 003
1964 892
1971 838
Jahr Einwohner
1981 930
1985 906
1989 877
1990 886
1991 852
1992 861
1993 866
1994 865
1995 873
1996 878
Jahr Einwohner
1997 906
1998 908
1999 940
2000 956
2001 951
2002 958
2003 965
2004 974
2005 950
2006 934
Jahr Einwohner
2007 922
2008 920
2009 911
2010 909
2011 910
2012 890
2013 880
2014 861

Gebietsstand des jeweiligen Jahres[2][3], ab 2011 auf Basis des Zensus 2011

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeindevertretung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeindevertretung von Wollin besteht aus 7 Gemeindevertretern und dem ehrenamtlichen Bürgermeister. Die Kommunalwahl am 25. Mai 2014 ergab folgende Sitzverteilung:[4]

  • Freie Bürger und Bauern 2 Sitze
  • Einzelbewerber Siegfried Sehl 1 Sitz
  • Einzelbewerberin Simone Brieseck 1 Sitz
  • Einzelbewerberin Gabi Tischer 1 Sitz
  • Einzelbewerber Karsten Hübscher 1 Sitz
  • Einzelbewerber Henry Lüdeke 1 Sitz

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gunar Wildemann wurde als Einzelbewerber in der Bürgermeisterwahl am 25. Mai 2014 mit 62,1 % der gültigen Stimmen für eine Amtszeit von fünf Jahren[5] gewählt.[6]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dorfkirche Wollin

Die Dorfkirche und das Pfarrhaus sind denkmalgeschützt. Die Bodendenkmale sind in der Liste der Bodendenkmale in Wollin (Fläming) aufgeführt.

Verkehr[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wollin liegt an de Landesstraße L 94 zwischen Görzke und Wenzlow. Durch das Gemeindegebiet führt die Autobahn A 2 mit der Anschlussstelle Wollin.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Wollin (Fläming) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bevölkerung im Land Brandenburg nach amtsfreien Gemeinden, Ämtern und Gemeinden 31. Dezember 2015 (XLS-Datei; 83 KB) (Fortgeschriebene amtliche Einwohnerzahlen) (Hilfe dazu).
  2. Historisches Gemeindeverzeichnis des Landes Brandenburg 1875 bis 2005. Landkreis Potsdam-Mittelmark. S. 30–33
  3. Bevölkerung im Land Brandenburg nach kreisfreien Städten, Landkreisen und Gemeinden 1991 bis 2014
  4. Ergebnis der Kommunalwahl am 25. Mai 2014
  5. § 73 des Brandenburgischen Kommunalwahlgesetzes
  6. Ergebnis der Bürgermeisterwahl am 25. Mai 2014