Buckautal

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Wappen Deutschlandkarte
Die Gemeinde Buckautal führt kein Wappen
Buckautal
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Buckautal hervorgehoben
Koordinaten: 52° 14′ N, 12° 19′ O
Basisdaten
Bundesland: Brandenburg
Landkreis: Potsdam-Mittelmark
Amt: Ziesar
Höhe: 70 m ü. NHN
Fläche: 39,32 km²
Einwohner: 508 (31. Dez. 2014)[1]
Bevölkerungsdichte: 13 Einwohner je km²
Postleitzahl: 14793
Vorwahl: 033830
Kfz-Kennzeichen: PM
Gemeindeschlüssel: 12 0 69 089
Gemeindegliederung: 4 Ortsteile
Adresse der Amtsverwaltung: Friedrich-Engels-Str. 20
14793 Ziesar
Bürgermeister: Mike Pokorny
Lage der Gemeinde Buckautal im Landkreis Potsdam-Mittelmark
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Buckautal ist eine Gemeinde im Westen des Landkreises Potsdam-Mittelmark in Brandenburg und Teil des Amtes Ziesar.

Geographie[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Buckautal liegt etwa fünf Kilometer südlich und östlich von Ziesar an der Grenze zu Sachsen-Anhalt. Die Gemeinde liegt südlich des Fiener Bruches auf einem eiszeitlichen Sander. Auf dem Sand wachsen hauptsächlich Kiefern. Die Gemeinde ist über zehn Kilometer langgestreckt und reicht vom Ortsteil Dretzen im Südwesten bis zum Ortsteil Steinberg im Nordosten. Neben Dretzen und Steinberg gehören der Ortsteil Buckau und die Wohnplätze Birkenreismühle und Kolonie Wittstock zur Gemeinde. Fünf unbewohnte kleine Exklaven sind vom Gebiet der Stadt Möckern in Sachsen-Anhalt umgeben (eine von ihnen gehört nur zum Teil zu Buckautal und zum Teil zur Stadt Ziesar). Südwestlich von Buckautal, beim Ortsteil Dretzen liegt der große Truppenübungsplatz Altengrabow. Fließgewässer in der Gemeinde sind die namensgebende Buckau mit ihren Nebenflüssen Krummer Bach, Strepenbach, Litzenbach und Kirchenheider Bach.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahr 946 wird Buckau erstmals als „Bucounici“ urkundlich erwähnt. Kaiser Otto I. schenkte damals den Honigzehnt der „urbs“ (lat.: Stadt) Buckau dem Moritzkloster in Magdeburg. Damit ist Buckau der älteste (urkundlich erwähnte) Ort des heutigen Bundeslandes Brandenburg. Die Bezeichnung „urbs“ spricht für die damalige Bedeutung der Siedlung. Die Orte Buckautals gehörten bis zu dessen Auflösung 1571 zum Hochstift Brandenburg, dem Fürstentum der Bischöfe des Bistums Brandenburg, deren Residenz sich im benachbarten Ziesar befand.[2]

Buckau hatte früher auch einen Burgwart, von ihm ist heute aber nur noch eine kreisrunde Stelle in der Feldmark nördlich des Dorfes von etwa 150 Meter Durchmesser übriggeblieben. Die heutige Gemeinde Buckautal entstand am 1. März 2002 aus dem freiwilligen Zusammenschluss der bis dahin selbstständigen Gemeinden Buckau und Dretzen. Am 1. März 2002 wurde auch die Gemeinde Steinberg eingegliedert.[3]

Bevölkerungsentwicklung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Jahr Einwohner
2002 580
2003 560
2004 546
2005 529
2006 512
Jahr Einwohner
2007 516
2008 514
2009 519
2010 515
2011 524
Jahr Einwohner
2012 527
2013 518
2014 508

Gebietsstand des jeweiligen Jahres[4][5], ab 2011 auf Basis des Zensus 2011

Politik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gemeindevertretung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Gemeindevertretung von Buckautal besteht aus 8 Gemeindevertretern und dem ehrenamtlichen Bürgermeister. Die Kommunalwahl am 25. Mai 2014 ergab folgende Sitzverteilung:[6]

  • Heimatverein Buckau 3 Sitze
  • Feuerwehrverein Steinberg 3 Sitze
  • Bürgerinitiative Dretzen 2 Sitze

Bürgermeister[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mike Pokorny wurde in der Bürgermeisterwahl am 25. Mai 2014 mit 84,7 % der gültigen Stimmen für eine Amtszeit von acht Jahren gewählt.[7]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Dorfkirche in Buckau
Gesundbrunnen

In der Liste der Baudenkmale in Buckautal und in der Liste der Bodendenkmale in Buckautal stehen die in der Denkmalliste des Landes Brandenburg eingetragenen Kulturdenkmale.

Verkehrsanbindung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Bundesautobahn 2, die in der Nähe des Ortsteiles Steinberg durch das Gemeindegebiet führt, ist über die Anschlussstelle Ziesar (ca. 9 km entfernt) zu erreichen. Die Bundesstraße 107 durchquert den Ortsteil Buckau der Gemeinde.

Energieversorgung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bei Dretzen befinden sich seit 2005 zehn Windkraftanlagen vom Typ Fuhrländer FL 77 mit einer Leistung von je 1,5 MW und einem Rotordurchmesser von 77 m, die auf 111,5 m hohen freistehenden Stahlfachwerktürmen montiert sind.[9]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Buckautal – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bevölkerung im Land Brandenburg nach amtsfreien Gemeinden, Ämtern und Gemeinden 31. Dezember 2014 (XLS-Datei; 83 KB) (Fortgeschriebene amtliche Einwohnerzahlen) (Hilfe dazu).
  2. Gustav Abb und Gottfried Wentz: Das Bistum Brandenburg. Erster Teil, In: Germania sacra, Berlin und Leipzig 1929, Walter de Gruyter, S. 66.
  3. StBA: Änderungen bei den Gemeinden Deutschlands, siehe 2002
  4. Historisches Gemeindeverzeichnis des Landes Brandenburg 1875 bis 2005. Landkreis Potsdam-Mittelmark. S. 18–21
  5. Bevölkerung im Land Brandenburg nach kreisfreien Städten, Landkreisen und Gemeinden 1991 bis 2014
  6. Amtliches Ergebnis der Kommunalwahl vom 25. Mai 2014
  7. Ergebnis der Bürgermeisterwahl am 25. Mai 2014
  8. Frank Bürstenbinder: Barockes Meisterwerk in Buckau entdeckt / Spendensammlung läuft , Webseite des Förderkreises Alte Kirchen Berlin-Brandenburg e.V, abgerufen am 4. April 2015.
  9. Seeba Energy Farming: Referenzliste Windkraftanlagen Abgerufen am 8. Juni 2011.