Aulendorf

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Stadt Aulendorf
Aulendorf
Deutschlandkarte, Position der Stadt Aulendorf hervorgehoben
47.9541666666679.6388888888889576Koordinaten: 47° 57′ N, 9° 38′ O
Basisdaten
Bundesland: Baden-Württemberg
Regierungsbezirk: Tübingen
Landkreis: Ravensburg
Höhe: 576 m ü. NHN
Fläche: 52,36 km²
Einwohner: 9641 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 184 Einwohner je km²
Postleitzahl: 88326
Vorwahl: 07525
Kfz-Kennzeichen: RV
Gemeindeschlüssel: 08 4 36 008
Stadtgliederung: 3 Stadtteile
Adresse der
Stadtverwaltung:
Hauptstraße 35
88326 Aulendorf
Webpräsenz: www.aulendorf.de
Bürgermeister: Matthias Burth
Lage der Stadt Aulendorf im Landkreis Ravensburg
Bayern Bodenseekreis Landkreis Biberach Landkreis Sigmaringen Achberg Aichstetten Aitrach Altshausen Amtzell Argenbühl Aulendorf Bad Waldsee Bad Wurzach Baienfurt Baindt Berg (Schussental) Bergatreute Bodnegg Boms Boms Ebenweiler Ebersbach-Musbach Eichstegen Eichstegen Fleischwangen Fronreute Grünkraut Guggenhausen Guggenhausen Guggenhausen Guggenhausen Horgenzell Hoßkirch Isny im Allgäu Kißlegg Königseggwald Königseggwald Leutkirch im Allgäu Ravensburg Riedhausen Schlier (Gemeinde) Unterwaldhausen Vogt (Gemeinde) Waldburg (Württemberg) Wangen im Allgäu Weingarten (Württemberg) Wilhelmsdorf (Württemberg) Wolfegg Wolpertswende BodenseeKarte
Über dieses Bild

Aulendorf ist eine Stadt am Westrand des Schussentals im Landkreis Ravensburg im Südosten von Baden-Württemberg. Der Marktflecken und Residenzort der Grafen von Königsegg-Aulendorf wuchs im 19. Jahrhundert als Eisenbahnknoten stark an, erhielt 1950 die Stadtrechte und wurde 1972 im Rahmen der Gemeindereform nochmals vergrößert. Aulendorf ist Kneippkurort und verfügt über mehrere Kliniken sowie ein Thermalbad. Überregional ist Aulendorf aufgrund seiner extrem hohen Verschuldung bekannt.

Geographie[Bearbeiten]

Schloss Aulendorf

Geographische Lage[Bearbeiten]

Aulendorf liegt zentral in Oberschwaben nord-nordwestlich des Altdorfer Walds und erstreckt sich im Schussenbecken, welches im Volksmund Schussental genannt wird.

In der Nähe (bei Bad Schussenried) befindet sich der Schussenursprung, die Quelle der Schussen, an der Aulendorf liegt. Das Stadtgebiet erstreckt sich von 540 bis 676 m ü. NN. Den höchsten Punkt bildet ein Punkt im Wald zwischen der Hohkreuzkapelle und Ebisweiler.

Nachbargemeinden[Bearbeiten]

An die Stadt Aulendorf grenzen im Uhrzeigersinn, beginnend im Norden: Bad Schussenried (Landkreis Biberach), Ingoldingen (Landkreis Biberach), Bad Waldsee, Wolpertswende, Altshausen und Ebersbach-Musbach (alle Landkreis Ravensburg).

Stadtgliederung[Bearbeiten]

Das Stadtgebiet Aulendorfs besteht aus der Kernstadt und den im Rahmen der Gemeindereform der 1970er Jahre eingegliederten Gemeinden Blönried, Zollenreute und Tannhausen.

Diese drei Stadtteile bzw. Stadtbezirke sind zugleich Ortschaften im Sinne von §§ 67 ff. der Gemeindeordnung, das heißt, sie haben jeweils einen von den Wahlberechtigten bei jeder Kommunalwahl direkt zu wählenden Ortschaftsrat, mit einem Ortsvorsteher als Vorsitzenden. Die Zahl der Ortschaftsräte beträgt in allen Ortschaften neun. Zum 1. Januar 2006 wurden die Ortschaftsverwaltungen in allen drei Teilorten aufgelöst.

Zu einigen Stadtteilen gehören weitere räumlich getrennte Wohnplätze mit eigenem Namen, die oft sehr wenige Einwohner haben oder Wohngebiete mit eigenem Namen, deren Bezeichnung sich im Laufe der Bebauung ergeben haben und deren Grenzen dann meist nicht genau festgelegt sind. Im Einzelnen handelt es sich um folgende Gebiete:

  • zu Blönried: Steinenbach, Münchenreute, Halderhof, Lohren
  • zu Zollenreute: Rugetsweiler, Schindelbach, Esbach, Vogelsang, Vogelplatz, Multer, Röschen, Röhren, Wallenreute, Unterrauhen, Siegelhof
  • zu Tannhausen: Tannweiler, Haslach, Tiergarten, Geblisberg, Spiegler, Lippertsweiler, Allgaierhof

Ebisweiler, Laubbronnen, Steegen und Blumenau gehören direkt zu Aulendorf.

Klima[Bearbeiten]

Monatsmittelwerte für Aulendorf, 1961 bis 1990
Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Temperatur (°C) −1,8 −0,3 3,2 7,1 11,7 14,9 17,0 16,2 13,1 8,3 2,7 −0,8 Ø 7,6
Niederschlag (mm) 47,2 48,1 49,2 74,5 96,8 115,1 110,6 105,2 79,6 58,6 64,3 52,7 Σ 901,9
Sonnenstunden (h/d) 1,5 2,6 4,1 5,1 6,5 7,0 7,9 7,0 5,6 3,6 1,9 1,3 Ø 4,5
T
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m
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a
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u
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Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
N
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d
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c
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l
a
g
47,2
48,1
49,2
74,5
96,8
115,1
110,6
105,2
79,6
58,6
64,3
52,7
  Jan Feb Mär Apr Mai Jun Jul Aug Sep Okt Nov Dez
Quelle: DWD Klimadaten Deutschland[2]

Geschichte[Bearbeiten]

Schloss Aulendorf, Gemälde von Albert Emil Kirchner, 1860
Bahnhof um 1900

Aulendorf bis 1950[Bearbeiten]

Aulendorf wurde im 10. Jahrhundert als Aligedorf erstmals urkundlich erwähnt. Zunächst war es welfischer Besitz, dann staufisch, dann unter den Grafen von Königsegg-Aulendorf, ab 12. Juli 1806 württembergisch. 1682 erhielt Aulendorf Marktrechte. Im Königreich Württemberg gehörte der Ort zum Oberamt Waldsee.

Seit dem 26. Mai 1849 liegt Aulendorf an der Bahnstrecke BiberachFriedrichshafen, die durch die Verlängerung bis Ulm am 1. Juni 1850 und den Lückenschluss Ulm-Geislingen am 29. Juni 1850 Anschluss an das württembergische Eisenbahnnetz erhielt. Mit Inbetriebnahme der Württembergischen Allgäubahn am 25. Juli 1869 wurde Aulendorf zum Eisenbahnknotenpunkt. Die Lokstation Aulendorf, die bis 1910 noch mit Torf befeuerte Lokomotiven zum Einsatz vorbereitete, wurde nach dem Ersten Weltkrieg zu einem Bahnbetriebswerk erweitert.

Im Jahr 1950 wurde Aulendorf zur Stadt erhoben.

Religionen[Bearbeiten]

In Aulendorf bestehen sowohl eine römisch-katholische als auch eine evangelische Kirchengemeinde (Kirchengemeinde Aulendorf). Die Steyler Missionare betreiben in Blönried das Studienkolleg St. Johann Blönried. Zudem ist auch die neuapostolische Kirche in der Stadt vertreten.

Eingemeindungen[Bearbeiten]

Am 1. Februar 1972 wurden die bis dahin selbstständigen Gemeinden Blönried, Tannhausen und Zollenreute nach Aulendorf eingemeindet.

Patenschaften[Bearbeiten]

Von 1969 bis 2005 übernahm Alendorf die Patenschaft für das U-Boot U 12 der Bundesmarine. Zuvor hatte es auch schon 1967/68 die Patenschaft über das Minensuchboot Holins. Auf Grund dieser Patenschaften entstand in Aulendorf der Marinechor.

Politik[Bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten]

Der Gemeinderat wurde bei der Kommunalwahl am 7. Juni 2009 auf nunmehr 14 Gemeinderäte reduziert. Es ergab sich die folgende Sitzverteilung:

Kommunalwahl 2009
 %
50
40
30
20
10
0
44,0 %
26,1 %
15,5 %
14,5 %
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2004
 %p
   8
   6
   4
   2
   0
  -2
  -4
  -6
+3,3 %p
+6,2 %p
-5,0 %p
-3,3 %p
CDU 6 Sitze
B.U.S 4 Sitze
FWV 2 Sitze
SPD 2 Sitze
BUS = Bündnis für Umwelt und Soziales

Bürgermeister[Bearbeiten]

  • 1968–1968: August Kink
  • 1968–1988: Heinz Lang (CDU)
  • 1988–2004: Johannes Heinzler (CDU)
  • 2004–2008: Georg Eickhoff (CDU)
  • 2008–2008: Matthias Burth (parteilos)

Georg Eickhoff (CDU) erklärte am 27. Mai 2008 überraschend seinen Rücktritt.[3] Seit 1. Oktober 2008 ist der am 31. August 2008 gewählte parteilose Matthias Burth im Amt, der zuvor Kämmerer in Talheim war. Für die Zeit von Juni bis Oktober wurde Edgar Schaz, Fraktionschef der Freien Wähler im Kreistag Ravensburg, vom Gemeinderat als Amtsverweser bestellt.

Verschuldung[Bearbeiten]

Die Stadt Aulendorf hat bei 10.000 Einwohnern rund 64 Millionen Euro Schulden (2008). Sie ist damit die am höchsten verschuldete Gemeinde in Baden-Württemberg. Die Schulden rühren vor allem aus einer verfehlten Kurpolitik in den 1990er Jahren und städtischer Misswirtschaft.

Die unter Bürgermeister Johannes Heinzler (CDU, 1988–2004) errichteten Kurkliniken samt Thermalbad konnten von Anfang an nicht profitabel betrieben werden. Die anfallenden Defizite wurden durch die Stadt gedeckt. Durch fehlende Jahresabschlüsse, gefälschte Verträge und Buchungstricks konnte man diese die Finanzprobleme gegenüber den Aufsichtsbehörden jahrelang vertuschen.[4] Ende 2004 betrug der offizielle Schuldenstand Aulendorfs 20 Millionen Euro.[5] Heinzler wurde 2008 vom Amtsgericht Bad Waldsee wegen Untreue zu einer Geldstrafe verurteilt. Er hatte städtische Grundstücke unter Wert verkauft.[6]

Der Bürgermeister von 2004 bis 2008, Georg Eickhoff (CDU), privatisierte die Klinik und das Altenheim. Außerdem legte er ein Haushaltssicherungskonzept vor, das die Schließung von Ortschaftsverwaltungen, Streichung von Vereinszuschüssen, Einführung von Hallengebühren und Einsparungen bei Reinigungsleistungen vorsah. Dennoch stieg die Schuldenlast unter seiner Ägide auf 64 Millionen Euro an. 6 Millionen Euro gingen der Stadt verloren, weil sie Kanal- und Klärbeiträge bei Hauseigentümern nicht erhob.[7] Eickhoff warf dem Landrat des Landkreises Ravensburg Kurt Widmaier vor, in den Jahren während der Amtszeit seines Vorgängers seine Aufsichtspflicht gegenüber der Gemeinde verletzt zu haben und damit eine Mitschuld an dem Schuldenberg in Aulendorf zu haben.[8] Der Gemeinderat beschloss am 27. Dezember 2007, das Land Baden-Württemberg als Rechtsaufsicht des Landkreises Ravensburg auf 22,3 Millionen Euro zu verklagen. Die Klage wurde am 25. August 2008 vom Gemeinderat zurückgezogen.[9]

Die Gemeindeprüfungsanstalt (GPA) kam im Juni 2008 zu dem Schluss, dass sich die Stadt alleine nicht mehr des Schuldenberges entledigen kann. Sie machte eine intransparente Darstellung der tatsächlichen Finanzkraft, fehlendes Gegensteuern und Mängel in der Aufbau- und Ablauforganisation der Verwaltung zum Vorwurf.[10] Eickhoff trat kurz vor Übergabe des GPA-Berichts von seinem Amt zurück.

Im Jahr 2009 beschloss der baden-württembergische Ministerrat ein Maßnahmenpaket, das bei gleichzeitigen drastischen Einsparungen der Stadt Aulendorf finanzielle Hilfen in Höhe von 39,2 Millionen Euro bis zum Jahr 2016 vorsieht.[11][12] Aulendorf ist die einzige Stadt in Baden-Württemberg, die finanzielle Zuwendungen vom Land erhält.[7]

Wappen[Bearbeiten]

Blasonierung: „Unter von Rot und Gold balkenweise linksgerautetem Schildhaupt in Gold ein einfach geflügeltes, rotierendes schwarzes Rad mit goldener Felge und Nabe.“

Wappenerklärung: Im Schildhaupt nimmt das Wappen Bezug auf das rot-golden gerautete Wappen der Reichsgrafen zu Königsegg-Aulendorf, der ehemaligen Besitzer von Aulendorf. Das geflügelte Rad steht für Hermes aus der griechischen bzw. Mercurius aus der römischen Mythologie. Er ist der Götterbote und symbolisiert die Verbindung, den Warenaustausch, den Handel. Das Rad verdeutlicht die Bedeutung, die Aulendorf als Bahnknotenpunkt besitzt bzw. in früheren autolosen Zeiten besaß.

Gedenktafel zum 40-jährigen Jubiläum der Städtepartnerschaft mit Conches

Städtepartnerschaften[Bearbeiten]

Die Stadt Aulendorf unterhält seit 1960 eine Städtepartnerschaft mit der französischen Gemeinde Conches-en-Ouche in der Normandie.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Aulendorf liegt an der Oberschwäbischen Barockstraße und der Schwäbischen Bäderstraße, die beide an zahlreichen Sehenswürdigkeiten vorbeiführen.

Museen[Bearbeiten]

  • Das Schlossmuseum Aulendorf, eine Außenstelle des Landesmuseums Württemberg, zeigt im Schloss Aulendorf die „Kunst des Klassizismus“ und „Altes Spielzeug“ wie Puppenstuben, Eisenbahnen, Lehr- und Blechspielzeug.
  • Das Bürgermuseum im Alten Kino präsentiert einen Rundgang durch die Stadtgeschichte.

Bauwerke[Bearbeiten]

  • Die katholische Pfarrkirche St. Martin enthält Ausstattungsstücke aus allen Epochen von der Gotik bis zum Klassizismus, darunter einen Dreikönigsaltar von 1515 und die Grablege der Grafen von Königsegg (mit Renaissance-Epitaph von 1606).
  • Das Schloss Aulendorf vereinigt fünf Stilepochen: Sie ruht auf Resten einer Burganlage aus dem beginnenden 13. Jahrhundert. Das dreigeschossige Fachwerkwohnhaus von 1480 erhielt im 16. Jahrhundert einen Ausbau zur spätgotischen Wohnburg. Im 18. Jahrhundert wurde es zum repräsentativen Schloss umgewandelt.

Denkmäler[Bearbeiten]

Vom 18. März 1978 bis zum 19. Mai 2010 stand die 50 1650 als Denkmallok vor dem Bahnhof.[13] Jetzt gehört sie der Stiftung Historischer Eisenbahnpark Niederrhein.

Bis 1999 führte eine kleine Gartenbahn um die Museumslok herum. Während ein Teil der Gleise noch immer liegen, ist die Gartenbahn nach Kürnbach umgezogen, da ein Teil der Fläche für einen Straßenneubau benötigt wurde. Rund um Aulendorf und seine Teilorte und Weiler gibt es 137 Kleindenkmale.

Regelmäßige Veranstaltungen[Bearbeiten]

Eckhexen der Narrenzunft Aulendorf

Aulendorf ist eine Hochburg der schwäbisch-alemannischen Fasnet. Treibende Kraft ist die Narrenzunft Aulendorf mit den Narrenfiguren Eckhexe (seit den späten 1930er Jahren), Schnörkele und Fetzle sowie dem Figurenpaar Tschore und Rätsch.

Des Weiteren gibt es auch noch Zünfte in den Teilorten von Aulendorf:

  • Zollenreute: Narrenzunft Zollenreute-Schindelbach mit den Figuren Schindelbachgeist und Schussennarr
  • Steinenbach: Narrenzunft Stoinabacher Bobbele

Das Schloss- und Kinderfest findet jährlich am 3. Augustwochenende statt.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten]

Bahnhof Aulendorf im Jahre 2011 mit Zügen dreier verschiedener Gesellschaften

Aulendorfs Entwicklung wurde wesentlich von der Eisenbahn beeinflusst. Seit der Mitte des 19. Jahrhunderts entwickelte es sich zu einer Eisenbahnstadt. Noch heute ist der Bahnhof Aulendorf ein Eisenbahnknotenpunkt von regionaler Bedeutung. In Aulendorf treffen sich drei Eisenbahnstrecken:

An Sonn- und Feiertagen zwischen Mai und Oktober verkehrt der "3-Löwen-Takt Radexpress Oberschwaben" von Aulendorf aus nach Bad Wurzach oder Pfullendorf.

Die Stadt ist mit einigen Buslinien u. a. mit Altshausen, Bad Waldsee und Ravensburg verbunden und gehört sowohl dem Bodensee-Oberschwaben Verkehrsverbund (bodo) als auch dem Donau-Iller-Nahverkehrsverbund (DING) an.

Unternehmen[Bearbeiten]

Lanz-Schlepper von 1956
  • HELA Traktorenfabrik: Die von Hermann Lanz 1914 begründete Traktorenfabrik (HELA Diesel) machte Aulendorf überregional bekannt. Sie ging 1983 in Konkurs.
  • Albrecht GmbH: Albrecht wurde 1946 von dem Pharma-Kaufmann Albert Albrecht gegründet und versorgt Tierärzte mit veterinärmedizinischen Erzeugnissen. Seit Mai 2012 gehört die Albrecht GmbH zur börsennotierten, britischen Dechra Pharmaceuticals plc[14]
  • Zollern GmbH und Co. KG: Die Fürstlich-Hohenzollernschen Hüttenwerke Laucherthal haben ein Zweigwerk in Aulendorf. Dort werden Maschinenbauteile gefertigt.
  • Carthago Reisemobilbau GmbH: Der Reisemobilhersteller verlegte Ende 2012 seinen Hauptsitz von Ravensburg nach Aulendorf. Das Werk entstand auf einer Fläche von 100.000 m².

Medien[Bearbeiten]

Aulendorf liegt im Verbreitungsgebiet der Schwäbischen Zeitung. In Aulendorf erscheint das monatliche Kultur- und Veranstaltungsmagazin Blix.

Öffentliche Einrichtungen[Bearbeiten]

Das Staatliche Tierärztliche Untersuchungsamt Aulendorf – Diagnostikzentrum, eine Einrichtung des Ministeriums für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz Baden-Württemberg.

Freizeiteinrichtungen[Bearbeiten]

Die Schwaben-Therme Aulendorf, ein Thermal- und Freizeitbad mit Entspannungsbereich, Sauna, Römerbad und Wellnessangebote wurde 1994 eröffnet,[15] nachdem einige Jahre vorher heißes Thermalwasser bei Bohrungen gefunden wurde. Das Gebäude verfügt über ein bewegliches Kuppeldach, das die darunterliegenden Thermalinnenbecken schützt.[16]

Der Steeger See, ein öffentliches Freibad, ist ein Natur- und Moorsee.

Forschung und Bildung[Bearbeiten]

Das Bildungs- und Wissenszentrum für Viehhaltung, Grünlandwirtschaft, Fischerei und Wild (vormals: Staatliche Lehr- und Versuchsanstalt für Viehhaltung und Grünlandwirtschaft) ist eine landesweite Lehr- und Versuchsanstalt für Aus- und Fortbildung in landwirtschaftlichen Berufen und Forschung in den Bereichen Viehhaltung, Grünlandwirtschaft, Wild- und Fischereibiologie.

In Aulendorf betreibt der Landkreis Ravensburg eine (kaufmännische und gewerbliche) Berufliche Schule, die einen Schwerpunkt bei der Ausbildung zu medizinisch-technischen Assistentinnen und verwandten Berufen hat. Die Stadt Aulendorf ist Träger einer Grundschule, einer Haupt- und Realschule und des Gymnasiums Aulendorf. Für die jüngsten Einwohner bestehen neun Kindergärten verschiedener Träger in der Stadt. Das Studienkolleg St. Johann Blönried in Aulendorf-Blönried ist ein Katholisches Freies Gymnasium in der Trägerschaft der gleichnamigen Schulstiftung.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten]

Personen, die in der Stadt gewirkt haben[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • Tobias Blaser: Das sakrale Kleindenkmal in Oberschwaben. Eine historische Sachquelle im Spannungsfeld zwischen Religion und Geschichte und ihre Verwendung im Geschichtsunterricht. (mit Inventar der sakralen Kleindenkmale in Aulendorf), Hausarbeit. PH Weingarten 2011. (Volltext)
  • Erwin Glonnegger (Red.): Aulendorf im Wandel der Zeit. Süddeutsche Verlagsgesellschaft, Ulm 1999, ISBN 3-88294-292-4.
  • Johann Daniel Georg von Memminger: Gemeinde Aulendorf, aus Beschreibung des Oberamts Waldsee. Cotta, Stuttgart/ Tübingen 1834. (Volltext bei Wikisource)
  • Michael Osdoba, Holger Starzmann: Aulendorf. Heimat, Schloss, Geschichte und Museum in Aulendorf. Sutton-Verlag, Erfurt 2004, ISBN 3-89702-709-7.
  • Thomas Scherer: Der Bahnknotenpunkt Aulendorf. Die Verkehrsgeschichte des Bahnhofs und des Bahnbetriebswerkes Aulendorf. (Eisenbahnen in Württemberg, Band 2). Spurkranz-Verlag, Ulm 1982, DNB 821062034.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Aulendorf – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wikivoyage: Aulendorf – Reiseführer

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistisches Bundesamt – Gemeinden in Deutschland mit Bevölkerung am 31.12.2012 (XLS-Datei; 4,0 MB) (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. Deutscher Wetterdienst
  3. Stuttgarter Zeitung zum Rücktritt Eickhoffs
  4. Bericht Badische Zeitung: Pannen, Pech und eine Riesenpleite, 8. Juli 2008.
  5. Statistisches Landesamt Baden-Württemberg: Schuldenstand seit 1998, abgerufen am 16. Oktober 2010.
  6. Bericht Stuttgarter Nachrichten: Ex-Bürgermeister wegen Untreue verurteilt, 16. Juli 2008.
  7. a b Aulendorf versäumt Millioneneinnahmen. In: Südkurier - Bad Säckingen. 16. August 2012.
  8. Memorandum zur Haftung für die Verschuldung der Stadt Aulendorf an das Land Baden-Württemberg, die Gemeindeprüfungsanstalt, den Gemeindetag, und den Gemeinderat der Stadt Aulendorf.
  9. Schwäbische Zeitung
  10. Prüfungsbericht der gpa Baden-Württemberg PDF, Stand 16. Juni 2008, gesichtet 23. August 2010.
  11. http://www.finanzministerium.baden-wuerttemberg.de/de/Aktuelle%20Pressemitteilungen/219219.html?referer=110387&template=min_meldung_html&_min=_fm
  12. Vertrag zwischen dem Land Baden-Württemberg und der Stadt Aulendorf über Zinszuschüsse und eine Tilgungshilfe PDF, unterzeichnet am 20. Januar 2010.
  13. Bild siehe Datei:Aulendorf Lok 501650.jpg
  14. Fachpraxis Nr. 61, Albrecht jetzt Mitglied der Dechra-Familie, Juli 2012 (PDF).
  15. Katy Cuko: Wettbewerb der Wellnesstempel. Die Angebote der Thermen im Überblick. In: Südkurier vom 6. November 2010.
  16. Schwabentherme. In: Sauwettertipps. Sonderheft der Bodensee Ferienzeitung. Ausgabe 2/2009. Südkurier GmbH Medienhaus, Konstanz 2009, S. 14.