Feldberg (Schwarzwald)

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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Für den gleichnamigen Berg siehe Feldberg (Berg im Schwarzwald).
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Feldberg (Schwarzwald)
Feldberg (Schwarzwald)
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Feldberg (Schwarzwald) hervorgehoben
47.8561111111118.11166666666671277Koordinaten: 47° 51′ N, 8° 7′ O
Basisdaten
Bundesland: Baden-Württemberg
Regierungsbezirk: Freiburg
Landkreis: Breisgau-Hochschwarzwald
Höhe: 1277 m ü. NHN
Fläche: 24,97 km²
Einwohner: 1845 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 74 Einwohner je km²
Postleitzahl: 79868
Vorwahlen: 07676, 07655
Kfz-Kennzeichen: FR
Gemeindeschlüssel: 08 3 15 037
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Kirchgasse 1
79868 Feldberg
Webpräsenz: Feldberg im Schwarzwald
Bürgermeister: Stefan Wirbser
Lage der Gemeinde Feldberg (Schwarzwald) im Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald
Frankreich Landkreis Waldshut Landkreis Lörrach Freiburg im Breisgau Landkreis Emmendingen Schwarzwald-Baar-Kreis Landkreis Rottweil Au (Breisgau) Auggen Bad Krozingen Badenweiler Ballrechten-Dottingen Bötzingen Bollschweil Breisach am Rhein Breitnau Buchenbach Buggingen Ebringen Ehrenkirchen Eichstetten am Kaiserstuhl Eisenbach (Hochschwarzwald) Eschbach (Markgräflerland) Feldberg (Schwarzwald) Friedenweiler Glottertal Gottenheim Gundelfingen (Breisgau) Hartheim Heitersheim Heitersheim Heuweiler Hinterzarten Horben Ihringen Kirchzarten Lenzkirch Löffingen March (Breisgau) Merdingen Merzhausen Müllheim (Baden) Müllheim (Baden) Münstertal/Schwarzwald Neuenburg am Rhein Neuenburg am Rhein Oberried (Breisgau) Pfaffenweiler St. Peter (Hochschwarzwald) St. Märgen Schallstadt Schluchsee (Gemeinde) Sölden (Schwarzwald) Staufen im Breisgau Stegen Sulzburg Titisee-Neustadt Umkirch Vogtsburg im Kaiserstuhl Wittnau (Breisgau)Karte
Über dieses Bild

Feldberg (Schwarzwald) ist eine Gemeinde im Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald in Baden-Württemberg.

Geographie[Bearbeiten]

Feldberg-Ort (Werbeslogan: „Das Höchste im Schwarzwald“) ist mit 1277 m ü. NN (beim Feldberger Hof) die höchstgelegene Ortschaft Deutschlands. Sie liegt auf der Passhöhe der Feldbergstraße (1231 m) zwischen dem Wiesental im Süden und dem Gutachtal im Norden, unmittelbar unter dem Gipfel des Feldbergs, der höchsten Erhebung Baden-Württembergs. Der größte Ortsteil der Gemeinde Feldberg ist Altglashütten (ca. 990 m), in dem sich das Rathaus und andere zentrale Einrichtungen befinden. Feldberg liegt inmitten des Naturparks Südschwarzwald.

Gemeindegliederung[Bearbeiten]

Zur jetzigen Gemeinde Feldberg (Schwarzwald), bestehend aus den drei ehemaligen Gemeinden Feldberg, Altglashütten und Falkau, gehören 30 Dörfer, Gemeindeteile, Zinken, Höfe und Häuser. Zur ehemaligen Gemeinde Altglashütten gehören die Dörfer Altglashütten und Neuglashütten, der Zinken Drehkopf und die Wohnplätze Auf der Plätze, Mühlematte und Winterbergäcker. Zur ehemaligen Gemeinde Falkau gehören die Gemeindeteile Hinterfalkau, Mittelfalkau und Vorderfalkau und der Wohnplatz Seewald. Zur Gemeinde Feldberg (Schwarzwald) im Gebietsstand vor dem 1. September 1971 gehören die Zinken Behabühl, Hinterbärental, Kunzenmoos, Oberbärental, Stefansbühl, Unteres und mittleres Bärental, Vorderbärental und Zastler Hütte, das Gehöft Raimartihof und die Wohnplätze Baldenweger Buck, Beim Zeiger, Caritas-Haus, Dienstgehöft der Straßenbauverwaltung, Feldbergerhof, Feldberggipfel, Menzenschwander Hütte, Grafenmatt, Hebelhof, Herzogenhorn, St. Wilhelmer Hütte und Todtnauer Hütte.[2]

Geschichte[Bearbeiten]

Das Caritashaus in Feldberg-Ort
Wegweiser in den Ortsteil Falkau
Wegweiser zu den Gemeinden Lenzkirch und Schluchsee/St. Blasien

Feldberg-Ort[Bearbeiten]

Die erste urkundliche Erwähnung des Feldbergs ist aus dem Jahr 983 bekannt, die Gemeinde unter dem gleichen Namen entstand jedoch erst 1939, durch die Vereinigung der vereinzelten Weidegebiete mit der Gemeinde Bärental.

Bärental[Bearbeiten]

Bärental (970 m ü. NN) wird 1691 zum ersten Mal erwähnt.

Altglashütten[Bearbeiten]

Altglashütten Der Ortsname von Altglashütten (991 m ü. NN) bezieht sich auf eine Glashütte, die 1634 gegründet wurde. Hier befindet sich die Kirche St. Wendelin.

Neuglashütten[Bearbeiten]

Neuglashütten Der Bereich von Neuglashütten wurde den Glasbläsern nach einer Anfrage von 1682 zugewiesen, um sie weiterhin mit Holz versorgen zu können.

Falkau[Bearbeiten]

Falkau Der Name Falkau bezieht sich auf eine im Jahre 1675 gegründete Holzknechtesiedlung.

Im Zuge der Gemeindereform in Baden-Württemberg wurden am 1. September 1971 die beiden bis dahin selbstständigen Gemeinden Altglashütten und Falkau eingemeindet.

Politik[Bearbeiten]

Kommunalwahl 2014[3]
Wahlbeteiligung: 55,82 % (2009: 59,7 %)
 %
50
40
30
20
10
0
48,67 %
29,56 %
21,76 %
Vorlage:Wahldiagramm/Wartung/Anmerkungen
Anmerkungen:
b Freie Wähler Feldberg
c Bürgerliste Feldberg
Rathaus von Feldberg in Altglashütten
Ortskern von Feldberg-Altglashütten

Gemeinderat[Bearbeiten]

Die Kommunalwahl vom 25. Mai 2014 führte zu folgender Sitzverteilung im Gemeinderat:

CDU 5 Sitze (-1)
Freie Wählervereinigung 3 Sitze (-1)
Bürgerliste Feldberg 2 Sitze (±0)

Verwaltung[Bearbeiten]

Mit der Gemeinde Schluchsee besteht eine Vereinbarte Verwaltungsgemeinschaft.

Wappen[Bearbeiten]

Das 1974 vom Innenministerium verliehene Wappen war von Dr. Alfred Simon folgendermaßen gestaltet worden: „Unter einem roten Schildhaupt, worin zwei gekreuzte silberne Schneeschuhe, gespalten von Blau und Silber vorne drei keilförmige nach rechts gestellte silberne Scheiben, hinten eine grüne Tanne.“

Die Gründergemeinden Feldberg, Bärental und Altglashütten, werden durch die drei Hauptfarben rot, weiß und blau repräsentiert. Letztere erinnert wahrscheinlich auch an die Verbundenheit zum ehemaligen Fürstentum Fürstenberg. Die Bedeutung der drei Kreise gibt Raum zu einiger Spekulation. Entweder handelt es sich um Glaskugeln, die an die Vergangenheit des Glaserhandwerks erinnern oder es handelt sich um die drei Seen, welche an die Gemarkung angrenzen: Titisee, Windgfällweiher und Schluchsee. Sie könnten aber auch die Einigkeit der drei Gemeinden symbolisieren.

Gemeindepartnerschaft[Bearbeiten]

Feldberg im Schwarzwald unterhält eine Gemeindepartnerschaft mit der Gemeinde La Clusaz in Frankreich im Département Haute-Savoie, wie Feldberg ein Wintersportzentrum.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Kirche St. Wendelin in Feldberg-Altglashütten

Verkehr[Bearbeiten]

In Bärental kreuzen sich die Bundesstraße 500 und 317. Seit dem Bau der Dreiseenbahn von Titisee nach Seebrugg 1926 befindet sich in Bärental Deutschlands höchstgelegener Bahnhof an einer Regelspurstrecke. Ein weiterer Haltepunkt an dieser Strecke befindet sich in Altglashütten. Diverse Linienbusse auf und über den Feldberg runden das Angebot ab. Der durch die Gemeinde verlaufende Feldbergpass verbindet Titisee-Neustadt mit dem Wiesental.

Bildung[Bearbeiten]

In Altglashütten befinden sich eine Grundschule und ein Kindergarten.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Falkauer Wasserfall

Naturdenkmäler[Bearbeiten]

Der Trägerverein des Naturparks Südschwarzwald hat seinen Sitz in Feldberg.

  • Feldsee, eiszeitlicher Karsee unterhalb des Feldberggipfels, genauer unterhalb des Seebuck
  • Zastler Loch, durch Gletscher geformter Talschluss des Zastler Tales
  • Bärhalde, botanisch interessanter Waldgipfel mit Felsen und kleinen Mooren
  • Moorgebiet Rotmeer
  • Seebachfall unter dem Behabühl
  • Falkauer Wasserfall der Haslach
  • Quellen der Wiese, Alb und Wutach (als Seebach)

Regelmäßige Veranstaltungen[Bearbeiten]

Neben dem jährlichen Laurentius-Fest auf dem Feldberg findet in jedem Jahr das Dorffest in Altglashütten statt.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Söhne und Töchter der Gemeinde[Bearbeiten]

  • Julius Kibiger (1902–1983), Kunstmaler und -zeichner, gilt als einer der produktivsten Heimatmaler des Markgräflerlandes
  • Hansy Vogt (* 1967), Sänger der Volksmusikgruppe Die Feldberger (ehemals Die Feldberger Spitzbuben) und Fernsehmoderator

weitere Persönlichkeiten mit Verbindung zur Gemeinde[Bearbeiten]

  • Hans Vehrenberg (1910-1991), Verleger und Amateurastronom, der in der Schuppenhörnlestraße in Falkau eine private Sternwarte betrieb. Bekannt wurde er durch seine fotografischen Sternatlanten (Falkauer Atlas und Atlas Stellarum) sowie seine Bücher, u.a. Atlas der schönsten Himmelsobjekte, Handbuch der Sternbilder oder der Atlas Galaktischer Nebel.
  • August Euler (1868–1957), Flugpionier, der bis zu seinem Tod in einem Haus auf dem Seebuck wohnte
  • Elisabeth Heimpel (1902–1972), Pädagogin und Sozialpädagogin, starb in einem Wald in Falkau
  • Ernst Rudolf Huber, seine Frau Tula und ihre Kinder, darunter Wolfgang Huber, fanden nach der Flucht aus Straßburg im Herbst 1944 im Ferienhaus der befreundeten Heimpels Unterkunft. Die Familie Huber lebte bis zum Umzug nach Freiburg 1949 in Falkau in einer Wohngemeinschaft mit den Heimpels. Ulrich Huber heiratete später eine Tochter Heimpels.[4]

Literatur[Bearbeiten]

  • August Vetter: Feldberg im Schwarzwald, Selbstverlag der Gemeinde Feldberg (Schwarzwald), 1982/1996

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistisches Bundesamt – Gemeinden in Deutschland mit Bevölkerung am 31. Dezember 2013 (XLS-Datei; 4,0 MB) (Fortgeschriebene amtliche Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. Das Land Baden-Württemberg. Amtliche Beschreibung nach Kreisen und Gemeinden. Band IV: Regierungsbezirk Freiburg Kohlhammer, Stuttgart 1978, ISBN 3-17-007174-2. S. 89–90
  3. http://www.gemeinde-feldberg.de/
  4. Ulf Morgenstern, Die riskante "Rückkehr in das gesegnete rheinische Land". Über Ernst Rudolf Hubers sächsische und elsässische Jahre und deren Darstellung in seinen "Straßburger Erinnerungen", in: Ronald Lambrecht/Ulf Morgenstern (Hrsg.), "Kräftig vorangetriebene Detailforschungen". Aufsätze für Ulrich v. Hehl zum 65. Geburtstag, Leipzig/Berlin 2012, S. 243-273, hier S. 269, 272. In der Schuppenhörnlestraße in Falkau wohnt heute noch ein Sohn Heimpels.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Feldberg – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien