Feldberg (Schwarzwald)
| Wappen | Deutschlandkarte | |
|---|---|---|
|
|
||
| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Baden-Württemberg | |
| Regierungsbezirk: | Freiburg | |
| Landkreis: | Breisgau-Hochschwarzwald | |
| Höhe: | 1277 m ü. NN | |
| Fläche: | 24,97 km² | |
| Einwohner: |
1862 (31. Dez. 2011)[1] |
|
| Bevölkerungsdichte: | 75 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 79868 | |
| Vorwahlen: | 07676, 07655 | |
| Kfz-Kennzeichen: | FR | |
| Gemeindeschlüssel: | 08 3 15 037 | |
| Adresse der Gemeindeverwaltung: |
Kirchgasse 1 79868 Feldberg |
|
| Webpräsenz: | ||
| Bürgermeister: | Stefan Wirbser | |
| Lage der Gemeinde Feldberg (Schwarzwald) im Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald | ||
Feldberg (Schwarzwald) ist eine Gemeinde im Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald in Baden-Württemberg.
Inhaltsverzeichnis |
Geographie [Bearbeiten]
Feldberg-Ort (Werbeslogan: „Das Höchste im Schwarzwald“) ist mit 1277 m ü. NN (beim Feldberger Hof) die höchstgelegene Ortschaft Deutschlands. Sie liegt auf der Passhöhe der Feldbergstraße (1231 m) zwischen dem Wiesental im Süden und dem Gutachtal im Norden, unmittelbar unter dem Gipfel des Feldbergs, der höchsten Erhebung Baden-Württembergs. Der größte Ortsteil der Gemeinde Feldberg ist Altglashütten (ca. 990 m), in dem sich das Rathaus und andere zentrale Einrichtungen befinden. Feldberg liegt inmitten des Naturparks Südschwarzwald.
Gemeindegliederung [Bearbeiten]
Zur jetzigen Gemeinde Feldberg (Schwarzwald), bestehend aus den drei ehemaligen Gemeinden Feldberg, Altglashütten und Falkau, gehören 30 Dörfer, Gemeindeteile, Zinken, Höfe und Häuser. Zur ehemaligen Gemeinde Altglashütten gehören die Dörfer Altglashütten und Neuglashütten, der Zinken Drehkopf und die Wohnplätze Auf der Plätze, Mühlematte und Winterbergäcker. Zur ehemaligen Gemeinde Falkau gehören die Gemeindeteile Hinterfalkau, Mittelfalkau und Vorderfalkau und der Wohnplatz Seewald. Zur Gemeinde Feldberg (Schwarzwald) im Gebietsstand vor dem 1. September 1971 gehören die Zinken Behabühl, Hinterbärental, Kunzenmoos, Oberbärental, Stefansbühl, Unteres und mittleres Bärental, Vorderbärental und Zastler Hütte, das Gehöft Raimartihof und die Wohnplätze Baldenweger Buck, Beim Zeiger, Caritas-Haus, Dienstgehöft der Straßenbauverwaltung, Feldbergerhof, Feldberggipfel, Menzenschwander Hütte, Grafenmatt, Hebelhof, Herzogenhorn, St. Wilhelmer Hütte und Todtnauer Hütte.[2]
Geschichte [Bearbeiten]
Feldberg-Ort [Bearbeiten]
Die erste urkundliche Erwähnung des Feldbergs ist aus dem Jahr 983 bekannt, die Gemeinde unter dem gleichen Namen entstand jedoch erst 1939, durch die Vereinigung der vereinzelten Weidegebiete mit der Gemeinde Bärental.
Bärental [Bearbeiten]
Bärental (970 m ü. NN) wird 1691 zum ersten Mal erwähnt.
Altglashütten [Bearbeiten]
| Der Ortsname von Altglashütten (991 m ü. NN) bezieht sich auf eine Glashütte, die 1634 gegründet wurde. |
Neuglashütten [Bearbeiten]
| Der Bereich von Neuglashütten wurde den Glasbläsern nach einer Anfrage von 1682 zugewiesen, um sie weiterhin mit Holz versorgen zu können. |
Falkau [Bearbeiten]
| Der Name Falkau bezieht sich auf eine im Jahre 1675 gegründete Holzknechtesiedlung. |
Im Zuge der Gemeindereform in Baden-Württemberg wurden am 1. September 1971 die beiden bis dahin selbstständigen Gemeinden Altglashütten und Falkau eingemeindet.
Politik [Bearbeiten]
Gemeinderat [Bearbeiten]
Die Kommunalwahl vom 7. Juni 2009 führte bei einer Wahlbeteiligung von 59,7 % (- 2,0) zu folgendem Ergebnis:[3]
| CDU | 6 Sitze |
| Freie Wählervereinigung | 4 Sitze |
| Bürgerliste Feldberg | 2 Sitze |
Verwaltung [Bearbeiten]
Mit der Gemeinde Schluchsee besteht eine Vereinbarte Verwaltungsgemeinschaft.
Wappen [Bearbeiten]
Das 1974 vom Innenministerium verliehene Wappen war von Dr. Alfred Simon folgendermaßen gestaltet worden: „Unter einem roten Schildhaupt, worin zwei gekreuzte silberne Schneeschuhe, gespalten von Blau und Silber vorne drei keilförmige nach rechts gestellte silberne Scheiben, hinten eine grüne Tanne.“
Die Gründergemeinden Feldberg, Bärental und Altglashütten, werden durch die drei Hauptfarben rot, weiß und blau repräsentiert. Letztere erinnert wahrscheinlich auch an die Verbundenheit zum ehemaligen Fürstentum Fürstenberg. Die Bedeutung der drei Kreise gibt Raum zu einiger Spekulation. Entweder handelt es sich um Glaskugeln, die an die Vergangenheit des Glaserhandwerks erinnern oder es handelt sich um die drei Seen, welche an die Gemarkung angrenzen: Titisee, Windgfällweiher und Schluchsee. Sie könnten aber auch die Einigkeit der drei Gemeinden symbolisieren.
Gemeindepartnerschaft [Bearbeiten]
Feldberg im Schwarzwald unterhält eine Gemeindepartnerschaft mit der Gemeinde La Clusaz in Frankreich im Département Haute-Savoie, wie Feldberg ein Wintersportzentrum.
Wirtschaft und Infrastruktur [Bearbeiten]
Verkehr [Bearbeiten]
In Bärental kreuzen sich die Bundesstraße 500 und 317. Seit dem Bau der Dreiseenbahn 1926 befindet sich in Bärental Deutschlands höchstgelegener Bahnhof an einer Regelspurstrecke. Ein weiterer Halt dieser Strecke befindet sich in Altglashütten. Diverse Linienbusse auf und über den Feldberg runden das Angebot ab. Der durch die Gemeinde verlaufende Feldbergpass verbindet Titisee-Neustadt mit dem Wiesental.
Bildung [Bearbeiten]
In Altglashütten befinden sich eine Grundschule und ein Kindergarten.
Kultur und Sehenswürdigkeiten [Bearbeiten]
Naturdenkmäler [Bearbeiten]
Der Trägerverein des Naturparks Südschwarzwald hat seinen Sitz in Feldberg.
- Feldsee, eiszeitlicher Karsee unterhalb des Feldberggipfels, genauer unterhalb des Seebuck
- Zastler Loch, durch Gletscher geformter Talschluss des Zastler Tales
- Bärhalde, botanisch interessanter Waldgipfel mit Felsen und kleinen Mooren
- Moorgebiet Rotmeer
- Seebachfall unter dem Behabühl
- Falkauer Wasserfall der Haslach
- Quellen der Wiese, Alb und Wutach (als Seebach)
Regelmäßige Veranstaltungen [Bearbeiten]
Neben dem jährlichen Laurentius-Fest auf dem Feldberg, findet in jedem Jahr das Dorffest in Altglashütten statt.
Persönlichkeiten [Bearbeiten]
Söhne und Töchter der Gemeinde [Bearbeiten]
- Julius Kibiger (1902–1983), Kunstmaler und -zeichner, gilt als einer der produktivsten Heimatmaler des Markgräflerlandes
- Hansy Vogt (* 1967), Sänger der Volksmusikgruppe Die Feldberger (ehemals Die Feldberger Spitzbuben) und Fernsehmoderator
weitere Persönlichkeiten mit Verbindung zur Gemeinde [Bearbeiten]
- August Euler (1868–1957), Flugpionier, der bis zu seinem Tod in einem Haus auf dem Seebuck wohnte
- Elisabeth Heimpel (1902–1972), Pädagogin und Sozialpädagogin, starb in einem Wald in Falkau
Literatur [Bearbeiten]
- August Vetter: Feldberg im Schwarzwald, Selbstverlag der Gemeinde Feldberg (Schwarzwald), 1982/1996
Einzelnachweise [Bearbeiten]
- ↑ Bevölkerungsentwicklung in den Gemeinden Baden-Württembergs 2011 (Hilfe dazu)
- ↑ Das Land Baden-Württemberg. Amtliche Beschreibung nach Kreisen und Gemeinden. Band IV: Regierungsbezirk Freiburg Kohlhammer, Stuttgart 1978, ISBN 3-17-007174-2. S. 89–90
- ↑ Badische Zeitung online, 8. Juni 2009
Weblinks [Bearbeiten]
- http://www.freiburg-schwarzwald.de/falkau.htm Falkau zwischen Lenzkirch und Feldberg
Au | Auggen | Bad Krozingen | Badenweiler | Ballrechten-Dottingen | Bötzingen | Bollschweil | Breisach am Rhein | Breitnau | Buchenbach | Buggingen | Ebringen | Ehrenkirchen | Eichstetten am Kaiserstuhl | Eisenbach (Hochschwarzwald) | Eschbach | Feldberg (Schwarzwald) | Friedenweiler | Glottertal | Gottenheim | Gundelfingen | Hartheim am Rhein | Heitersheim | Heuweiler | Hinterzarten | Horben | Ihringen | Kirchzarten | Lenzkirch | Löffingen | March | Merdingen | Merzhausen | Müllheim | Münstertal/Schwarzwald | Neuenburg am Rhein | Oberried | Pfaffenweiler | Schallstadt | Schluchsee | Sölden | Staufen im Breisgau | Stegen | St. Märgen | St. Peter | Sulzburg | Titisee-Neustadt | Umkirch | Vogtsburg im Kaiserstuhl | Wittnau
