Merdingen

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Merdingen
Merdingen
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Merdingen hervorgehoben
48.0177777777787.6883333333333251Koordinaten: 48° 1′ N, 7° 41′ O
Basisdaten
Bundesland: Baden-Württemberg
Regierungsbezirk: Freiburg
Landkreis: Breisgau-Hochschwarzwald
Höhe: 251 m ü. NHN
Fläche: 14,39 km²
Einwohner: 2535 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 176 Einwohner je km²
Postleitzahl: 79291
Vorwahl: 07668
Kfz-Kennzeichen: FR
Gemeindeschlüssel: 08 3 15 072
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Kirchgasse 2
79291 Merdingen
Webpräsenz: www.merdingen.de
Bürgermeister: Martin Rupp
Lage der Gemeinde Merdingen im Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald
Frankreich Landkreis Waldshut Landkreis Lörrach Freiburg im Breisgau Landkreis Emmendingen Schwarzwald-Baar-Kreis Landkreis Rottweil Au (Breisgau) Auggen Bad Krozingen Badenweiler Ballrechten-Dottingen Bötzingen Bollschweil Breisach am Rhein Breitnau Buchenbach Buggingen Ebringen Ehrenkirchen Eichstetten am Kaiserstuhl Eisenbach (Hochschwarzwald) Eschbach (Markgräflerland) Feldberg (Schwarzwald) Friedenweiler Glottertal Gottenheim Gundelfingen (Breisgau) Hartheim Heitersheim Heitersheim Heuweiler Hinterzarten Horben Ihringen Kirchzarten Lenzkirch Löffingen March (Breisgau) Merdingen Merzhausen Müllheim (Baden) Müllheim (Baden) Münstertal/Schwarzwald Neuenburg am Rhein Neuenburg am Rhein Oberried (Breisgau) Pfaffenweiler St. Peter (Hochschwarzwald) St. Märgen Schallstadt Schluchsee (Gemeinde) Sölden (Schwarzwald) Staufen im Breisgau Stegen Sulzburg Titisee-Neustadt Umkirch Vogtsburg im Kaiserstuhl Wittnau (Breisgau)Karte
Über dieses Bild

Merdingen ist eine Weinbaugemeinde im Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald in Baden-Württemberg.

Geographie[Bearbeiten]

Geographische Lage[Bearbeiten]

Luftbild von Merdingen

Merdingen liegt an der westlichen Steilkante des Tunibergs, einem flachen Bergrücken in der oberrheinischen Ebene. Ein ausgesprochen mildes Klima und fruchtbare Lößböden bieten Bedingungen für den Anbau von Wein, Obst und Spargel.

Gemeindegliederung[Bearbeiten]

In der Gemeinde Merdingen liegen das Dorf Merdingen und der Wohnplatz Kalkwerk sowie die abgegangenen Ortschaften Egelfingen, Feldhofen, Harthausen, Heringen (?) und Hinterhofen.[2]

Nachbargemeinden[Bearbeiten]

Im Osten grenzt Merdingen an die Tuniberg-Ortschaften Waltershofen und Opfingen der Stadt Freiburg im Breisgau, westlich der Gemeinde liegen Breisach und Ihringen sowie im Nordosten die Gemeinde Gottenheim.

Politik[Bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten]

Die Kommunalwahl am 7. Juni 2009 führte bei einer Wahlbeteiligung von 65,8 % (- 2,0) zu folgendem Ergebnis:[3]

Partei / Liste Stimmenanteil +/- Sitze +/-
Freie Bürgerliste 36,6 % - 4,0 5 ± 0
CDU 35,4 % - 3,8 4 - 1
SPD – Offene Liste 28,0 % + 7,9 3 + 1

+/-: Differenz zur vorigen Kommunalwahl 2004

Verwaltung[Bearbeiten]

Merdingen gehört wie die Nachbargemeinde Ihringen der vereinbarten Verwaltungsgemeinschaft der Stadt Breisach am Rhein an.

Partnerschaft[Bearbeiten]

Die französische Partnergemeinde Sainte-Croix-en-Plaine liegt sieben Kilometer südlich von Colmar im benachbarten Elsass.

Geschichte[Bearbeiten]

Vermutlich war die Ortslage schon von den Kelten besiedelt. Ab dem 1. Jahrhundert nach Christus lebten hier Römer in Gutshöfen und betrieben Obst- und Gemüseanbau. Die Ansiedlung der Römer sind durch archäologisch gesicherte Reste eines römischen Badegebäudes nachgewiesen, welches nördlich von Merdingen in Richtung Wasenweiler zu besichtigen ist. Die Ortschaft Merdingen ist eine Gründung der Alemannen im 5. oder 6. Jahrhundert. Weitere urkundliche Erwähnungen datieren auf 1137 und 1154 im Rahmen einer Güterschenkung an das Kloster St. Peter und im Jahre 1139 in einer päpstlichen Bulle für das Fürstbistum Basel. Die Ortsherrschaft wechselte mehrmals. Bekannt ist, dass ab 1666 ein Drittel den Freiherren von Kageneck und ab 1716 nach dem Verkauf durch die Freiherren von Wessenberg zwei Drittel der Deutschordens-Kommende Freiburg gehörten. Im 16. und 17. Jahrhundert wurde die Ortschaft mehrfach gebrandschatzt da dieses Dorf zwischen Freiburg und Breisach liegt und sich so nicht den Kriegen entziehen konnte[4]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Pfarrkirche St. Remigius
Rathaus und St. Remigius
Der Stockbrunnen aus dem Jahre 1739
St. Wendelinus auf dem Stockbrunnen

Sehenswert ist die von Johann Caspar Bagnato 1738–1741 errichtete spätbarocke Pfarrkirche St. Remigius. Sie wurde ausgestattet von Francesco Pozzi (Stuck), Joseph Anton Feuchtmayer (Altar und Kanzel) und Franz Joseph Spiegler (Deckenfresken und Altarblätter). Über dem Hauptportal steht in einer Nische die überlebensgroße Skulptur einer „Immaculata“ von Johann Christian Wentzinger, der Verwandtschaft in Merdingen hatte. Die Kirche wurde von der Denkmalstiftung Baden-Württemberg als Denkmal des Monats Juli 2006“ ausgewählt. Auch das nebenstehende Pfarrhaus wurde von Bagnato entworfen und 1754 erbaut.[5]

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Merdingen erlangte größere Aufmerksamkeit, als der Radsportler Jan Ullrich 1994–2002 dort lebte.

Literatur[Bearbeiten]

  • Erik Roth: Die Gesamtanlage Ortskern Merdingen. In: Denkmalpflege in Baden-Württemberg, 25. Jg. 1996, Heft 3, S. 226ff. (PDF; 10,5 MB)

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistisches Bundesamt – Gemeinden in Deutschland mit Bevölkerung am 31.12.2012 (XLS-Datei; 4,0 MB) (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. Das Land Baden-Württemberg. Amtliche Beschreibung nach Kreisen und Gemeinden. Band IV: Regierungsbezirk Freiburg Kohlhammer, Stuttgart 1978, ISBN 3-17-007174-2. S. 78–79
  3. Statistisches Landesamt Baden-Württemberg
  4. Merdingen, Badische Seiten
  5. Peter Gürth, Wandern für Wissbegierige 2, Freiburg 2009, ISBN 978-3-7930-9587-3, S. 51/52

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Merdingen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien