Donald J. Cram

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Kristallstruktur von Nitrobenzol in einem „Käfig“ beschrieben von Cram et al.[1]

Donald James Cram (* 22. April 1919 in Chester, Windsor County, Vermont; † 17. Juni 2001 in Palm Desert, Kalifornien) war ein amerikanischer Chemiker und Chemienobelpreis-Träger.

Cram studierte Chemie am Rollins College, Florida und an der University of Nebraska. Nach der Promotion in Organischer Chemie an der Harvard University im Jahre 1947 ging er an die University of California in Los Angeles, wo er 1956 Professor wurde. Im Jahr 1952 stellte er die Cramsche Regel auf, die Vorhersagen über den Verlauf von diastereomeren Reaktionen erlaubt.

Er erhielt 1987 gemeinsam mit Jean-Marie Lehn und Charles Pedersen den Nobelpreis für Chemie für die Entwicklung und Verwendung von Molekülen mit strukturspezifischer Wechselwirkung von hoher Selektivität (Supramolekulare Chemie). 1993 erhielt er die National Medal of Science, 1986 die Willard Gibbs Medal, 1992 den NAS Award in Chemical Sciences. 1965 den American Chemical Society Award for Creative Work in Synthetic Organic Chemistry, 1974 den Arthur C. Cope Award, 1989 die Glenn T. Seaborg Medal und 1984 den Tolman Award.

Er stellte Theorien über die katalytische Asymmetrische Induktion auf (z. B. die erwähnte Cram-Regel) und untersuchte in den 1950er Jahren Cyclophane und ab den 1980er Jahren Resorcinarene, Moleküle die als Transportkapseln dienen können.

Siehe auch[Bearbeiten]

Schriften[Bearbeiten]

  • mit George S. Hammond Organic Chemistry, 1959, 2. Auflage, McGraw Hill 1964, 3. Auflage mit James B. Hendrickson 1970

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Juyoung Yoon, Carolyn B. Knobler, Emily F. Maverick and Donald J. Cram: Dissymmetric new hemicarcerands containing four bridges of different lengths. In: Chem. Commun.. Nr. 14, 1997, S. 1303–1304. doi:10.1039/a701187c.