Victor Grignard

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Victor Grignard

François Auguste Victor Grignard (* 6. Mai 1871 in Cherbourg; † 13. Dezember 1935 in Lyon; IPA: ɡriɲar) war ein französischer Chemiker.

Leben[Bearbeiten]

Grignard erhielt 1912 den Nobelpreis für Chemie, den er sich mit Paul Sabatier teilte, "für das von ihm aufgefundene so genannte Grignard'sche Reagenz, das in den letzten Jahren in hohem Grad den Fortschritt der organischen Chemie gefördert hat".[1]

Die ebenfalls nach Victor Grignard benannte Grignard-Reaktion besitzt große Bedeutung für die synthetische Herstellung von Alkoholen.

Seine Professorentätigkeit führte ihn 1905 nach Besançon, 1906 nach Lyon, 1909 nach Nancy und 1919 wieder nach Lyon, wo er seit 1921 Leiter der École de Chimie industrielle war. Ab 1926 war Grignard Mitglied der Académie des sciences in Paris.

Seine Interessen galten neben den Organomagnesiumverbindungen auch dem Toluol und seiner Gewinnung, den Terpenen und etherischen Ölen, aluminoorganischen Verbindungen sowie Hydrierungs- und Crackreaktionen. Auch war er an der Synthese des Phosgens, eines im Ersten Weltkrieg eingesetzten Giftgases, beteiligt.

Der Mondkrater Grignard wurde nach ihm benannt.

Literatur[Bearbeiten]

Schriften[Bearbeiten]

  • Traité de chimie organique (fünf Bände; ab 1935)

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. V. Grignard :In "Sur quelques nouvelles combinaisons organométalliques du magnèsium et leur application à des synthèses d'alcools et d'hydrocarbures (On some new organometallic compounds of magnesium and their application to syntheses of alcohols and hydrocarbons)" Comp. Rend. 1990, 130, 1322.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Victor Grignard – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien