Hannover Scorpions

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Hannover Scorpions
Hannover Scorpions
Erfolge
Vereinsinfos
Geschichte ESC Wedemark (1975–1994)
Wedemark Wildcats (1994–1996)
Wedemark Scorpions (1996–1997)
Hannover Scorpions (seit 1997)
Spitzname Die Skorpione
Stammverein ESC Wedemark (bis 2006)
ESC Hannover (2006–2008)
ESC Wedemark Scorpions (2008–2010)
SC Langenhagen (seit 2010)
Vereinsfarben Rot-Schwarz
Liga Oberliga Nord
Spielstätte Eishalle Langenhagen
Kapazität 1.450[1] Plätze
Geschäftsführer Marco Stichnoth
Cheftrainer Leonard Soccio
Saison 2013/14 Platz 01 (Hauptrunde)

Die Hannover Scorpions sind eine Eishockeymannschaft aus Hannover, die seit 2013 in der Oberliga Nord spielt. Nach dem Aufstieg der Wedemark Wildcats in die höchste deutsche Spielklasse wurde die Profimannschaft 1996 als GmbH aus dem 1975 in Mellendorf gegründeten ESC Wedemark ausgegliedert und in Wedemark Scorpions umbenannt. Seit 1997 spielt die Mannschaft unter dem Namen Hannover Scorpions, 2001 erfolgte schließlich der Umzug in die niedersächsische Landeshauptstadt. 2013 haben die Scorpions ihre Lizenz inklusive GmbH für die DEL an die Schwenninger Wild Wings verkauft und die Niedersachsen mussten (als Eishallen und Spielbetriebs GmbH) in der Oberliga Nord neu anfangen.

Der bislang größte Erfolg des Clubs, der seine Heimspiele in der Eishalle Langenhagen austrägt, ist die Deutsche Meisterschaft 2010. Zudem erreichte die Mannschaft 2001, 2006 und 2009 das Play-off-Halbfinale, sowie das Finale im DEB-Pokal 2009. Die Vereinsfarben der Hannover Scorpions sind rot und schwarz.

Geschichte[Bearbeiten]

Saison Liga Hauptrunde Endrunde
1977/78 RL 1. Platz
1978/79 RL 5. Platz
1979/80 RL 4. Platz
1980/81 RL 6. Platz
1981/82 RL 6. Platz
1982/83 RL 4. Platz
1983/84 RL 5. Platz 4. Platz
1984/85 RL 6. Platz
1985/86 RL 5. Platz
1986/87 RL 5. Platz 1. Platz
1987/88 RL 6. Platz 3. Platz
1988/89 RL 2. Platz 9. Platz
1989/90 RL 3. Platz 2. Platz
1990/91 RL 1. Platz 2. Platz

in der Auf- bzw. Abstiegsrunde der Regionalliga

Die Anfänge des Eishockeys in der Wedemark (1973 bis 1991)[Bearbeiten]

Die Geschichte der Scorpions begann in Wedemark, einer Gemeinde 20 Kilometer nördlich von Hannover, wo im Jahre 1973 neben dem Freibad im Ortsteil Mellendorf eine Kunsteisbahn errichtet wurde. Allerdings war diese Eisfläche zunächst weder überdacht noch entsprach sie mit ihren 30×40 Metern den internationalen Maßen für Eishockeyspielfelder. Im Jahr 1975 wurde schließlich der ESC Wedemark gegründet, der zunächst in vier Abteilungen die Sportarten Eishockey, Eisstockschießen, Eiskunstlauf und Eistanz anbot. Ein Jahr später wurde die Eisfläche auf die Größe von 60×30 Meter vergrößert, sodass erstmals Eishockeyspiele auf ihr ausgetragen werden konnten, zusätzlich wurde das Eisfeld überdacht und erste Zuschauerränge errichtet. In der Saison 1977/78 nahm schließlich erstmals eine Herrenmannschaft des ESC am Spielbetrieb der Regionalliga Nord, der damals vierthöchsten deutschen Spielklasse, teil und gewann, auch mit der Hilfe des ehemaligen finnischen Nationalspielers Esko Kaonpää, gleich in der ersten Spielzeit die Meisterschaft der Liga.

Diesen Erfolg konnte das Team allerdings in den folgenden Jahren nicht wiederholen und belegte zumeist Plätze im Mittelfeld der Liga. In der Spielzeit 1983/84 traf der ESC Wedemark erstmals auf den Lokalrivalen EC Hannover, der im Jahr zuvor aus der Oberliga abgestiegen war. Zwar verloren die Wedemärker unter dem zu Beginn der Saison nach zwei Jahren beim EHC zum ESC Wedemark zurückgekehrten Trainer Sepp Sappl das erste Aufeinandertreffen im eigenen Stadion vor der damaligen Rekordkulisse von 1.200 Zuschauern mit 4:6[2], dennoch erreichte sowohl der ECH als Meister als auch der ESC als Fünfter die Relegationsrunde zur Oberliga Nord 1984/85. In der Teilnahme bei einer Aufstiegsrunde belegte der ESC Wedemark schließlich jedoch lediglich den vierten und damit letzten Platz, während der EC Hannover auf Grund eines Konkurses auf den Wiederaufstieg verzichtete.

Nach erneuten Platzierungen im Tabellenmittelfeld erreichte die Mannschaft erst 1989 unter dem neuen Spielertrainer Jari Pasanen wieder die Aufstiegsrunde zur Oberliga, in der sie jedoch zunächst nur den neunten und damit vorletzten Platz belegte. Auch im folgenden Jahr konnte der ESC das erklärte Ziel Aufstieg nicht erreichen und musste wie in vielen Jahren zuvor in der Relegationsrunde um den Verbleib in der Regionalliga spielen. Nach dem Einstieg des späteren Besitzers und Geldgebers Jochen Haselbacher in die Vereinsführung konnte schließlich 1991 die Meisterschaft der Regionalliga Nord nach teilweise deutlichen Siegen, wie einem 12:6 gegen den EC Wilhelmshaven, gewonnen werden. In der Aufstiegsrunde belegte der ESC Wedemark den zweiten Platz und stieg damit zum ersten Mal in seiner Vereinsgeschichte in die Oberliga auf.[2]

Etablierung als ernst zu nehmende Eishockeygröße (1991 bis 1996)[Bearbeiten]

Saison Liga Vorrunde Endrunde Play-offs
1991/92 OL 3. Platz 5. Platz
1992/93 OL 3. Platz 2. Platz
1994/95 1. Liga 3. Platz 6. Platz Achtelfinale
1995/96 1. Liga 1. Platz 1. Platz Meister

Nach dem vollständigen Übernahme der Vereinsgeschäfte durch die Familie Haselbacher wurde mit dem Kanadier Kevin Gaudet ein neuer Spielertrainer verpflichtet, mit dem der ESC im ersten Oberligajahr mit einem fünften Platz in der Endrunde der Klassenerhalt gefeiert werden. In der folgenden Spielzeit erreichte der ESC nach einem dritten Platz in der Vorrunde sowie mit der Hilfe von 179 Scorerpunkten durch den vor der Saison neuverpflichteten britisch-kanadischen Stürmers Joe West Platz zwei in der Endrunde und verpasste damit nur knapp den Aufstieg in die 2. Bundesliga. Dieser konnte schließlich 1994 erreicht werden, als die Mannschaft um den neuen Stürmer und späteren Nationalspieler Leonard Soccio, der gemeinsam mit West die Rekordmarke von 328 Scorerpunkten erzielte, nach einem ersten Platz in der Meisterrunde den Sprung in die 1994 als Unterbau der neu gegründeten Deutschen Eishockey Liga eingeführten zweigleisigen 1. Liga schaffte.[3]

Zu Beginn der Saison 1994/95 wurde der Verein in ESC Wedemark Wildcats umbenannt. Neben namhaften Neuzugängen wie Jari Pasanen oder Dieter Reiss, gelang es Eigentümer Haselbacher zudem, den russischen Nationalspieler Wladimir Konstantinow aufgrund des Lockouts in der National Hockey League von den Detroit Red Wings für die Dauer des Spielerstreiks in Nordamerika nach Wedemark zu holen. Mit Platz vier in der Vorrunde erreichte der Aufsteiger daraufhin überraschend die Meisterrunde der 1. Liga, die schließlich auf dem sechsten Platz beendete wurde. Im anschließenden Play-off-Achtelfinale scheiterten die Wildcats jedoch am Heilbronner EC. Nachdem die Mannschaft in der Spielzeit 1995/96 sowohl die Vor- als auch die Meisterrunde auf dem ersten Platz beendet hatte, bestritt sie die Play-offs als Aufstiegsfavorit. Nach Siegen über den EHC Klostersee, den EV Landsberg und den EHC Freiburg erreichte der ESC Wedemark dort das Finale, in dem der EC Bad Tölz in drei Spielen bezwungen wurde.

Aufnahme in die DEL und Umzug nach Hannover (1996 bis 2006)[Bearbeiten]

Saison Liga Hauptrunde Play-offs
1996/97 DEL 14. Platz 3. Runde
1997/98 DEL 8. Platz Viertelfinale
1998/99 DEL 11. Platz
1999/00 DEL 9. Platz
2000/01 DEL 7. Platz Halbfinale
2001/02 DEL 10. Platz
2002/03 DEL 10. Platz
2003/04 DEL 13. Platz 1. Runde
2004/05 DEL 12. Platz
2005/06 DEL 7. Platz Halbfinale

Play-downs

Der Skorpion – seit 1996 Wappentier der Hannover Scorpions

Da der finanziell angeschlagene Nachbar EC Hannover auf seine DEL-Lizenz verzichtete, konnte der ESC Wedemark als Meister der 1. Liga den Platz in der ansonsten als geschlossene Liga ausgespielten DEL einnehmen. In die Saison 1996/97 startete die, wie bei Mannschaften in der DEL üblich, in eine Gesellschaft mit beschränkter Haftung ausgegliederte Profimannschaft schließlich unter dem neuen Namen Wedemark Scorpions, als Namenspate fungierte die Rockband Scorpions aus Hannover. Mit einem Etat von lediglich drei Millionen D-Mark belegte die Mannschaft zum Ende ihrer Premierensaison in der ersten Liga den 14. Tabellenplatz.

Zur Spielzeit 1997/98 wurde die Mannschaft vom auf nationaler Ebene unbekannten „Wedemark“ aufgrund der Nähe zur Landeshauptstadt in „Hannover Scorpions“ umbenannt. Vor der Saison transferierte die Vereinsspitze einige ehemalige NHL-Profis wie Troy Crowder, Gary Leeman, Jason Lafreniere, Mark Pederson oder Bryan Fogarty[4] zu den Scorpions. Auch aufgrund dieser erfahrenen Spieler erreichte die Mannschaft erstmals die DEL-Play-offs, in denen die Scorpions allerdings nach vier Spielen im Viertelfinale an den Frankfurt Lions scheiterten. Zu Beginn der folgenden Spielzeit wurde der Kader punktuell durch bekannte Spieler wie beispielsweise den langjährigen NHL-Verteidiger Claudio Scremin ergänzt, allerdings verpasste die Mannschaft mit dem elften Tabellenplatz deutlich die Finalrunde.

In der Saison 2000/2001 gelang den Hannover Scorpions schließlich der bis dato größte Erfolg der Vereinsgeschichte, da sie nach einem Viertelfinalsieg über die favorisierten Kölner Haie erst im Play-off-Halbfinale gegen den späteren Meister Adler Mannheim ausschieden. Das Halbfinal-Heimspiel bestritt die Mannschaft dabei erstmals in der ausverkauften Preussag Arena, die seit 2005 den Namen TUI Arena trägt und zur EXPO 2000 auf dem Messegelände Hannover errichtet worden war. Mit Beginn der Spielzeit 2001/2002 zogen die Scorpions schließlich aus ihrer alten Heimat, dem Icehouse Mellendorf, in die neue Multifunktionshalle um. Im Gegensatz zum Vorjahr verfehlten sie mit einem zehnten Platz in der Vorrunde der Premierensaison im neuen Zuhause jedoch die Playoffs.

Vor der Saison 2003/04 kam es zum Streit zwischen Eigner Jochen Haselbacher und den Verantwortlichen der Arena, die mehr Professionalität und Mitspracherechte forderten, woraufhin die Scorpions zunächst nach Mellendorf zurückkehrten, bis sie drei Heimspiele im Dezember 2003 und im Januar 2004 in der Preussag Arena absolvieren mussten. Nach diesen Partien wurde vereinbart, dass die Scorpions auch ihre restlichen Heimspiele der Saison 2003/04 in der Arena austragen sollten. Sportlich entging die Mannschaft nach den in fünf Spielen gewonnenen Play-downs gegen die Wölfe Freiburg nur knapp dem Abstieg in die 2. Bundesliga.

Vor der Spielzeit 2004/05 wechselten die Scorpions den Eigner, da der langjährige Clubchef des ESC Wedemark, Jochen Haselbacher, die „Hannover Scorpions Eishockey Betriebs GmbH“ an den Bauunternehmer Günter Papenburg verkaufte. Da Papenburg zudem die Preussag Arena gehörte, konnte das Stadionproblem auf Dauer gelöst werden. Außerdem gingen die Scorpions vor dieser Spielzeit eine Kooperation mit dem Zweitligaclub REV Bremerhaven ein, da die Hannoveraner mit einem neuen Konzept verstärkt auf junge deutsche Spieler setzten, die als Förderlizenzspieler auch in Bremen zum Einsatz kommen sollten. Dennoch retteten sich die Scorpions erst am letzten Spieltag der Vorrunde auf einen Nichtabstiegsplatz und vermieden somit die erneute Play-down-Teilnahme. In der folgenden Spielzeit erreichten das Team hingegen erstmals seit fünf Jahren wieder die Play-Offs, in dem es nach einem Sieg in sieben Spielen über den ERC Ingolstadt erneut ins Halbfinale einzog, dort aber am späteren Meister Eisbären Berlin scheiterte.[2]

Verpflichtung Hans Zachs und Aufstieg zur Spitzenmannschaft (2006 bis 2011)[Bearbeiten]

Saison Liga Hauptrunde Play-offs
2006/07 DEL 6. Platz Viertelfinale
2007/08 DEL 8. Platz Qualifikation
2008/09 DEL 2. Platz Halbfinale
2009/10 DEL 4. Platz Deutscher Meister
2010/11 DEL 5. Platz Viertelfinale

Mit der deutschen Trainerlegende Hans Zach konnten die Scorpions zur Saison 2006/07 einen prominenten Neuzugang abseits des Eises vorstellen. Neben respektablen Siegen gegen die Spitzenteams musste die Mannschaft allerdings auch mit ihrem neuen Trainer zunächst einige Rückschläge, wie beispielsweise eine deutliche 1:9-Niederlage gegen die Kölner Haie, einstecken. Am Ende erreichte das Team die direkte Qualifikation für die Play-offs, scheiterte dort jedoch trotz zwei Siegen zu Beginn der Serie mit 2:4 Spielen an den Sinupret Ice Tigers. Die Vorrunde der Saison 2007/08 beendeten die Scorpions auf dem achten Platz, verpassten die Qualifikation für die Endrunde jedoch in den Vor-Play-offs gegen die neuntplatzierten DEG Metro Stars. Im entscheidenden dritten Spiel fiel erst nach 91 Minuten und 44 Sekunden in der 2. Verlängerung der Siegtreffer für die Gäste[5], was inzwischen das drittlängste Spiel der DEL-Geschichte darstellt.

Erfolgreicher konnten sich die Scorpions hingegen im Deutschen Eishockey-Pokal präsentieren, wo die Mannschaft erst im Halbfinale gegen die Frankfurt Lions unterlag. In der Saison 2008/09 konnten sie diesen Erfolg schließlich noch übertreffen, als nach einem Sieg über die Kassel Huskies der Einzug ins Finale erfolgte, das Team dort allerdings gegen die Grizzly Adams Wolfsburg unterlag. Die reguläre Spielzeit 2008/09 beendeten die Scorpions auf dem zweiten Rang und mussten sich in den anschließenden Play-offs im fünften Spiel des Halbfinales den DEG Metro Stars geschlagen geben. Im Jahr 2010 gelang den Scorpions zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte die deutsche Meisterschaft, nach einer 3:0 Play-off Serie gegen die Augsburger Panther. In der Saison 2010/11 schieden die Hannoveraner im Viertelfinale aus.

Sportlicher Misserfolg und Verkauf der DEL-Lizenz (2011 bis 2013)[Bearbeiten]

Saison Liga Hauptrunde Play-offs
2011/12 DEL 14. Platz
2012/13 DEL 11. Platz

In der Saison 2011/12 belegten die Scorpions den 14. und damit letzten Platz. Damit verpassten sie erstmals seit der Saison 2004/05 wieder die Qualifikation für die Play-offs. In der Saison 2012/13 entschied sich Thomas Greiss, aufgrund des am 15. September 2012 begonnenen NHL Lockouts, für eine Zeit bei den Scorpions. Der Torhüter, der eigentlich dem Team der San Jose Sharks angehörte, unterschrieb im November für die Dauer des Lockouts einen Vertrag in Hannover.[6] Bei den Niedersachsen kam Greiss abwechselnd mit dem Stammtorhüter Dimitri Pätzold zum Einsatz. Insgesamt absolvierte er bis zum Ende des Lockouts am 6. Januar 2013 neun Partien für die Scorpions. Dennoch belegten die Scorpions nur den 11. Platz und konnten sich damit erneut nicht für die Play-offs qualifizieren. Am 23. Mai 2013 gaben die Scorpions bekannt, ihre DEL-Lizenz an den Vizemeister der 2. Bundesliga, die Schwenninger Wild Wings zu verkaufen. Öffentlich wurde ein Zusammenhang hergestellt[7] mit einer Entscheidung der Deutschen Messe AG zur Modernisierung weiterer Messehallen[8] vor dem Hintergrund eines bereits Jahre andauernden Verlustgeschäftes durch den Arena-Betreiber.[9]

Mannschaft[Bearbeiten]

Kader der Saison 2013/14[Bearbeiten]

(Stand: 5. Februar 2014)

Torhüter
Nr. Name Geburtsdatum Geburtsort Im Team seit Letztes Team
31 DeutschlandDeutschland Raphael Leibfried 8. November 1994 Neunkirchen, Deutschland 2013 Moskitos Essen
35 DeutschlandDeutschland Julian Mai 8. Februar 1995 Hannover, Deutschland 2013 eigener Nachwuchs
45 DeutschlandDeutschland Maximilian Englbrecht 17. Juli 1990 Landshut, Deutschland 2012 Straubing Tigers
Verteidiger
Nr. Name Geburtsdatum Geburtsort Im Team seit Letztes Team
6 DeutschlandDeutschland Simon Pfennings 17. Juli 1989 Kempen, Deutschland 2013 United North Stars
8 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Brent Griffin 10. September 1984 Leyden, USA 2012 EC Wedemark
21 DeutschlandDeutschland Jan Hemmes 19. Oktober 1982 Hannover, Deutschland 2013 Hannover Indians
27 DeutschlandDeutschland Michael Schöppl 12. Februar 1992 Augsburg, Deutschland 2013 Deggendorfer SC
37 DeutschlandDeutschland Tim Marek 5. Oktober 1993 Langenhagen, Deutschland 2013 Herforder EV
38 SlowakeiSlowakei Jan Jarabek 30. Dezember 1988 Trenčín, Slowakei 2013 Borås HC
44 DeutschlandDeutschland Nickolas Bovenschen 16. November 1984 Willich, Deutschland 2013 Krefelder EV II
96 DeutschlandDeutschland Jannik Weist 10. April 1996 Hameln, Deutschland 2013 United North Stars
Angreifer
Nr. Name Geburtsdatum Geburtsort Im Team seit Letztes Team
5 DeutschlandDeutschland Maximilian Schaludek FL 3. Juni 1994 Straubing, Deutschland 2013 EV Landshut
13 DeutschlandDeutschland Christian Neuert 21. Februar 1992 Regensburg, Deutschland 2013 Deggendorfer SC
14 KanadaKanada Jon-Thomas MacDonald 15. Juni 1988 Niagara Falls, Kanada 2014 ESC Harzer Wölfe Braunlage
15 DeutschlandDeutschland Sergei Janzen 18. Februar 1987 Jarowoje, Russische SFSR 2012 Fischtown Pinguins
23 DeutschlandDeutschland Thomas Pape 12. März 1984 Goslar, Deutschland 2013 United North Stars
25 DeutschlandDeutschland Alexander Janzen 20. Juli 1985 Jarowoje, Russische SFSR 2012 Fischtown Pinguins
29 DeutschlandDeutschland Arthur Lemmer 8. Februar 1991 Wolfsburg, Deutschland 2013 MEC Halle 04
42 DeutschlandDeutschland Sebastian Steller 11. März 1990 Celle, Deutschland 2013 United North Stars
61 DeutschlandDeutschland Robin Ringe 11. September 1991 Hannover, Deutschland 2013 Adendorfer EC
72 DeutschlandDeutschland Robin Marek 1. Mai 1989 Langenhagen, Deutschland 2013 EC Bad Tölz II
75 DeutschlandDeutschland Andreas Morczinietz 11. März 1978 Wolfratshausen, Deutschland 2011 Grizzly Adams Wolfsburg
81 DeutschlandDeutschland Sven Gerbig 6. Mai 1981 Lich, Deutschland 2013 Hannover Indians
88 DeutschlandDeutschland Maximilian Hüsken FL 12. August 1994 Bad Tölz, Deutschland 2013 EC Bad Tölz
89 DeutschlandDeutschland Justin Spenke 4. Dezember 1989 Hannover, Deutschland 2013 SC Langenhagen II
92 DeutschlandDeutschland Philip Rickerts 8. Oktober 1992 Großburgwedel, Deutschland 2013 SC Langenhagen II
Offizielle
Tätigkeit Name Geburtsdatum Geburtsort Im Team seit Letztes Team
Trainer DeutschlandDeutschland Len Soccio 28. Mai 1967 St. Catharines, Ontario, Kanada 2013 SC Langenhagen
Co-Trainer DeutschlandDeutschland Thomas Dolak 25. März 1979 Zlín, Tschechoslowakei 2013 Hamburg Freezers
Co-Trainer DeutschlandDeutschland Sven Hoppe 10. Januar 1976 Hannover, Deutschland 2013 Pferdeturm Towers

Legende: FL = Dieser Spieler ist mit einer Förderlizenz von den Grizzly Adams Wolfsburg ausgestattet.

Bedeutende frühere Mannschaften[Bearbeiten]

Meister 1. Liga 1996[Bearbeiten]

Position Name
Tor: Marcus Beeck, Andrei Hanisz, Marco Herbst
Verteidigung: Antonio Fonso, Vladimir Macholda, Jirko Seib, Heinrich Synowietz, Paul Synowietz, Peter Willmann
Sturm: Matthias Ballach, Laszlo Csata, Gary Cummins, Markus Menschig, Larry Mitchell, Jari Pasanen, Lars Reinke, Gary Schwindt, Leonard Soccio, Jürgen Trattner, Joe West
Trainer: Kevin Gaudet

Deutscher Meister 2010[Bearbeiten]

Position Name
Tor: Travis Scott, Levente Szuper, Youri Ziffzer
Verteidigung: Aris Brimanis, Sascha Goc, Rainer-Georg Köttstorfer, Patrick Köppchen, Nikolai Goc, André Reiss, Peter Baumgartner
Sturm: Thomas Dolak, Chris Herperger, Klaus Kathan, Tore Vikingstad, Adam Mitchell, Martin Hlinka, Garrett Festerling, Sachar Blank, David Wolf, Tino Boos, Nikolaus Mondt, Ben Cottreau, Matt Dzieduszycki, Marvin Krüger
Trainer: Hans Zach; Christian Künast

Spieler[Bearbeiten]

Gesperrte Trikotnummern[Bearbeiten]

Bislang wurden die Rückennummern von zwei Spielern aufgrund ihrer Verdienste für den Verein „gesperrt“, das heißt, sie werden nicht mehr an aktive Spieler vergeben. Zur Erinnerung an die Ausgezeichneten wurden Banner mit den entsprechenden Nummern unter dem Dach der TUI Arena angebracht.

Brite/Kanadier Joe West
(Sturm, 1992–1994, 1995–2001)
Deutsch-Kanadier Leonard Soccio
(Sturm, 1994–2006)
Banner mit der Nummer 10 unter dem Dach der TUI Arena Der gebürtige Kanadier spielte von 1992 bis 1994 für den ESC Wedemark in der Oberliga und wechselte anschließend zum Heilbronner EC, kehrte allerdings schon nach einem Jahr zu den Niedersachsen zurück. In der Saison 1997/98 wurde der Flügelstürmer mit 50 Punkten Topscorer der Deutschen Eishockey Liga und erreichte mit den Scorpions das Play-Off-Viertelfinale. In seinem letzten Profijahr 2001 scheiterte West mit Hannover schließlich erst im Halbfinale. Banner mit der Nummer 20 unter dem Dach der TUI Arena Der Angreifer spielte in der DEL ausschließlich für die Wedemark beziehungsweise Hannover Scorpions, zu denen er 1994 aus Kanada gewechselt war und für die er in 505 DEL-Spielen 492 Scorerpunkte erzielte. Soccio ist bis heute Rekordspieler, bester Torschütze, Vorlagengeber und Scorer in der Vereinsgeschichte der Scorpions und zugleich Spieler mit den meisten Strafminuten. Mit den Niedersachsen erreichte der Kanadier mit deutschem Pass zudem in den Jahren 2001 und 2006 das Halbfinale der Play-offs.

Mitglieder der Hockey Hall of Fame Deutschland[Bearbeiten]

In die „Hall of Fame“ des deutschen Eishockeymuseums werden Persönlichkeiten aufgenommen, die sich um den Eishockeysport in Deutschland verdient gemacht haben. Von den aufgenommenen Akteuren wirkten oder wirken in Hannover:

(Teamzugehörigkeit und Position in Klammern)

Bögelsack war während seiner aktiven Zeit einer der erfolgreichsten Eishockeyspieler der DDR, für die er 188 A-Länderspiele bestritt. Mit dem SC Dynamo Berlin wurde der Angreifer 14-mal DDR-Meister und beendete seine Karriere schließlich beim EC in Hannover. Heute ist der gebürtige Greifswalder in der Organisation des Lokalrivalen Hannover Scorpions tätig.
Der Verteidiger wurde mit dem SC Dynamo Berlin insgesamt elfmal DDR-Meister und absolvierte 296 Länderspiele für die ostdeutsche Nationalmannschaft. Nach der Wiedervereinigung stand Frenzel beim EC Ratingen in der Eishockey-Bundesliga sowie für verschiedene Zweitligisten auf dem Eis und war anschließend als Trainer tätig, unter anderem in der Saison 2001/02 bei den Hannover Scorpions.
Während seiner aktiven Zeit absolvierte Zach 668 Bundesligaspiele und wurde 1982 mit dem SB Rosenheim Deutscher Meister. Anschließend trainierte er verschiedene Erstligisten, unter anderem die Düsseldorfer EG, mit denen er drei Meistertitel feiern konnte. Der Bundestrainer von 1998 bis 2004 wechselte 2006 von den Kölner Haien nach Hannover, wo sein Vertrag nach der Spielzeit 2009/2010 auslief.

Vereinsinterne Rekorde[Bearbeiten]

Folgende Spieler konnten seit der Zugehörigkeit der Scorpions zur DEL diverse vereinsinterne Rekorde aufstellen:[10]

Rekordspieler
Platz Spieler Spiele
1. Leonard Soccio 505
2. Thomas Dolak 457
3. Patrick Köppchen 384
4. Sascha Goc 371
5. Martin Hlinka 352
Top-Scorer
Platz Spieler Punkte
1. Leonard Soccio 492
2. Thomas Dolak 306
3. Sascha Goc 297
4. David Haas 215
5. Mattias Lööf 198
Top-Torschützen
Platz Spieler Tore
1. Leonard Soccio 156
2. Sascha Goc 131
3. Thomas Dolak 107
4. David Haas 98
5. Wallace Schreiber 75
Top-Vorlagengeber
Platz Spieler Vorlagen
1. Leonard Soccio 336
2. Thomas Dolak 199
3. Sascha Goc 166
4. Tore Vikingstad 141
5. Mattias Lööf 130
Strafminuten
Platz Spieler Minuten
1. Leonard Soccio 760
2. Sascha Goc 745
3. David Haas 669
4. Martin Hlinka 459
5. Dan Lambert 429

(alle Statistiken befinden sich auf dem Stand zum Ende der Saison 2011/12)

Weitere bedeutende (ehemalige) Spieler[Bearbeiten]

(Teamzugehörigkeit und Position in Klammern)

Der Norweger spielte sieben Jahre für die DEG Metro Stars und wurde 2005 gemeinsam mit Dave McLlwain Topscorer der Saison 2005/06. Des Weiteren nahm er mit der norwegischen Nationalmannschaft an insgesamt neun Weltmeisterschaften teil.
Goc absolvierte 22 Spiele in der NHL für die New Jersey Devils und die Tampa Bay Lightning und zudem über 300 DEL-Spiele, in denen er 116 Scorerpunkte erzielen konnte. Er ist der ältere Bruder des aktuell bei den Florida Panthers unter Vertrag stehenden Marcel Goc.
Der Angreifer nahm mit der kanadischen Nationalmannschaft an den Olympischen Winterspielen 1994 teil und gewann dabei die Silbermedaille. Zudem absolvierte er 41 NHL-Spiele für die Minnesota North Stars.
Lambert ist ehemaliger NHL-Spieler und ging dort unter anderem für die Quebec Nordiques aufs Eis. Der Verteidiger wurde 2003 Deutscher Meister mit den Krefeld Pinguinen und gewann zudem die Goldmedaille mit der kanadischen Nationalmannschaft bei der Junioren-Weltmeisterschaft 1991.
Der Kanadier wurde während des NHL Entry Draft 1986 in der ersten Runde an insgesamt 15. Stelle ausgewählt und spielte anschließend für mehrere NHL-Teams, darunter für die Montreal Canadiens und die Detroit Red Wings.
Kidd kam auf insgesamt 397 NHL-Einsätze, unter anderem für die Calgary Flames und die Florida Panthers. Der Torhüter beendete seine Karriere im Jahr 2006 nach dem Halbfinaleinzug mit den Scorpions und führt nun das Unternehmen „Mountain Bean Coffee Co“.
Der Kanadier spielte während des NHL-Lockout 2004 bei den Scorpions und stand unter anderem bei den Tampa Bay Lightning und den Phoenix Coyotes unter Vertrag. Aktuell geht er für die New York Rangers in der NHL aufs Eis.
Der gebürtige Tscheche erreichte mit den Hannover Scorpions in der Saison 2005/06 das Play-Off Halbfinale. Mit 87 Scorerpunkten in 56 Spielen wurde er im Jahr 2008 Topscorer der DEL vor dem Berliner Steve Walker. Aktuell spielt er für den Ligakonkurrenten Iserlohn Roosters.
Leeman war langjähriger NHL-Spieler und stand dort unter anderem für die Toronto Maple Leafs auf dem Eis. In der Spielzeit 1989/90 war der Kanadier Topscorer seines Teams und wurde für das NHL All-Star Game 1989 nominiert. In 54 Spielen erzielte der Abwehrspieler 56 Scorerpunkte für die Scorpions, bei denen er nach der Saison 1998/99 seine Eishockeykarriere beendete.
Der Kanadier spielte in seiner Karriere unter anderem für die Mighty Ducks of Anaheim, die Chicago Blackhawks und die Montreal Canadiens. Im Jahr 2007 beendete er seine Karriere nach einer Spielzeit bei den Scorpions.
Der Angreifer stand mehrmals im Kader der kanadischen Nationalmannschaft, mit der er bei den Olympischen Winterspielen 1994 die Silbermedaille gewinnen konnte. Mit den Kölner Haien erreichte Warriner im Jahr 2007 das Play-off-Finale.

Teilnahmen von Spielern am All-Star-Game[Bearbeiten]

Einige Spieler der Hannover Scorpions wurden für das DEL All-Star-Game nominiert, ein Freundschaftsspiel, welches von 1998 bis 2009 jährlich stattfand und in dem die herausragendsten Spieler der Deutschen Eishockey Liga gegeneinander antraten.

Teilnahmen am All-Star-Game während der Teamzugehörigkeit
Name Position Teilnahme(n) Team
Tscheche Patrik Augusta Stürmer 2004 DEL All-Star Team DEL All-Stars
Deutscher Tino Boos Stürmer 2009 Europa Europa
Deutscher Thomas Dolak Stürmer 2004 Deutschland Deutschland
Deutscher Sascha Goc Verteidiger 2007 Europa Europa
Kanadier Chris Herperger Stürmer 2007, 2009 Nordamerika Nordamerika
Deutsch-Tscheche Robert Hock Stürmer 2005 Deutschland Deutschland
Deutscher Alexander Jung Torhüter 2007 Europa Europa
Kanadier Trevor Kidd Torhüter 2006 DEL All-Star Team DEL All-Stars
Deutscher Patrick Köppchen Verteidiger 2005
2008, 2009
Deutschland Deutschland
Europa Europa
Kanadier Dan Lambert Verteidiger 2005 DEL All-Star Team DEL All-Stars
Deutscher Andreas Morczinietz Stürmer 2005 Deutschland Deutschland
Deutsch-Kanadier Wallace Schreiber Stürmer 2003 DEL All-Star Team DEL All-Stars
Deutsch-Kanadier Leonard Soccio Stürmer 2000, 2002, 2004 Deutschland Deutschland
Norwege Tore Vikingstad Stürmer 2009 Europa Europa

Trainer[Bearbeiten]

Bisherige Trainer
1977–1978 Rumänien 1965Rumänien Puskas 2001 Schweden Olle Öst
1978–1981 DeutschlandDeutschland Sepp Sappl 2001* DeutschlandDeutschland Dieter Frenzel
1981–1982 TschechoslowakeiTschechoslowakei Jaroslav Dolezel 2001* TschechoslowakeiTschechoslowakei Peter Ihnačák
1982–1983 KanadaKanada Danny Cuoto 2001–2002* Schweden Christer Abrahamsson
1983–1985 DeutschlandDeutschland Sepp Sappl 2002–2003* KanadaKanada Paulin Bordeleau
1985–1987 Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Andrew Koelling 2003* Schweden Mats Weiderstal
1988–1991 Finnland Jari Pasanen 2003–2004* Schweden Gunnar Leidborg
1987–1988 DeutschlandDeutschland Ralf Mackensen 2004–2006 KanadaKanada Kevin Gaudet
1991–2000* KanadaKanada Kevin Gaudet 2006–2010 DeutschlandDeutschland Hans Zach
2000* Schweden Curt Lindström 2010–2012 DeutschlandDeutschland Anton Krinner
2000–2001* KanadaKanada Kevin Gaudet seit 2012 Russland-Deutschland Igor Pawlow

* Trainerwechsel während der laufenden Saison

Seit der Gründung des ESC Wedemark im Jahr 1975 trainierten bis heute 20 Trainer aus acht verschiedenen Nationen die Mannschaften des Vereins. Der erste hauptamtliche Übungsleiter der neuen Eishockeymannschaft war zu Beginn der Saison 1977/78, als erstmals eine Mannschaft am regulären Ligenbetrieb teilnahm, der Rumäne Puskas, der das Amt 1978 an Sepp Sappl, den ersten deutschen Trainer des ESC Wedemarks, übergab. Schweden und Deutschland sind heute die Länder, aus denen die meisten Trainer der Hannover Scorpions kamen. Fünf Übungsleiter standen aus diesen Ländern jeweils unter Vertrag bei den Niedersachsen.

Auf die längste Amtszeit in Hannover kann der Kanadier Kevin Gaudet zurückblicken, der zwischen 1991 und 2000 die Mannschaft trainierte und das Team dabei von der Oberliga in die Deutsche Eishockey Liga führte. Gaudet ist zudem gemessen an Titeln der bisher erfolgreichste Trainer der Scorpions, mit denen er im Jahr 1996 die Meisterschaft der damals zweitklassigen „1. Liga“ feiern konnte. Der Kanadier kann zudem auf die meisten Amtszeiten in Hannover zurückblicken, da er sowohl zu Beginn der Saison 2000/01 als auch von 2004 bis 2006 auf die Trainerbank zurückkehrte. In der letzten gemeinsamen Spielzeit erreichte Kevin Gaudet mit den Scorpions schließlich das Play-off-Halbfinale. Ebenfalls erfolgreich verliefen die Engagements von Olle Öst und Hans Zach, in deren Mittelpunkt das Erreichen des Play-off-Halbfinales 2001 beziehungsweise des Pokalfinales 2009 stand.

Hans Zach übernahm das Amt des Trainers zu Beginn der Saison 2005/06 von seinem Vorgänger Kevin Gaudet. Er führte die Mannschaft der Scorpions in der Saison 2008/09 nach einem zweiten Tabellenrang in der Hauptrunde ins Play-off Halbfinale. Dies war die bis dahin erfolgreichste Spielzeit in der Klubgeschichte der Niedersachsen. Der ehemalige Bundestrainer wurde dabei vom ehemaligen Torhüter und Assistenztrainer Christian Künast unterstützt. In der Saison 2009/10 gewann er mit den Scorpions die deutsche Meisterschaft. Mit diesem Erfolg beendete Hans Zach auch seine Karriere als Trainer.

Nach der Ära Hans Zach hatten sich die Niedersachsen für Anton Krinner als neuen Chef an der Bande entschieden. Nachdem die Mannschaft in der Saison 2011/12 die Play-offs nicht erreicht hatte, wurde er am 11. März 2012 entlassen.[11]

Stammverein[Bearbeiten]

ESC Hannover Scorpions (bis 2008)[Bearbeiten]

Nach dem Aufstieg in die höchste deutsche Spielklasse 1996 wurde die Profimannschaft in eine Gesellschaft mit beschränkter Haftung aus dem 1975 gegründeten ESC Wedemark ausgegliedert. Nach der Namensänderung des DEL-Vereins im Jahr 1997 in Hannover Scorpions wurde auch der Stammverein 2006 in ESC Hannover umbenannt und trägt seitdem ebenfalls den Beinamen „Scorpions“. Nach der Umbenennung wollten Mitglieder den Namen Wedemark behalten und gründeten einen eigenständigen Verein EC Wedemark Farmers, welcher heute wieder unter dem Namen Wedemark Scorpions antritt.

Bis 2008 waren die Jugend-, Frauen- und Amateurmannschaften der Scorpions im „ESC Hannover“ organisiert, dessen Jugendmannschaften unter dem Namen YoungScorpions, das Frauenteam als LadyScorpions sowie die Hobbymannschaft als SeniorScorpions aufs Eis gehen. Zudem nimmt in der Saison 2008/09 eine Amateurmannschaft des ESC Hannover unter dem Namen Langenhagen Jets am Spielbetrieb der viertklassigen Regionalliga Nord teil.[12] Ihre Spiele tragen die Mannschaften des ESC Hannover inzwischen in der Eishalle Langenhagen aus.

ESC Wedemark Scorpions (2008–2010)[Bearbeiten]

Hauptartikel: Wedemark Scorpions

Nach Streitigkeiten zwischen der Führung der Hannover Scorpions und der Nachwuchsabteilung des ESC Hannover, gründete sich im April 2008 um den langjähren Besitzer des DEL-Teams, Jochen Haselbacher, sowie Scorpions-Geschäftsführer Marco Stichnoth der neue Stammverein „ESC Wedemark Scorpions“[13], der unter der Leitung des ehemaligen DDR-Nationalspielers Friedhelm Bögelsack ausschließlich für die Jugendarbeit des DEL-Teams verantwortlich war. Zunächst startete die Abteilung nur mit Bambini-, Kleinschüler- und Knabenmannschaften.

Junior Jets SCL (ab 2010 )[Bearbeiten]

Ohne Angabe von Gründen wurde die Nachwuchsarbeit ab Saison 2010/2011 von Scorpions-Geschäftsführer Marco Stichnoth vom ESC Wedemark Scorpions auf die Junior Jets des SC Langenhagen als Nachwuchs Kooperationspartner der Hannover Scorpions übertragen.[14] Dort trainiert der Nachwuchs unter Leitung des ehemaligen Scorpions-Spielers Leonard Soccio.

Sledge-Eishockey[Bearbeiten]

Hauptartikel: Ice Lions Langenhagen

Die Sledge-Eishockeyabteilung der Hannover Scorpions gewann zwischen 2000 und 2007 achtmal in Folge die Meisterschaft der Deutschen Sledge-Eishockey Liga und war damit das erfolgreichste Team der paralympischen Sportart in Deutschland. Gegründet wurde der Bereich als RSG Hannover '94 als erster Sledge-Eishockeyclub des Landes. Im Sommer 2008 siedelte die Sledge-Eishockeyabteilung zum SC Langenhagen um und setzt ihren Spielbetrieb dort als Ice Lions Langenhagen fort.

Spielstätte[Bearbeiten]

Ice House Mellendorf[Bearbeiten]

Der ESC Wedemark sowie alle nachfolgenden Vereine spielten bis 2001 im „Ice House“, dem ehemaligen Eisstadion Mellendorf im gleichnamigen Ortsteil der Gemeinde Wedemark. Das Stadion wurde 1974 als Freilufteisfläche errichtet und 1977 erstmals mit einem Dach und Zuschauertribünen ausgestattet, sodass die Zuschauerkapazität auf 1.200 gesteigert werden konnte. Nach der letzten Renovierung im Jahr 1995 bietet die Arena 3.800 Zuschauern Platz[15] und wird vom DEL-Team der Hannover Scorpions inzwischen für Trainingseinheiten genutzt. Die Mannschaften der 2008 gegründeten ESC Wedemark Scorpions tragen hingegen wieder ihre Heimspiele im Ice House aus.

TUI Arena[Bearbeiten]

Luftansicht der TUI Arena auf dem Expo-Gelände
Innenraum der TUI Arena

Hauptartikel: TUI Arena

Zur Spielzeit 2001/02 zogen die Hannover Scorpions in die auf dem Gelände der EXPO 2000 neu errichtete Preussag Arena um. Mit Umbenennung des Namensgebers Preussag in TUI AG verlängerte das Unternehmen den Vertrag für die Namensrechte und das Stadion wurde 2005 zur TUI Arena. Sie bietet bei Eishockeyspielen 10.767 Zuschauern Platz und verspricht darüber hinaus besseren Komfort als die vorherige Spielstätte. Zudem ermöglichte der Standort mehr Zuschauereinnahmen für den Verein. Nachdem das Team in die neue Arena umgezogen war, verdoppelte sich der Zuschauerschnitt auf 5.051. In den darauffolgenden beiden Jahren sank dieser Schnitt zwar, konnte allerdings 2006 sowie 2007 auf einen Rekordschnitt gesteigert werden, als durchschnittlich 6.186 Fans zu den Heimspielen der Hannover Scorpions kamen. Nach einem weiteren Einbruch und einer Erholung des Zuschauerschnitts sank er in den letzten vier Jahren kontinuierlich von 5.527 auf 3.114 Zuschauer im Jahr 2013, in dem sie den Nutzungsvertrag nicht mehr verlängerten.

Zuschauerstatistik der letzten Jahre
Saison Heimspiele1 Zuschauer pro Spiel
2013/14 21   (16 / 5) 1.508   
2012/13 26   (26 / -) 3.114   
2011/12 26   (26 / -) 3.847   
2010/11 28   (26 / 2) 4.353   
2009/10 35   (28 / 7) 5.074   
2008/09 32   (26 / 6) 5.527   
2007/08 30   (28 / 2) 4.746   
2006/07 29   (26 / 3) 6.186   
2005/06 29   (26 / 3) 6.186   
2004/05 26   (26 / -) 4.711   
2003/04 29   (26 / 3) 3.506   

1Die in den Klammern angegebenen Zahlen, stehen für die Heimspiele während der Saison und der Play-Offs.

Vereinskultur[Bearbeiten]

Fans und Rivalitäten[Bearbeiten]

Aktuell existieren sechzehn offizielle Fanclubs der Hannover Scorpions[16], die zum größten Teil im Großraum Hannover angesiedelt sind.

Seit den Gründungsjahren des Vereins existiert eine Rivalität zwischen den Fans der Scorpions und den Anhängern des im Eisstadion am Pferdeturm spielenden EC Hannover, den heutigen Hannover Indians.[2] Mit der Änderung des sportlichen Kräfteverhältnis durch den Abstieg des EC in Hannover aus der DEL und dem gleichzeitigen Aufstieg der Wedemark Scorpions in die höchste deutsche Eishockeyklasse 1996 sowie dem Umzug der Scorpions nach Hannover wurde diese Rivalität verstärkt, da sich die Anhänger der Indians bis heute als wahrer „Hannoverscher Eishockeyclub“ betrachten und in den Scorpions eine starke Kommerzialisierung und einen Identitätsverlust für die Sportart in Hannover sehen. Dies führt dazu, dass alljährliche Vorbereitungsspiele im Vorfeld der Saison trotz des zwischenzeitlichen Klassenunterschieds von drei Ligen von beiden Seiten stark emotional geprägt sind.[17]

In der Saison 2009/10 schlugen die Hannover Scorpions ein neues Kapitel sportlicher Zusammenarbeit mit den Hannover Indians auf, als der damalige Scorpions-Backup Youri Ziffzer mit einer Förderlizenz für die Hannover Indians ausgestattet wurde. In der Folgesaison 2010/11 revanchierten sich die Hannover Indians, als die verletzungsbedingt ohne Torwart dastehenden Hannover Scorpions den Indians-Goalie Jonas Langmann ebenfalls mit einer Förderlizenz ausstatten durften.[18] Daraus folgend ist eine vorsichtige Annäherung auch unter den Fans zu beobachten.

Aufgrund der regionalen Nähe werden die Spiele der Scorpions gegen die Grizzly Adams Wolfsburg und die Hamburg Freezers von den Medien oftmals als Niedersachsen-[19] oder Nord-Derby[20] bezeichnet, jedoch besitzen diese Partien in Hannover keinen ähnlich hohen Stellenwert wie der Stadtpokal.

Partnerschaften[Bearbeiten]

Seit der Spielzeit 2004/05 existiert eine Zusammenarbeit mit dem REV Bremerhaven aus der 2. Bundesliga. Nach den Regeln des Deutschen Eishockey Bunds dürfen Mannschaften der DEL eine Förderlizenz an Spieler unter 25 Jahren geben, wodurch diese für einen weiteren Verein in einer tiefklassigeren Liga spielberechtigt sind.[21] Ein Großteil der mit einer solchen Förderlizenz ausgestatteten Nachwuchsspieler wurden seitdem nach Bremerhaven geschickt, um langsam an die höchste deutsche Eishockeyklasse herangeführt zu werden, während sie selbst den Zweitligisten spielerisch verstärken.

Zudem kooperieren die Hannover Scorpions mit Schulen aus der Region, die im Rahmen einer „Fanschule“ die TUI Arena besuchen können, wobei der Aufenthalt der Schulklassen mit lernorientierten Inhalten verbunden wird. Zudem besuchen Profispieler der Scorpions die Schulen, denen sie als Fanschul-Pate zugeordnet sind.[22] Des Weiteren fungieren die Spieler als Paten von Städten und Gemeinden der Region, die sie zu besonderen Anlässen besuchen und denen sie damit eine Präsentationsplattform bieten.[23]

Wappen[Bearbeiten]

Das Logo des Vereins wurde seit 1996 mehrfach geändert. Nach dem Aufstieg in die Deutsche Eishockey Liga und der damit verbundenen Ausgliederung der Profimannschaft in eine GmbH erhielt diese ein neues Wappen, welches statt den traditionellen Vereinsfarben blau und gelb die neue Farbkombination rot und schwarz und zudem das neue Wappentier, den Skorpion, verwendete. Nach dem Namensänderung 1997 wurde zunächst der Schriftzug „Wedemark“ unter dem Wappentier durch „Hannover“ ersetzt. Anschließend wurde die Schriftart geändert, da man sich im Streit um Lizenzen mit der Band Scorpions befand, deren Schriftart zuvor verwendet wurde. Das neue Wappen für die Saison 2004/05 sollte aggressiver wirken, woraufhin dem Skorpion ein böser wirkenderer Blick aufgesetzt und erneut die Schriftart geändert wurde. Außerdem wurde der Buchstabe „H“, seit dieser Zeit zugleich das Alternativlogo der Hannover Scorpions, welches die neue Heimat der Scorpions klarer ins Bewusstsein rücken soll, auf vielen Fanartikeln in bestimmender Weise eingesetzt.

Maskottchen[Bearbeiten]

Das Maskottchen „Scorpi“ ist das dem Wappentier angepasste Maskottchen der Hannover Scorpions. Vor und nach den Spielen der Mannschaft sowie während der Drittelpausen betritt es in Form eines Schlittschuhläufers im Skorpions-Plüschkostüm die Eisfläche, der versucht, mit diversen Animationsaktionen die Stimmung in der Halle zu steigern. Zudem ist das Maskottchen regelmäßiger Bestandteil sonstiger Veranstaltung der Hannover Scorpions sowie des Vereinsmarketings.[24]

Torhymne[Bearbeiten]

Die aktuelle Torhymne ist das Lied Rama Lama Ding Dong.

Quellen und Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. http://www.hannover-indians.de/indians/news-archiv/173-wichtige-info-zum-spiel-gegen-langehagen
  2. a b c d h-scorpions.de Vereinshistorie auf der offiziellen Homepage
  3. NDR online, Club mit bewegter Vergangenheit
  4. hockeydb.com, Kader 1997/98
  5. Eishockey Magazin, DEG findet nach 91:44 Minuten das Tor zum Play-off Viertelfinale
  6. hannoverscorpions.de, Thomas Greiss im Anflug auf Hannover, Zugriff am 12. Januar 2013
  7. Presse-Erklärung der Hannover Scorpions Eishockey Betriebs GmbH
  8. Jens Heitmann: Messe investiert 60 Millionen Euro. Hannoversche Allgemeine Zeitung (online), 29. Juni 2013, abgerufen am 6. September 2013.
  9. Björn Franz: Hannover Scorpions denken über Rückzug aus DEL nach. Hannoversche Allgemeine Zeitung (online), 6. Mai 2013, abgerufen am 6. September 2013.
  10. Sonderausgabe der Eishockey News zur DEL-Saison 2012/13
  11. Unklarheit in Hannover. Eishockey-Klub entlässt Trainer. Sueddeutsche.de, 12. März 2012, abgerufen am 13. März 2012: „Trainer Toni Krinner wurde nach dem sportlich wertlosen 5:0 gegen Wolfsburg am Sonntag entlassen“
  12. youngscorpions.de, Teamübersicht auf der offiziellen Homepage des ESC Hannover Scorpions
  13. stadtmagazinlangenhagen.de, Wer ist der Stammverein der Scorpions?, Zugriff am 30. September 2012
  14. Hannover Scorpions Nachwuchs
  15. hockeyarenas.net, Profil des Ice House Mellendorf
  16. h-scorpions.de, Übersicht Fanclubs
  17. hockeyweb.de, Fünf Jahre nach dem Machtwechsel: Quo vadis, Hannoversches Eishockey?
  18. Hannoversche Allgemeine Zeitung Online, Hannover Scorpions setzen weiter auf Langmann und Steinhauer, Zugriff am 30. September 2012
  19. eishockey.info, Derby nach Verlängerung verloren: Grizzly Adams holen Punkt in Hannover
  20. Hamburger Abendblatt Online, Derby mit Play-off-Charakter: Hamburg Freezers – Hannover Scorpions 4:2
  21. DEB Passstelle, DEL-Förderlizenzen
  22. h-scorpions.de Hannover Scorpions Fanschulen
  23. h-scorpions.de, Partnerstädte & Gemeinden
  24. h-scorpions.de, Scorpi – unser Maskottchen

Weblinks[Bearbeiten]

Dies ist ein als lesenswert ausgezeichneter Artikel.
Dieser Artikel wurde am 17. Februar 2009 in dieser Version in die Liste der lesenswerten Artikel aufgenommen.