Elisabeth Görgl
| Elisabeth Görgl |
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Elisabeth Görgl im November 2011 |
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| Nation | |||||||||||||||||||||||||||||
| Geburtstag | 20. Februar 1981 | ||||||||||||||||||||||||||||
| Geburtsort | Bruck an der Mur | ||||||||||||||||||||||||||||
| Größe | 166 cm | ||||||||||||||||||||||||||||
| Gewicht | 68 kg | ||||||||||||||||||||||||||||
| Karriere | |||||||||||||||||||||||||||||
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| Disziplin | Abfahrt, Super-G, Riesenslalom, Slalom, Kombination |
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| Verein | Kapfenberger Sportvereinigung | ||||||||||||||||||||||||||||
| Status | aktiv | ||||||||||||||||||||||||||||
| Medaillenspiegel | |||||||||||||||||||||||||||||
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| Platzierungen im alpinen Skiweltcup | |||||||||||||||||||||||||||||
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| letzte Änderung: 14. Februar 2013 | |||||||||||||||||||||||||||||
Elisabeth „Lizz“ Görgl (* 20. Februar 1981 in Bruck an der Mur) ist eine österreichische Skirennläuferin. Als Allrounderin konnte sie Podestplätze in allen Weltcup-Disziplinen feiern. Sie ist die Tochter von Traudl Hecher und die jüngere Schwester von Stephan Görgl. Ihr bisher größter Erfolg ist der Doppel-Weltmeistertitel 2011 im Super-G und in der Abfahrt.
Inhaltsverzeichnis |
Biografie [Bearbeiten]
Görgl wuchs in Parschlug auf und absolvierte das Skigymnasium in Stams. 1994 gewann sie den Slalom und den Riesenslalom des Whistler Cups und 1994 sowie 1996 den Slalom beim Trofeo Topolino. Ab November 1996 nahm sie an FIS-Rennen teil, doch bereits einen Monat später erlitt sie einen Kreuzbandriss. Nachdem sie zu Beginn des Winters 1997/98 wieder einige Rennen bestreiten konnte, folgte im Jänner 1998 ein zweiter Kreuzbandriss, der abermals zu einer vorzeitigen Beendigung der Saison führte.[1] Nachdem Görgl im Dezember 1998 erstmals ein FIS-Rennen gewonnen hatte, kam sie ab Jänner 1999 im Europacup zum Einsatz. Bei der Juniorenweltmeisterschaft 1999 in Pra Loup gewann sie die Bronzemedaille im Slalom.
Am 15. März 2000 gab Görgl im Slalom von Sestriere ihr Debüt im Weltcup, blieb aber ohne zählbares Ergebnis. Im Winter 2000/01 gelangen ihr drei Podestplätze in Europacuprennen, doch ein dritter Kreuzbandriss im Februar 2001 warf sie erneut zurück.[1] Nach mehrmonatiger Pause etablierte sie sich im Winter 2001/02 wieder in den vorderen Rängen des Europacups. Mit neun Siegen in vier verschiedenen Disziplinen entschied Görgl in der Saison 2002/03 die Gesamtwertung des Europacups deutlich für sich, ebenso die Slalom- und die Riesenslalomwertung. Die ersten Weltcuppunkte holte sie am 12. Dezember 2002 als 13. des Slaloms von Val-d’Isère. Drei Wochen später, am 5. Jänner 2003, gelang ihr mit dem zweiten Platz im Slalom von Bormio die erste Podestplatzierung in einem Weltcuprennen. Dies brachte ihr die Qualifikation für die Alpinen Weltmeisterschaft 2003, wo sie allerdings ausschied.
In der Weltcupsaison 2003/04 erzielte Görgl vier weitere Podestplätze, zweimal Zweite im Slalom und zweimal Dritte im Riesenslalom. Um sie zu einer Allrounderin weiterzuentwickeln, setzten ihre Trainer sie vermehrt auch in Abfahrten und Super-G-Rennen ein. Diese Strategie fing sich an auszuzahlen, als sie im Jänner 2005 erstmals eine Top-10-Platzierung in einem Super-G erzielte. Während sie im Riesenslalom ihr Niveau mit einem weiteren Podestplatz halten konnte, brachte die Diversifizierung eine Verschlechterung der Leistungen im Slalom mit sich. In der Saison 2005/06 klassierte sich Görgl in zwei Abfahrten und einem Riesenslalom jeweils als Dritte. Eher enttäuschend verliefen die Olympischen Winterspiele 2006 mit dem Ausfall in der Abfahrt.
Zwar fuhr Görgl in der Weltcupsaison 2006/07 eine weitere Podestplatzierung heraus, ansonsten war sie überwiegend im Mittelfeld klassiert. Bei der Weltmeisterschaft 2007 kam sie nicht über den 18. Platz in der Abfahrt hinaus. Eine deutliche Leistungssteigerung gelang Görgl hingegen in der Saison 2007/08, mit Siegen in den Riesenslaloms von Maribor am 12. Jänner 2008 und von Bormio am 15. März 2008. Hinzu kamen fünf weitere Podestplätze. In den Disziplinenwertungen von Super-G und Riesenslalom belegte sie jeweils den zweiten Platz, im Gesamtweltcup den vierten Platz.
Mit drei Podestplätzen konnte Görgl in der Weltcupsaison 2008/09 zunächst nur im Riesenslalom das Niveau des Vorwinters halten. Bei der Weltmeisterschaft 2009 gewann sie dann eher unerwartet die Bronzemedaille in der Super-Kombination, eine weitere Medaille in der Abfahrt verpasste sie knapp. Am 6. Dezember 2009 siegte Görgl in Lake Louise erstmals in einem Weltcup-Super-G, zwei weitere Podestplätze kamen im Verlaufe der Saison 2009/10 hinzu. Bei den Olympischen Winterspielen 2010 in Vancouver gewann sie zweimal Bronze, in der Abfahrt und im Riesenslalom - 50 Jahre nach ihrer Mutter Traudl Hecher, die 1960 als 16-jährige die erste ihrer beiden olympischen Abfahrts-Bronzemedaillen gewonnen hat.
Zu Beginn der Saison 2010/11 erzielte Görgl im Weltcup drei Podestplatzierungen und gehörte somit zum erweiterten Favoritenkreis für die Weltmeisterschaft 2011 in Garmisch-Partenkirchen. Nachdem sie dort bei der Eröffnungsfeier das offizielle WM-Lied You’re the hero gesungen hatte, gewann sie am darauf folgenden Tag die Goldmedaille im Super-G.[2] In der Super-Kombination belegte sie nach Bestzeit in der Abfahrt den 5. Gesamtrang. Weiters gewann sie die Spezialabfahrt mit fast einer halben Sekunde Vorsprung vor Lindsey Vonn und Maria Riesch, den beiden Dominatorinnen der vorangegangenen 15 Abfahrten.[3][4] Damit holte Görgl ihre zweite Goldmedaille innerhalb von nur wenigen Tagen. Im Riesenslalom belegte sie nach der drittbesten Laufzeit im ersten Durchgang schließlich den 10. Platz. Nach der Weltmeisterschaft fuhr sie im Weltcup noch dreimal auf den dritten Podestplatz und kämpfte im Weltcup-Finale mit der slowenischen Riesentorlauf-Weltmeisterin Tina Maze und der US-amerikanischen Super-G-Vizeweltmeisterin Julia Mancuso um den dritten Platz in der Weltcup-Gesamtwertung –- weit abgeschlagen hinter den beiden überlegen führenden Spitzenreiterinnen Riesch und Vonn. Diesen Dreikampf um Platz drei entschied Tina Maze durch ihren Sieg im abschließenden Slalom deutlich für sich, Görgl wurde Vierte und Mancuso Fünfte.
Am 7. Jänner 2012 gewann Görgl in Bad Kleinkirchheim ihre erste Weltcupabfahrt. Mit zwei weiteren Podestplätzen in dieser Disziplin wurde sie am Ende der Saison 2011/2012 Dritte im Abfahrtsweltcup.
Erfolge [Bearbeiten]
Olympische Spiele [Bearbeiten]
- Vancouver 2010: 3. Abfahrt, 3. Riesenslalom, 5. Super-G, 7. Slalom, 18. Super-Kombination
Weltmeisterschaften [Bearbeiten]
- Santa Caterina 2005: 7. Riesenslalom, 8. Kombination
- Åre 2007: 18. Abfahrt
- Val-d’Isère 2009: 3. Super-Kombination, 4. Abfahrt, 6. Super-G, 10. Riesenslalom, 31. Slalom
- Garmisch-Partenkirchen 2011: 1. Abfahrt, 1. Super-G, 5. Super-Kombination, 11. Riesenslalom
- Schladming 2013: 6. Super-Kombination, 10. Abfahrt, 11. Super-G, 23. Riesenslalom
Juniorenweltmeisterschaften [Bearbeiten]
- Pra Loup 1999: 3. Slalom, 8. Riesenslalom
- Québec 2000: 8. Abfahrt
Weltcupwertungen [Bearbeiten]
- Saison 2003/04: 4. Riesenslalomweltcup, 5. Slalomweltcup
- Saison 2007/08: 4. Gesamtweltcup, 2. Super-G-Weltcup, 2. Riesenslalomweltcup
- Saison 2008/09: 4. Riesenslalomweltcup, 5. Kombinationsweltcup
- Saison 2009/10: 6. Gesamtweltcup, 2. Super-G-Weltcup, 4. Kombinationsweltcup
- Saison 2010/11: 4. Gesamtweltcup, 4. Abfahrtsweltcup, 4. Riesenslalomweltcup, 4. Kombinationsweltcup, 9. Super-G-Weltcup
- Saison 2011/12: 3. Abfahrtsweltcup, 10. Kombinationsweltcup
Weltcupsiege [Bearbeiten]
- 35 Podestplätze, davon 4 Siege:
| Datum | Ort | Land | Disziplin |
|---|---|---|---|
| 12. Jänner 2008 | Maribor | Slowenien | Riesenslalom |
| 15. März 2008 | Bormio | Italien | Riesenslalom |
| 6. Dezember 2009 | Lake Louise | Kanada | Super-G |
| 7. Jänner 2012 | Bad Kleinkirchheim | Österreich | Abfahrt |
Europacup [Bearbeiten]
- Saison 2002/03: 1. Gesamtwertung, 1. Riesenslalomwertung, 1. Slalomwertung
- 19 Podestplätze, davon 9 Siege:
| Datum | Ort | Land | Disziplin |
|---|---|---|---|
| 25. November 2002 | Åre | Schweden | Slalom |
| 26. November 2002 | Åre | Schweden | Slalom |
| 23. Jänner 2003 | Abetone | Italien | Riesenslalom |
| 3. Februar 2003 | Pas de la Casa | Andorra | Slalom |
| 6. Februar 2003 | La Molina | Spanien | Riesenslalom |
| 24. Februar 2003 | Innerkrems | Österreich | Abfahrt |
| 26. Februar 2003 | Innerkrems | Österreich | Super-G |
| 10. März 2003 | Piancavallo | Italien | Riesenslalom |
| 11. März 2003 | Piancavallo | Italien | Slalom |
Weitere Erfolge [Bearbeiten]
- 5-fache Österreichische Staatsmeisterin (Slalom 2004 und 2005, Kombination 2005, Super-G 2006 und 2010)
- Militär- und Polizeiweltmeisterin im Riesenslalom 2004
- 1 Sieg im Nor-Am Cup (1x Slalom)
- 7 Siege in FIS-Rennen (4x Slalom, 2x Super-G, 1x Riesenslalom)
Auszeichnungen (Auszug) [Bearbeiten]
- 2009: Goldenes Verdienstzeichen der Republik Österreich
- 2011: Sportlerin des Jahres
- 2012: Prix Monique-Berlioux der französischen Sportakademie (Académie française des sports) in Paris für die herausragendste Leistung einer Sportlerin im vergangenen Jahr[5]
Weblinks [Bearbeiten]
- Website von Elisabeth Görgl
- Statistik auf der FIS-Website (englisch)
- Elisabeth Görgl bei Ski-db (englisch)
- Elisabeth Görgl auf Sports-Reference.com (englisch)
Einzelnachweise [Bearbeiten]
- ↑ a b Portrait Elisabeth Görgl. skiinfo.de, 8. Februar 2011, abgerufen am 8. Februar 2011.
- ↑ Görgl ist der "Hero" - Riesch startet mit Bronze. Kicker, 8. Februar 2011, abgerufen am 8. Februar 2011.
- ↑ Goergl stuns Vonn and Riesch again. Reuters, 13. Februar 2011, abgerufen am 13. Februar 2011.
- ↑ Kein Neid beim entthronten Speed-Duo. ORF.at, 14. Februar 2011, abgerufen am 14. Februar 2011.
- ↑ Görgl von französischer Sportakademie geehrt. sport.orf.at, 2. April 2012, abgerufen am 3. April 2012.
1931: Esmé MacKinnon | 1932: Paula Wiesinger | 1933: Inge Wersin-Lantschner | 1934: Anny Rüegg | 1935: Christl Cranz | 1936: Evelyn Pinching | 1937: Christl Cranz | 1938: Lisa Resch | 1939: Christl Cranz | 1948: Hedy Schlunegger | 1950: Trude Jochum-Beiser | 1952: Trude Jochum-Beiser | 1954: Ida Schöpfer | 1956: Madeleine Berthod | 1958: Lucille Wheeler | 1960: Heidi Biebl | 1962: Christl Haas | 1964: Christl Haas | 1966: Marielle Goitschel | 1968: Olga Pall | 1970: Annerösli Zryd | 1972: Marie-Theres Nadig | 1974: Annemarie Moser-Pröll | 1976: Rosi Mittermaier | 1978: Annemarie Moser-Pröll | 1980: Annemarie Moser-Pröll | 1982: Gerry Sorensen | 1985: Michela Figini | 1987: Maria Walliser | 1989: Maria Walliser | 1991: Petra Kronberger | 1993: Kate Pace | 1996: Picabo Street | 1997: Hilary Lindh | 1999: Renate Götschl | 2001: Michaela Dorfmeister | 2003: Mélanie Turgeon | 2005: Janica Kostelić | 2007: Anja Pärson | 2009: Lindsey Vonn | 2011: Elisabeth Görgl | 2013: Marion Rolland
1987: Maria Walliser | 1989: Ulrike Maier | 1991: Ulrike Maier | 1993: Katja Seizinger | 1996: Isolde Kostner | 1997: Isolde Kostner | 1999: Alexandra Meissnitzer | 2001: Régine Cavagnoud | 2003: Michaela Dorfmeister | 2005: Anja Pärson | 2007: Anja Pärson | 2009: Lindsey Vonn | 2011: Elisabeth Görgl | 2013: Tina Maze
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Görgl, Elisabeth |
| ALTERNATIVNAMEN | Görgl, Lizz |
| KURZBESCHREIBUNG | österreichische Skirennläuferin |
| GEBURTSDATUM | 20. Februar 1981 |
| GEBURTSORT | Bruck an der Mur, Österreich |