FK Pirmasens

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
FK Pirmasens
Vereinswappen des FK Pirmasens
Voller Name Fußballklub 03 Pirmasens e.V.
Ort Pirmasens, Rheinland-Pfalz
Gegründet 10. Juni 1903
Vereinsfarben Blau-Weiß
Stadion Sportpark Husterhöhe
Plätze 10.000
Vorstand Andreas Ring
Karsten Volberg
Manfred Hoffmann
Trainer Peter Tretter
Homepage www.fk-pirmasens.com
Liga Regionalliga Südwest
2013/14 1. Platz (Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar)
Heim
Auswärts

Der FK 03 Pirmasens ist ein Fußballverein aus der Pfalz. Der Verein – die Fans nennen ihn „die Klub“ – wurde am 10. Juni 1903 gegründet. 1905 spaltete sich der SK 1905 Pirmasens ab, der sich am 19. Februar 1919 vorübergehend nochmals anschloss, sich noch im selben Jahr aber endgültig abtrennte und heute als SG 05 Pirmasens existiert.

Der FKP spielte ab 1912 im Städtischen Stadion an der Zweibrücker Straße. Nach dem Abriss des Stadions im Jahr 2003 wich der FKP bis zur Fertigstellung des neuen Sportpark Husterhöhe ins Stadion in der Spesbach, die Heimstätte des PSV Pirmasens, aus.

Geschichte[Bearbeiten]

Vereinsgründung und Vorkriegszeit (1903–1945)[Bearbeiten]

Die Idee, in Pirmasens einen Fußballverein zu gründen, hatte Hugo Deil. Die Stadt konnte im Jahr 1900 zwar schon 17 Turn- und Sportvereine aufweisen, jedoch keinen einzigen Fußballverein. Deil schlug also zusammen mit Heinrich Stapf dem TV 1863 Pirmasens vor, eine Fußballabteilung zu gründen. Da dieser Vorschlag auf Ablehnung stieß, beschlossen die beiden, per Zeitungsannonce Interessierte für einen Fußballverein am 5. Juni 1903 in die Gaststätte Germania einzuladen. Mehr als 20 Männer folgten dem Aufruf. Die offizielle Vereinsgründung erfolgte schließlich am 10. Juni 1903.

Im südwestdeutschen Fußball entwickelte sich der FK Pirmasens nach dem Ersten Weltkrieg zu einem großen Namen. Von 1930 bis 1933 wurden die Blau-Weißen vier Mal in Folge Meister der Bezirksliga Saar und waren damit in der süddeutschen Meisterschafts-Endrunde vertreten. Anschließend wurde die Mannschaft von 1934 bis 1936 drei Mal hintereinander Vizemeister der Gauliga Südwest und verpassten den Einzug in die Endrunde um die Deutsche Meisterschaft jeweils nur knapp. Im März 1942 zog sich der FKP nach einer 0:26-Niederlage beim 1. FC Kaiserslautern (Fritz Walter war 13-facher Torschütze), bei der die Mannschaft kriegsbedingt auf etliche Spieler verzichten musste, vom Spielbetrieb zurück.

Saisonbilanzen 1945–1963
Saison Platz Tore Punkte
1945/46 6. Platz 34:44 13:23
1946/47 1. Platz 23:5
1947/48 6. Platz 56:54 27:25
1948/49 4. Platz 58:41 33:15
1949/50 4. Platz 68:36 45:15
1950/51 3. Platz 68:39 37:15
1951/52 5. Platz 80:51 34:26
1952/53 7. Platz 64:56 30:30
1953/54 2. Platz 73:30 51:9
1954/55 5. Platz 70:45 39:21
1955/56 4. Platz 65:42 37:23
1956/57 8. Platz 57:58 30:30
1957/58 1. Platz 63:32 42:18
1958/59 1. Platz 95:32 52:8
1959/60 1. Platz 92:43 44:16
1960/61 3. Platz 79:32 41:19
1961/62 2. Platz 104:33 45:15
1962/63 3. Platz 82:39 41:19
grau unterlegt: Oberliga
gelb unterlegt: Landesliga

Oberliga mit einjährigem Intermezzo in der Zweitklassigkeit (1945–1963)[Bearbeiten]

Nach dem Zweiten Weltkrieg spielten die Pirmasenser in der Saison 1945/46 in der Oberliga Südwest, in der Saison 1946/47 dann in der Landesliga Westpfalz und ab der Saison 1947/48 bis zur Auflösung 1963 wieder in der Oberliga Südwest. In der Ewigen Tabelle der Oberliga Südwest belegt der Verein den zweiten Platz hinter dem 1. FC Kaiserslautern. 1954 wurden die Pirmasenser mit 51:9 Punkten Vizemeister der Oberliga mit nur einem Punkt Rückstand auf den 1. FC Kaiserslautern, der damals in seinem Kader mehrere Spieler hatte, die noch im selben Jahr Weltmeister werden sollten. Mit Torwart Heinz Kubsch, der beim WM-Turnier allerdings ohne Einsatz blieb, stellte der FKP ebenfalls einen Weltmeister.

1958 erlangte der FK Pirmasens die Südwest-Meisterschaft, bei der der Rivale aus Kaiserslautern mit einem Zähler Rückstand diesmal den Kürzeren zog. In der Gruppe eins der Endrunde zur Deutschen Meisterschaft traf man auf den 1. FC Nürnberg, den 1. FC Köln und den Hamburger SV. Nach zwei Unentschieden gegen Köln und Nürnberg unterlag man dem HSV im letzten Gruppenspiel, der daraufhin als ungeschlagener Gruppenerster ins Finale einzog.

Ein Jahr später wurde „die Klub“ mit 52:8 Punkten erneut Südwest-Meister. In der Gruppenphase der Meisterschaftsrunde, bei der es erstmals Hin- und Rückspiele gab, waren die Gegner diesmal der 1. FC Köln, Eintracht Frankfurt und Werder Bremen. Mit einem 4:0-Sieg über Köln gelang den Pfälzern zunächst ein guter Start, danach folgte eine 2:3-Niederlage gegen Frankfurt. Nach einem 4:1 gegen Bremen gingen alle Rückrundenspiele verloren, so dass die Frankfurter ungeschlagen ins Finale kamen.

1960 war, wie bereits ein Jahr zuvor, Borussia Neunkirchen der härteste Konkurrent im Meisterschaftskampf, in dem die Pirmasenser mit 44:16 Punkten – zum dritten Mal hintereinander – erneut die Oberhand behielten. In der Endrunde konnten die Pfälzer jedoch noch weniger mithalten als die beiden Jahre davor. Ein 1:1-Unentschieden daheim gegen den 1. FC Köln sollte der einzige Punktgewinn bleiben, der sich zusätzlich gegen Werder Bremen und Tasmania 1900 Berlin behaupten konnte; Pirmasens hingegen landete abgeschlagen auf dem letzten Platz.

Im Zuge der 1963 eingeführten Bundesliga entschied eine sogenannte Zwölfjahreswertung über die teilnehmenden Mannschaften. Aus der Oberliga Südwest qualifizierten sich der 1. FC Kaiserslautern und der 1. FC Saarbrücken. Die Entscheidung für Saarbrücken hatte einen faden Beigeschmack, da der im DFB-Präsidium vertretene Hermann Neuberger seinen Heimatverein in der neue Spielklasse sehen wollte.

Regionalliga Südwest (1963–1974)[Bearbeiten]

Saisonbilanzen 1963–1974
Saison Platz Tore Punkte
1963/64 2. Platz 128:49 59:17
1964/65 7. Platz 76:44 41:27
1965/66 1. Platz 62:31 41:19
1966/67 6. Platz 60:31 36:24
1967/68 3. Platz 57:31 41:19
1968/69 4. Platz 65:36 40:20
1969/70 2. Platz 68:36 44:16
1970/71 2. Platz 69:29 44:16
1971/72 6. Platz 56:49 32:28
1972/73 3. Platz 73:40 41:19
1973/74 8. Platz 63:47 32:28

Auch in der 1963 als Unterbau der Bundesliga eingeführten Regionalliga Südwest, blieb der FKP erfolgreich. In allen elf Spielzeiten landete der Verein immer in der oberen Tabellenhälfte, er führt daher auch deren Ewige Tabelle an. Bereits in der ersten Regionalliga-Saison spielte der Klub um den Aufstieg in die Bundesliga mit. Mit Ausnahme des zweiten Spieltages wurde durchweg mindestens Tabellenplatz zwei belegt. Mit einem 5:1-Auswärtssieg gegen den 1. FSV Mainz 05 am letzten Spieltag sicherte sich der Verein die Vizemeisterschaft der Regionalliga Südwest, die zur Aufstiegsrunde zur Bundesliga berechtigte. In dieser traf er in Gruppe zwei auf Hannover 96, KSV Hessen Kassel und Alemannia Aachen. Einem 3:0-Sieg über Aachen folgte eine 0:2-Niederlage gegen Hannover. Zwar konnte das dritte Spiel gegen Kassel auswärts mit einem 4:1-Sieg abgeschlossen werden, jedoch verlor „die Klub“ alle Rückrundenspiele und landete so auf dem letzten Tabellenplatz.

Nach dem siebten Platz in der folgenden Saison wurde die Spielzeit 65/66 mit Platz eins beendet. Diesmal traf Pirmasens in der Aufstiegsrunde auf Fortuna Düsseldorf, Hertha BSC und die Kickers Offenbach. Diese entwickelte sich zu einem Zweikampf zwischen den Pfälzern und Düsseldorf. Nachdem die Vorrunde ohne Niederlage abgeschlossen worden war, übernahm der Verein am vierten Spieltag mit einem 2:0 gegen Offenbach die Tabellenführung. Das folgende direkte Duell gegen Fortuna sollte die einzige Niederlage bleiben; nun waren jedoch beide Mannschaften punktgleich, wobei Düsseldorf das bessere Torverhältnis hatte. Am letzten Spieltag kam es also zum Fernduell der beiden Aufstiegsaspiranten. Während Pirmasens lediglich ein 2:1-Heimsieg gegen Hertha gelang, sicherten sich die Rheinländer mit einem 5:1-Kantersieg über Offenbach den Aufstieg in die Bundesliga.

In den folgenden Jahren gelang es dem von Weltmeister Fritz Walter trainierten Dorfverein SV Alsenborn zunehmend, den Pirmasensern die Position als zweiterfolgreichster Pfälzer Fußballverein nach dem 1. FC Kaiserslautern streitig zu machen. Nachdem „die Klub“ den Anschluss an die Spitze für einige Jahre verloren hatte, landete sie 1970 auf Platz zwei hinter den Alsenbornern. In der Relegation zur Bundesliga hingegen blieb der FK chancenlos. Mit nur einem Sieg gegen Hertha Zehlendorf wurde der letzte Platz belegt. Ein Jahr später konnten die Pfälzer ihre dritte Vizemeisterschaft in der Regionalliga Südwest feiern. Die Gruppe 1 der Aufstiegsrunde zur Bundesliga wurde komplett vom VfL Bochum dominiert, der im Auswärtsspiel gegen Pirmasens die einzige Niederlage einstecken musste und somit souverän in die höchste Spielklasse aufstieg.

2. Bundesliga Süd (1974–1978)[Bearbeiten]

Saisonbilanzen 1974–1978
Saison Platz Tore Punkte
1974/75 2. Platz 75:62 48:28
1975/76 14. Platz 66:78 33:43
1976/77 18. Platz 43:85 19:57
1977/78 20. Platz 25:120 6:70

1974 war der FKP aufgrund der durchweg guten Platzierungen in der Regionalliga Gründungsmitglied der zunächst zweigleisigen 2. Bundesliga. Im ersten Spiel der neu geschaffenen Spielklasse traf der Verein auswärts auf die SpVgg Fürth. Nach 37 Spielminuten ging „die Klub“ durch ein Tor von Georg Beichle in Führung, die Gastgeber konnten jedoch in der zweiten Hälfte den Ausgleichstreffer erzielen. Anschließend gelangen in den drei Partien Siege gegen die SpVgg Bayreuth, Wormatia Worms und den FC 08 Homburg, so dass ab dem zweiten Spieltag stets mindestens Platz sechs belegt wurde und die Pirmasenser um den Aufstieg mitspielten. Am letzten Spieltag kam es zum Fernduell mit dem FC Bayern Hof, dem 1. FC Schweinfurt 05 und dem TSV 1860 München, die alle um den zweiten Tabellenplatz kämpften. Schützenhilfe erhielt Pirmasens vom SV Darmstadt 98, der in Hof gewann; letztere wären bei einem Sieg für den Relegationsplatz qualifiziert gewesen. Durch ein 5:3 gegen Borussia Neunkirchen wurden die Resultate der Spiele von Schweinfurt und der „Münchener Löwen“ bedeutungslos, da die Pfälzer auf Rang zwei landeten. Gegenüber den punktgleichen Schweinfurtern war die bessere Tordifferenz ausschlaggebend.

In der Relegation um den dritten Aufstiegsplatz traf der Verein auf Bayer 05 Uerdingen, den Vizemeister der Nordstaffel. Das Hinspiel auf heimischem Boden sollte sich als sehr torreich erweisen. Nach einer 1:0-Führung in der ersten Minute stand es bereits nach 24 Minuten 1:2, ehe Pirmasens innerhalb von acht Minuten drei weitere Tore erzielte. Kurz vor der Halbzeitpause erzielten die Uerdinger den 4:3-Anschlusstreffer und in der 81. Minute den Ausgleich zum 4:4-Endstand. Das Rückspiel ging mit 0:6 verloren, womit der Aufstieg in die Bundesliga abermals verpasst wurde (→ Spieldaten der Aufstiegsspiele gegen Bayer 05 Uerdingen).

In der Spitzengruppe der zweiten Bundesliga Süd konnte sich der Verein nicht halten, bereits in der folgenden Saison fand er sich im Abstiegskampf wieder. Erst am vorletzten Spieltag konnte der Klassenerhalt durch einen 2:1-Sieg über den SSV Reutlingen 05 gesichert werden. Als der sportliche Abstieg 1977 bereits am 33. Spieltag besiegelt worden war, wurde Pirmasens am grünen Tisch durch den Rückzug des SV Röchling Völklingen gerettet. Am letzten Spieltag hatte sich „die Klub“ durch ein Unentschieden gegen den BSV Schwenningen noch den drittletzten Platz erkämpft - bei gleichzeitiger Niederlage des SSV Jahn Regensburg, der aufgrund der schlechteren Tordifferenz absteigen musste.

Saisonbilanzen 1978–heute
Saison Platz Tore Punkte
1978/79 2. Platz 96:38 48:20
1979/80 3. Platz 57:41 40:28
1980/81 4. Platz 69:46 42:26
1981/82 6. Platz 72:42 54:26
1982/83 3. Platz 83:42 53:23
1983/84 5. Platz 61:45 40:28
1984/85 6. Platz 57:57 38:30
1985/86 10. Platz 48:58 31:37
1986/87 6. Platz 50:45 38:30
1987/88 8. Platz 55:45 35:33
1988/89 4. Platz 65:42 43:25
1989/90 4. Platz 77:55 45:23
1990/91 9. Platz 48:40 34:34
1991/92 17. Platz 41:66 23:45
1992/93 16. Platz 35:70 16:44
1993/94 3. Platz 45:35 38:22
1994/95 1. Platz 67:23 50:10
1995/96 9. Platz 46:46 39
1996/97 1. Platz 61:21 70
1997/98 8. Platz 65:49 52
1998/99 2. Platz 63:24 72
1999/00 17. Platz 38:75 33
2000/01 8. Platz 48:34 64
2001/02 7. Platz 63:39 56
2002/03 13. Platz 46:53 48
2003/04 12. Platz 50:56 41
2004/05 10. Platz 49:57 44
2005/06 1. Platz 60:17 71
2006/07 17. Platz 31:61 31
2007/08 10. Platz 48:49 45
2008/09 3. Platz 58:45 57
2009/10 2. Platz 53:34 64
2010/11 2. Platz 51:40 63
2011/12 3. Platz 58:36 60
2012/13 8. Platz 50:50 49
2013/14 1. Platz 62:29 65
grau unterlegt: Oberliga
orange unterlegt: Verbandsliga
gelb unterlegt: Landesliga
rot unterlegt: Regionalliga

1978 stiegen die Pirmasenser mit einem Negativrekordpunktekonto von 6:70 aus der 2. Liga ab. Nachdem die ersten zehn Spiele hintereinander verloren gegangen waren, belegten die Pfälzer ab dem vierten Spieltag durchweg den letzten Tabellenplatz und erreichten nur einen Sieg und vier Unentschieden. In der gesamten Saison musste der Verein außerdem 120 Gegentore hinnehmen. Die Saison 77/78 war die letzte, die der Verein im Profifußball absolvierte.

Aktuelle Entwicklung (seit 1978)[Bearbeiten]

Seit 1978 gehört der FKP fast ununterbrochen zum harten Kern der Oberliga Südwest - bis 1992 allerdings als „graue Maus“. Nach dem Abstieg aus der 2. Bundesliga wurde Robert Jung, der von 1966 bis 1976 zum Spielerkader des Vereins gehörte, als Trainer engagiert. Die erste Saison in der Drittklassigkeit endete mit dem zweiten Tabellenplatz hinter dem SV Röchling Völklingen, womit der direkte Wiederaufstieg knapp verpasst wurde. Im DFB-Pokal hatte der Verein zunächst den MTV Gifhorn mit 3:0 geschlagen, ehe er durch ein 2:4 gegen den FC 08 Homburg ausschied. Auch in den Jahren danach erlangte der FKP stets Ränge im vorderen Tabellendrittel. 1981 qualifizierte sich „die Klub“ für den DFB-Pokal. In der ersten Runde gelang ein 3:0-Auswärtssieg gegen den Siegburger SV 04, der zu diesen Zeitpunkt ebenfalls Amateurligist war; dann unterlag man jedoch dem MSV Duisburg auswärts mit 0:3.

Jung verließ den Verein 1985 in Richtung Salmrohr. Für die folgenden zehn Jahre geriet der Trainerposten zunehmend zum Schleudersitz; von Jungs Nachfolgern blieb keiner länger als ein Jahr im Amt. In der Oberliga verlor „die Klub“ den Anschluss an die Spitzengruppe. Anfang der 1990er Jahre setzte eine rasante Talfahrt ein: 1992 wurde Pirmasens Tabellenvorletzter und stieg nach 14 Jahren ununterbrochener Zugehörigkeit zur Oberliga in die Verbandsliga ab. Auch dort konnte sich der Verein nicht halten, bereits nach einem Jahr stieg er als Tabellenletzter abermals ab. Nach Platz drei am Ende der ersten Saison in der Landesliga gelang ein Jahr später der erste Aufstieg seit fast fünfzig Jahren. In der zweiten Hälfte des Jahrzehnts war endlich ein sportlicher Aufwärtstrend zu erkennen: In der Spielzeit darauf sicherten sich die Pirmasenser einen Rang im Mittelfeld, ehe sie 1997 in die Oberliga zurückkehrten.

1999 folgte als Vizemeister der Oberliga Südwest der Aufstieg in die seit 1994 bestehende drittklassige Regionalliga West/Südwest mit Trainer Frank Lelle, der mitten in der Saison 1998/99 die Mannschaft nach der überraschenden Trennung von Robert Jung übernommen hatte. Da ein Jahr später die Zahl der Staffeln von vier auf zwei reduziert wurde und die Mannschaft in der hinteren Tabellenhälfte landete, stieg sie nach einem Jahr schon wieder ab. Im DFB-Pokal hatte Pirmasens ein Freilos für die zweite Runde, in der jedoch der Bundesligist TSV 1860 München mit 3:0 die Oberhand behielt.

Nach mehreren Abstiegskämpfen stieg der FKP in der Saison 2005/06 – wiederum unter Trainer Robert Jung – als Meister der Oberliga Südwest in die Regionalliga auf; ab dem 14. Spieltag gab man die Tabellenführung nicht mehr aus der Hand. Der FC 08 Homburg blieb als zweitplatzierter dem FKP stets dicht auf den Fersen, so dass die Entscheidung erst im letzten Spiel fiel. Mit einem 2:0-Sieg gegen Hassia Bingen wurde der Aufstieg schließlich perfekt gemacht. Zudem gewannen die Pfälzer den SWFV-Verbandspokal, indem sie die zweite Mannschaft des 1. FSV Mainz 05 im Finale mit 2:1 besiegten und sich für den DFB-Pokal 2006/07 qualifizierten. In der ersten Runde trafen sie dort auf Werder Bremen und gewannen überraschend mit 5:3 nach Elfmeterschießen. In der zweiten Runde musste sich der FKP allerdings mit 0:3 der SpVgg Unterhaching geschlagen geben.

Nach weiteren Niederlagen in der Regionalliga Süd trennte man sich am 14. November 2006 von Trainer Robert Jung. Aus der Interims-Lösung Andreas Kamphues wurde dann zu Beginn der Rückrunde eine Dauerlösung. 2006/07 konnte die Klasse nicht gehalten werden, so dass der FKP in der Spielzeit 2007/08 wieder in der Oberliga Südwest antreten musste. Am Saisonende 2009/10 wurde der FKP nur wegen der um zwei Tore schlechteren Tordifferenz gegenüber dem FC 08 Homburg Vizemeister der Oberliga und verpasste somit den Aufstieg in die Regionalliga denkbar knapp. Mit einem 3:0-Endspielsieg über den Verbandsligisten FV Dudenhofen gewann der Verein jedoch nach 2006 wieder den Pokal des Südwestdeutschen Fußballverbandes und qualifizierte sich erneut für die DFB-Hauptrunde 2010/11. Dort traf er auf den Bundesligisten Bayer 04 Leverkusen und verlor nach achtbarer erster Halbzeit (ein eher glückliches 1:0 für die Gäste) noch sehr deutlich mit 1:11. Für die Saison 2010/11 strebte man wieder den Aufstieg in die Regionalliga an. Am 17. Januar 2011 wurden mit Andreas Ring, Karsten Volberg und Manfred Hoffmann zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte drei gleichberechtigte Präsidenten gewählt. Am 3. März 2011 trat Wendelin Guster als Trainer zurück. Nachfolger bis zum Saisonende wurde Peter Tretter, der ab der Saison 2011/12 Co-Trainer des neuen Cheftrainers Michael Dusek wurde, unterstützt von Pascal Ott als Co-Trainer, sportlicher Leiter blieb Marco Geib. Am Saisonende wurde der FKP mit vier Punkten Rückstand auf Meister SC Idar-Oberstein erneut Vizemeister. 2011/12 belegten die Pirmasenser den dritten Platz der Oberliga-Abschlusstabelle.

Mit dem Dreiergespann Peter Tretter als Cheftrainer, Jens Schaufler als Co-Trainer und Andreas Kamphues als neuer Teammanager, konnte man in der Saison 2013/2014 mit fünf Punkten Vorsprung auf den Zweitplatzierten FSV Salmrohr Meister der Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar werden und stieg in die 4. klassige Regionalliga Südwest auf.

Aktueller Kader (Saison 2014/15)[Bearbeiten]

Mannschaft (Saison 2014/15)[Bearbeiten]

Stand: 5. August 2014

Nr. Spieler Nation Geboren am Beim FKP seit
Tor
1 Frank Steigelmann DeutschlandDeutschland 03. Dez. 1979 1986
18 Matthias Gize DeutschlandDeutschland 24. Mai  1996
Ronny Fahr DeutschlandDeutschland 18. Feb. 1982 2014
Abwehr
3 Alexander Heinze DeutschlandDeutschland 24. Dez. 1993 2003
9 David Becker DeutschlandDeutschland 18. Jan. 1992 2013
15 Karsten Schug DeutschlandDeutschland 08. Okt. 1987 2013
19 Marco Steil DeutschlandDeutschland 13. Nov. 1987 2014
24 Mathäus Gornik DeutschlandDeutschland PolenPolen 03. Nov. 1988 2008
Mittelfeld
2 Dennie Schmidt DeutschlandDeutschland 18. Mär. 1992 2014
5 Sebastian Reinert DeutschlandDeutschland 20. Apr. 1987 2011
13 Attila Baum DeutschlandDeutschland 20. Mai  1986 2003
14 Jannik Nagel DeutschlandDeutschland 24. Juli 1992 2005
16 Sascha Hammann DeutschlandDeutschland 17. Feb. 1993 2013
22 Jascha Conzelmann DeutschlandDeutschland 04. Feb. 1992 2012
26 Felix Bürger DeutschlandDeutschland 28. Juli 1992 2014
Angriff
7 Robin Mertinitz DeutschlandDeutschland 19. Apr. 1990 2014
8 Christian Henel DeutschlandDeutschland 28. Jan. 1988 2014
9 Mark Hoffmann DeutschlandDeutschland 07. Mai  1992 2003
10 Patrick Freyer DeutschlandDeutschland 27. Okt. 1988 2012
11 Dennis Gerlinger DeutschlandDeutschland 21. Juli 1990 2014
21 Christian Henn DeutschlandDeutschland 13. Dez. 1986 2011
25 Christopher Ludy DeutschlandDeutschland 22. Mär. 1993 2012
31 Niklas Kupper DeutschlandDeutschland 26. Dez. 1991 2013

Trainerteam[Bearbeiten]

Name Nation Funktion
Peter Tretter DeutschlandDeutschland Chef-Trainer
Jens Schaufler OsterreichÖsterreich Co-Trainer
Klaus Scherer Torwart-Trainer

Funktionsteam[Bearbeiten]

Name Funktion
Andreas Kamphues Teammanager
Thomas Bauer Betreuer
Gunther Werle Physiotherapeut
Gerry Triem Zeugwart
Patric Schär Zeugwart

Stadion[Bearbeiten]

  • Städtisches Stadion an der Zweibrücker Straße (2003 abgerissen)
  • Stadion in der Spesbach (von 2003 bis 2004)
  • Sportpark Husterhöhe (seit der Saison 2004/2005)

Bekannte Spieler[Bearbeiten]

Spieler der Zweitligaära von 1974 bis 1978[Bearbeiten]

Spieler Nationalität von bis Spiele Tore
Arnswald, Hans-JürgenHans-Jürgen Arnswald DeutscherDeutscher 1975 1978 39 1
Backes, Hans-PeterHans-Peter Backes DeutscherDeutscher 1977 1978 22 0
Beichle, GeorgGeorg Beichle DeutscherDeutscher 1974 1976 75 22
Bernhardt, PeterPeter Bernhardt DeutscherDeutscher 1974 1977 71 0
Bißbort, HeinzHeinz Bißbort DeutscherDeutscher 1977 1978 19 1
Blauth, UweUwe Blauth DeutscherDeutscher 1977 1978 6 0
Braun, Hans-DieterHans-Dieter Braun DeutscherDeutscher 1976 1978 45 6
Bütow, HaraldHarald Bütow DeutscherDeutscher 1975 1976 3 0
Cremer, ManfredManfred Cremer DeutscherDeutscher 1977 1978 30 1
Cvijanovic, RatkoRatko Cvijanovic JugoslaweJugoslawe 1976 1978 25 1
Döring, UweUwe Döring DeutscherDeutscher 1975 1976 1 0
Erhart, HarryHarry Erhart DeutscherDeutscher 1974 1976 61 29
Faul, VolkerVolker Faul DeutscherDeutscher 1974 1978 92 1
Finkler, DieterDieter Finkler DeutscherDeutscher 1977 1978 32 2
Geiersbach, GerdGerd Geiersbach DeutscherDeutscher 1975 1978 72 3
Gentes, GuntramGuntram Gentes DeutscherDeutscher 1974 1977 104 7
Henzelmann, BerndBernd Henzelmann DeutscherDeutscher 1977 1978 1 0
Heß, RaimundRaimund Heß DeutscherDeutscher 1977 1978 3 0
Hornung, PaulPaul Hornung DeutscherDeutscher 1974 1978 22 0
Jörg, Karl-HeinzKarl-Heinz Jörg DeutscherDeutscher 1975 1977 9 0
Jung, RobertRobert Jung DeutscherDeutscher 1974 1976 69 0
Robert Keller DeutscherDeutscher 1975 1978 21 0
Klein, HarryHarry Klein DeutscherDeutscher 1977 1978 26 1
Klein, KarlKarl Klein DeutscherDeutscher 1977 1978 2 0
Koberstein, MichaelMichael Koberstein DeutscherDeutscher 1976 1978 26 2
Kölsch, WalterWalter Kölsch DeutscherDeutscher 1977 1978 11 0
König, JürgenJürgen König DeutscherDeutscher 1977 1978 3 0
Kohlenbrenner, HermannHermann Kohlenbrenner DeutscherDeutscher 1974 1977 102 7
Krauth, RaimundRaimund Krauth DeutscherDeutscher 1974 1975 33 12
Krstic, BranislavBranislav Krstic JugoslaweJugoslawe 1976 1978 32 1
Mainka, JohannesJohannes Mainka DeutscherDeutscher 1976 1977 6 0
Marschall, ColinColin Marschall DeutscherDeutscher 1977 1978 1 0
Michl, GüntherGünther Michl DeutscherDeutscher 1974 1976 66 2
Milde, Hans-JürgenHans-Jürgen Milde DeutscherDeutscher 1977 1978 4 0
Müller, JosefJosef Müller DeutscherDeutscher 1975 1977 57 7
Müller, KlausKlaus Müller DeutscherDeutscher 1977 1978 30 0
Nielsen, TorbenTorben Nielsen DeutscherDeutscher 1974 1976 76 3
Pudelko, KlausKlaus Pudelko DeutscherDeutscher 1974 1977 105 2
Rudloff, HeinzHeinz Rudloff DeutscherDeutscher 1976 1978 39 13
Ruppe, ArnoldArnold Ruppe DeutscherDeutscher 1977 1978 1 0
Klaus Schäfer DeutscherDeutscher 1977 1978 1 0
Scherer, WalterWalter Scherer DeutscherDeutscher 1976 1978 36 5
Schlick, GünterGünter Schlick DeutscherDeutscher 1974 1976 2 0
Schmidt, ThomasThomas Schmidt DeutscherDeutscher 1977 1978 3 1
Schoonewille, GerardGerard Schoonewille NiederländerNiederländer 1976 1977 7 0
Schuster, WilliWilli Schuster DeutscherDeutscher 1976 1978 67 1
Seiler, AlfredAlfred Seiler DeutscherDeutscher 1974 1976 63 27
Tretter, WernerWerner Tretter DeutscherDeutscher 1974 1977 87 3
Dieter Wagner DeutscherDeutscher 1976 1977 7 2
Hans Weber DeutscherDeutscher 1976 1978 44 1
Weinkauff, DieterDieter Weinkauff DeutscherDeutscher 1974 1978 107 38
Zell, DieterDieter Zell DeutscherDeutscher 1977 1978 14 0
Ziegler, ReinhardReinhard Ziegler DeutscherDeutscher 1976 1977 9 0

Spieler vor 1974 und nach 1978[Bearbeiten]

Spieler Nationalität Zeit Besondere Leistungen
Uwe Fuchs DeutscherDeutscher ?–1984

Deutscher Vizemeister mit dem 1. FC Kaiserslautern im Jahr 1994

Thomas Dooley DeutscherDeutscher 1981–1984

Deutscher Pokalsieger im Jahr 1990 u. Deutscher Meister und Supercupsieger im Jahr 1991 mit dem 1. FC Kaiserslautern; 1997 UEFA-Cup-Sieger mit Schalke 04; US-Nationalspieler (Teilnahme an WM 1994 in den USA & 1998 in Frankreich)

Eugen Hach DeutscherDeutscher ?–1984 schaffte 1992 mit dem 1. FC Saarbrücken den Aufstieg in die Bundesliga; beendete anschließend seine Karriere
Heinrich Hergert DeutscherDeutscher 1925–1938 absolvierte von 1930 bis 1933 fünf A-Länderspiele
Rudolf Hoffmann DeutscherDeutscher 1960–1963 bestritt 1955 ein A-Länderspiel gegen Irland
Helmut Kapitulski DeutscherDeutscher 1957–1964 1956 und 1957 Meister mit Borussia Dortmund. 1 A-Länderspiel 1958
Heinz Kubsch DeutscherDeutscher 1953-1961 3 A-Länderspiele; stand bei der WM 1954 im Kader der Nationalmannschaft, kam jedoch nicht zum Einsatz
Horst Nußbaum DeutscherDeutscher ?–? machte später als Musikproduzent unter dem Künstlernamen „Jack White“ Karriere
Johannes Riedl DeutscherDeutscher ?–1968 Bundesligaspieler von 1968 bis 1985 beim MSV Duisburg, bei Hertha BSC, dem 1. FC Kaiserslautern, Arminia Bielefeld und Kickers Offenbach
Karl Schmidt DeutscherDeutscher 1962–? 9 A-Länderspiele

Rivalitäten[Bearbeiten]

Nach dem Zweiten Weltkrieg bis zur Einführung der Bundesliga war der 1. FC Kaiserslautern der Hauptrivale des FK Pirmasens[1], da beide Mannschaften um die Stellung als Nummer eins in der Pfalz kämpften. Nachdem in den Anfang und Mitte 1950er Jahren die „Roten Teufel“ die Oberliga Südwest dominiert hatten, gelang es den Pirmasensern ab den 1950ern immer öfter, um die Deutsche Meisterschaft mitzuspielen. Da die „Lauterer“ dann für die Bundesliga zugelassen wurden und beide Vereine seitdem nicht mehr in derselben Liga spielten, ebbte die gegenseitige Abneigung allmählich ab.

Innerhalb der neu gebildeten Regionalliga Südwest war „die Klub“ zunächst der erfolgreichste pfälzische Verein, was erst durch den Aufstieg des SV Alsenborn, dem Vorortverein aus der Region Kaiserslautern, streitig gemacht wurde. Beide Vereine kämpften bis Mitte der 1970er Jahre regelmäßig um den Aufstieg in die Bundesliga.

Seitdem Pirmasens 1978 nach vier Jahren Zugehörigkeit aus der zweiten Bundesliga abgestiegen ist, haben Begegnungen mit dem SC Hauenstein, dem FC Homburg, dem SVN Zweibrücken[2] und dem 1. FC Saarbrücken aufgrund der regionalen Nähe Derbycharakter.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Test beim alten Rivalen: FK 03 Pirmasens gegen FCK, 24. August 2010
  2. Brisantes „Weihnachtsspiel“, 14. November 2009 (Version vom 2. Oktober 2010 im Internet Archive)

Weblinks[Bearbeiten]