Florstadt

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Stadt Florstadt
Florstadt
Deutschlandkarte, Position der Stadt Florstadt hervorgehoben
50.3202777777788.8838888888889136Koordinaten: 50° 19′ N, 8° 53′ O
Basisdaten
Bundesland: Hessen
Regierungsbezirk: Darmstadt
Landkreis: Wetteraukreis
Höhe: 136 m ü. NHN
Fläche: 39,6 km²
Einwohner: 8690 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 219 Einwohner je km²
Postleitzahl: 61197
Vorwahlen: 06035, 06041 (Nieder-Mockstadt)Vorlage:Infobox Gemeinde in Deutschland/Wartung/Vorwahl enthält Text
Kfz-Kennzeichen: FB, BÜD
Gemeindeschlüssel: 06 4 40 007
Stadtgliederung: 6 Stadtteile
Adresse der
Stadtverwaltung:
Freiherr-vom-Stein-Str. 1
61197 Florstadt
Webpräsenz: www.florstadt.de
Bürgermeister: Herbert Unger (SPD)
Lage der Stadt Florstadt im Wetteraukreis
Butzbach Münzenberg Rockenberg Ober-Mörlen Bad Nauheim Friedberg (Hessen) Rosbach v.d. Höhe Wöllstadt Karben Bad Vilbel Wölfersheim Reichelsheim (Wetterau) Niddatal Florstadt Echzell Reichelsheim (Wetterau) Nidda Hirzenhain Gedern Ranstadt Glauburg Altenstadt (Hessen) Limeshain Ortenberg (Hessen) Kefenrod Büdingen Lahn-Dill-Kreis Landkreis Gießen Vogelsbergkreis Hochtaunuskreis Frankfurt am Main Main-Kinzig-KreisKarte
Über dieses Bild

Florstadt ist eine Stadt im Wetteraukreis im Regierungsbezirk Darmstadt (Hessen).

Geografie[Bearbeiten]

Die Stadt liegt circa 28 km nord-östlich von Frankfurt am Main in der Wetterau. Durch das Stadtgebiet fließen Nidda und Horloff.

Nachbargemeinden[Bearbeiten]

Florstadt grenzt im Norden an die Stadt Reichelsheim, im Nordosten an die Gemeinde Ranstadt, im Osten an die Gemeinde Glauburg, im Süden an die Gemeinde Altenstadt und die Stadt Niddatal sowie im Westen an die Stadt Friedberg.

Stadtgliederung[Bearbeiten]

Die Stadt Florstadt besteht aus den Stadtteilen Leidhecken, Nieder-Florstadt, Nieder-Mockstadt, Ober-Florstadt, Staden, und Stammheim.

Geschichte[Bearbeiten]

Florstadt-Stammheim um 1910
  • um 90 n. Chr. wird während der Chattenkriege vom römischen Kaiser Domitian im Ortsteil Ober-Florstadt das Kastell Ober-Florstadt angelegt.
  • Nieder-Mockstadt wird 930 erstmals urkundlich erwähnt.
  • 1150 wird der heutige Ortsteil Staden erstmals in einer Urkunde für die Stadt Goslar erwähnt und erhält 1304 die Stadtrechte.
  • 1244 wird der heutige Ortsteil Stammheim erstmals urkundlich erwähnt.
  • Leydthecken (Leidhecken) wird im 12. Jahrhundert erstmals urkundlich erwähnt.
  • 1365 erhält Nieder-Florstadt von Kaiser Karl IV. die Stadtrechte.
  • Seit dem 27. März 2007 besitzt Florstadt wieder Stadtrechte.[2]

Eingemeindungen[Bearbeiten]

Am 1. Juli 1970 werden die bis dahin selbständigen Gemeinden Nieder-Florstadt und Ober-Florstadt in die neue Gemeinde Florstadt eingegliedert. Staden kam am 31. Dezember 1971 hinzu. Leidhecken folgte am 1. Februar 1972. Mit der Eingliederung von Nieder-Mockstadt und Stammheim wurde die Reihe der Eingemeindungen am 1. August 1972 abgeschlossen.[3]

Politik[Bearbeiten]

Stadtverordnetenversammlung[Bearbeiten]

Kommunalwahl in Florstadt 2011
 %
60
50
40
30
20
10
0
59,3 %
25,4 %
15,3 %
n. k.
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2006
 %p
   8
   6
   4
   2
   0
  -2
  -4
  -6
  -8
-10
-8,4 %p
+4,2 %p
+8,0 %p
-3,9 %p

Die Kommunalwahl am 27. März 2011 lieferte folgendes Ergebnis:[4]

Parteien und Wählergemeinschaften %
2011
Sitze
2011
%
2006
Sitze
2006
%
2001
Sitze
2001
SPD Sozialdemokratische Partei Deutschlands 59,3 18 67,7 21 60,7 19
CDU Christlich Demokratische Union Deutschlands 25,4 8 21,2 7 28,2 9
GRÜNE Bündnis 90/Die Grünen 15,3 5 7,3 2 8,9 3
FDP Freie Demokratische Partei –– –– 3,9 1 2,2 0
Gesamt 100,0 31 100,0 31 100,0 31
Wahlbeteiligung in % 51,2 54,4 58,8

Bürgermeister[Bearbeiten]

Die vergangenen Bürgermeisterwahlen lieferten folgende Ergebnisse:

Jahr Kandidaten Partei %
Ergebnis
2006 Herbert Unger SPD 90,8
Wahlbeteiligung in % 54,4
2000 Herbert Unger SPD 62,4
Susanne Hofmeister CDU 37,6
Wahlbeteiligung in % 67,0
Jahr Kandidaten Partei %
Ergebnis
1994 Heinrich Trupp SPD 71,2
Wolfgang Schulz CDU 16,2
Klaus Seipel GRÜNE 12,6
Wahlbeteiligung in % 70,5

Bürgermeister Herbert Unger (SPD) wurde am 26. März 2006 mit 90,8 % der Stimmen wiedergewählt. Er hatte keinen Gegenkandidaten.

Städtepartnerschaften[Bearbeiten]

Wirtschaft[Bearbeiten]

Florstadt ist überwiegend ein Wohnort für Pendler, die vor allem im Rhein-Main-Gebiet Arbeit finden. Örtliche Wirtschaftsbetriebe gibt es in der Landwirtschaft, im Handwerk, Handel und Dienstleistungsgewerbe.

Verkehr[Bearbeiten]

Verkehrstechnisch ist das Stadtgebiet erschlossen durch die Bundesstraße 275 und die Bundesautobahn 45 mit der Anschlussstelle Florstadt (an der B 275 zwischen den Stadtteilen Nieder-Mockstadt und Staden).

Öffentliche Einrichtungen[Bearbeiten]

Bildungseinrichtungen[Bearbeiten]

  • Karl-Weigand-Schule in Nieder-Florstadt
  • Grundschule Stammheim
  • Volkshochschule Friedberg Außenstelle Florstadt

Betreuungseinrichtungen[Bearbeiten]

  • Kommunale Kindertagesstätte Staden
  • Krabbelgruppe "Kleine Schloßgespenster" Staden
  • Kindertagesstätte "Sonnenschein" Stammheim
  • Krabbelstube Stammheim
  • Kindergarten Lummerland Nieder-Florstadt
  • Kindergarten An der Nachtweide Nieder-Florstadt
  • Betreuungsschule an der Karl-Weigand-Schule NFl
  • Schülerbetreuung Stammheim
  • Kinderbetreuungskartei Florstädter Kindergruppen e.V./Bürgerhilfe Florstadt.

Freizeit- und Sportanlagen[Bearbeiten]

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

  • Karl Weigand, Germanist (* 18. November 1804 in Nieder-Florstadt)
  • Anton Lux, Bürgermeister von 1945 bis 1953 und Landtagsabgeordneter

Trivia[Bearbeiten]

Florstadt ist der Ort der Handlung im Roman Wäldchestag von Andreas Maier.

Literatur[Bearbeiten]

Nieder-Florstadt

  • Nieder-Florstadt, Aus der Geschichte einer Gemeinde in der Wetterau, Dieter Alt, Jürgen Reuss, Florstadt/Norderstedt 2005, ISBN 3-8334-2847-3 (2)
  • Die Geschichte der Pharmazie - Eine Chronik zum 50. Jahrestag der Nidda-Apotheke Nieder-Florstadt, Kurt Leidecker, Walburga Papsch, Florstadt 2002, ISBN 3-00-009005-3 (2)
  • 100 Jahre SPD Niederflorstadt, Horst Neuwert, Florstadt 2003
  • 100 Jahre Freiwillige Feuerwehr Nieder-Florstadt 1905-2005, Hrsg. Artur Fischbach, Robert Nolte, Florstadt 2005

Ober-Florstadt

  • Ober-Florstadt in der Wetterau - Aus der Geschichte eines alten Dorfes - 750 Jahre Laurentiuskapelle, HRSG: Kurt Leidecker, Hist. Archiv der Gemeinde Florstadt im Auftrag der Freiwillige Feuerwehr Ober-Florstadt, Ober-Florstadt 2001, ISBN 3-923907-05-2 (2)

Staden

  • Stadener Erinnerungen in Bildern, Verkehrsverein Staden, Florstadt 1978-79

Stammheim

  • Die Kirche im Dorf, Dokumentation zur 200-Jahr-Feier, Hrsg.: Ev. Kirchengemeinde Stammheim, Red.: Rolf Lutz, Peter Eickmann, Dr. Karin Weisswange, Florstadt/Frankfurt 2000, ISBN 3-9805862-1-9 (1)
  • Mein immergrünes Dorf - Vom Schicksal der Juden aus Stammheim in der Wetterau, Hedi Strauss, Johanna Voss, Hrsg. Gemeinde Florstadt, Florstadt 2004, ISBN 3-9805862-4-3 (1)(2)
  • 750 Jahre Stammheim, Chronik von 1244-1994, Hrsg. Gemeinde Florstadt, Red. Rudolf H. Lummitsch, 1994 (2)
  • Kigamenta - Kinderkünstler stellen aus, Hrsg. Ev. Kindergarten Sonnenschein, Florstadt-Stammheim 1998 (1)

Leidhecken

  • Eine Auswahl historischer Texte, Ev. Kirchengemeinde Leidhecken, Pfr. J.St. Porter

Siehe auch[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bevölkerung der hessischen Gemeinden (Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. StBA: Änderungen bei den Gemeinden Deutschlands, siehe 2007
  3.  Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 360 und 361.
  4. Hessisches Statistisches Landesamt: Endgültiges Ergebnis der Gemeindewahl am 27. März 2011

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Florstadt – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wiktionary: Florstadt – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen